Wo man isst, da lass dich nieder. Oder auch nicht

17. November 2012: Jetzt haben es die Wissenschaftler auch gemerkt…

Kaum, dass McDonalds und Co. erfolgreich ihre Zelte in Deutschland aufgeschlagen hatten, war der Sinn der etwas uneinladenden Gebäude eigentlich jedem klar: Hier sollte niemand gemütlich sitzen und somit andere Käufer abhalten, hier sollte schnell konsumiert werden. Die Tische sind daher leicht unbequem, die ganze Atmosphäre wenig heimelig. Und es hat funktioniert: In den Burgerketten sitzt niemand stundenlang. Wenige Ausnahmen vielleicht mal nebenbei. Die Leute kaufen die in wunderbar schmackhafter Pappe abgepackten ehemaligen Lebensmittel, verzehren sie und verlassen fluchtartig das Gebäude 🙂

Was also die Planer von McDonalds schon lange, lange gewusst haben, hat jetzt auch die Wissenschaft erreicht. So nachzulesen in der Oktober-B-Ausgabe der Apotheken-Umschau auf S. 66, wo unter der Überschrift „Fast Food, aber langsam“ berichtet wird, dass Forscher aus New York jetzt in einem sensationellen (Ergänzung von mir) Versuch festgestellt haben, dass in einem hellen, lauten Restaurant (Fast Food) die Gäste nicht so lange bleiben und es ihnen nicht so gut schmeckt, wie in einem gemütlichen Ambiente.

Da rufe ich doch gerne wieder einmal mein heißgeliebtes: Potzblitz! aus. Vielleicht sollten dieselben kundigen eifrigen Forscher doch einmal untersuchen, ob Kerzenlicht bei bestimmten Menschen ein Gefühl für Romantik wachkitzelt. DAS wäre doch ein weiterer sensationeller Fund. Aber vielleicht wurden diese Tests nur durchgeführt, um sich schmarotzend durch diverse Burgerlädchen und andere Gourmettempel zu futtern? Es wäre nämlich viel einfacher gewesen, mal einen Gewährsmann bei McDonalds zu fragen. Der hätte ihnen das kleine Geheimnis sicher verraten. Die Forscher hätten auch mich fragen können, ich weiß das nämlich auch noch 🙂

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2 Gedanken zu “Wo man isst, da lass dich nieder. Oder auch nicht

  1. Charlie 18. November 2012 / 07:12

    OMG – das beweist wieder einmal, dass nicht nur die Segnungen aller Kultur, sondern auch Kumulation jeglicher (übermenschlicher) Intelligenz im „Land Of The Free And Home Of The Brave“ Sitz und Ursprung haben!
    Wie gut nur, dass es jenseits der Grenzen dieses Shangri La noch unbeirrt Streiter für die Verbreitung von Kultur und Wissen gibt (wie die Redakteure der „A-U“), die sich die intellektuelle Errettung der unbedarften Hinterweltler of ihre wehenden Gebetsfahnen geschrieben haben!
    Danke, Ute, solche Artikel geben mir den Glauben an die Zukunft der Menschheit zurück.

    Nur am Rande: Plakat
    Plakat ist Original, leichte Modifikationen sind von mir.

    • OneBBO 18. November 2012 / 09:27

      Schön, dass du erkennst, wie ich ackere, um den Glauben an die Zukunft zu stärken.
      Der Link ist völlig okay…. grübel, was könntest du da wohl geändert haben? 😉

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