Nicht gut genug!

7. Januar 2012: Das Werden eines Buchs

Regelmäßigen Besuchern dieses Blogs ist ja bekannt, dass Ende Februar ein neues Buch von mir erscheint. So ein Buch herzustellen ist spannend, manchmal sehr nervenaufreibend. Der Anfang war die eigentliche kreative Phase, ich habe wochenlang nur gekocht und neue Rezepte ausgetüftelt. Insgesamt hatte ich so um die 250 Stück – aber dafür, das war klar, war in dem Buch kein Platz. Ich musste nun auswählen, welches sind die besten, welche kann ich euch nicht vorenthalten. Um euch nun ganz fieserweise ein wenig Appetit auf das neue Buch „Immer öfter vegetarisch“ zu machen, werde ich ab und an mal eines der Rezepte veröffentlichen, die für das Buch nicht gut genug waren 🙂

Heute eröffne ich diesen Reigen mit Heidelbeermuffins:

Typisch für Muffins ist die großzügige Verwendung von Backpulver.

  • 60 g Sonnenblumenöl
  • 150 g Honig
  • 50 g Mandelmus
  • 155 g Mineralwasser
  • 225 g Weizen
  • 25 g Nacktgerste
  • 1 Prise Salz
  • 1 MS gem. Vanille
  • 1 TL gem. Orangenschale
  • 1 Päckchen Weinstein-Backpulver
  • 400 g Blaubeeren

Weizen und Nacktgerste mischen und fein mahlen. Mit dem Backpulver (evtl. sieben) und der Orangenschale verrühren. Öl, Honig, Mandelmus und Mineralwasser im Küchengerät auf der höchsten Stufe schlagen. Mehlmischung zu der Masse geben und vorsichtig unterkneten. Blaubeeren (nicht waschen) hinzuschütten, vorsichtig unterziehen.

16 Silikon-Muffinförmchen mit je einem guten Esslöffel Teig füllen. In den kalten Ofen geben und 30 Minuten bei 175 °C (Umluftofen) backen (in den letzten 5 Minuten den Ofen ausstellen).

Stäbchenprobe machen: An einem Holzstäbchen, dass man in den Teig steckt, darf beim Herausziehen nichts hängenbleiben (ist wegen der Heidelbeeren nicht ganz so leicht zu überprüfen).

Hinweis:
Silikonbackformen sind umstritten. Dabei geht es aber immer um Backen bei hohen Temperaturen, also über 200°C. Außerdem bin ich überzeugt, dass die Qualität der Formen für die Unbedenklichkeit ebenfalls eine Rolle spielt.

6 Gedanken zu “Nicht gut genug!

  1. Martina 7. Januar 2012 / 19:02

    vielen dank für die veröffentlichung deiner rezepte. aber mal eine frage wegen dem backpulver. warum soll grad bei muffins damit nicht gespart werden? ich bin eher der typ, der am backpulver eher weniger reintut als wie im rezept angegeben…
    lg
    martina

    • OneBBO 7. Januar 2012 / 19:53

      Dadurch geht der Teig besonders kräftig auf.

  2. Inge Henneberg 7. Januar 2012 / 19:10

    Also ich habe etwas gegen jegliche Kunststoffe, daher kommen sie in meiner gesamten Wohnung auch nur sehr selten vor (Kabel, PC, Telefon – eben dort wo es keine Alternativen gibt.)

    Es stellt sich halt immer erst viel später – nachdem die Produkte bereits längere Zeit im Handel, beim Verbraucher und in der Umwelt sind – heraus, daß sie Schadstoffe ausdünsten, schädliche Weichmacher enthalten usw.. Erinnere nur an PVC oder auch DDT.

    Dieses Risiko muß man ja nicht eingehen.

    • OneBBO 7. Januar 2012 / 19:54

      Jeder geht das Risiko ein, das ihm gefällt. Ich mag das Silikon-Risiko 😛

  3. Drea 7. Januar 2012 / 19:37

    Wofür ist die Nacktgerste? Was könnte ich statt dessen nehmen? Einfach ein anderes Korn?

    • OneBBO 7. Januar 2012 / 19:55

      Nackthafer kannst du nehmen, oder auch Buchweizen. Oder auch Weizen, Dinkel usw. Es dient etwas dazu, die Teigstruktur zu verändern. Es kann auch sein, dass in meinem Vorratsbehälter für Weizen nur noch 225 g waren, ich aber 250 g Getreide brauchte und dann zum Behälter daneben gegriffen habe :mrgreen:

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