Gastbeitrag: Meine Vollwertgeschichte

Kommentar vom 29. Juni 2010: “Vollwert-Geschichte – Beitrag Preisausschreiben”

Der vorliegende Bericht war einer der ersten, der bei mir eintraf – und mit einer der erschütternsten. Immerhin: Hier ist eine junge Frau (geboren 1980), die bereit war, gesund zu werden. Gegen die Macht der Schulmedizin. Ich wünsche mir, dass andere, die in ähnlicher Lage sind, dies lesen und sich ähnlich konsequent der Gesundheit zuwenden. Gesundheit durch Vollwert ist eine drastische Erfahrung, keine Erfindung.

Ich habe niemals Kaffee getrunken, geraucht, “getrunken” oder Drogen genommen, bin seit meinem 12. Lebensjahr Vegetarierin, seit meinem 26. Lebensjahr Veganerin (außer Honig) und seit 2009 vegane Vollwertlerin (außer Honig). Keine Knochenbrüche, keine OP.

2004: Nach heftigem grippalen Infekt verblieb ein Dauerschnupfen. HNO- und Allgemeinmediziner verschrieben Nasensprays etc. Außerdem meinte der Arzt, der Schnupfen sei nun chronisch – für den Rest meines Lebens mit mir verbunden. Auch Inhalationen oder Nasenspülungen mit Kräutern oder Salz halfen nicht.

Mitte 2006: Plötzlich einsetzende Husten- und Atemnotanfälle (jeweils bis zu 30 Min) nach Konsum von Milchprodukten. Laktoseintoleranz wurde vom Arzt ausgeschlossen, die Ursache wusste er aber auch nicht. Einsatz von rasselndem Atem, Besuch beim Lungenarzt. Ergebnis: Alles einwandfrei. Wie kann das sein, was war dann los mit mir? Ich verstand die Welt nicht mehr.

2005/2006: Irgendwann bekam ich zusätzlich noch Schmerzen in den Kniegelenken. Ich gewöhnte mir ungesunde Vermeidungshaltungen an. Ich hatte Schmerzen beim Aufstehen aus einem Stuhl, beim Erheben von der Toilette usw. Treppensteigen wurde immer schlimmer.

Irgendwann war der Schmerz permanent. Ich humpelte, ein unschöner Anblick vor allem in meinem Alter. Teilweise kroch ich langsamer als mancher gebrechliche Rentner – ohne dass ich hiermit übertreibe – leider. Besuch bei einer Orthopädin mit Röntgen: Nichts zu finden. Ihr Rat: täglich Umschläge mit Meersalz um die Kniegelenke und häufig Ananas essen.

Die Umschläge brachten leider gar nichts. Nach einer Woche 1 Ananas/Tag war ich schmerzfrei. Nach 1-2 Wochen konnte ich vor Schmerzen nicht schlafen – die Zitrussäure hatte mein Zahnfleisch angegriffen, deshalb trank ich nun 100%igen Ananas-Direktsaft, was den Kniegelenken nicht half. Wieder ging ich zur Orthopädin, meine Knie wurden 2-3 Wochen mit Wärmestrahlen behandelt. Erfolg? Null. Ich fand mich ab mit meinem Schicksal.

2006: Jetzt begann ich vegan zu leben (Ausnahme: Honig). Husten und rasselnder Atem verschwanden. Dauerschnupfen und die gewaltigen Schmerzen in den Knien blieben und… wurden noch stärker. Morgens aufzustehen war reinster Horror.

Besuch bei einem Allgemeinmediziner. Folge: Überweisung für eine Magnetresonanztomographie (MRT). Ergebnis: eine Art arthritische Veränderung 2. Grades. Scheiße, dachte ich, das in meinem Alter!

Ich fragte die Ärztin – sie war auch Ernährungsberaterin – was ich dagegen tun könne. Antwort: Nichts, ich müsse damit leben lernen.

2008/2009: Dauerschnupfen, Knieschmerzen, humpelnder Gang: unverändert. Ganz furchtbare Anlaufschmerzen. Im Winter Ende 2008, Anfang 2009 kam ich eines Tages aus der Hocke nur noch mit größter Kraftanstrengung hoch, weil die Schmerzen zu groß waren.

März 2009: Besuch der Rohvolution bzw. Rohkostmesse, auf die ich durch Flyer im Bioladen aufmerksam wurde. Ich habe mir alles angesehen, Leckereien gekostet und Vorträge besucht. Die Eindrücke, die ich auf dieser Messe gewonnen habe, waren sehr intensiv und haben mich noch lange danach gedanklich beschäftigt.

April 2009: Ab diesem Monat recherchierte ich wieder einmal und stieß auf das Buch „Brötchen statt Brot: von Rohkost über vegan bis vollwertig backen“. Kurz danach erwarb ich dann „Konfekt statt Sünde“ und war davon ebenso begeistert, dass ich nach der Autorin im Internet suchte und schließlich ihre Homepage genauer unter die Lupe nahm. Hierdurch angeregt beschäftigte ich mich immer mehr mit der Vollwerternährung. Ich kaufte mir auch die ersten 10 Bände von Bruker und las sie innerhalb kürzester Zeit durch.

Mai 2009: Nach der ausführlichen Lektüre von Bruker und Wilkesmann nahm ich mir vor, neben den Tierprodukten (außer Honig) auch Auszugsmehl, Margarine bzw. Industriefette und Industriezucker zu streichen.

Juni 2009: Ab hier lebte ich kompromisslos vollwertig mit einem hohen Frischkostanteil.

Es war irre, ich war nicht nur weniger müde, auch der Dauerschnupfen (seit 2004!) nahm nach und nach ab, bis er schließlich komplett weg war! Ich war fassungslos, im positiven Sinne. Irgendwann wurden auch die Knieschmerzen immer schwächer. Schließlich erreichte ich Schmerzlosigkeit, konnte wieder in die Hocke gehen oder nach dem Sitzen im Bus anlaufen ohne jedwede Probleme. Es fühlte sich an, als hätte ich nie Probleme mit den Knien gehabt. Ich konnte endlich wieder normal gehen, sogar laufen bzw. rennen. Ich wurde regelrecht euphorisch, weil das mir von Ärzten prophezeite Unmögliche plötzlich möglich geworden war.

Jetzt (Mitte Mai 2010): Nun lebe ich bereits 1 Jahr lang konsequent vollwertig und ich bin in diesem Jahr nicht nur sämtliche körperlichen Beschwerden losgeworden, sondern auch nie wieder schwer erkältet oder ähnliches. Ich bin vor allem dankbar, dass ich das Glück hatte, noch im „zarten“ Alter von knapp 29 Jahren all das zu erfahren und so dementsprechend früh einlenken konnte.

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10 Antworten to “Gastbeitrag: Meine Vollwertgeschichte”

  1. Gulaschkanone Says:

    Vielen Dank für die Veröffentlichung dieses Beitrages, der mir sehr nahe gegangen ist. Zum Glück hat es ein gutes Ende genommen, aber die Leidenszeit und die Einschränkung des Lebens durch Athrose und gerade in jenem Alter… ich mag nicht daran denken.
    Ich wünsche der Beitragserstellerin alles erdenklich Gute in ihrem weiteren Leben!

  2. Ines Says:

    Ich bitte um Weiterleitung dieses Berichts an die behandelnden Ärzte!!!
    Von mir aus auch gerne in gedruckter Form im verschlossenen Umschlag, so wie sie es kennen ;-)

    Eugen Roth passt dann wohl:
    Was bringt den Doktor um sein Brot?
    a) Gesundheit
    b) der Tod
    Drum hält der Arzt -auf daß er lebe- uns zwischen beidem in der Schwebe.

    Naja – meistens kann er ja noch nicht mal was dafür …
    Der Arzt ist oft willig, aber sein Wissen schwach!

  3. clowny Says:

    Diese Art von Berichten finde ich immer und immer wieder überwältigend! – Ein Fundament für alle die vollwertig leben und es Anderen gerne näher bringen wollen!
    Es ist zwar traurig für die Patienten, doch der Wandel, der sich nach der Ernährungsumstellung einstellt – Wahnsinn.
    Das wär doch auch ein Bericht für die Zeitschrift “Der Gesundheitsberater” von der GGB.

  4. Sigrid Jäckel Says:

    Diese Wirkung kann ich voll bestätigen:
    1937 geboren, bis 1995 u.a. chronischer Schnupfen, seit ich denken kann, 2-3 mal im Jahr Luftwegeinfekte mit Krankschreibungen, Karies, fast immer Stuhlverstopfung, Rückenschmerzen, Herpes, Gürtelrose, Gelenk- und Weichteilrheuma mit schrecklichen Schmerzen, ……..Nach Umstellung auf Vitalstoffreiche Vollwertkost nach Dr. Bruker 1995 sind alle Beschwerden verschwunden. Ich fühle mich wohl und leistunbgsfähig und gebe mein Wissenund meine Erfahrungen als ärztl. geprüfte Gesundheitsberaterin GGB (2004) auf vielfältige Weise weiter. Beim Weichteilrheuma habe ich noch mit 1 bis 2 mal Sauna/Woche nachgeholfen – tat mir sehr gut, habe 1 mal/Woche beibehalten.
    Ja, der o.a.Bericht ist einfach toll! Ich finde auch, dass er in den “Gesundheitsberater” der GGB gehört! Hallo, Ines, ich habe meinen Genesungsbericht “in gedruckter Form im verschlossenen Umschlag”an den Prof. und CHef der Rheumaklinik, in der ich zur ambulanten Behandlung nach Klinikaufenthalt war, geschickt. Ich schlug auch vor, meine Erfahrungen bei einer bevorstehenden Tagung mit Ärzten und Patienten auszuwerten bzw. für die Therapie zu nutzen. Kein Echo!!! Aber man sollte es trotzdem immer wieder tun!

  5. Sonja Says:

    Liebe Schreiberin des Gastbeitrages,

    das ist ja echt TOLL, freut mich unbändig zu lesen, daß Du “nur” durch die Umstellung auf Vollwertkost zu völliger Beschwerdefreiheit gelangt bist. Einfach irre !!!

    Jaa … die Antwort der Ärzte auf diese “wundersame Genesung” tät mich auch mal brennend interessieren ;-)

    Alles Gute weiterhin
    Sonja

  6. sternenfrau Says:

    Sehr schöner Bericht, der zeigt, wie viel doch in eigener Macht steht.

  7. Florinda Says:

    Vielen Dank an euch alle für eure lieben und ermutigenden Kommentare. Darüber habe ich mich sehr gefreut. Und ich hoffe, dass euch alle die Vollwerternährung – mit viel Frischkost – ebenso stärkt und gesund macht und erhält!

    Die Urheberin des Gastbeitrags ‘Meine Vollwertgeschichte’

  8. onebbo Says:

    Übrigens: Wer von den anderen Gastbeitragenden wissen möchte, wie er bzw. sie als “Florinda” und somit anonym hier kommentieren kann, möge sich bitte bei mir melden!

  9. Andreas Says:

    Ja ich kann mir sehr gut vorstellen was die Ärzte dazu sagen würden. “Spontan Heilung” bzw. “Hypochonder” oder “Simulant” wenn sie nix finden und diese beschränkte Sichtweise ist da leider sehr weit verbreitet.
    Ärzte sind da nicht besser als Anwälte..überflüssig.
    Der einzige der noch Sinn macht ist der Zahnarzt

    • OneBBO Says:

      Herzlich willkommen mit deinem ersten Beitrag, Andreas! Ich habe allerdings persönlich mit Anwälten bessere Erfahrungen gemacht als mit Ärzten ;-) Beim Zahnarzt: Stimmt, der macht Sinn. Obwohl die Besuche unter Vollwertkost zusehends langweiliger werden!

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