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Energy Power Blender: Ein Test

16. Juli 2012

16. Juli 2012: Der Energy Power Smoother

Auch hier ist der Beitrag länger als gewohnt (wenn auch kürzer als beim Revoblend). Aussagekräftige Tests bedingen das und ich bitte das zu entschuldigen.

Äußeres:


Er ähnelt den anderen Standmixern im Stil des Vitamix, Preis: 199 Euro. Von nahem sieht man den Preisunterschied: das Schildchen mit dem Namen vorne ist an einer Ecke schon ein wenig abgehoben, alles scheint ein bisschen “billiger”.

Die Einrastmöglichkeit des Deckels ist nicht solide wie die anderer Mixer, ist mir auch schon mal verrutscht. Das Gerät roch beim Auspacken stark nach Plastik, die erste Mahlzeit nahm aber keinen Geschmack an.
Die Messer sind stumpf am Ende und gehen nicht so nah an den Becherrand wie beim Vitamix. Stößel und Deckel sind etwas rauer = eine Feststellung, keine Bewertung. Der Hersteller betont die 6 Messer als Vorteil, den ich in der Praxis nicht bestätigen konnte. Der Becher besteht aus BPA-Kunststoff.

Power Smoother:

Vitamix:


Die Bedienung erfolgt über Folientasten, die leicht ansprechen, und ist recht intuititiv. Maximale Zeiteingabe: 1,5 Min; maximale Geschwindigkeit: 25000 UpM. Auch wenn Vitamix nicht mehr mit den 34.000 UpM wirbt: Er ist schneller, das fühlt man. Dazu noch eine Puls-Taste, d.h., solange ich sie drücke läuft das Gerät. Außerdem gibt es einen Start/End-Folienknopf. Ich finde es teils lästig, dass ich Zeit und Geschwindigkeit vorher einstellen muss. Andererseits kann es auch eine Erleichterung sein, sobald ich die Zeiten für einen Vorgang kenne, dann kann ich in der Zeit etwas anderes tun. Die max. Zeiteinstellung von 1,5 Min. lässt mich jedoch vermuten, dass das Gerät wie die kleinen Mixer nicht für den ununterbrochenen Dauerbetrieb ausgelegt ist. Andererseits wird niemand einen Smoothie 5 Minuten schlagen :-) insoweit ist das schlüssig.
Die Anzeige “0:00″ schaltet nicht ab, solange das Gerät mit Strom verbunden ist.
Die Gebrauchsanleitung sind gefaltete & geheftete DIN-A-Blätter, schwarz-weiß (PC-Text vervielfältigt), wo alle wichtigen Angaben enthalten sind. In meiner Ausgabe stand kein CE-Zeichen, auch auf dem Gerät ist keines; auf Nachfrage erhielt ich die aktualisierte Gebrauchsanleitung mit CE-Zeichen. Auch das Entsorgungszeichen (Mülltonne) sei beantragt. Das Gerät ist in China hergestellt (Vergleich: Vitamix garantiert, dass 70 % des Geräts in den USA fabriziert werden).


Das Gerät wird nur für die Smoothieherstellung beworben. Die anderen Dinge teste ich also nur als Experimente. Laut Entwickler Herr Theuretzbacher steht demnächst eines absolute Trumpfgerät an.

11. Juli 2012:
Eis
Herstellung mit 1 Banane, 1 EL Mandeln, ca. 250 g Erdbeeren, ca. 100 g Eiswürfel (= “ideale” Zusammensetzung). Die Mandeln wurden schon nicht alle mit den Bananen püriert. Die Eisherstellung an sich ist eine Katastrophe: Stopfer und Messer “greifen” das Obst nicht. Nach einer Weile hatte ich einen kleinen Teil “rosa Brühe”, die Erdbeeren waren teils ganz. Nur unten im Becher saß etwas leckeres Eis. Ich habe dann in den Vitamix umgefüllt, der hat den Rest gewohnt perfekt erledigt.

12. Juli 2012
1. Frühstück Obst
Nichts zu meckern
2. Kakao
Klappte auch, allerdings war er nach 1 Min 30 Sek. ziemlich warm. Da ist die Zeitvoreinstellung verführerisch und für den Rohköstler gefährlich. Heißen Kakao herzustellen wäre lästig, weil man die Zeit dreimal nachstellen muss. Das Getränk erschien mir nicht ganz so glatt wie beim Vitamix, aber das konnte auch Einbildung sein.
3. Cashewnussmus
Genommen habe ich die Standardmenge, 350 g Cashewnüsse und 65 (statt sonst 60) g (Walnuss-)Öl. Dreimal musste ich das Gerät laufen lassen, am Ende war es gefährlich warm – und das Nussmus war noch stückig. Das ist nicht so perfekt wie in höherpreisigen Geräten, wo es in dieser Kombination nahezu fließt. Es ist aber akzeptabel.

13. Juli 2012
1. Frühstück Obst
Diesmal war Melone unten, dann 1 Banane und zwei Äpfel, das klappte wunderbar.
2. Zweiter Kakao
Diesmal war ich gewarnt, und ließ nur 1 Min 15 Sek. laufen, da ist die Temperatur im Rahmen. Lästig: Wenn ich unterbreche, um das Mahlgut z.B. auf Temperatur zu prüfen oder etwas hinzuzufügen, also das Gerät ausschalte, springen alle Anzeigen auf Null. Will ich also eine gewisse Gesamtzeit haben, muss ich die jeweils im Kopf ausrechnen, was relativ umständlich ist, weil der Zähler ja rückwärts läuft. Es war diesmal ein etwas “schwierigerer” Kakao: mit Nackthafer, Vanillestange, Ingwer und Kakaobohnen. Auch sehr schön geworden, aber leicht fasriger als mit dem Vitamix, der wirklich alles superglatt macht. Ich finde diese leichte Faserstruktur sogar angenehm und ich habe den Eindruck, ich vertrage auf diese Weise Püriertes besser.
Was mir sehr angenehm auffällt: Selbst wenn ich Flüssigkeiten auf der Höchsstufe starte, fliegt nicht alles am Becher hoch oder in den Deckel, weil scheins die Motorleistung nicht sofort voll kommt, sondern hochgedreht wird. Das ist sehr schön, davon könnte Vitamix lernen!

15. Juli 2012
1. Mayonnaise
Das ging einwandfrei, nach 1,5 Minuten (der normalen Laufzeit) war sie schön steif und nicht zu warm. Dennoch meine ich bei allen Dingen, der Vitamix ergäbe ein noch feineres, glatteres Resultat. Das kann objektiv sein, und selbst wenn: Ich denke nicht, dass der Unterschied praktisch von Bedeutung ist.
2. Cräcker-Grundlage
Auch das schafft der Power Smoother mit Hilfe des Stopfers sehr gut.

Fazit:
Beworben wird der Power Smoother für die Herstellung von Smoothies, und die schafft er auch gut, hier stimmt das Preis-Leistungs-Verhältnis. Ob man dafür nun nochmals 200 Euro ausgeben möchte oder doch den Thermomix oder einen alten Standmixer verwenden möchte, bleibt dem Geldbeutel überlassen. Flotter geht es natürlich mit diesem Gerät. Also wenn es heißt, das Gerät kann prima Smoothies herstellen, kann ich sagen: Ja, das stimmt, da hat das Unternehmen recht.
Bei Experimenten, die andere Gebiete ankratzen, kommt er nicht immer so gut weg. Speiseeis? Kann man vergessen. Nussmus? Jein. Wer also wirklich knapp bei Kasse ist, kann es vermutlich verschmerzen, wenn das Nussmus ein bisschen stückig ist oder keine Rohkostqualität hat. Ansonsten ist im Speiseeis der Vitamix für mich nach wie vor der König, beim Nussmus sind Vitamix und Thermomix auf gewisse Weise ebenbürtig. Wobei der Thermomix, das betone ich ja immer, für das öllose Nussmus in Rohkostqualität auch ungeschlagen ist. Offen bleibt auch die Frage, wie das Gerät nach 2 oder 3 Jahren aussieht.
Interessant war für mich dann noch der Vergleich mit einem Moulinex Standmixer aus den 90er Jahren: Er brauchte für einen Kakao zwar auf der Turbostufe 2 Minuten – aber dafür war das Mahlgut noch völlig unerwärmt. Was den Standmixern einfach fehlt, ist ein Stößel. Wer also noch einen alten Standmixer hat, kann sich ja eventuell selbst behelfen oder das Grüngut vorsichtig gegen die Messer drücken.

Der Energy Power Smoother ist für den Preis angemessen und kann mehr, als nur Smoothies herstellen, auch wenn ich ihm das Made in China anzumerken scheine. Auch meiner Frage, ob das Gerät 2 Jahre Garantie hat, beantwortete Herr Theuretzbacher nicht, was ich als ein Ja deute. (Vitamix: volle 7 Jahre, Revoblend: volle 2 Jahre und dann eine Halb-Bezahl-Garantie, Blendtec weiß ich nicht mehr). Technisch hat er einige kleine Vorteile, von denen andere Hersteller lernen könnten. In Solidität der Ausführung (so auch z.B. der Mixerteil von unten betrachtet) kommt er dem Vitamix nicht gleich, der vor allen auch bei Nicht-Rohkost-Verwendungen am höchsten punktet.

Großzügig: Herr Theuretzbacher hatte mir schon bei Übersendung geschrieben, dass ich das Gerät behalten kann, wenn es mir gefällt. Es gefällt mir zwar, aber “natürlich” nicht so gut wie der Vitamix und so erlaubte er mir großzügig, den Mixer in ein Preisausschreiben zu geben. Allerdings immer mit der Betonung, dass dies ein Smoothie-Gerät, und kein Haushaltsmixer ist.
Interessant wären Vergleiche mit ähnlichen Mixern derselben Preisklasse. Wenn mir jemand eines besorgen kann: Ich bin zum Test bereit :-)

Das Osterei

8. April 2012

8. April 2012: Mein Ostergeschenk für euch…

… ist ein kleiner Film außer der Reihe (sonst ja nur einmal im Monat):

Was mich interessiert: Falls das mal jemand mit dem Thermomix, einem anderen Hochleistungsmixer oder was auch immer Ihr zu Hause stehen habt, macht: Wie wird es? Wie schwierig ist die Herstellung? Ich habe letztlich für eine Freundin 6 dieser Portionen (6 Honiggläser voll) zubereitet: Ich war mit der Herstellung inklusive dem Umfüllen in Gläser usw. in einer guten halben Stunde fertig.

Ein Geschenk ist dieses Rezept auch daher, weil es eigentlich für das nächste Buch gedacht ist :-)

Heute gab’s im anderen Blog (hier) ab
7 Uhr eine Ostermontagsüberraschung
für euch! Eine Frühaufsteherin hatte die Lösung
schon um 7.48 Uhr geknackt :-)


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