Agnes aus dem Vollwert-Netzwerk

4. Februar 2013: Ich bin’s, Agnes 🙂

Damals, als unser erstes Kind im Alter von 6 Monaten zugefüttert wurde, begann unser Leidensweg. Schlaflose Nächte und ein schreiender Säugling waren unser Los, denn eine Mittelohrentzündung mit Antibiotika-Behandlung folgte der nächsten. Die Lektüre des Buches „Unsere Nahrung unser Schicksal“ von Dr. M. O. Bruker brachte die Wende. Wir stellten unsere Nahrung auf Vollwertkost mit einem geringen Anteil an tierischen Produkten um. Nicht nur unser Sohn, sondern die ganze Familie profitierte gesundheitlich von dieser Umstellung.

Inzwischen sind über 20 Jahre vergangen. Unsere Familie besteht nun aus vier erwachsenen Kindern, meinen betagten Eltern, die im selben Haus wohnen und meinem Mann und mir. Acht Personen, acht verschiedene Charaktere, acht verschiedene Geschmäcker… Wer Kinder hat, der weiss, wovon ich schreibe! Einer mag vegane Gerichte nur mit Reibkäse bestreut, denn er trägt schwer an seinem Schicksal als „Zwangs-Vegetarier“, einer mag absolut keine Banane, einer mag keine Eintöpfe an Saucen, einer mag keine Hülsenfrüchte, da wird es ihm übel, viele mögen kein Frischkorngericht, einer mag immer Schokopudding und alle mögen Spaghetti mit Tomatensauce und Reibkäse, und das am liebsten täglich! Und ich? Ich mag es, wenn es alle mögen! So habe ich aus der Not eine Tugend und Kochen zu meinem Hobby gemacht. Täglich stehe ich viele Stunden in der Küche, bereite individuelle Salatteller mit ebenso individuellen Saucen vor, vergesse immer wieder, wer welches Gemüse absolut nicht essen mag, überlege, wer heute zum Essen zu Hause ist, um dessen Vorlieben zu berücksichtigen und backe Zwischenmahlzeiten für Notfälle,  wenn einmal jemandem überhaupt nichts schmeckt! Nun wage ich das Experiment und werde wöchentlich ein einfaches Rezept aus unserer „Grossküche“ vorstellen. Hoffentlich habe ich dafür genügend Ideen und Energie!

Anmerkung Ute: Den letzten Satz halte ich für einen Witz, nachdem ich Agnes‘ Programm für März gesehen habe :mrgreen: Außerdem haben wir hier mal die Chance, ein wenig mehr von der Schweizer Küche zu erfahren, die ja im Gegensatz zu österreichischen Rezepten eher stiefmütterlich ausfällt. Und so sage ich:

Herzlich Willkommen, Agnes!

4 Gedanken zu “Agnes aus dem Vollwert-Netzwerk

  1. muffinluff 4. Februar 2013 / 20:53

    Hallo Agnes! Ich freue mich sehr auf unser gemeinsames Rezeptenetz und natürlich auf Deine Rezepte. Deine bisherigen Ideen fand ich klasse! Schön, dass Du mit an Bord bist!

  2. Marita 4. Februar 2013 / 21:23

    Hallo Agnes, Ich freue mich auf Dich, Deine Rezepte und Ideen 🙂
    Auch ich habe viele Jahre lang einen 7 Personen-Haushalt
    mit Mann, 3 Söhnen und den hilfs-und pflegebedürftigen
    Schwiegereltern gehabt, mit allen Problemen, wie Du
    sie beschreibst. Bei uns bin ich die einzige, die tiereiweißfreie
    Vollwertkost lebt. Alle Anderen bemühen sich mehr oder weniger
    halbwegs vollwertig – aber mit tierischem Eiweiß.
    Daher freue ich mich riesig über möglichst viele “ muggel-
    taugliche Rezepte 😉
    Liebe Grüße, Marita

  3. Susanne9 4. Februar 2013 / 21:35

    Oh Agnes! Als wir 2006 begannen, die Ernährung auf Vollwertkost umzustellen, gehörten zu unserem Haushalt fünf Jungs von 24, 22, 19, 14 und 12 sowie ab und zu ein Mädel von 7 Jahren. Von den Mengen mal abgesehen, das war ja eh normal, war es eine echte Herausforderung für so eine so inhomogene Truppe zu kochen. Ziemlich bald zog der zweitälteste aus. Nach zwei, drei Jahren folgten Nr. 1 und Nr. 3, dafür zog Nr. 6 dauerhaft zu uns. Zwischendurch waren wir zu dritt, die „Kleine“ (mittlerweile 13), mein Mann und ich. Seit letztem Jahr ist aber Nr. 5 (mittlerweile 18) wieder da. Ich kann Deine Erzählung nur voll und ganz unterstreichen! Vor allem, so nach und nach legten sich die Jungs weibliche Begleitung zu …. das erschwerte das Ganze dann nochmal.
    Übrigens, kennst Du „Komm wir zählen mal die Schuhe im Flur, damit wir wissen, ob alle zu Hause sind!“ am Abend vor’m zu Bett gehen? 😆

  4. Agnes 4. Februar 2013 / 22:28

    Hallo Ihr drei! Es freut mich sehr, wenn auch Ihr Freude an meinen Rezepten habt! Muffinluff, von deinen Rezepten habe ich schon viel profitiert, denn sie sind sehr lecker! Marita und Susanne, wir drei verstehen uns und könnten uns wohl stundenlang gegenseitig Anekdoten erzählen von den Freuden und Leiden einer Grossküchen-Vollwertköchin. Das Kapitel mit Freund/Freundin hat bei uns eben erst begonnen und das genau so wie bei dir Susanne… Ich habe ganz grosse Achtung vor eurer Leistung! Fünf Jungs! Wie schafft man das? Wir haben zwei Mädchen und zwei Knaben. Meine Erfahrung hat gezeigt, dass die Knaben anstrengender sind als die Mädchen. Bei uns wohnen meine Eltern, das ist wohl einfacher, als wenn es die Schwiegereltern wären, das ist eine anspruchsvolle Aufgabe!
    Marita, wir essen erst seit 8 Monaten tiereiweissfrei. Damals hat als letzter auch unser Jüngster sein Einverständnis dazu gegeben mit der Bedingung, dass Käse weiterhin vorrätig bleibt! Ohne die Zustimmung aller ist diese Kostform wohl schwierig durchzuführen.
    Nun bin ich bereits eifrig am Rezepte Schreiben in der Hoffnung, dass euch das eine oder das andere gefallen wird!

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