5. Mal nicht gut genug

4. Februar 2012: Nicht gut genug

Und hier eine weitere Folge aus der beliebten Serie „Nicht gut genug für das Buch ‚Immer öfter vegetarisch’…“ :mrgreen:

Waldorfsalat versauert & vergrünt

Waldorfsalate habe ich seit meiner frühesten Jugend geliebt. Meine Mutter machte ihn zu festlichen Angelegenheiten oder wenn das „Kränzchen“ kam. Das Kränzchen war eine Gruppe befreundeter Ehepaare, die sich reihum besuchten. Für uns Kinder war das immer toll, weil garantiert Reste überblieben, die wir dann morgens noch vor dem Frühstück räubern durften. Meine Lieblingsbeute war Heringssalat (ja, auch vor dem Frühstück!) und Waldorfsalat. Seit meiner Beschäftigung mit der Vollwerternährung habe ich verschiedene Varianten durchprobiert, je nachdem, in welchem Stadium ich mich gerade befand. Diese Variante ist nicht nur vegan, sondern auch mit Wildkräutern, nämlich in diesem Fall Sauerampfer, angereichert.

110 g Sellerie (netto)
20 g Haselnüsse
1 kleiner Apfel (95 g)
25 g Sauerampfer
20 g Zitrone (geschält und ohne Kerne)
35 g Haselnussöl
35 g Wasser
1 gute Prise Salz
1 kleiner Apfel (90 g) zur Dekoration.

Zitronenscheibe, Öl, Wasser und Salz in einem kleinen Mixer gut schlagen. In die Küchenmaschine gießen.
Sellerie putzen, d.h. die Stücke abschneiden, aus denen sich der Schmutz nicht deutlich lösen lässt. Sellerie ist heute meist schon vorgewaschen, sonst müssen wir ihn gut unter fließendem Wasser abspülen. In 2×2 cm große Stücke schneiden, Apfel achteln (inklusive Kerngehäuse, nur der Stiel wird entfernt). Sauerampfer gründlich waschen und trockenschleudern, vorschneiden. In die Küchenmaschine geben und fein raffeln. Aufpassen, dass es nicht zu Püree wird!
Die Hälfte in eine kleine Glasschüssel drücken und auf einen Teller stürzen. Den zweiten Apfel halbieren, in Spalten schneiden. Die Apfelspalten als Dekoration auf den Teller legen. Wenn das Gericht für Gäste vorbereitet werden soll, empfiehlt es sich die Äpfel mit Zitronensaft zu beträufeln, damit sie nicht braun anlaufen.

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8 Gedanken zu “5. Mal nicht gut genug

  1. culinaria 5. Februar 2012 / 10:56

    „nur der Stiel wird entfernt“ Lässt du die Blüte dran? Meinst du, sie hat einen Wert? Mir scheint sie manchmal ein wenig schimmelig zu sein.

    • OneBBO 5. Februar 2012 / 11:03

      Ich lasse alles dran außer dem Stiel. Ich habe noch nie schimmlige Blüten gesehen, dann würde ich sie natürlich auch entfernen.

      • culinaria 5. Februar 2012 / 14:05

        Sehr lecker! Durch diese extra gemixte Marinade wunderbar saftig. Sauerampfer hatte ich natürlich nicht, dafür eine große grüne Birne und einen halben Apfel mit „drin“, und noch einige Rosinen und halbe Weintrauben nachträglich untergehoben.
        Also nur zartgrün und das Versauerte wieder versüßt …

        • OneBBO 5. Februar 2012 / 14:15

          Eigene Variationen nach Saison und Geschmack angepasst sind mit ein Ziel meiner Rezepte, Gratulation zu diesem gelungenen Wurf!

          • culinaria 5. Februar 2012 / 15:31

            Ja, es war selten gelungen! Und eindeutig von dir inspiriert, wegen der Marinade war ich eigens nochmal zum PC gewandert, ich hab nämlich bisher nie Wasser dran gehabt, sondern immer gleich Öl und Säure mit in den TM gegeben. Die Zitronenscheibe statt Saft hat mich angelacht und zum Getrennt-anmachen animiert. Ein Stückchen Ingwer hatte ich auch mit drin, wäre noch nachzutragen, war vielleicht ähnlich erfrischend wie dein Sauerampfer.

            Dies war eine der wenigen Gelegenheiten, wo ich eine Rohkost nicht einfach nur so, als Eintagsfliege nach Kühlschranksichtung, gemacht habe.

            Göga lobte, das könnten wir doch auch mal Gästen
            vorsetzen … Und ich freue mich nach wie vor auf dein neues Kochbuch und liebäugele zusätzlich mit deiner Rohkost 2, von der ich bisher abgesehen habe, weil ich Rohkost … siehe oben.

            Hab jetzt aber erstmal die 140 indischen Rezepte bestellt und bin davon hochbegeistert.

          • OneBBO 5. Februar 2012 / 17:58

            Du solltest jedes Buch von mir mindestens in 10 Exemplaren kaufen…. das ist doch eine zukunftssichere Anlage 😉

          • culinaria 5. Februar 2012 / 20:06

            Tja, du hast hier das indische Buch so interessant kommentiert, dass ich nicht widerstehen konnte! – Das Problem ist, dass ich für meine todsicher angelegten Bücher gleich noch einen Anbau dazuplanen müsste. Bzw. einige andere Bücher rausschmeißen ist wohl die bessere Alternative.

          • OneBBO 6. Februar 2012 / 06:57

            Ich werde nie wieder ein gutes Buch vorstellen 😉 Und: Anbau ist immer gut!

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