Honig, wo stehst du heute?

30. August 2013: Honig oder was oder wie?

Honig, Agavendicksaft, Apfeldicksaft, Ahornsirup – was darf ich denn nun verwenden?

Für mich als Vollwertlerin war viele Jahre die Antwort eindeutig: Honig. Sonst nix. Allenfalls noch Trockenfrüchte.

Durch die Forks-and-Knives-Bewegung erneut auf die Frage gestoßen, habe ich mich ein wenig damit beschäftigt, was dort zu den Süßmitteln gesagt wird. Daniela benutzt Agavendicksaft, weil der „zugelassen“ ist. Ich probiere ein wenig mit Agavendicksaft herum, während mich aber gleichzeitig die Frage beschäftigt, wieso ein solches Industrieprodukt denn besser sein soll als ein natürlicher Honig?

Er ist es nicht. Auch die Mitarbeiter der Forks-and-Knives-Aktion haben anfangs Honig benutzt. Vermutlich hat sich das einfach gegen den Honig entwickelt, weil der nicht „vegan“ ist – und vegan ist so ein bequemes Wort, ohne dass man viel erklären muss, eben einfach „nichts vom Tier“.

In einem Interview (hier) und in einem Diskussionsforum erhielt ich nun die Antwort: Esselstyn lehnt allesamt in gleichem Maße ab, Zucker ist für den Körper Zucker. Er ist Arzt, er macht das seit Jahren und ich bin dagegen im Vergleich sicher ein „kleines Würstchen“. Dennoch behalte ich mir meine eigene Meinung vor: Ein Naturprodukt kann niemals so schlecht sein wie ein Industrieprodukt, davon bin ich überzeugt. Natürlich kann es auch schlechte Wirkungen haben, wie es z.B. ja auch giftige Pflanzen gibt. Aufgrund seiner Natürlichkeit bleibt für mich der Honig das Süßungsmittel Nr. 1. Wobei ich ein wenig mit dem Agavendicksaft experimentieren werde, weil ich festgestellt habe: Beim Backen verhält er sich günstiger als Honig. Das heißt, ich komme beim Backen mit weniger Süßungsmittel aus – und das genau ist mein Ziel.

Ganz unbemerkt sind sich auch hier die Brukersche Vollwertkost und Forks-and-Knives-Aussagen sehr, sehr nahe. Wir alle kennen doch Brukers gerne zitierte Antwort auf die Frage „Ja, womit sollen wir denn dann süßen?“ „Was wollen Sie überhaupt süßen?“.

Das heißt, die natürliche Süße aus den Früchten sollte uns reichen. Bruker hat seine Einstellung zu den Süßungsmitteln nicht ganz so krass formuliert wie Esselstyn. Kein Wunder – als er arbeitete, waren die Zeiten noch anders und wenn er so wie Esselstyn mit Nachdruck gesagt hätte: „Süßen Sie gar nichts“ hätte man ihn vollends zum Idioten und Spinner abgestempelt.

Es wäre schön, wenn die GGB als Nachfolgerin seiner Arbeiten nun auch hier ein wenig brukerianischer wäre und nicht in den Kursen Honig aus Riesenbottichen in die Kuchen schmeißt, sondern sich – wie dies auch bei Milchprodukten zu vermissen ist – enger an die Vorgaben hält, heute in einer Zeit, wo etwas radikalere Aussagen durchaus möglich sind. Leider ziehen so viele Hundert Menschen jährlich mit dem erworbenen Wissen durch die Gegend: Sahne in rauen Mengen und Honig reichlich, ja bitte, das ist erlaubt.

Das ist traurig. Nun sind wir ja aber erwachsenen Menschen und dürfen uns selbst weiterbilden, lesen und nachdenken. Wir brauchen keine Vorbeter, uns reichen Denkanstöße. Für mich persönlich ist mein Ziel erneut: Das Süße einschränken. Damit meine ich nicht die Herabsetzung der Süßeschwelle, die ja außer mir so viele Menschen erleben. Ich lese es immer wieder – und kann es dennoch bei mir nicht feststellen. Ich mag noch immer keine Pappkuchen 🙂

Was also ist mein persönlicher Weg in Sachen „süß“? Einfach noch weniger Süßes essen. Mal wieder drei oder vier Wochen einlegen, wo ich überhaupt kein Süßungsmittel nehme. Austesten, wie ich am leichtesten süßen kann mit so wenig Süßzusatz wie möglich, ohne (!) dass der Geschmack leidet.

Beim Übergang von der Normalkost zur Vollwertkost oder auch zu jeder anderen gesunden Ernährung ist es wichtig, dass wir etwas zur Hand haben, dass uns den Abschied erleichtert. Da „dürfen“ auch gerne ein oder zwei Jahre mal mit Honigorgien verbracht werden 😉 Ganz am Anfang des neuen Ernährungswegs finde ich dann auch den Einsatz von Ahornsirup und ähnlichen Dingen nicht so tragisch: Denn auch sie führen, wie ich aus eigener (!) Erfahrung weiß, erst einmal weg vom Hauptübeltäter, dem Industriezucker.

Das Ziel sollte uns aber immer vor Augen bleiben: Honig oder was immer wir nehmen – ist ein Gewürz. Und ich streue mir auch nicht 3 Esslöffel Curry über mein Linsengericht.

28 Gedanken zu “Honig, wo stehst du heute?

  1. Daniela 30. August 2013 / 17:46

    Sehr treffend formuliert, Ute. Ich glaube auch nicht, dass Agavendicksaft qualitativ besser ist als Honig, ganz und gar nicht, im Gegenteil. Er ist halt vegan, ebenso, wie Ahornsirup und wenn jetzt jemand da Wert drauf legt, dann versteh ich das auch. Ich nicht, ich esse ja nicht in erster Linie aus ethischen Gründen vegan sondern aus gesundheitlichen, insofern hab ich mit Honig kein Problem. Bei mir wars eher so, dass ich neugierig war und den Agavendicksaft einfach mal austesten wollte, weil er eben in FoK Rezepten, ebenso wie Ahornsirup, ab und an verwendet wird und ich fand den geschmacklich neutraler und eben zum Backen effektiver, was mir gut gefallen hat. Da die Verträglichkeit bei mir gut ist, bin ich im Moment dabei geblieben. Ich hab bei kleinen Mengen Agavendicksaft keinerlei negative Effekte bemerkt und da ich ihn fürs Backen auch praktischer finde, benutze ich ihn zur Zeit dafür. Sonst eigentlich für nichts. Ich süße wenig und wenn, dann nehme ich Trockenfrüchte oder Obst. Nur beim Backen nehme eben Agavendicksaft und für Pancakes hab ich auch schon mal ein bisserl Ahornsirup benutzt. Mein persönlicher Eindruck ist, dass mir viel Süße von nichts besonders gut bekommt, auch nicht vom Honig. Aber das ist nur meine Persönliche Erfahrung. In geringen Mengen hab ich ganz persönlich den Eindruck, dass mir das nicht schadet.

    • OneBBO 30. August 2013 / 18:01

      Wobei es natürlich auch Langzeitwirkungen gibt. Und ich glaube es war Marita, die berichtete, dass sie im Urlaub etwas mit Agavendicksaft gegessen hatte & es ihr nicht bekam. Wobei ein Versuch in heimischer Atmosphäre da auch mal interessant wäre. Aber nicht jeder macht sich gerne selbst zum Versuchskaninchen.

  2. Marita Rüter 30. August 2013 / 20:44

    Jaaa, es war in einem sog. Bio-Vollwerthotel, wo ich schon beim
    ersten Blick in den Speiseraum wusste, warum den Gästen dort
    das Frischkorngericht oft nicht bekommen ist. Auf sämtlichen
    Tischen standen große Flaschen mit Agavendicksaft. Für
    das Frühstücksbuffet wurde schon seit längerer Zeit anstelle
    des Fkg gekochter Haferbei zubereitet, da dieser doch angeblich
    wesentlich besser verträglich wäre. Da uns vorher am Telefon
    zugesagt wurde, das wir morgens unser „Müsli“ bekommen, war
    ich völlig verärgert, als man es uns dort „schlecht reden “ wollte.
    Auch“ tiereiweißfrei“ hat das Personal nicht richtig verstanden,
    es wurde mir ein Quark-Dip als Sauerrahm-Dip zu einem Kartoffel-
    gericht serviert., das habe ich aber sofort bemerkt, doch auch bei
    anderen Speisen müssen mehrere vorher besprochene „No go`s“
    nicht beachtet worden sein, bei mir stellten sich Magenbeschwerden und sehr heftige rheumatische Schmerzen ein,
    die ich jahrelang vorher gut in den Griff bekommen hatte.
    Da ich sehr vorsichtig war, müssen es wirklich nur kleine Mengen
    an Agavendicksaft gewesen sein.
    Die rheumatischen Schmerzen hat, vermute ich, eine
    Pilzrahmsauce verursacht, die anstatt mit etwas Sahne einfach
    mit Sojasahne oder Hafermilch „verfeinert “ wurde, diese
    Präparate standen auch auf den Buffettischen, da in diesem
    Hotel auch die vegane Küche sehr beachtet wird.

    Ich möchte jedoch noch erwähnen, dass mir Honig in größeren Mengen auch nicht gut bekommt.

    • OneBBO 30. August 2013 / 20:46

      Ah, ja, danke Marita, für die ausführliche Information. Mit all diesen geänderten Umständen ist es natürlich schwierig, jetzt genau den Agavendicksaft als Bösewicht auszumachen (wobei ich ihn gar nicht schön reden will). Rheumatische Beschwerden würde ich eher woanders suchen.

  3. rohlulu 30. August 2013 / 21:09

    Du sprichst hier ein Thema an, das mich seit einiger Zeit umtreibt. Der Honig wurde Opfer des Veganismus. Der ist eine ernst zu nehmende Bewegung. Und damit ein Markt, für den es sich im Zweifel lohnt, Honig gegen Agavendicksaft auszutauschen.

    Ich selbst bin zur Zeit Rohköstlerin (davor Anteil Vollwert) und süße mit Datteln. Mit Agavendicksaft werde ich nicht beginnen, das geht gegen mein Vollwert-Herz (Naturbelassenheit versus Insustrieprodukt). Dann verzichte ich lieber auf süß.

    Und nun zu Bruker! Ja! Man sollte ihn wieder genauer lesen! Dann wird man feststellen: Nicht Unmengen von Sahne. Von Honig. Von Körnern. Stattdessen: Hoher roher Anteil!

    Liebe Grüße!
    Ute

    • OneBBO 30. August 2013 / 21:17

      Bruker sagt auch: 30 % roh reicht für einen gesunden Menschen. Was immer er unter gesund verstand 😉 Bruker war kein Rohköstler, und dass er für Kranke einen hohen Rohkostanteil empfiehlt, ist ja etwas anders.

      Bruker gründlich lesen ist immer gut 🙂 Er widerspricht sich aber auch und nicht alles, was er sagt ist meiner bescheidenen Meinung nach richtig. Was sein Werk nicht herabwürdigen soll, wie ich immer wieder betonen möchte.

      • rohlulu 30. August 2013 / 21:36

        Ganz sicher ist nicht alles richtig, was Bruker sagt! Ebenso verhält es sich mit den Pionieren der Rohkost. Ich kenne kein Werk, das frei von Widersprüchen ist (und das nicht nur in der Ernährung). Und das ist auch gut so, denn spiegelt dies unser Leben wieder und regt zudem zum eigenen Denken an. 🙂

        • OneBBO 31. August 2013 / 09:17

          Bei den älteren Pionieren der Rohkost staune ich manchmal, was alles als Rohkost zählt 😎

  4. Marita Rüter 30. August 2013 / 21:22

    Rheumatische Beschwerden merke ich sofort, wenn ich tierisches
    Eiweiß auch in nur kleinen Mengen zu mir nehme, da genügt schon z.B. ein Scheibchen Käse. In dem „Vollwert-Hotel“ könnte es aber
    auch eine Sojasahne oder Hafermilch gewesen sein, damit habe ich noch keinerlei Erfahrungen gemacht, da ich selber solche
    Ersatzpräparate schon immer abgelehnt habe.
    Magendruck und Sodbrennen kamen aber eindeutig vom
    Agavendicksaft.

    • Daniela 30. August 2013 / 23:22

      Ich hab neben dem Asthma auch Beschwerden des rheumatischen Formenkreises und es ging mir lange nicht so gut, wie in den letzten Wochen. Ich esse ja nach den FoK Regeln, weil ich seit Jahren immer schnell gemerkt habe, wenn ich tierisches Eiweiß gegessen hab – ganz besonders bei Milchprodukten, die habe ich deutlich schlechter vertragen, als zum Besipiel Eier oder Fleisch. Auch bemerke ich eine negative Wirkung bei größeren Mengen verarbeiteter Sojaprodukte, die ich auch schon mal getestet habe, aber lange nicht in dem selben Ausmaß, wie eben bei Milchprodukten – Quark oder Johgurt sind übrigens bei mir ganz übel. Da spüre ich schon sehr geringere Mengen. Drum würde ich jetzt vermuten, dass diese Beschwerden vielleicht von dem Quark her rührten, Marita. Ich benutze hin und wieder Hafer-, Dinkel-, Mandel- oder Reismilchmilch, ich mache sie meist selbst, obwohl ich weiß, dass das eigentlich nicht vollwertig ist, ich hab da noch nie einen negativen Effekt verspürt. aber ich denke auch, dass natürlich die Reaktion auf manche Dinge subjektiv auch sehr unterschiedlich ist. Ich persönlich hab auf Sahne und Butter deutlich mehr reagiert als auf die Weise, wie ich mich jetzt ernähre – und das hätte ich niemals gedacht, ich merke das erst, seit ich diese Dinge weg lasse. Das ist aber nur mein Ding, andere Menschen machen andere Erfahrungen. Das muss jeder ein Stück weit für sich austesten, denke ich.

      • OneBBO 31. August 2013 / 10:41

        Ich benutze hin und wieder Hafer-, Dinkel-, Mandel- oder Reismilchmilch, ich mache sie meist selbst, obwohl ich weiß, dass das eigentlich nicht vollwertig ist

        Wie so ist selbstgemachte Nussmilch nicht vollwert? Bruker selbst empfiehlt doch Mandelmilch für Säuglinge, wenn ich mich nicht ganz irre. Und wenn du die Milch nicht abseihst, ist sie sowieso vollwertig.

        • Daniela 31. August 2013 / 12:37

          Stimm, wenn man nichts abseiht, ist es vollwertig, da hast du recht; das mache ich eigentlich jetzt auch immer so.

  5. Margarete 31. August 2013 / 06:23

    Guten Morgen !

    Ich süsse eigentlich nur für die anderen und hier schon recht wenig und ich habe auch oft Agavendicksaft und Ahornsirup zum Backen genommen da ich am Anfang meiner Vollwerternährung ja noch nicht im Internet fragen konnte ,gab es noch nicht ,so hatte ich eben nur Bücher und musste experimentieren
    Honig in dieser heutigen Auswahl gab es auch nicht und so bekam ich
    von meinem Vollwertbäcker einen Eimer Backhonig zum Backen meiner Backwaren aber leider hat dieser so vorgeschmeckt in den Gebäcken da mir in den Kursen keiner den Kuchen gegegessen hat und ich dachte ok wenn sie dann wieder zum Zucker greifen dann lieber die anderen Süßungsmittel und siehe da alle waren begeistert.

    Kuchen werden bei mir heute nach wie vor mit Honig gesüßt aber viel weniger als angegeben ist .
    Honig ist für mich auch ein Gewürz und dementsprechend wird er auch in meiner Küche dosiert.

    Ich esse kaum mehr was süßes außer Haus und wenn dann denke ich oft ich bekomme einen Zuckerschock.

    Meine Mittagsgäste und auch meine Café Besucher liebe meine Küche bzw. Kuchen und lassen sich oft auf meine Experimente ein 🙂

    *süße* Grüße
    Margarete

    • OneBBO 31. August 2013 / 09:18

      Das ist fein, wenn deine Gäste so experimentierfreudig sind! Da werden dich viele drum beneiden :mrgreen:

  6. sandra 31. August 2013 / 12:44

    Wahnsinng interessant diese Erfahrungen. Dazu habe ich ja auch schon oft meinen Senf beigetragen 🙂 Sobald ich mal etwas Käse oder ein Stück Kuchen bei Einladungen gegessen habe, ging es mir schlecht und zwar richtig! Auch als ich kürzlich Lust auf Bohnenkaffee hatte…Herzrasen, Übelkeit und der unabwendbare Gang zur Toilette 😳 Sahne und Butter gibt es bei mir täglich aber nicht in rauhen Mengen. Honig nehme ich nur ab und zu zum Kuchen oder Kekse backen, ansonsten nichts oder zwei Tropfen Agavendicksaft in den FKB. Damit komme ich klar. Bloß wenn ich mich scheinbar nicht abwechslungsreich genug ernähre kommt der Süßhunger! Dann mache ich mir z.B. eine Banane im Glas mit pürierten Beeren und halb steif geschlagener Sahne. Als Topping Carobstreusel. Denn wenn ich was Süßes kaufe und esse…siehe oben. Meine Freunde überschütten mich mit Stevia und Xylith. Ich lasse es links liegen und biete es allenfalls meinen Gästen an. Ich rede meist gegen eine Wand 😕

    • OneBBO 31. August 2013 / 14:03

      Räusper, ich fühle mich verpflichtet, nochmals zu erwähnen, dass in den FKB kein Süßmittel gehört, auch Honig nur in Ausnahmefällen 🙂

      • sandra 2. September 2013 / 14:13

        😳 ich weiß. Ich schrieb ja auch ab und zu. Bloß nicht eindeutig auch auf Agavendicksaft bezogen. Das FKG ist mit Obst ja auch süß genug. Danke für den kleinen „Hinweiß“

        • OneBBO 2. September 2013 / 14:17

          🙂 🙂 🙂

  7. Christian 31. August 2013 / 15:04

    hallo, also aus meiner vegetarischen zeit weiss ich, dass ich agavendicksaft nicht vertrage, dh. ich habe jedesmal bauchschmerzen bekommen, ich bin froh dass ich nur meine vollwertige ernährung den honig wieder neu entdeckt habe. utes satz:
    „Ein Naturprodukt kann niemals so schlecht sein wie ein Industrieprodukt“ finde ich sehr logisch, ich lese derzeit viele bruker bücher, was ich sehr sehr schade finde, ist die tatsache dass es anscheind überhaupt keinen nachfolger brukers gibt der weiterforscht, jedenfalls habe ich nichts gefunden.

    • OneBBO 31. August 2013 / 15:17

      Es gibt niemanden, der forscht. Nicht einmal Bruker hat das wirklich getan, er war ja Arzt, kein Forscher 😉 Aber es wäre dennoch schön, du hast völlig Recht, wenn es Menschen gäbe, die sich systematisch und vorurteilsfrei (nicht wie die UGB-Richtung) mit dieser Ernährung beschäftigt.

  8. Adlerauge 31. August 2013 / 22:40

    Hallo, liebe Ute, i
    ich möchte noch erwähnen, dass Honig (aus dem Supermarkt) nicht gleich Honig (vom Imker) ist.
    Wenn meine „Seele weint“, nasche ich leider zu viel Imkerhonig und Trockenfrüchte (sollten oft eigentlich für kaltgerührte Marmelade verwendet werden).
    Direkte gesundheitliche Probleme habe ich dabei (leider) nicht, auch nicht, wenn ich „Ausnahmen“ von tierischem Eiweiß zulasse – auch Suchtpotential?
    Ich weiß nicht, wie ich davon loskomme, obwohl ich beim Einkauf ein sclechtes Gewissen habe und weiß, dass ich damit meiner
    Gesundheit schade, zumal ich so viel gesundheitliche Erfolge durch die Ernährungdsumstellung habe. Hast Du evtl. einen guten Ratschlag? Sicher eine blöde Frage, da ich ja „schon groß bin“.
    Liebe Grüße

    • OneBBO 1. September 2013 / 07:54

      Dass jeder weiß, dass ich nicht von Supermarkt-Honig spreche, hatte ich jetzt einmal vorausgesetzt, das war vielleicht ein Fehler 🙂

      Der einzige Ratschlag, den ich parat habe, ist: Zermartere dich nicht über das, was du meinst, falsch gemacht zu haben. Das macht nur deine Laune schlechter, bringt dich aber im Leben nicht voran. Erkenne den Fehler und versuche daraus zu lernen. Ein kleines Beispiel: Wenn du im Supermarkt das Falsche kaufst, gehe in einen anderen Laden.

      Lass dir selbst Zeit, vor allem kannst du das ja, weil du keinen direkten negativen Einfluss verspürst. Nimm es locker. Du ernährst dich ja sowieso schon 1000 Mal besser als noch vor 6 Jahren. Schau was du bereits erreicht hast und nimmt dir kleine Schritte vor. Gucke nicht so viel auf deine kleinen Ausrutscher, sondern lieber auf das, was du richtig machst.

      Das sind jetzt keine besonders tiefgreifenden Erkenntnisse, aber das ist, was ich mache. Wenn ich mal daneben haue und eine Weile zu viele Datteln esse, dann sage ich mir: Okay, dann habe ich die in den letzten zwei Wochen gebraucht, egal wofür. Gestern ist vorbei, wie gehe ich den Tag jetzt an?

  9. Adlerauge 31. August 2013 / 22:51

    Habe ich noch vergessen; „Was bedeutet UGB-Richtung“?.

    • OneBBO 1. September 2013 / 07:56

      Wer oder was die UGB ist, kannst du schon in Wikipedia nachschlagen 🙂 Sie ist die von Leitzmann gestützte Richtung der Vollwertkost, die das alles „nicht so ernst nimmt“, um es mal salopp auszudrücken. http://www.ugb.de

  10. Margerite 2. September 2013 / 08:19

    Liebe Ute, so wie Du schreibst:“Ganz am Anfang des neuen Ernährungswegs finde ich dann auch den Einsatz von Ahornsirup und ähnlichen Dingen nicht so tragisch: Denn auch sie führen, wie ich aus eigener (!) Erfahrung weiß, erst einmal weg vom Hauptübeltäter, dem Industriezucker“ verstehe ich die GGB, wenn dort in den Kursen“Sahne in rauen Mengen und Honig reichlich“ verwendet wird. Ich meine, dass sie so diese Kost den oftmals Vollwertneulingen erst einmal schmackhaft machen wollen. Was dann der Einzelne auf längere Sicht daraus macht, ist natürlich eine andere Sache.

    • OneBBO 2. September 2013 / 08:31

      Veröffentlicht die GGB auch nur Bücher für Anfänger? Was da in den letzten Jahren auf den Markt geschmissen wurde, trieft von Sahne, Schmand und Honig und auch Eiern.

      Es wird auch an keiner Stelle jemals gesagt, dass diese Unmengen eine Übergangslösung sein sollen .Es wird als das Non-Plus-Ultra vorgestellt. Ich kenne Kursteilnehmer, die dort hingegangen sind und gesagt haben: Ich vertrage weder Sahne noch Butter. Antwort: Dann machen Sie die Vollwert nicht richtig.

      Im Grundlagenseminar gab es einen Vortrag, wo ein langjähriger Vollwertler uns als Seminarleiter vorschwärmte, wie er und seine Frau seit Jahren (!) jede Woche vier bis fünf 500-ml-Flaschen Sahne leeren.

      Ich weiß von einer anderen Teilnehmerin, die nicht gerne Sahne isst, dass sie noch im Jahre 2010 Probleme hatte, wenn sie morgens keine Sahne im Frischkorngericht – immerhin, wie wir letztens lesen können 50 g pro Person – haben wollte.

      Wenn ich jemanden an die Honiglosigkeit heranführen will, sage ich immer: Weg mit dem Süßen. Dass derjenige DANN ein bisserl über die Stränge schlägt, kalkuliere ich mit ein.

      Da sehe ich den Unterschied.

  11. Adlerauge 2. September 2013 / 08:50

    Liebe Ute, vielen Dank für Deinen Zuspruch. Der Hinweis hinsichtlich des Honigs war auch nur für die Vollwerteinsteiger gedacht. Ich kann mich noch an den „Schock“ erinnern, als ich Dr. Bruker „kennengelernt“ habe. Ich musste so viel neu durchdenken und verarbeiten und lesen, lesen, lesen ….
    Bis dahin war ich der Meinung, dass ich mich „gesund ernähre“, weil ich mir bio-Dinkelflocken,
    Dinkelmehl, Vollkornbackmischen und und und kaufe.
    Liebe Grüße

    • OneBBO 2. September 2013 / 08:52

      Immerhin hast du mit diesen Dingen auch schon besser sprich gesünder gelebt als der Durchschnitt der Bevölkerung 😉 Ich habe auch davor schon mit selbstgebackenem Brot, Honig als Süßmittel etc. probiert. Aber es fehlte eben die Konsequenz, das Wissen, was alles doch zusammenggehört.

      Die Bruker-Lektüre ist ja immer ein sogenannter „Augenöffner“.

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