Gastbeitrag: Rettung der Welt

Kommentar vom 14. Juni 2011: Gastbeitrag

Wieder ein schönes Erlebnis aus der Feder bzw. Erlebniswelt von Frau Schmidt, die uns ja langsam mit Ihren pointierten Erfahrungen unersetzlich wird 🙂

Grundsätzlich würde ich die Welt wohl retten – wenn man mich ließe! An manchen Tagen allerdings hinterfrage ich diese Bereitschaft dann doch…

Heute z.B. erzählte mir eine Mitsportlerin aus dem Verein, dass eine andere Dame zur Behandlung ihres Ekzems (Neurodermitis) in Kur fahren würde. Unvorsichtigerweise habe ich dazu das Thema Ernährung im Allgemeinen und das tierische Eiweiss im Besonderen angesprochen. Allein der Blick meines Gegenübers hätte mich verstummen lassen müssen, aber nicht immer reagiert man klug. Mir wurde also „geduldig“ erklärt, dass ja nicht jede Allergie eine Nahrungsmittel-unverträglichkeit sei (ach?) und somit auch eine Ernährungsumstellung wohl auch keine Lösung. Man würde ja auch keine Pollen oder Katzen essen und wäre trotzdem gegen sie allergisch.

Ich habe kurz die Zusammenhänge erläutert, worauf die Dame mich regelrecht anschnaubte „dann wären ja alle Allergien heilbar!“
Meine Antwort: „Ja“ (im Sinne von Beschwerdefreiheit).

Sie (herablassend): „Na davon hätte man aber sicher schon mal etwas gehört und ausserdem könnte man ja dann nur noch Gemüse und Getreide essen“
Ich: „Wenn das die Alternative zu jahrzehntelanger Dauermedikation mit den entsprechenden Nebenwirkungen und ggf. sogar kürzerer Lebenserwartung ist, wäre das doch ein guter Tausch“
Naja, jedenfalls war das Gespräch damit beendet und ich habe mir (mal wieder) vorgenommen, mich künftig mit meiner Weisheit zurückzuhalten.

Warum eigentlich reagieren viele auf für sie unbekannte Erkenntnisse so pampig?
Für manche ist und bleibt die Erde eben eine Scheibe…

Autor:  Frau Schmidt

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10 Gedanken zu “Gastbeitrag: Rettung der Welt

  1. garfffield 14. Juni 2011 / 18:04

    Sie reagieren so pampig, weil sie unsicher sind und sich nicht von ihren alten Gewohnheiten lösen wollen, die ihnen gefallen. Leider wollen solche Leute auch niemals einsehen, dass es sehr viele (einfache) Wahrheiten gibt, von denen man „noch nie was gehört“ hat … obwohl sie ja von vielen anderen Leuten (wie der lieben Frau Schmidt zum Beispiel) erzählt werden. Das ist dann halt eine Sache der Einstellung … sozusagen des Hören-wollens 🙂

    Für Neurodermitis gibt es übrigens eine nahezu nebenwirkungsfreie Behandlungsmethode, die bei fast allen Patienten wirkt und bei den meisten sogar dazu führt, dass sie ihre Medikamente absetzen können: Die Photo-Sole-Therapie. Das ist eine wirklich sehr einfache Wahrheit, von der viele Patienten aber noch nie was gehört haben. Ist auch gar nicht so leicht ranzukommen, weil die Krankenkassen ganz gerne blockieren (oder verschweigen) und lieber auf ewiglange Cortisongaben setzen. Das ist zwar nicht gesund und letztendlich auch teurer, aber so ist das halt mit den Wahrheiten 😉

  2. A. 14. Juni 2011 / 18:26

    Wenn entsprechende Personen ihre Kurfahrten und Medikamente komplett selbst bezahlen müssten, statt durch solidarische Finanzierung, wären sie eventuell zugänglicher für z.B. deine Argumente und Informationen.
    Irgendwann wird es wohl oder übel so weit kommen (Ende der Solidargemeinschaft hinsichtlich Gesundheitswesen), was nicht zwangsläufig schlecht sein muss (es sei denn, man möchte „superethisch“ sein – oder man kann es auch so sehen – superdumm sein 😉 ). Dann würde ich in so ’nem schlicht sagen/denken: Pech gehabt. Derzeit kümmert es mich aber noch, da ich dieses System gewissermaßen mitfinanziere und ich leider oft das Gefühl haben „Hier werfe ich wieder Perlen vor die Säue“.

  3. A. 14. Juni 2011 / 18:28

    Sorry für Tippfehler und vergessene Worte, das war der Ärger. 🙂

  4. Heike aus Mainz 14. Juni 2011 / 19:49

    So ist es doch immer: Die Leute tragen Ihr Geld lieber in die Apotheke und / oder schröpfen das Gesundheitssystem, als wirklich etwas zu ändern, die Ernährung umzustellen , Lebensgewohnheiten kritisch zu betrachten….

    • Frau Schmidt 14. Juni 2011 / 19:53

      Ja, leider ist das so. Eine Kollegin erzählte mir zum Beispiel, sie würde auch demnächst in Kur gehen, ich frage vorsichtig „was hast du denn?“.
      Sie sagt „Ach, bisschen von allem, wenn du dem Arzt was von Überlastung erzählst, und ich habs dann ja auch noch an der Schilddrüse, dann reicht das schon“
      Dass ich nicht blau angelaufen bin, war alles…

  5. Ines 15. Juni 2011 / 00:28

    Kennt eigentlich wer den Witz vom Priester, der im Moor versinkt und die Hilfe der Feuerwehr ablehnt?

  6. ureshii 15. Juni 2011 / 07:07

    Das hört sich so nach meinem freund an der sagt das unser kind milch (kuh) trinken muss ( der mag lieber reismilch und wasser) und ich es mit der nahrungsumstellung übertreibe…
    soll auch nicht immer allem blind folgen ( meiner heilpraktikerin aber wenn sie arzt wäre?) und den büchern glauben.
    *Grosses augenrollen*
    Sollte man nicht persönlich nehmen, die meisten reaktionen in der richtung sind für mich mit angst verbunden 🙂 ich glaube es hilft schon darüber zu reden auc wenn sie meistens
    negatif reagieren ist doch die saat gesät und vielleicht wenn sie es noch von anderen hören werden sie anfangen darüber nachzudenken.

  7. Bernd 15. Juni 2011 / 19:48

    „Warum eigentlich reagieren viele auf für sie unbekannte Erkenntnisse so pampig?“

    versteh ich auch nicht

    Ich hätte Dich einfach ganz ruhig darauf verwiesen, dass es ja auch Vollwertler mit Allergien gibt. Und Vollwertler, bei denen die eine Allergie verschwand und dafür andere auftauchten. Und darüber hinaus dicke Vollwertler. Und Vollwertler mit Krebs. Und und und….

    Außerdem werden in der Vollwert-Szene Allergien ja bekanntermaßen als „Eiweißspeicherkrankheiten“ betrachtet. Dummerweise hat man nur bis heute keine Eiweißspeicher finden können……

    • OneBBO 15. Juni 2011 / 20:04

      Niemand behauptet hier, dass Vollwerternährung vor Krebs schützt. Ebenso spricht die Gastautorin nicht vom Gewicht.

      Die Gastautorin spricht von tiereiweißfreier Ernährung, nicht einfach von Vollwertkost. Jeder, der nur ein bisschen Ahnung von Vollwerternährung hat, weiß, dass bei Allergien immer tiereiweißfreie Ernährung gemeint ist.

      Der Begriff „Vollwertler“ ist nicht geschützt. Wenn einer sagt: „Ich bin Vollwertler und habe aber eine Allergie“, heißt das gar nichts.

      Wo sind denn alle die Menschen, die sich konsequent tiereiweißfrei-vollwertig ernähren, trotzdem Allergien oder andere Allergien haben? Ich kann mich auch an den PC setzen und schreiben „Im Innern der Sonne ist es minus 350 Grad Celsius“, gell? 😛

  8. Andreas 16. Juni 2011 / 07:14

    Für viele ist eine Umstellung immer eine Beschneidung ihrer „Freiheit“. Sie sind nicht bereit sich auf etwas neues einzulassen, weil es in ihren Augen mit verzicht verbunden ist und verzichten bedeutet seine Wahlfreiheit einzuschränken.
    Bestes Beispiel ist meine Frau. Am Anfang meiner Umstellung hat sie ir das Leben echt schwer gemacht. Sie hat gewettert und drohte sogar mir einen Psychiater an den hals zu jagen.
    Heute futtert sie mit mir mit, ist glücklich, weil die Waage so lieb zu ihr ist. Sie hat zwar immer noch Wurst, Käse und süßes in Griffweite, doch dieses wird nur noch sehr selten angesteuert.
    Man kann sowas nur schrittweise erreichen.

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