Tiereiweißfrei – tiereiweißarm

Kommentar vom 7. September 2011: Tiereiweißfrei

Tiereiweißfrei nach Dr. Bruker bedeutet, dass keine Tierprodukte erlaubt sind außer Butter, Sahne, Schmand und (Bio-)Creme fraiche, die zwar Eiweiß enthalten, dies aber nur in geringer Menge. Außerdem werden auch diese Produkte ja nicht massenweise verzehrt, also summiert sich hier quasi der „Geringheitseffekt“. Mittlerweile finde ich diese Bezeichnung falsch. Es ist nicht tiereiweißfrei, sondern tiereiweißarm. Denn nicht jeder kennt Bruker, und es führt immer zu Missverständnissen im normalen Gespräch. Man könnte es auch extrem tiereiweißarm nennen, damit niemand auf den Gedanken kommt, ein Ei gehöre zum Tiereiweißfreien.

Ich zitiere hier als Beispiel einmal das Vollwertforum, wo Joachim Brukers Definiton schön zusammengefasst und greifbar gemacht hat:

„Exemplarisch sei das mal hier an einem Beispiel gezeigt: In einem Rezept für einen Kuchen werden 200 g Butter verwendet. Butter hat einen Eiweißanteil von 0,4 %, macht 0,7 g Eiweiß. Diese Butter verteilt sich nun gleichmäßig auf den ganzen Kuchen, der in geschätzte 12 Stücke geschnitten wird. Pro Stück Kuchen kommen wir daher lediglich auf die geringe Menge von 60 mg Eiweiß (0,06 g) – eine Menge, die in der Praxis überhaupt keine Rolle mehr spielt.“

Bruker hat in seiner Praxis die Erfahrung gemacht, dass derart geringe Mengen tierisches Eiweiß z.B. auf Allergien keine nachteilige Wirkung haben. Schnitzer lehnt in der Theorie mittlerweile Tiereiweiß ab, auch wenn sein Rezeptbuch zur „Normalkost“ noch Tierprodukte enthält, weniger im Theorieteil.

Mittlerweile sind die Forschungen weiter, ich verweise hier erneut auf die China Study von Campbell, die ich schon öfter erwähnt habe. Auch gibt es weitere Studien, die zum Beispiel auf den Suchtcharakter von Käse verweisen. Jetzt macht neuerdings eine Kritik der China Study die Runde (D. Mingers hier), und alle fühlen sich jetzt beflissen zu sagen „ich hab’s ja immer geahnt“. Jaja. Ist es nicht wundersam, dass – wenn die China Study so voller offensichtlicher Irrtümer ist – sich bisher die Fleischindustrie nicht darauf geworfen und sie in der Luft zerpflückt hat? Was mir gleich auffiel: Minger ist ehemalige (!) Veganerin. Wir wissen, wie das mit „Ehemaligen“ ist, ich nehme mal die ehemaligen Raucher. Sie sind häufig die fanatischsten Nichtraucher und für Argumente unzugänglich. Es braucht nur einen Blick in Google und schon fand ich jemanden, der aufzeigte, dass D. Minger keineswegs so fachlich beschlagen ist, wie sie tut, sie hat offenbar die China Study nicht einmal ganz gelesen. Die Kritik könnt Ihr lesen: hier. Campbell hat ihr übrigens auch geantwortet (hier). Das wird vermutlich noch eine Weile hin und hergehen.

Wir sollen immer hübsch kritisch sein auch für Argumente, die unsere Überzeugung unterstützen. Aber nur weil eine x-beliebige 23-jährige Amerikanerin mal ihren statistischen Wortschatz aufrollt, müssen wir auch nicht gleich das Lebenswerk eines Menschen in Zweifel ziehen :mrgreen: Nichts gegen Jugend – aber wer nicht gerade ein Genie ist, braucht schon ein paar Jahre mehr, um wirklich Zusammenhänge in ihrer ganzen Fülle zu durchschauen.

Daneben gibt es meine eigene Erfahrung und das, was mir andere berichtet haben. Für mich ist es in der modernen Vollwerternährung nicht mehr akzeptal, Tierprodukte außer den oben genannten zu verzehren. Wer heute (wie die DGE) glaubt, in der Vollwertkost sind Fleisch, Eier und Milch möglich oder gar erforderlich, hat die neusten Erkenntnisse verpasst, die Bruker nicht alle in seiner Lebenszeit machen konnte. Eine völlige Tiereiweißfreiheit hat auch gesundheitliche Vorteile. Das wird jeder Gallenkranke gerne bestätigen und jeder „Gesunde“ kann es im Selbsttest feststellen: Lebt einmal konsequent ein paar Wochen Rohkost oder Schnitzer Intensivkost und dann fangt mit Brot an. Probleme? Keine. Sahne? Aber hallo! Ich schreibe „Gesunde“ heutzutage nur noch in Anführungsstrichen, weil wir bereits alle über Generationen und meist auch Jahrzehnte im eigenen Leben schon zivilisationsgeschädigt sind. Tipps wie „Gesunde müssen nicht tiereiweißfrei nach Bruker leben“ sind somit meiner Meinung nach ebenfalls von der Entwicklung überrollt worden.

Auch andere Überlegungen sind wichtig: Wenn wir alle nur noch Sahne, Schmand, Butter usw. essen: Was passiert mit der Milch? Wie steht das im Einklang mit Ablehnung der Massentierhaltung? Die Ablehnung der Massentierhaltung ist keineswegs eine rein ethische Entscheidung. Massentierhaltung senkt die Qualität von Tierprodukten derart massiv, dass sie alleine schon gesundheitsschädlich ist.

Auch bedeutet das Ausschalten der Tierprodukte keinerlei Verzicht. Wer als Vollwertler sagt: „Tiereiweißfrei? Auf so viel kann ich nicht verzichten…“ kommt mit demselben Argument, das Vollwertler doch sonst immer so nervt, wenn sie mit „Normalos“ sprechen 🙂

37 Gedanken zu “Tiereiweißfrei – tiereiweißarm

  1. sonnenkind 7. September 2011 / 23:06

    Autsch… gerade vor 2 Tagen den Artikel über Rechtschreibung veröffentlicht und auch in diesem Beitrag sind mir gleich 3 Fehler massiv ins Auge gestochen:

    Der man heißt Joachim (das c vergessen), es muß fühlen und nicht füllen heißen und berichtet (da hat sich ein r dazwischen gemogelt).

    (Ich hoffe Du fühlst Dich nicht bloß gestellt da ich das hier öffentlich schreibe aber per Mail fand ich es auch albern…!)

    • OneBBO 8. September 2011 / 06:08

      Erst einmal danke für die Korrekturen.

      Ansonsten, entschuldige bitte, wenn ich deine Wortwahl („Autsch“, „massiv“) missverstehe, finde ich deinen Kommentar nicht unterstützend und hilfreich, sondern eher aggressiv.. Wozu sonst der Hinweis auf meinen Artikel vor 3 Tagen, den du offenbar auch nicht so verstanden hast, wie er gemeint war?

      Bloßstellen kannst du einen Angeber, einen Betrüger oder einen Hochstapler. Und die Unterstellung, dass ich mich durch drei nicht gerade freundlich formulierte Korrekturen, „bloßgestellt“ fühlen könnte, finde ich daher eher amüsant.

      Ich habe nie von mir behauptet, dass ich fehl(er)los bin und ich bin immer dankbar, wenn mir Fehler aufgezeigt werden. Wie ich auch in den letzten Tagen erwähnt habe, ist es besonders am Bildschirm schwierig, fehlerlos zu schreiben – wie du unschwer erkennen wirst, wenn du deinen eigenen Kommentar nochmals kritisch durchliest 😉

      Meine Fehlerquote zu verringern ist immer mein Ziel. Und um es dir noch einmal zu erklären: Darum ging es mir vor allem in dem Artikel zur Rechtschreibung, dass heute Fehlerlosigkeit in der Rechtschreibung kein Ziel mehr ist, sondern die Einstellung „ist doch egal“ herrscht. Habe ich die?

      • sonnenkind 8. September 2011 / 10:56

        Ja ok tut mir leid! Das habe ich wohl etwas missverstanden gehabt obwohl das eigentlich auch durch die aus dem Artikel entstandene Diskussion deutlich hervorgeht.
        Nein, natürlich hast Du nie behauptet fehlerfrei zu sein und ich selbst bin es mit Sicherheit erst recht nicht! Ich weiß das meine Kommasetzung meist eine Katastrophe ist (ich glaube als wir das in der Schule durchgenommen haben hatte ich eine lange Fehlzeit und habe es nie nachgeholt; das hat mich in der Oberstufe oft Punkte gekostet 😦 ) und es heißt natürlich „der Mann“ 😉 -war schon spät gestern.

        Mit dem „massiv“ wollte ich nicht aggressiv wirken sondern bloß ausdrücken das mir diese Fehler irgendwie sehr aufgefallen sind- obwohl es schon so spät war ;-). Lag aber vielleicht auch an dem vorherigen Artikel dass mir das jetzt stärker auffällt…

        Also: war nicht blöd gemeint, ich habe noch überlegt ob ich den Kommentar überhaupt abschicke oder ob er negativ wirken könnte. Wenn er das tut: das war nicht meine Absicht!

        • OneBBO 8. September 2011 / 11:00

          Wie gesagt – ich bin immer froh, wenn mir jemand sagt, wo Fehler sind, sei es hier oder auch in den Rezepten. Bücher lasse ich natürlich von mehreren Personen Korrektur lesen (was leider auch nicht immer alle Fehler ausmerzt), aber wer will schon stets meine ganzen Rezepte und Blogeinträge jeden Tag gründlich auf Fehler lesen – außer mir? 😉

  2. sonnenkind 7. September 2011 / 23:22

    „Auch andere Überlegungen sind wichtig: Wenn wir alle nur noch Sahne, Schmand, Butter usw. essen: Was passiert mit der Milch? Wie steht das im Einklang mit Ablehnung der Massentierhaltung? Die Ablehnung der Massentierhaltung ist keineswegs eine rein ethische Entscheidung. Massentierhaltung senkt die Qualität von Tierprodukten derart massiv, dass sie alleine schon gesundheitsschädlich ist.“

    Das finde ich in diesem Zusammenhang besonders wichtig: wenn wir nämlich alle (also alle Bundesbürger) plötzlich Vollwertler wären (was ja durchaus begrüßenswert wäre!) woher sollten dann die Massen Sahne, Butter &Co kommen die manche VWKler so verdrücken? Und was würde, wie Du sagst, mit den Resten geschehen? Nach Afrika geschickt?!
    Mir stößt es sauer auf wenn ich sehe wie „verschwenderisch“ und scheinbar gedankenlos in vielen Kochbüchern zur Vollwertkost mit diesen Produkten „um sich geschmissen“ wird. Denn sie schaden zwar in gewissen Mengen (ist eigentlich heutzutage allen bewusst was „maßvoll“ bedeutet?!) nicht der Gesundheit, jedoch denke ich man sollte den Blick auch über den Tellerrand hinaus werfen und dann muss man sich zwangsläufig damit auseinandersetzen, das es (bei Milchprodukten) nicht nur um die Vermeidung von tierischem Eiweiß geht!

    • Andreas 8. September 2011 / 05:51

      Vollwertkost nach Bruker =\ Tierschutz

      VWK ist nicht Massenkompatibel und deswegen wird so ein Szenario nicht vorkommen.

      Desweiteren wird auch ein Mensch, der sich nach Schnitzer ernährt nicht auf seine Portion Eiweiß verzichten können, denn in allen Produkten finden sich Insekten. Ich habe es mal versucht meinen Spinat von den ganzen Läusen zu befreien. Ich hab es aufgegeben und sie mit gegessen. Wer eine Fruchtfliegenpopulation sein eigen nennt wird eine Menge Larven zu sich nehmen und im Schlaf verspeist jeder Bundesbürger 8 Spinnen im Leben.
      Ich finde man sollte das einfach nicht so verbissen sehen. Das ist ungesund und macht auch wieder krank.

      • OneBBO 8. September 2011 / 06:10

        Du solltest dir unbedingt mal einen neuen Laden suchen, wo du deinen Spinat kaufst 🙂

        • Andreas 8. September 2011 / 06:15

          nee ich produzier ihn mir selbst und da verzichte ich auf jede art von Mittelchen, deswegen finden es auch die andere so lecker und stürzen sich darauf. Alles was ich wirklich selbst anbaue sieht nicht so aus, wie beim Biohändler oder auf dem wochenmarkt. Ich finde das irgendwie merkwürdig (Biolüge??).

          • OneBBO 8. September 2011 / 06:24

            Ich habe Freunde mit Garten, da sieht das Gemüse schon auch mal toll aus 🙂 Dass Bio-Bauern auch spritzen (war’s Schwefel oder Kupfer?), ist bekannt. Dazu gibt es auch ohne Gentechnik Gemüse- und Obstsorten, die weniger anfällig für Insektenbefall sind.
            Ich halte es auch für optimistisch, die derzeitige Weltbevölkerung wirklich völlig ohne Pflanzenschutzmaßnahmen ernähren zu können. Es heißt für mich, einfach Methoden zu suchen, die einen Kompromiss finden.

    • OneBBO 8. September 2011 / 06:11

      Denn sie schaden zwar in gewissen Mengen … nicht der Gesundheit

      Campbell sieht das übrigens anders.

  3. Andreas 8. September 2011 / 06:32

    @Ute: Ich muss vielleicht einfach noch üben. Kann sein, dass der Boden noch nicht optimal ist, außerdem hatte ich dieses Jahr eine Schneckenplage die seines gleichen sucht. Einen 10 Liter Eimer voller Schnecken habe ich pro Wochenende gesammelt. Die haben mir den Kohlrabi, Erdbeeren und sogar Zwiebeln anggegriffen. 70% meiner Zucchiniernte haben die Schnecken vertilgt. Hätte also auf Schnecken umsteigen können, doch die haben ja Tiereiweiß (die doofen Biester 🙂 )

    • OneBBO 8. September 2011 / 06:36

      Schnecken muss allgemein schlimm sein dieses Jahr. Es ist mir ein Gastbeitrag zu Bokashi / EM-Anbau zugesagt, aber dafür soll erst mal die Anbausaison zu Ende gehen.

      Üben denke ich auch, ist wichtig. Wenn es so einfach wäre, Dinge mit gutem Ertrag anzubauen, hätte es wohl den Beruf „Bauer“ nie gegeben. Bzw. es gäbe mehr Hobbygärtner 🙂

      • Andreas 8. September 2011 / 06:43

        ja aber die heutigen Bauern sind eher Chemiker. Das merke ich durch meine Imkerei sehr stark. Da wird auch auf dem Biofeld ordentlich „pflanzliche Gifte“ versprüht. Die sind sogar so aggressiv, dass ich ein Bienenvolk deswegen verloren habe (Also 50% Ausfall).
        Es wird nach Kalender gesprüht und gestreut, damit man den Parasiten voraus ist und die Pflanzen keinen schaden nehmen. Es ist viel Wissen dabei ein wirklicher Landwirt zu sein, doch dies ist auch nicht mehr das was es mal war.

        • OneBBO 8. September 2011 / 06:51

          So verallgemeinern möchte ich da nicht. Das Wissen der Landwirte geht zurück, ja, da hast du leider sicher Recht. Aber ein Zuckerschlecken war das Bauernleben nie. Mit den heutigen Billigpreisen kann ich es einem Bauern kaum verdenken, wenn er – in Maßen – sprüht.

      • sonnenkind 8. September 2011 / 12:53

        Mein Vater wollte eigentlich für mich Kürbis anbauen, aber die Pflänzchen hatten gegen die Schnecken und dann auch noch die starke Trockenheit kaum eine Chance. Eine hats geschafft unbd wird wohl 2-3 Früchte bringen, aber die Schnecken waren dieses Jahr wirklich ne extreme Plage!

        Prima, ein Beitrag zu Pflanzenanbau mit EM! Da bin ich gespannt! Meine Freundin setzt es erfolgreich gegen das Sommerekzem ihres Pferdes ein und erzählte mir das man damit auch im Pflanzenbau gute Erfolge erzielen kann!

        • OneBBO 8. September 2011 / 12:55

          Ich versuche gerade – zusammen mit Schindeler Mineralien – einen Baum zu retten. Ich hoffe, das klappt!

  4. Ralf 8. September 2011 / 18:29

    hm also wenn ich mir den Dr Schnitzer so ansehe…. von Vitalität sprüht der nicht gerade, und dann sein Bäuchlein ….

    na ja. Mag sich an dieser Ernährungsweise orientieren wer will 😀

    • OneBBO 8. September 2011 / 18:40

      Du langweilst.

      • Ralf 8. September 2011 / 20:53

        mag sein.

        Trotzdem finde ich wichtig, gerade in Ernährungsdingen nicht nur die Botschaft selbst auf ihre Schlüssigkeit hin zu beurteilen, sondern sich auch die Botschafter einmal anzusehen, inwiefern ihre körperliche Verfassung wohl Zeugnis von der Wahrheit ihrer Lehren gibt …….

        und wer schon dicklich ist, wer schwabbelig daherkommt, dem glaub ich halt…. eher weniger

  5. OneBBO 9. September 2011 / 05:53

    @Ralf:
    Dieser Blick auf einen Menschen ist gefährlich, weil er auch zum Umkehrschluss führen kann: Wer auch in hohem Alter noch fit & schlank ist, ernährt sich richtig.

    Schnitzer hat meiner Meinung nach Parkinson. Und DAFÜR ist er durchaus mit seinen über 80 Jahren noch kohärent. Ernährung schützt nicht vor allen Krankheiten, es gibt auch lebens- und umweltbedingte Erkrankungen und es gibt die Last, die wir aus unserem „alten“ Leben und von unseren Eltern, Großeltern usw. mitbekommen haben.

    Linus Pauling z.B. wurde mit seinem Vitamin C steinalt. Es ist mittlerweise erwiesen, dass das nicht gesund ist. Ich habe das selbst mal eine Weile gemacht – und konnte überhaupt nicht mehr schlafen.

    Das heißt, ich schaue mir nicht nur den Botschafter an, sondern ob seine Botschaft plausibel ist und wie die Ergebnisse aussehen.

    Wenn du zu einem Eheberater gehen müsstest, was würde dich mehr interessieren: a) wie seine Ehe läuft, ob er überhaupt verheiratet ist oder b) wie viele Ehen nach seiner Beratung glücklich verlaufen sind?

    Fragt jeder Raucher, dem der Arzt vom Rauchen abhält, seinen Arzt, ob er raucht?

    Mal abgesehen von meiner Person und meinen persönlichen Erfahrungen kenne ich mehrere Menschen, die mit Schnitzer-Kost ihren Diabetes in den Griff bekommen haben. Ein Fall aus dem Freundeskreis, mit sehr bedenklichen Werten: seit Monaten stabil, ohne je eine Tablette gesehen zu haben.

    Da fallen mir dann auch immer die Wort von Frau Erika Richter, langjährige Seminarleiterin in Lahnstein ein, die erzählte, wie sie mal einen Kochkurs für Vollwertkinder gegeben und was sie dabei so fasziniert hat: Keines der Kinder hatte Karies!

    Keiner von uns weiß wirklich, was mit Schnitzer „los“ ist. Und wir wissen vor allem nicht, ob er überhaupt noch leben würde ohne die Schnitzerkost.

  6. Gundula 10. September 2011 / 21:01

    Und was ist mit Vitamin B12?

    • OneBBO 11. September 2011 / 08:32

      Herzlich Willkommen Gundula mit deiner Frage auf diesem Blog.

      Frage: Und was ist mit Vitamin B12?
      Antwort: Das ist mit Vitamin B12.

      Womit ich sagen will: Es lohnt sich immer, eine Frage so zu formulieren, dass der Befragte auch weiß, was der Fragende wissen möchte 🙂

      Im Übrigen empfehle ich zum Thema Vitamin B12 die Lektüre von Dr. Bruker.

      • Gundula 12. September 2011 / 17:20

        Das stimmt natürlich, korrekt hätte die Frage gelautet: Und was ist mit der ausreichenden Vitamin-B12-Versorgung bei tiereiweißfreier Ernährung bzw. wie ist diese gegeben?

        Ich bin noch ein Vollwertneuling und durchstöbere das Internet. Dr. Brukers Buch „Unsere Nahrung, unser Schicksal“ ist bereits bestellt, aber noch nicht angekommen. Wird die B12-Frage darin abgehandelt oder steht das in einem anderen Werk?

        • OneBBO 12. September 2011 / 17:56

          Fein, dass du wieder hier bist 🙂

          Ja, die B12-Frage wird auch in diesem Buch angesprochen. Es gibt auch unter seinen Kleinschriften eine, die sich speziell um dieses Thema kümmert. Wenn ich mich nicht ganz irre, steht auch in Ralph Birchers „Geheimarchiv…“ etwas dazu.

          Ein ganz, ganz wichtiger Punkt: B12-Mangel kann bei jeder Ernährung auftreten. Warum also sollten wir uns bei der Vollwert besonders sorgen, oder bei tiereiweißfreier Ernährung?

          Wer sich vollwertig ernährt, mit frischen Sprossen, Frischkornbrei und Sauerkraut braucht sich erst recht keine Sorgen zu machen.

          Mehr als Stichworte mag ich dazu nicht sagen, weil dies dem Rahmen des Blogs und seiner Zielsetzung widerspräche. Gerne verweise ich auf das Vollwertforum, Joacim hat das mehrmals sehr gut erklärt (siehe der Links rechts). Oder du kannst auch gerne meine Telefonstunde nutzen – möglichst, nachdem du Bruker gelesen hast 🙂

    • Ralf 11. September 2011 / 22:22

      Hallo xxx,

      zu diesem Thema bietet xxx
      Hier:

      […Link…]

      • OneBBO 12. September 2011 / 07:04

        Es gibt immer Leute, die nicht verstehen, was ich sagen will. Damit lebe ich 🙂

  7. Ralf 12. September 2011 / 08:39

    …. und es gibt immer wieder Leute, die nicht verstehen, dass Bruker bestimmte Dinge einfach noch nicht wissen konnte.

    Wenn Du schreibst, Gundula solle bezüglich B12 Bruker lesen, und sie tut es, und glaubt was er schreibt und richtet sich danach, und handelt sich hinterher irreversible Nervenschäden ein – wirst Du, OneBBO dann dafür die Verantwortung übernehmen?

    Na egal. Auf jeden Fall wirst Du natürlich auch auf diesen Kommentar wieder eine „flotte“ Antwort parat haben. Wenn’s Dich denn glücklich macht

    • OneBBO 12. September 2011 / 08:42

      – – –

      Flott genug?

    • Andreas 12. September 2011 / 09:48

      Das mit der Nervenschädigung interessiert mich. Wurde das schon mal irgendwo beobachtet/beschrieben und konnte da auch Bezug auf die Ernährung genommen werden? Wie äußern sich diese Nervenschädigungen?

      • OneBBO 12. September 2011 / 10:07

        Danke Andreas, dass du deine Frage so formulierst, wie ich mir das vorstelle. Höflich, mit ausreichender Wortzahl, präzise usw. Kein Generalrundumschlag mal eben in die Runde 🙂

        Ich habe den Link gelesen, den Ralf für Gundula (die ja hier mit einer Rundumfrage in die Runde platzte) gedacht hatte. Es wird mal wieder vor B12-Mangel gewarnt. Das ist gerichtet an VEGANER. Veganer sind Menschen, die sich durch eines auszeichnen: Sie essen nichts vom Tier. Ihre weitere Ernährung ist ihnen aber meist nicht wichtig. Vegane oder tiereiweißfreie/-arme Vollwertler werden leider sehr selten in Untersuchungen miteinbzogen.

  8. Ralf 12. September 2011 / 14:05

    @ Andreas:

    die Frage kann ich Dir aus persönlicher Erfahrung heraus nicht beantworten.

    Der Link führte zu einem Artikel der Veganen Gesellschaft Österreich – einer Organisation also, bei der ich erstmal davon ausgehe, dass eher wenig Interesse am Hochspielen einer (eventuellen) B12-Problematik vorliegt….. und wenn die schon schreiben, dass man das Thema nicht auf die leichte Schulter nehmen soll, halte ich das für glaubwürdig.

    Darüberhinaus fand ich die Darstellung sehr ausgeglichen – z.B. wird darauf verwiesen, dass B12-Mangel nicht allein ein Problem vegan lebender Menschen ist usw

    Auch daher dachte ich, es könnte alles in allem vllt interessant sein für Gundula

    • Andreas 12. September 2011 / 14:54

      Vollwert hat doch nichts mit Veganer Lebensweise zu tun. Genauso wenig ist das in meinen Augen vegetarisch. Viele Vegetarier nehmen Lebensmittel zu sich, die für ein Vollwertler nicht essbar erscheinen.
      Es gibt zwar Ähnlichkeiten, doch diese sind in meinen Augen nur oberflächlicher Natur.

    • OneBBO 12. September 2011 / 15:10

      ENDE DER DEBATTE.

      Ich habe mehrmals darauf hingewiesen, warum ich die erste Frage nicht beantwortet habe und lasse das jetzt auch nicht durch die Hintertür zu. Ich möchte auch nicht dauernd auf der Unhöflichkeit der Frage rumreiten, weil ich das genau durch meine humorvolle Antwort vermeiden wollte. Ich wollte Gundula einen kleinen netten Stups geben, ihr nicht den erhobenen Zeigefinger zeigen.

      Ich bitte dich da um dein Verständnis 🙂

  9. OneBBO 12. September 2011 / 14:12

    @Andreas:
    Ich kann dir den Link schicken, wenn er dich interessiert. Ich habe ihn deshalb genau wie die gesamte Antwort von Ralf nicht veröffentlicht, weil ich von Gundula erwarte, dass sie genau wie andere Teilnehmer hier auch eine höfliche Frage stellt, statt ein paar Worte in die Runde zu schmeißen.

    Ralf interpretiert das wohl anders oder meint, er muss hier eingreifen. Er verwechselt meinen Blog wohl mit einem Forum oder seine Position als Kommentator mit der eines Blog-Moderators.

    Aber das macht nichts, er wird das noch lernen 🙂

    • Andreas 12. September 2011 / 14:57

      Den Link würde ich sehr gerne mal anschauen.
      Eigentlich müsste doch der B12 Mangel sich recht schnell bemerkbar machen, wenn dieser so akut ist, denn dieses Enzym ist ja sehr wichtig für den Stoffwechsel.

      • OneBBO 12. September 2011 / 15:05

        Ich schicke dir gleich den Link.

  10. Ralf 12. September 2011 / 18:02

    jo, ich habe ihre Frage einfach als etwas ungeschickt formulierte Interessensbekundung interpretiert. Und da mir zu dieser Interessenbekundung spontan ein Infolink ins Gedächtnis kam, dachte ich, ich schreib den einfach hin.

Die Kommentarfunktion ist geschlossen.