Vollwertkost: Wohin gehst du?

22. August 2013 (Do)  Vollwertkost und „Gabel statt Skalpell“

Vor etlichen Monaten schon habe ich ja meine Bedenken in einem Artikel geäußert, was die Gewichtsabnahme unter Brukescher Kost betrifft. Ich bin ja der Meinung, kurz und knapp, dass nicht nur die Qualität, sondern durchaus auch die Quantität des Essens etwas mit dem Gewicht zu tun hat, die Kalorien zwar nicht unser Leben diktieren sollten, aber schon auch nicht völlig am Wegesrand verkümmern. Dazu erhielt ich jetzt per Email einen kleinen Erfahrungsbericht von Daniela. Daniela ist schon lange Gast auf diesem Blog und auch eifrig an Aktionen auf dem „Menüblog“ beteiligt. Sie ernährt sich seit einigen Wochen nach den Grundsätzen, die im Film (und Buch) „Forks over Knives (FoK)“ (deutsch: Gabel statt Skalpell, vorgestellt auf diesem Blog hier) vorgelegt werden. Dies ist eine vegane Kost mit möglichst geringem oder zumindest sehr kleinen Fettanteil. Hier also Danielas Bericht. Außerdem, und das ist für uns alle sehr spannend, denke ich, wird sie ebenfalls in den nächsten Wochen immer Dienstag auf dem „Menüblog“ ein Rezept vorstellen, VWK mit FoK.

Außerdem möchte ich mich bei Daniela für ihren Mut bedanken, dass ich ihren Erfahrungsbericht – der ja eigentlich nur für mich bestimmt war – mit ihrem Namen veröffentlichen darf. Wenn man gerade einen neuen Weg beschreitet, von dem man überzeugt ist, ist es nicht immer einfach, das auch nach außen zu zeigen. Vor allem, wenn man zwei nicht völlig überlappende Ernährungsformen in abgeänderter Form zusammenführt – da ist immer die Gefahr, dass beide „Lager“ über einen herfallen.

Natürlich ist das hier der beste Ort für diese Veröffentlichung, denn es ist ja ein Sammelplatz für die nettesten Blogleser und Blogleserinnen, die es überhaupt gibt 🙂


Ich wollte dir mal einen kurzen Erfahrungsbericht schreiben, ich dachte, vielleicht interessiert dich das, auch, wenn ich natürlich weiß, dass du vielleicht manches anders beurteilen wirst und du ja die Bruker´sche Vollwertkost vertrittst, Ute. Es gibt bei der Art, wie ich mich seit einigen Wochen ernähre, einige Unterschiede zur Brukerschen Kost, aber auch viele Gemeinsamkeiten.Ich ernähre mich ja seit einiger Zeit aus hauptsächlich gesundheitlichen Gründen (Asthma, zunehmende Allergien,  starke Probleme mit Gelenken und dem Rücken) wieder vollwertig nach Bruker, seit einigen Wochen nun auch vegan nach dem Gabel-statt-Skalpell-Prinzip. Das heißt, ich esse zwar weitgehend weiter vollwertig, aber mein Fokus liegt seit einiger Zeit zudem noch auf den Ernährungsregeln von Esselsyn und Campell nach dem Film Gabel statt Skalpell, also „plant-based“, fettarm und mit vielen Hülsenfrüchten. Ich bin, was zugesetztes Fett betrifft, nicht ganz so strikt, wie von Esselstyn gefordert, hab ja keine Herzerkrankung, verwende also hin und wieder etwas zugesetztes Öl, aber nur Teelöffelweise und auch Saaten und Nüsse esse ich in geringeren Mengen als vorher. Manches, das da Verwendung findet, ist nicht ganz vollwertig nach Bruker, aber mir geht es seither erstaunlicher Weise so gut, wie lange nicht mehr.  Diese Art der Ernährung tut mir gesundheitlich tatsächlich noch besser, als die Vollwertkost mit Sahne und Butter oder eben sehr vielen Saaten oder Nüssen, die ja in der veganen Vollwertkost oft als Ersatz für Milchprodukte verwendet werden. Ich hab die letzten Monate, die ich vollwertig erst mit Sahne, Butter, dann vegan mit viel Öl und Nüssen gegessen hab, recht schnell einige Kilos zugenommen, das hat mich doch erstaunt, da es ja immer heißt, man würde in jedem Fall mit der Vollwertkost nach Bruker zum Idealgewicht kommen und Kalorien oder Fett würden keine Rolle spielen – also vom Idealgewicht bin ich nach wie vor noch einiges entfernt und ich war wirklich die letzten Monate für meine Verhältnisse sehr konsequent, hab aber vom Erlaubten viel gegessen, hatte auch immer viel Hunger. Seit ich nun meine Ernährung nach dem Forks over Knives (engl. Version von Gabel statt Skalpell) oder Engine 2 Prinzip, das ja gleich mehrere Herzspezialisten und Ärzte in dne USA propagieren (auch Bill Clinton isst seit seiner Herzerkrankung seit einiger Zeit nach Esselstyns Konzept) und interessante Erfolge damit aufweisen können, ernähre und weiterhin auch weitgehend auf Vollwertigkeit achte, das mach ich jetzt seit gut 4 Wochen, hab ich drei Kilo abgenommen, ich habe auch, seit ich so esse, erstaunlicher Weise weniger Hunger als vorher.Auch mein Allgemeinbefinden hat sich gebessert, erst seit dieser fettarmen veganen Kost kann ich komplett auf Kortison verzichten. Kurzum, ich mach weiter so und es geht mir jetzt schon, nach kurzer Zeit, deutlich besser. Ich dachte, vielleicht interessiert es dich, das zu lesen. Ich weiß selbstverständlich, dass das meine rein subjektiven Erfahrungen sind und diese keinerlei Bedeutung für andere Menschen haben. Dr. Bruker hat zig tausend Patienten mit seiner Art der Vollwertkost heilen können, das will ich überhaupt nicht schmälern, aber mir persönlich haben Sahne und Butter, wie größere Mengen Fett wohl anscheinend nicht so gut getan, das merke ich jetzt, seit ich es weg lasse und den Unterschied erlebe. Ich bin doch überrascht, was das für mich persönlich ausgemacht hat. Dagegen schaden mir die paar nicht so ganz vollwertigen Dinge, die ich jetzt hin und wieder benutze, wie z.B. ab und an Bio Agavendicksaft, bisher nicht merklich. Vielleicht ist das für mich persönlich ein guter Weg, ich beobachte es einfach weiter, ich mache das ja erst seit kurzer Zeit, sagt also noch nicht so viel aus. Ich beschäftige mich halt grad mit dieser Art zu essen und recherchiere dazu viel und drum dachte ich, ich schreib dir das mal.Vermutlich könnte man mir entgegnen, dass ich nach zu kurzer Zeit schon Rückschlüsse ziehe, aber es war wirklich für mich subjektiv eine deutliche Vebesserung meines Befindens spürbar, auch schon in den paar Wochen. Vor allem auffällig war, dass ich, als ich noch Butter und Sahne verwendet hab, zwar das Kortison schon etwas reduzieren konnte nach einiger Zeit, aber immer noch regelmäßig welches gebraucht hab, mit fettarmer veganer Ernährung hab ich es jetzt seit kurzem ganz absetzen können und fühle mich deutlich besser. Vermutlich hab ich aber auch deutlich mehr Fett gegessen, als Bruker für gut befunden hätte, das heißt, Sahne hab ich wenig gegessen, aber kaltgepresste Öle und Butter doch recht viel, was nach seiner Auffassung ja ziemlich unproblematisch ist, was sich nicht unbedingt mit meinen persönlichen Erfahrungen der letzten Monate und Wochen deckt.
Ich denke, gegen Honig spricht an sich nichts, ich verwende den auch sicher bald wieder, ich hab nur halt mal eine komplett vegane Ernährung und den Agavendicksaft probieren wollen, der da unter anderem auch hin und wieder verwendet wird, die verwenden auch Rohrohrzucker in geringen Mengen oder Ahornsirup das mache ich aber nicht. Ich hab aber beim Agavendicksaft immerhin bisher keine negativen Effekte bemerkt, wie ich das bei weißem Zucker sofort merke! Honig ist sicher weit weniger verarbeitet. Ungezuckerte Trockenfrüchte verwende ich seither zum Süßen sparsam auch wieder und mir bekommen sie gut.

Bruker hat Enormes geleistet, daran besteht kein Zweifel. Aber es gibt kaum Etwas, was nicht noch zu verbessern wäre. Vielleicht ist hier für viele, die sich mit ihrem Gewicht quälen oder auch mit Allergien, Asthma usw. und die Vollwertkost nicht als 100% heilsam empfunden haben, eine Variante, die es einmal auszuprobieren gilt?

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40 Gedanken zu “Vollwertkost: Wohin gehst du?

  1. muffinluff 22. August 2013 / 17:50

    Vielen Dank Daniela, dass Du uns an Deinen Erfahrungen teilhaben läßt! Ich finde den Ansatz sehr spannend und möchte auch mehr auf den Fettkonsum in meiner Ernährung achten. Ich habe den Film auch gesehen und fand ihn sehr eindrücklich. Auf Deine Dienstags-Rezepte bin ich schon ganz gespannt!

  2. Agnes 22. August 2013 / 18:32

    Danke für deinen Beitrag und dafür, dass du uns an deinen Erfahrungen teilhaben lässt. Auch ich muss darauf achten, dass der Fettkonsum nicht zu hoch ist. Ich freue mich auf deine Dienstags-Rezepte!

  3. Marek Kosmala 22. August 2013 / 18:57

    Ich wünsche Dir weiterhin viel Erfolg mit der Ernährung nach Esselsyn/Campell (ich habe den Film auch gesehen und finde ihn ganz gut), aber eine kleine Bemerkung zur Richtigstellung wollte ich doch loswerden. Du schreibst:

    „…da es ja immer heißt, man würde in jedem Fall mit der Vollwertkost nach Bruker zum Idealgewicht kommen und Kalorien oder Fett würden keine Rolle spielen.“

    Dass man mit der „üppigen“ Vollwertkost, die auch Gekochtes enhalten darf, in jedem Fall zum Idealgewicht kommt, hat Bruker nie behauptet. Darüber hinaus spielt auch das Alter eine Rolle, und wie lange die Krankheit schon besteht (was bei anderen Krankheiten selbstverstąndlich ist, nur beim Übergewicht denken die Leute seltsamerweise, es wäre durch Nahrungsentzug kurzfristing zu heilen). O-Ton Bruker aus Idealgewicht ohne Hungerkur:

    „Es können keine genauen Angaben über die Frischkostmenge gemacht werden, die nötig ist, um in jedem Fall Erfolg zu haben. Bei leichten Fällen genügen kleine Mengen, bei schweren und veralteten Fällen sind größere Mengen nötig, bei manchen ist die Zwischenschaltung von Perioden notwendig, in denen ausschließlich Frischkost genossen wird.“

    und

    „Wenn bei Frauen in den Wechseljahren übermäßiger Fettansatz beginnt, ist es für eine Wiederherstellung der Idealfigur zu spät. Mit der Vorbeugung muß mindestens 20-30 Jahre vorher begonnen werden.“

    Bei Sahne empfiehlt Bruker nicht mehr als 1 EL zum FKG, das ist ja kaum als viel zu bezeichnen (etwas mehr bei Salatsaucen, das stimmt). Es gibt auch einige andere Regeln, die in dem Buch beschrieben sind (Vermeidung von Zwischenmahlzeiten, Obstmenge).

    • Daniela 22. August 2013 / 20:59

      Du hast sicher recht, Marek, nur soviel dazu, übermäßigen Fettansetz hatte ich nich nie, ich wiege vielleicht 10 Kilo mehr, als für mich ideal wäre. Ich bin Mitte 40 und ich merke auch deutlich, dass abnehmen schwerer gelingt, als noch vor einigen Jahren – und doch sind es jetzt seit der FoK Ernährung so ganz nebenher etwas über drei Kilo, die einfach so verschwunden sind, was sich auch mit vielen anderen Erfahrugnsberichten deckt. Vermutlich hab ich Brukers Anweisungen zum Abnehmen aber wirklich zu lasch ausgelegt und umgesetzt, aber für mich las es sich schon immer ein wenig so, als wäre Fett im Rahmen der Vollwertkost nicht hinderlich fürs abnehmen, sondern eher förderlich in seinen Augen und Kalorien würden in der tiereiweissfriene Vollwerkost eigentlich keine Rolle spielen. Ich hab fast alle seiner Bücher gelesen.

    • OneBBO 22. August 2013 / 21:36

      In Lahnstein wird gesagt, dass mit korrekter Vollwertkost jeder abnimmt. Das stimmt definitiv so nicht. Und dort werden Rezepte akzeptiert und in emu-Büchern veröffentlicht, wo 2-3 Päckchen Schmand auf vier Portionen Salat kommen.

      Im Grundseminar wurde auch erläutert, dass Fett im Körper in Luft und Wasser aufgespalten wird, mal ganz grob gesagt.

      Wenn dort jemand hinkommt und sagt: „Ich habe die VWK wirklich korrekt eingehalten“, kommen Sätze wie „jaja, Märchen können wir alle erzählen“.

  4. Marita Rüter 22. August 2013 / 19:10

    Auch von mir ein Dakeschön für deinen Mut hier zu berichten.
    Die Mengen an Butter, Sahne und Öl habe ich auch schon
    ein wenig reduziert , Nüsse und Saaten esse ich eh nicht in
    größeren Mengen. Für mich sind die Mengen nun passend so.
    Mit Agavendicksaft habe ich allerdings im Urlaub in einem
    sog. „Vollwert-Hotel“ schlechte Erfahrungen gemacht.
    Die Beschwerden habe ich mehrere Tage gespürt.
    Bin auch schon sehr gespannt auf deine Rezepte 🙂
    Ich wünsche dir viel Erfolg auf deinem Weg.

  5. Michael 22. August 2013 / 20:09

    Mir geht es mit der Ernährung ganz ähnlich wie dir Daniela. Ich habe vor zwei Jahren Utes Videos entdeckt und ernähre mich seitdem vollwertig nach Bruker. Kein weißes Mehl, kein Zucker und keine Säfte waren erstaunlicherweise kein Problem für mich. Auf den Film bin auch durch Ute aufmerksam geworden und habe dann fast vollständig auf Butter verzichtet. Die kommt nur hin und wieder aufs selbst gebackene Brot. Ist eigentlich das einzige tierische Produkt welches ich noch esse. Ich habe in den letzten 10 Jahren 35 kg zugenommen und die haben sich durch die Ernährungsumstellung auch nicht verringert. Erst als ich zusätzlich angefangen habe mich mehr zu bewegen, ich fuhr immer mit Bahn und Bus in die Arbeit, hat sich das verändert. Ich gehe jetzt jeden Tag, sechsmal die Woche, je vier Kilometer pro Strecke zur Arbeit und wieder nach hause. Zusätzlich drei bis fünfmal pro Woche ins Fitnessstudio, für ein bis zwei Stunden, je nachdem was ich mache und es macht vier viel Spaß. Ich kann das alles super in meinen Alltag integrieren. Im Juni habe ich mit dem Sport begonnen und habe von 116 auf 97 kg abgespeckt. Bin 185 cm groß. Ich esse dabei genau die selben Sachen wie vorher obwohl ich mich mehr bewege und ich habe absolut kein Hungergefühl mehr. Nüsse und Samen verwende ich eigentlich „reichlich“ und kaltgepresste Öle sowieso. Ich werde mich weiter so ernähren, es geht mir absolut gut dabei.

    • OneBBO 22. August 2013 / 21:44

      Ich bin über die Gallenerkrankung zur Vollwertkost gekommen, vor der Umstellung vertrug ich nicht mal einen Apfel oder Salat. Insoweit war die Vollwertkost wie eine Offenbarung für mich. Ich habe mit der tiereiweißfreien Kost bei unveränderter Lebensführung ganz allmählich, stetig zugenommen und meine Galle reagiert nach wie vor nicht positiv auf längerfristigen Verzehr von Sahne und Butter. Ich vertrage sie (das ist ja schon mal erfreulich) – aber besser geht’s mir ohne. Insoweit finde ich speziell den Ansatz von Daniela sehr interessant.

      Ich denke, wir müssen unterscheiden zwischen Menschen, die grundsätzlich gesund sind und nur gesund bleiben wollen oder abnehmen einerseits, und solchen, die wie Daniela oder auch ich bereits Beschwerden haben andererseits.

      Da bringt die Vollwertkost einen weit nach vorn und die Pionieerarbeit von Bruker werde ich immer bewundernswert finden. Ich persönlich möchte dabei nicht stehen bleiben. Denn es gibt einfach Menschen, bei denen die Vollwertkost hilft, aber nur bis zu einem gewissen Grad. Da reicht es nicht zu sagen: „Pah, dann hast du die VWK nicht „richtig“ gemacht. Das ist Quatsch, denn der Charme der VWK ist ja gerade ihre Toleranz. Sonst wäre sie eine Diät.

      • Michael 22. August 2013 / 22:16

        Ich habe mich vielleicht etwas schwammig ausgedrückt. Mit „ich esse wie vorher“ meinte ich bevor ich wieder mit Sport angefangen habe und nicht vor meiner Vollwertumstellung, bin nach wie vor konsequent vollwertig unterwegs 🙂

        • OneBBO 23. August 2013 / 07:08

          Das hatte ich auch so verstanden 😎

  6. Daniela 22. August 2013 / 20:39

    Vielen Dank für euren Zuspruch, ich weiß, dass ich hier nur meine ganz subjektiven, noch dazu recht kurzfristigen Erfahrungen schildere und erhebe keinerlei Anspruch auf Richtigkeit. Ich hab mir den Film Forks over Knives im letzten halben Jahr mehrfach angesehen, das letzte Mal erst letzte Woche. Jedes Mal ist mir irgend etwas Neues darin aufgefallen und so hab ich vor Monaten begonnen, diesbezüglich zu recherchieren, vor allem nach genaueren Infos bezüglich dieser Ernährung und auch nach Erfahrungsberichten. Auf amerikanischen Seiten bin ich schnell fündig geworden, es gibt da viele Infos zum Thema, nicht zuletzt die HP´s der diversen Ärzte, die diese Ernährungsform propagieren. Dann hab ich angefangen, das da gelesene mit Brukers Vollwertkost, die ich sehr schätze, so zu verbinden, dass ich gemerkt habe, dass es mir ganz persönlich anfängt, besser zu gehen, was bei der tierweiweissfreien Vollwertkost nach Bruker in letzter Zeit noch nicht so ganz der Fall war. Schnell hat sich dann auch mein allgemeines Wohlbefinden gesteigert. Meines Empfindens nach war diesbezüglich der sparsame Umgang mit Fett und besonders das völlige Weglassen aller tierischen Produkte, auch Sahne, Butter und Schmand, ein Durchbruch in Sachen Besserung. Ich möchte nicht ausschließen, dass ich die tiereiweissfreie Vollwertkost nicht ganz im Sinne Bruker umgesetzt hab, vielleicht zu viel Fett gegessen habe oder einfach vorher auch viel zu lange /über Jahre) sehr inkonsequent war. Vielleicht hätte ich das, wie hier richtig angemerkt, auch mit einem deutlich höheren Anteil an Frischkost erreichen können, aber das fand ich weit schwieriger, weil ich mittlerweile insbesondere auf manche rohen Getreidesorten und einige Obstsorten roh allergisch oder mit einer Unverträglichkeit reagierte . Auch ist reine Frischkost für mich persönlich viel schwerer umzusetzen, als die FoK Ernährung. Mittlerweile konnte ich nicht nur das Kortison, dass ich nehmen musste, absetzen, ich kann auch wieder rohen Weizen essen, vertrage immerhin wieder rohe Äpfel und hab in den vier Wochen drei Kilo abgenommen. Bei FoK gibt es ein paar Nahrungsmittel, die ich aus Vollwertsicht bedenklich finde und nicht verwende, wie z.B. geringe Mengen Vollrohrzucker (Honig ist ja nicht vegan), deshalb hab ich im Moment den Agavendicksaft in Benutzung und bisher keine negativen Erfahrungen damit gemacht, ich benutze den aber auch nur selten, z.B. zum Backen. Ich denke aber darüber nach, Honig wieder zu verwenden, da er eigentlich gesundheitlich gesehen vorteilhafter sein müsste, da weniger verarbeitet. Mal sehen. Erst mal werde ich den Weg weiter gehen und es geht mir im Moment so gut, dass es mich keinerlei Überwindung kostet, sondern mir im Gegenteil, viel Freude macht!
    Mir ist wichtig, zu betonen, dass ich der Vollwertkost nach Bruker gar nichts weg tun möchte, sondern einfach einen guten Weg für mich entdeckt hab, der vielleicht in Teilen alternativ dazu ist aber auch in weiten Teilen einfach eine Ergänzung dazu.

    • OneBBO 23. August 2013 / 07:11

      Viele Leser dieses Blogs, das wird schon in den Kommentaren deutlich, werden gerne beobachten, wie dein Weg verläuft. Wobei die Diskussion meiner Ansicht nach zu sehr auf das Gewicht ausgerichtet ist. Viel wichtiger und beeindruckender ist für mich, dass du vom Kortison losgekommen bist. Darunter sollten wir vielleicht auch einmal den Agavendicksaft jetzt nicht so tragisch sehen.

      • Daniela 23. August 2013 / 08:34

        Das stimmt, ich dachte mir das auch schon. Ich habe meine Ernährung nicht wegen des Abnehmens umgestellt, sondern in erster Linie aus gesundheitlichen Gründen. Nur alleine wegen des Gewichtes wäre ich diesen doch für mich großen Schritt, quasi vegan zu essen, nie gegangen. Ich hatte wirklich sehr unangenehme gesundheitliche Probleme, die sich in weiten Teilen in den letzten Wochen stark gebessert haben. Ich kann mittlerweile auf das Kortisonspray verzichten, ich musste es in den letzten Jahren wegen meines ständig stärker werdenden allergischen Asthmas mindestens von Februar bis Oktober täglich nehmen. Ich konnte es ungefähr eine Woche nach Umstellen auf die vollwertige FoK Ernährung weg lassen (musste es natürlich über einige Tage ausschleichen). Bis heute habe ich keines mehr gebraucht. Auch meine Gelenk- und Rückenbeschwerden haben sich mittlerweile stark gebessert. Mir gings auch mit der tiereiweissfreien Vollwertkost schon besser, aber der Druchbruch kam, was mein Allgemeinempfinden und meine gesundheitlichen Belange betrifft, erst durch das völlige Weglassen aller Tierprodukte und auch das Einschränken von Fett. Ich lasse zugesetztes pflanzliches Fett nicht völlig weg, wie Dr. Esselstyn rät, ich reduziere es nur sehr stark im Vergleich zu vorher.

  7. chrima 22. August 2013 / 21:55

    Ich bin sehr gespannt wie es mit deiner Gesundheit und der Ernährung weitergeht.
    Hast du kein Verlangen nach mehr Fett? Weniger Nüsse essen würde mir schwer fallen, dabei habe ich auch Probleme mit dem Gewicht. Nur weil ich viel Sport mache geht es einigermassen. Ich esse jetzt seit einem Jahr vollwertig nach Bruker, am Anfang habe ich abgenommen, und gedacht super dabei bleibe ich. Nach etwa 2 Monaten war alles wieder wie vorher und das Gewicht ging wieder drauf.
    Von Urs Hochstrasser gibt es einen Apfeldicksaft zum Süssen, in Rohkost heisst es.Wie gut der ist kann ich nicht beurteilen aber vielleicht eine alternative zum Agavendicksaft.

    • Daniela 22. August 2013 / 22:09

      Ich hab auch vor etlichen Jahren, da war ich aber noch jünger und mein Gesundheitszustand war auch noch besser, mal mit der normalen Tiereiwessfreien Vollwertkost einige Kilo abgenommen, leider bin ich dann aber nicht konsequent dabei geblieben. Aber in den letzten Monaten hab ich eben nicht damit abgenommen, im Gegenteil, ich hab innerhalb recht kurzer Zeit sogar ein paar Kilo zugenommen mit konsequenter Vollwertkost und ich hab jetzt nicht grad im Fett gebadet, sondern es halt ohne zu knausern verwendet.
      Ich verwende jetzt halt den Agavendicksaft, ich hab noch zwei Flaschen, die noch eine Zeit lang reichen, dann überleg ich, wieder Honig zu nehmen, das lass ich mir mal offen.

  8. Frau Schmidt 23. August 2013 / 07:25

    Ein sehr interessanter Bericht! Danke Daniela, dass Du uns an Deinen Erfahrungen „beteiligst“.

    Ich selbst bin auch damals auf die Aussage „mit VWK nimmt jeder ab“ reingefallen, denn oft – und auch in Lahnstein selbst – wird dieses Motto völlig undifferenziert propagiert.
    Und Dr. Birmanns‘ Kommentar auf die Problematik, dass es doch eben nicht so bei jedem klappt „dann besch….en sie“.

    Wenn ich die VWK so leben würde, wie ich sie bei der Ausbildung in Lahnstein kennengelernt habe, würde ich wahrscheinlich rollen…da schwimmt das FKG in Sahne.

    Ich habe meinen Mittelweg aber zum Glück gefunden :mrgreen:

    Dass Du das Kortion einschränken, bzw. ganz weglassen kannst, finde ich sensationell!!!!! Alles Gute weiterhin!

  9. Marek Kosmala 23. August 2013 / 09:18

    Bruker sagt ganz deutlich, dass man sich bei der Sahnemenge im FKG an das Originalrezept halten sollte – im „Ärztlichen Rat aus ganzheitlicher Sicht“ erwidert er auf einen Brief, in dem der Verfasser schreibt, er benutze 5 EL Sahne im FKG, dass das deutlich zu viel ist.

    Also wenn in Lahnstein nun tatsächlicht das FKG in Sahne schwimmt, behauptet wird, dass man ohne reine Frischkost IN ALLEN FÄLLEN, unabhängig vom Alter und der Dauer des Bestehens der Krankheit, problemlos abnehmen kann und gegenteilige Behauptungen als Lügen und Betrug dargestellt werden, dann finde ich das wirklich traurig, denn das steht den Ausführungen Brukers direkt entgegen.

    • OneBBO 23. August 2013 / 09:22

      Ich war in Lahnstein, und es schwimmt dort. Aber Lahnstein ist überhaupt ein trauriges Kapitel. Es ist reine Rücksicht darauf, dass sie die einzigen sind, die Brukers Werk offiziell fortführen, dass ich nicht einmal im Monaten dazu einen ätzenden Artikel veröffentliche 😉

      Im Übrigen finde ich die Gewichtsfrage im Zusammenhang von Danielas Darstellung gar nicht so aufregend. Viel bedeutender finde ich den Fortschritt bei Asthma und anderen Beschwerden. Das unterliegt nicht so vielen persönlichen Faktoren wie z.B. das Gewicht.

    • sonnenkind 23. August 2013 / 18:30

      Ich habe auch gerade vor ein paar Tagen gelesen (http://vollwert-blog.de/frischkorngericht/) wie in Lahnstein das FKG zubereitet wird und da kommt auf 20 Portionen 1L (!!) Sahne also 50g/Portion.
      Ich denke jeder mensch hat von Geburt aus eine Veranlagung bezgl des „Futterverwertens“/Veranlagung zu übermäßigem Fettansatz (teils wohl auch durch die Ernährungsfehler der Vorgenerationen bedingt) und die heutige Ernährung die die meisten hier vor ihrer Umstellung zur VWK genossen haben, trägt weiter ihren Teil dazu bei. Jeder hat Veranlagungsbedingt „seine“ Schwachstelle, bei der sich die Stoffwechselstörungen durch falsche ernährung zuerst bemerkbar machen (Gewicht, Gelenke, Allergien…).
      Ich denke viele Fehler die in der Vergangenheit gemacht wurden sind nicht mehr vollständig reversibel und Brukers Patienten sind im Prinzip noch eine Generation vorher gewesen, so dass bei vielen heute die Störungen durch die „Vererbung“ schwerer sind als bei seinen damaligen Patienten.

      Ich benötige viel Frischkost um mich wirklich fit und wohl zu fühlen und schon nicht allzu große Mengen Schmand/Sahne täglich/dauerhaft machen sich in leichten allergischen Reaktionen bemerkbar. Auch (zu)viel Getreide scheint mein Körper nicht zu mögen – wobei die Mengen die ich vertrage mit den 3 Jahren VWK die ich nun durchführe schon deutlich gestiegen sind!
      Sehr fettiges mag ich einfach nicht besonders- wenn ich manche Rezepte aus Lahnstein sehe wird mir schon beim lesen leicht flau im Magen…
      Ich kann mir jedoch auch nicht vorstellen kein/so wenig zugesetztes Öl zu verwenden. Fett ist einfach ein toller Geschmacksgeber und eine gewisse Menge brauchen Gerichte auch schon, damit sie schmecken. (naja, es gibt auch schon einige Gerichte die auch ohne schmecken, trotzdem kann ich es mir schwer vorstellen, aber ich habe mich auch noch nicht näher mit FoK beschäftigt ausser das ich den Film geschaut habe!)

      Danke auf jeden Fall für Deinen Bericht Daniela! Man lernt nie aus und es gibt nicht DEN Weg der für jeden passt! 😉

      • OneBBO 23. August 2013 / 18:36

        Die Feststellung, dass die Patientengeneration, mit denen Bruker zu tun hatte, ganz andere Voraussetzungen mit sich brachte, möchte ich unbedingt unterstreichen!
        Die komplette Fettlosigkeit würde mir auch schwer fallen. Aber ich finde es höchst reizvoll, einmal auszutesten, wozu es nicht nötig ist. Und je weniger Fett wir essen, um so mehr profitieren wir auch geschmacklich von dem bisschen, dass wir dann noch essen – was eine Hypothese ist, die ich mal aufstellen möchte.

        • sonnenkind 24. August 2013 / 19:54

          Was mir übrigens noch aufgefallen ist bezüglich Gewicht:
          ich habe ja gegenteiliges „Problem“- habe Untergewicht.
          Wenn ich mich nun vollwertig ernähre und nur soviel esse wie ich möchte/hunger habe, würde ich so bleiben bzw evtl sogar noch abnehmen- das ist mir nun klar. Die Hoffnung, dass sich mein Gewicht durch die VWK „selbstreguliert“ habe ich aufgegeben!
          D.h. zunehmen tue ich nur, wenn ich mich regelmäßig „überesse“ oder Phasen mit gehäuften „Fressanfällen“ habe (hatte ich in letzten Monaten öfter und dadurch jetzt mal 1-1,5kg zugenommen- darüber bin ich froh, toll find ich die „Methode“ aber nicht!)
          Vielleicht liegt es auch daran, dass die Gewichtsregulierung bei vielen nicht mehr so einfach funktioniert, dass wir einfach zu sehr verlernt haben die Signale unseres Körpers richtig zu deuten. Wir essen aus Gewohnheit, sozialen Gründen etc. Aber wenn wir essen ohne wirklich hungrig zu sein, oder eventuell Hungergefühle falsch deuten (also eigentlich gar nicht hunger haben sondern z.B. durst) dann ist das auch eine „Belastung“ für den Organismus und stört die „Selbstregulation“…

          Aber das ist jetzt vielleicht auch schon wieder zu sehr „Off Topic“, waren nur Gedanken die mir heute noch zu dem Thema „Gewicht und Vollwertkost“ gekommen sind!

          (wenn Du den Beitrag unpassend findest Ute, dann stell ihn einfach nicht ein!)

          • OneBBO 24. August 2013 / 20:50

            Passt schon in den Rahmen des Artikels und ich finde deinen Kommentar auch sehr wichtig. Gerade weil du für die Gruppe derer sprichts, die mit dem Untergewicht kämpfen. Danke dir!

  10. Oud 23. August 2013 / 11:30

    hallo daniela,

    danke für deinen bericht!
    immer wenn ich mal auf die bremse treten will (gewicht), esse ich mehr hülsenfrüchte. eine schublade im tiefkühler ist mit selbst gekochten kichererbsen, linsen, sojabohnen, dicken bohnen etc voll.
    wenn ich was brauche, nehme ich es abends oder morgens raus und muss nicht auf dosen oder gläser zurückgreifen.
    die konsistenz ist gut nach dem auftauen.
    bei mir funktionieren hülsenfrüchte wie ein fettabsauger.
    jeden abend statt brot einen salat mit hülsenfrüchten und die familienfeier, das fest etc ist ausgeglichen 🙂
    toll das du deinen weg gehts!
    (nichts finde ich langweiliger als leute, die MIR sagen, das SIE den EINZIG RICHTIGEN WEG gehen und wenn ich dann nachhake, es keine drei tage ausprobiert haben…aber die kennst du bestimmt auch.)

    alles gute und viele grüsse oud

    • Vinci 25. August 2013 / 18:39

      Das finde ich sehr interessant.
      Ich habe festgestellt, dass ich abends – wenn’s mal später Essen gibt – Vollkornbrot nicht gut vertrage – fühlt sich an, als läge es bis morgens im Magen und ich fühle mich irgendwie „schwer“.
      Ich probier’s mal Hülsenfruchtsalaten, wenn ich abends noch Hunger habe und schaue, wie sich das macht. Da ich Hülsenfrüchte liebe, sicher kein Problem.

  11. Babuschka 23. August 2013 / 11:44

    Ich finde Danielas Bericht sehr interessant, und ich bin ihr dankbar dafür, denn er deckt sich zu 100% mit meinen (unseren) Erfahrungen. Ich kenne und besitze die DVD FoK und die Bücher von Campbell, Esselstyn und auch Dean Ornish. Die sind teilweise auch in Deutsch zu haben. Ich habe mich damit beschäftigt wegen Herzkrankheit (nicht von mir) und habe nach tiereiweissfreier VWK über etwa 6 Monate die Esselstyn-Methode (das ist FoK) ziemlich streng angewandt. Das Ergebnis war massive Gewichtsabnehme, obwohl wir beide schon von Hause aus wirklich schlank sind, z.B. bin ich von 69 kg auf 60 kg runter gegangen. Bei meinem Mann waren es 83 zu 71 kg, und das bei Grösse von 179 bzw. 184 cm. Blutwerte und Cholesterinwerte waren sensationell, und der Kardiologe wollte sie kaum glauben!
    Die These, dass nach den Wechseljahren bei Frauen kein Fett mehr abgebaut werden könne, halte ich nach eigener Erfahrung für falsch.
    Nach meiner Erfahrung ist die strikt fettarme und ölfreie Esselstyn-Methode schwer umzusetzen und durchzuhalten. Aber sie wirkt fast Wunder und kann ich bei Krankheitsbefund nur empfehlen. Ich selbst habe etwas gelockert, und die Ernährung liegt so zwischen FoK und tiereiweissfreier VWK. Bin damit sehr zufrieden, habe wieder zugenommen auf 64 kg. Bin damit auch zufrieden, denn so klapperdürr will ich auch nicht unbedingt sein. Jedenfalls bin ich auch der Meinung, dass der Fettverbrauch eine Rolle spielt und bei der VWK durchaus zu hoch sein kann und dem Idealgewicht im Wege stehen kann.
    Ich bin sehr gespannt auf Danielas weitere Berichte.

    • OneBBO 23. August 2013 / 11:48

      Vielen Dank, Babuschka, dass du uns auch deine Erfahrungen mitteilst! Sie decken sich mit meinen Erwartungen. Ich habe die DVD gesehen und war beeindruckt, es ist prima zu sehen, dass es auch praktisch funktioniert. Und es sind ja nicht irgendwelche Kurpfuscher, die eine merkwürdige Methode vorstellen 🙂

      • Babuschka 23. August 2013 / 12:14

        Aber das Traurige ist, dass deutsche Ärzte und insbesondere Kardiologen sich nichts, aber auch gar nichts, davon annehmen. Sie kennen nicht einmal die Namen dieser international bekannten Herzspezialisten! Leider verschreiben deutsche Ärzte in ihrer Mehrheit nur massenweise Medikamente und bestreiten jegliche Auswirkung der Ernährung („höchstens 10%“). Ich finde das traurig, und den Patienten werden wichtige Informationen vorenthalten.

        • OneBBO 23. August 2013 / 12:35

          So ist es. Und das gilt nicht nur für die Kardiologen. Ich weiß von einer Frau, bei der im Röntgenbild (Asthma) Veränderungen stattgefunden hatten. Kein Interesse… Umso wichtiger finde ich eben auch, dass „wir“ als Vollwertler offen bleiben und nicht glauben, irgendjemand habe den ewigen Stein der Weisen gefunden.

    • Daniela 23. August 2013 / 12:34

      Danke für deinen Bericht, er bestärkt mich darin, dass es wirklich ein guter Weg ist! Ich esse, wie schon gesagt, auch nach einer etwas gelockerte Variante, ich verwende pflanzliches Fett in geringen Mengen. Die ganz strikte Variante wurde ja auch vor allem für schwerstkranke Patienten entwickelt, damit können sich coronare Erkrankungen, Diabetes und weiteres sogar teilweise zurückbilden, das finde ich sehr interessant. Esselstyn, Ornish, Barnard, McDougall und nicht zuletzt Campell sind ja nicht irgendwer, da steckt jahrzehntelange Forschung und ärztliche Praxis dahinter.

      • OneBBO 23. August 2013 / 12:36

        Das einzig Bedauerliche an diesen ärztlichen Erfolgen finde ich, dass die amerikanischen Ärzte und Forscher überhaupt nicht sehen, dass hier in Deutschland / Europa ja schon viel Grundlagenforschung (Bruker, Schnitzer, Kneipp und wie sie alle heißen) betrieben wurde.

        • Daniela 23. August 2013 / 12:42

          Das stimmt, vieles deckt sich ja mit den Erkenntnissen Brukers und Schnitzers und beide Ansätze könnten gut voneinander profitieren.

          • OneBBO 23. August 2013 / 12:46

            Die Amerikaner sind sowieso immer der Meinung, dass sie alles (Gute) ganz alleine gefunden haben… Und leider sehe ich auch hier bei den offiziellen Vertretern der diversen Vollwertrichtungen keinerlei Interesse, einmal über den Tellerrand zu schauen.So bleibt es an uns kleinen (tiereiweißfreien) Würstchen hängen, das auszuprobieren 😉

  12. Babuschka 23. August 2013 / 13:11

    Ich bin jedenfalls froh, dass ich vor gut 5 Jahren von einem einfachen Würstchen zum tiereiweissfreien Würstchen mutiert bin.

    • OneBBO 23. August 2013 / 13:13

      Unterschreibe ich sofort, auch wenn es etwas mehr als 5 Jahre sind 🙂

  13. Vinci 25. August 2013 / 18:36

    Vielen Dank an alle für die angeregte Diskussion und die Erfahrungsberichte und natürlich an Ute für die Veröffentlichung dieses Blogbeitrags. Es lässt mich nachdenken über Fett, Nüsse und Hülsenfrüchte. Eine Kombination aus VWK und FoK kann ich mir sehr gut vorstellen.
    Kennt jemand die Bücher zu FoK? Mich würde interessieren, wie brauchbar die Rezepte sind, wenn man sie mit VWK kombinieren möchte.
    Ich habe mir die „recipes“ auf der offziellen Homepage des Films angesehen, fand einige Rezepte sehr anregend, andere enthalten für meinen Geschmack noch zuviel Konserven oder spezielle amerikanische Zutaten.
    Wenn ich FoK mit der tiereiweißfreien Vollwertkost verbinde, bedeutet das also:
    Butter und Sahne weglassen
    weniger Fett bzw. wenig Fett (also Öle so sparsam wie möglich)
    weniger Nüsse / Nussmilch etc.
    mehr Hülsenfrüchte

    sonst noch etwas?

    Anders als in den amerikanischen Rezepten meide ich die raffinierten Kohlenhydrate und verwende Vollkorn, sowie statt Konserven frische Hülsenfrüchte

    stimmt das so?

    • OneBBO 25. August 2013 / 18:48

      Soweit ich das gesehen habe, sind die Rezepte für Vollwertler eher eine Anregung als wirklich eine Vorlage.

      Ja, so wie du das darstellst, habe ich das auch verstanden.

      Daniela wird ja in Zukunft Rezepte vorstellen, da können wir plastisch sehr schön sehen, wie sie Vollwert mit FoK-Gedankengut verbindet.

    • Daniela 26. August 2013 / 22:41

      Eigentlich heißt es laut Dr. Esselstyn, gar kein zugesetztes Fett verwenden, also gar kein Öl („not a drop“, wie er sagt), aber ich verwende es auch in kleinen Mengen, wirklich nur TL-weise und nur hin und wieder. Nüsse und Nussmuse sind dagegen für nicht cardiovaskulär schwer erkrankte okay, weil es keine extrahierten Fette sind, sondern das ganze Lebensmittel da Verwednung findet. Eigentlich achtet FoK durchaus auf Vollkornprodukte, das ist ein zentraler Teil des Konzeptes. Manchmal wird das in den Rezepten, die eh halt typisch amerikanisch sind und damit eher nicht so brauchbar für uns, nicht so ganz konsequent umgesetzt. Die Betonung auf Frischkorn fehlt allerdings bei FoK, da sind gekaufte ungezuckerte Haferflocken oder Vollkornmehle wohl okay – aber Getreide wird man ja als Vollwertler selbstredend frisch flocken oder schroten.

      • OneBBO 27. August 2013 / 07:14

        Ich denke nach wie vor, dass die FoK-ler mit ihrer Fettlosigkeit dem gleichen Irrtum aufgesessen sind wie die Vollwertler mit ihrer Pro-Fetteinstellung. Beide haben Wege entwickelt, die zum Ziel führen. Wir wissen ja auch nicht, wie viele mit FoK erfolglos waren bzw. sind, oder wird das veröffentlicht?

        FoK hat komplett fettlos die besten Erfolge, dafür nehmen sie andere „raffinierte“ Zutaten, ohne mit der Wimper zu zucken. Die VWK nimmt nix Vorgefertigtes, dafür reichlich Fett. Es fehlt der große Mensch, der diese beiden Wege zusammenführt. Das müsste ein engagierter Wissenschaftler und Mediziner sein, der seine Erkenntnisse belegen usw. kann. Insoweit bleibt es uns nun überlassen, dass jeder selbst seinen Weg nimmt. Für mich ist die Erkenntnis: „Drastisch runter mit dem Fett“ eine nachvollziehbare Erkenntnis.

        Ein Extrakt wie Agavendicksaft und andere Pülverchen sowie Fertig-Haferflocken usw. zu bejahen und dann komplette Fettlosigkeit wegen des Öls als Extrakt zu verlangen, macht für mich persönlich (!) keinen logischen Sinn.

        Mit Ansätzen der FoK „drastisch runter mit dem Fett“ experimentiere ich zurzeit. Das ist voll spannend 🙂

  14. Adlerauge 1. September 2013 / 00:01

    Upps! Ich komme gar nicht mehr vom Computer weg.
    Vor ca. 2 Std. wusste ich nicht, dass es eine FoK-Ernährung gibt. Vielen Dank an Daniela, Ute, Babuschka und die anderen Kommentatoren / -innen mit den informativen Beiträgen.
    Ich habe schon oft gedacht: „Esse ich nicht zu viel Butter?“.
    Ich werde sicher nicht die VWK umstellen, aber versuchen, etwas Fett zu reduzieren und vor allem mehr Hülsenfrüchte zu essen.
    Die Erfahrungen von Babuschka hinsichtlich der Cholesterinwerte haben mich aber nachdenklich gemacht.
    Vielleicht kann ich von den Rezepten von Daniela profitieren.
    Der Hinweis von Oud hinsichtlich dem Einfrieren von gekochten Hülsenfrüchten finde ich toll und hilft sicher, den Vorsatz besser umzusetzen. Vielen Dank an Oud.
    Ich habe es geschafft, mit meiner Ernährungsumstellung,
    vor fast 6 Jahren, auf VWK, quasi als „Nebenwirkung“, innerhalb von 18 Monaten 23 kg abzunehmen. Und ich war damals bereits 66 Jahre alt, d.h. auch jenseits der Wechseljahre.
    Liebe Babuschka, Du stehst also nicht allein mit Deiner diesbezüglichen Erfahrung.
    Meine Umgebung nimmt mich weiterhin als schlank war. Trotz Naschen von Imkerhonig und Trockenfrüchten, habe ich keine ersthaften Gewichtsprobleme mehr; muss natürlich aufpassen. Sicher werden mir zukünftig die „Hülsenfrüchte von Oud“ helfen.
    Ich bin gespannt auf Eure weiteren Kommentare.
    Liebe Grüße.

    • OneBBO 1. September 2013 / 08:01

      Daniela habe ich hier im Blog vorgestellt, weil sie eben nicht völlig auf die FoK fixiert ist, sondern sie mit der Vollwertkost verbindet. Wir können schon ein bisschen oder auch viel von der FoK im Umgang mit Fett und auch dem Süßen lernen. Zum Thema Fett bringe ich in den nächsten beiden Wochen noch einen Beitrag.

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