Was Saftiges

10. März 2012: Eine Saftpresse

Manchmal, ich gebe es zu, habe ich einfach Lust, mir irgendwas zu kaufen, was ich gerade sehe, ob ich das nun brauche oder nicht. Zum Glück zählen zu diesen Dingen meist solche, die nicht sonderlich kostspielig sind. Bei Autos wäre das ein teures Hobby 😉 Gerne sind das natürlich Dinge für die Küche. Daher ist die Zeitungsbeilage der Drogeriekette R*** jeden zweiten Samstag auch so ein rechtes Highlight für mich. „Leider“ finde ich nicht immer etwas. Aber immerhin: Hier habe ich meinen heißgeliebten Magic entdeckt, den ersten Reiskochtopf meiner Vollwertzeit erworben… und letztlich hatten sie zum x-ten Mal eine Saftpresse im Angebot. Für glatte 9,99 Euro! Die kleinen Kataloge liegen Samstag im Briefkasten, d.h. ich hatte bis Montag Zeit, genau darüber nachzudenken, ob ich so ein Teil brauche.

Für mich als Vollwertlerin, die ständig gegen Säfte stänkert, ist eine Saftpresse natürlich völlig überflüssig. Das Einzige, was ich mal presse – und dafür sind diese Billigdinger ja auch nur gedacht – sind Zitronen. Ich habe schon alle möglichen Varianten probiert: Zitronenschaum, Zitronenscheiben. Im Moment mag ich den Zitronensaft, ich presse zwei oder drei Zitronen im Voraus, bewahre den Saft im Kühlschrank in einem Schraubglas auf und kann ihn so problemlos über mehrere Tage für Dressings und FKG usw. entnehmen. Mag sein, dass ein wenig Vitamine verloren gehen. Besser, als ständig ausgetrocknete Zitronenhälften wegzuwerfen, finde ich.

Als ich den Prospekt in der Hand hielt, litt ich gerade unter einer Erkältung. Mein bewährtes Hausmittel: Heißer Zitronensaft mit Honig und Ingwer. Der Kollege war auch erkältet. Das sprach für einen montäglichen Kauf. An jenem Samstag schlenderte ich durch den großen Supermarkt vor Ort. Ich schaue immer wieder einmal gerne nach neuen Dingen in der Haushaltsabteilung. Auch kann ich Peperoni dort frisch aufstocken. Eine gute Gelegenheit, mal die Zitronenpressen anzuschauen. Siehe da – da standen mehrere von der mir unbekannten Firma „Alaska“, ebenfalls für 9,99 Euro. Das sah ich als Wink des Schicksals 🙂

Die Presse besteht aus einem kleinen Motorblock, einen Becher zum Saftauffangen, zwei gegeneinander verschiebbaren runden Quasi-Filtern und natürlich dem zitrusförmigen Pressteil. Ich gestehe: Ich bin begeistert! Das Aussortieren der Kerne ist durch diese Quasi-Filter viel einfacher, auch ist trotz des schwachen Motörchens das Ergebnis reichlicher. Mit der Hand bleibt immer ein kleiner Rest Fruchtfleisch an einer Ecke. Die Teile brauche ich nur unter Wasser abzuwaschen und da ich keine öligen Zitronen presse 🙂 muss da nichts in die Spülmaschine.

Auch prima: Habe ich jetzt einmal ein paar Zitronen, die vielleicht nicht mehr ganz so frisch sind, ist die Lösung einfacher als verschimmeln lassen. Da ich in der portugiesischen Quinta meine Zitronen jetzt kiloweise bestelle, kann das nach 4 oder 6 Wochen schon einmal sein, dass einige nicht mehr ganz frisch sind (trocken wie die traurigen Exemplare hier sind sie aber nie). Mit der Hand alles auspressen? Nee danke. Jetzt kann ich kritische Exemplare fein zu Saft verarbeiten und z.B. in Würfelbehältern einfrieren. Es gibt keine Verluste mehr!

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10 Gedanken zu “Was Saftiges

  1. sandra 10. März 2012 / 17:48

    Das passt ja gerade wie die Faust aufs Auge 😉
    Habe seit einiger Zeit echt meinen Kampf mit meiner „alten“ manuellen Presse. Ich benötige plötzlich mehr Kraft als früher und ab und zu plumpst mir doch ein Kern mit rein. Heute habe ich wohl zu stark gedrückt *räusper*, jedenfalls habe ich mir einen kräftigen, schräg nach oben zielenden Strahl verpasst. Ich schrecke immer vor einem Kauf zurück. Wozu als Vollwertlerin ’ne Presse? Dein Artikel hat mich wieder Blut lecken lassen. Ich werde mal stöbern gehen. „Alaska“ kannte ich bereits, hatte mal einen eisblauen Wasserkocher von Denen. Mal schauen, ob ich die Saftpresse entdecke. Bei trockenen Zitronenhälften bin ich zum putzen übergangen. Die machen die Edelstahlspüle noch gut sauber.

    Schönes WE

    • OneBBO 10. März 2012 / 17:50

      Förmlich Gedankenübertragung 😉 Wenn du ein anderes Modell erwischst, kannst du ja mal deine Erfahrungen hier kund tun.

  2. sandra 10. März 2012 / 17:54

    Geht klar 😀
    Ich lasse doch Niemanden hängen!

  3. Heike 10. März 2012 / 19:27

    Hallo Sandra! Danke für den Tipp mit den Zitronenhälften zum Spüle sauber machen. Ich bin für solche Haushaltstipps immer zu haben
    🙂 . Hallo Ute, wie lagerst du deine Zitronen, im Kühlschrank? Gibt es einen Link zu deinem Obsthändler in Portugal? Wie hast du den denn entdeckt?

    • OneBBO 10. März 2012 / 19:36

      Ja, ich lagere die Zitronen im Kühlschrank, teils bis zu 6 Wochen halten sie super, obwohl ungespritzt etc. Zu deiner Frage kannst du nachlesen: hier

  4. Heike 10. März 2012 / 20:30

    6 Wochen sind echt lang,…Danke für den Link.

    • OneBBO 10. März 2012 / 21:58

      Ich passe natürlich auf und schaue immer, welche am weichsten sind. Aber die Haltbarkeit ist wirklich beeindruckend. Sehr saftergiebig sind sie außerdem.

  5. Sophia 10. März 2012 / 23:20

    Was hälst du denn vom Saftfasten? Bruker empfielt das ja durchaus.

    Viele Grüße,
    Sophia

    • Heike 11. März 2012 / 08:53

      Das würde mich jetzt auch interessieren, in „Unsere Nahrung -unser Schicksal “ steht jedenfalls, dass Säfte als Genussmittel, zb bei einem Fest im geselligen Kreis ,beim gesunden Menschen ok sind, besser als wenn man Alkohol trinken würde. Beim Fasten soll der Saft schlückchenweise zu sich genommen werden und langsam. (…grad mal schnell nachgelesen 🙂 ) , für mich ließt sich das aber nicht, als ob er es empfiehlt, sondern so, dass man es machen kann, wenn man unbedingt will, aber wenn, dann am besten so und so……wie seht ihr bzw wie siehst du das ?

    • OneBBO 11. März 2012 / 09:24

      Ja, das ist interessant – Sophia, du schreibst „er empfiehlt“, Heike du hast es in Unsere Nahrung, unser Schicksal“ nachgelesen und interpretierst das anders.

      Nun habe ich gerade mal im Ärztlichen Rat nachgeschaut, „Fasten mit Säften“, da schreibt er: “

      Leider hat sich in den letzten Jahrzehnten immer mehr so genanntes ‚Säftefasten‘ eingebürgert, das natürlich kein Fasten darstellt, sondern ein Widerspruch in sich selbst ist.“

      Nun würde ich dich, Sophia, um ein Zitat bitten, wo Bruker Saftfasten empfiehlt, damit wir das hier vielleicht zusammen einordnen können.

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