Muzzak und Story

3. September 2013: Musik und Geschichte 66

Ronan Keating, Life is a Rollercoaster – ist ein Zeitdokument meines Lebens und sorgt immer noch für gute Laune 🙂

Geschichte Nr. 66

Der Autor bzw. die Autorin dieser Geschichte hat sich vertan: Die Stimme auf dem AB ist ja eine Frau. So musste ich leider disqualifizieren 😦 Aber veröffentlicht werden soll sie natürlich trotzdem 🙂

Es ist Nacht. Irgendwo knarrt eine Holzbohle. Das Mondlicht scheint durch das gardinenlose Fenster in einen Raum. In der Mitte des Zimmers steht ein großer Tisch mit vier Holzstühlen. Mehr kann man nicht erkennen. In der rechten Ecke ist ein kleines weißes Licht zu sehen. Ab und zu schiebt sich eine kleine Wolke über den Mond, je weiter er über den Horizont kommt, umso besser kann man erkennen, was auf dem Tisch liegt: Bestecke, vielleicht aus Silber, die im Mondlicht funkeln. Eine Glasvase, deren Rundung ebenfalls das Mondlicht reflektiert. Irgendwo im Haus schlägt eine Uhr: Es ist 2 Uhr nachts. Wenige Minuten später klingelt es im Raum, drringgg-drringg, viermal geht das so. Dann springt eine Maschine an, das ehemals kleine weiße Licht ist nun rot und beginnt zu flackern. Nach einer Weile macht es klick und klock… die Stimme einer Frau ist zu hören “Ja, hallo, ich bin’s, tut mir Leid, dass ich so spät anrufe, aber…. ich muss einfach mit jemandem reden” Pause. “Eine blöde Idee, jetzt anzurufen, aber ich wollte …”. Pause. Ein unsicheres “Ja, dann bis bald, und… äh, tschüss.”. Man kann hören, wie der Hörer aufgelegt wird. Das kleine Licht leuchtet nun stetig grün. Wenige Stunden später durchflutet das erste Grau den Raum, Vogelstimmen verkünden den neuen Morgen. Ein Radio plärrt los, irgendwo knallt eine Tür. Wasser fließt, ein Fenster wird geschlossen, Lichter gehen an.

Und es dauert nicht lange, bis es an der Haustüre läutet. Man hört die Stimme einer Frau und das Aufschließen und Öffnen der Haustüre. Die Stimme eines Mannes ist nun zu hören, der verdattert erklärt, dass er sich für den nächtlichen Anruf entschuldigt, aber dringend jemanden zum Reden brauche. Die Frau sagt: Ist schon o.k., dann komm doch erstmal herein und setz dich.
Aus der Küche ist ein fröhliches Pfeifen zu hören und es durftet mittlerweile köstlich nach frischgebrühtem Kaffee.
„Möchtest du mit uns frühstücken“ fragt die Frau nun den morgendlichen Besucher, der gedankenverloren ein „ja gerne“ murmelt.
Aus der Küchentüre erscheint fröhlich pfeifend ein jüngerer Mann mit dunklen Locken, der noch seinen Pyjama trägt. Er trägt ein Tablett mit dem Geschirr für den Frühstückstisch herein und sein Pfeifen verstummt, als er den frühen Besucher zusammengesunken auf einem der abgelaugten alten Stühle im Esszimmer sitzen sieht. „Was ist passiert“ fragt er den Besucher „du siehst ja schrecklich aus und wa was machst du schon zu so früher Stunde hier bei uns? Du brauchst jetzt aber etwas anderes als Wasser, du siehst mitgenommen aus. Ich mache dir erst mal einen „Fitmacher““
Und schon entschwand der dunkelgelockte Mann aus dem Zimmer und man hörte ihn in der Küche hantieren, wie er etwas mit dem Messer auseinander schnitt. Plötzlich ertönte das laute Geräusch einer Maschine, das aber auch ganz schnell wieder verstummte.
Der dunkelhaarige Mann trug nur erneut ein Tablett mit 3 Gläsern, die mit einer grünlichen Flüssigkeit gefüllt waren.
Er ließ erst den Besucher und dann seine Frau je eines der gefüllten Gläser nehmen und stellte das dritte Glas auf den Tisch bei seinem Platz.
Sodann prosteten die 3 Personen sich zu. Der Besucher nahm einen kräftigen Schluck des grünen dickflüssigen Getränkes und fragte sogleich „Was ist das für ein wundersames Getränk, es schmeckt ausgezeichnet und weckt neue Lebensgeister in mir…………“
Der Hausherr und seine Frau erklärten ihm darauf dass es sich um ein grünes Smoothie handle und erklärten auch aus welchen Zutaten das Getränk besteht.
So plauderten die drei ein ganzes Weilchen und der frühe Besucher hatte ganz auf sein eigentliches Problem vergessen.

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34 Gedanken zu “Muzzak und Story

  1. Tausend 3. September 2013 / 17:58

    Oh, ein Zeitdokument! 🙂 Und mindestens so grün und gedreht wie das Smoothie.

    • OneBBO 3. September 2013 / 18:09

      Über den Gesundheitswert müssen wir uns dann wohl ein ander Mal unterhalten 😎

      • Tausend 3. September 2013 / 18:17

        Von dem Getränk oder vom Video?

        • OneBBO 3. September 2013 / 18:22

          Von beidem als Kombinationstherapie.

          • Tausend 3. September 2013 / 18:28

            Für so eine Therapie brauchen wir aber ein Versuchskaninchen.

          • OneBBO 3. September 2013 / 18:36

            Wir sollten gleich eine Studie draus machen.

          • Tausend 3. September 2013 / 18:52

            Ja, stimmt. Am besten machen wir mal eine Studie mit nur einer Versuchsperson. Als Studie und zugleich Meta-Studie, wo wir auch noch rausfinden, ob man solche Studien durchführen kann. Brauchen wir ein Ziel für die Studie? Oder einfach irgendwen therapieren?

          • OneBBO 3. September 2013 / 18:54

            Wir nehmen die erstbeste Person, die sich in diesen Dialog einschaltet als Test- und Kontrollperson gleichzeitig. Und dann therapieren wir, was das Zeugs hält.

          • Tausend 3. September 2013 / 19:01

            Einverstanden.

  2. Marita Rüter 3. September 2013 / 19:51

    Öhm, Ich opfere mich dann mal 😉

    • OneBBO 3. September 2013 / 20:00

      Also wir werden dich dann mal therapieren… Tausend, wo bist duuu????

      • Tausend 3. September 2013 / 21:09

        Hier. Ok. Dann los. Zuerst: Am besten zuerst mal Augen schließen.

  3. Drea 3. September 2013 / 21:11

    Ich würde ne Kontrollgruppe bilden, die den Gesundheitswert von R. Keating isoliert misst 😉

    • OneBBO 3. September 2013 / 22:09

      Dann müsstest du diesen Fragebogen bitte ausfüllen, bitte in Druckbuchstaben.

  4. Heidi 3. September 2013 / 21:34

    Na das ist ja ein Ding. Das Lied hab ich erst heute früh auf meiner Platte gefunden und gehört. Erinnert mich an einen besonderen Discobesuch (schon ein Weilchen her ;-)).

    • OneBBO 3. September 2013 / 22:09

      Musik trägt Erinnerungen sehr gut 😎

  5. Marita Rüter 3. September 2013 / 22:48

    O.K., nun geht es ab in die Heia, Augen schließen 🙂

  6. Tausend 4. September 2013 / 17:30

    Also ich hab den ganzen Tag mit der Auswertung der gestrigen Therapieaktionen verbracht und bin zu dem Ergebnis gekommen, dass die Studie stattgefunden hat und die Kontrollgruppe im Gegensatz zum Versuchskaninchen eine Signifikanz von >1 aufweist, wobei die Korrelation der Objektivierungskonstituenten keine Schwierigkeiten bereitet hat, und damit halte ich es für bewiesen, dass solche Studien für das allgemeine Wohl und die Gesundheit der Bevölkerung regelmäßig durchgeführt werden sollten.

    • OneBBO 4. September 2013 / 21:20

      Du hast das Winsorizing wohl übersehen, und somit ist das Signifikanzniveau alpha=5 % nicht unbedingt garantiert. Die Teststärke von 0,9 (bei einem Konfidenzintervall von 95 %) sollte schon erreicht werden! Meinst du wirklich, dass das bei deinem Ansatz gegeben ist?

      • Tausend 4. September 2013 / 22:50

        Das ist bei meinem Ansatz natürlich nicht gegeben. Aber das hat einen guten Grund: Die Memorabilitätsstruktur der Probanden und Abandanden (das sind die unberücksichtigten Personen, bei denen angenommen wird, dass sie von einer Therapie ebenfalls profitiert hätten) ändert sich kontrafaktisch mit den stimulierten Ereignissen, wodurch es zu einer Verringerung der Berechnungsinvarianz kommt, so dass bei einer Teststärke von 0,9 die Ergebnisse der Studie bereits zu revoltenähnlichen Bewegungen innerhalb der Bevölkerung führen können. Die Unterschreitung der Werte ist damit, wie Du sicher einsiehst, nicht nur einkalkuliert, sondern im Interesse der nationalen Sicherhheit von größter Bedeutung.

        • OneBBO 5. September 2013 / 07:16

          Deiner Argumentation merkt man doch an, dass du noch ganz an der Peripherie der Forschung stehst. Deine Aussagen sind nur partiell reliabel. Aber das macht in diesem Fall nichts, wir können ruhig so im Flow bleiben und weitermachen.

          • Tausend 5. September 2013 / 08:21

            Dass Du bei Deinem Ansatz überhaupt bis in die Peripherie sehen kannst, spricht dafür, dass er mindestens immanent nicht vollkommen nutzlos ist und auch eine gewisse Reichweite im Hinblick auf Realitätsbezug und Umsetzung hat. Ich stimme Dir daher zu: Wir sollten weitermachen. Wir haben eine große Zukunft als Wissenschaftler und Therapeuten.

          • OneBBO 5. September 2013 / 08:23

            Fein, da sind wir uns mit dem letzten Satz ja wieder einig. Ich würde sagen, da sind auch noch weitere (gut bezahlte) Studien erforderlich!

          • Tausend 5. September 2013 / 08:25

            Unbedingt!

  7. Marita Rüter 4. September 2013 / 23:31

    Jaja, das Leben ist eine Achterbahn und das tangiert mich
    nicht peripher. Der Green-Smoothie macht mich so euphorisch 🙂
    Die halbe Nacht hatte ich diese Melodie im Kopf, nananananaaaa,
    nananananaaa,
    Bin ich nun austherapiert??????????????????

    • OneBBO 5. September 2013 / 07:17

      Aber liebe Marita, auf meinem Konto ist noch kein Dauerauftrag von dir eingegangen, wie kannst du da glauben, du seist austherapiert? Kopfschüttel-Smiley

      • Tausend 5. September 2013 / 07:41

        Ich habe auch den Eindruck, bei den Fragezeichen muss man noch was unternehmen.

        • OneBBO 5. September 2013 / 08:24

          Es sind 18 an der Zahl! Bis 12 hätte ich das auch noch borderline gefunden, aber so ist das schon ein wenig pathologisch.

  8. Marita Rüter 5. September 2013 / 09:09

    Also, noch bin ich klar im Kopf, von wegen Dauerauftrag 😉
    Als Probandin eurer Studie verlange ich eine Aufwandsent
    schädigung von mindestens 20.000., Euro 🙂

    • OneBBO 5. September 2013 / 09:11

      Da bist du mit den gesetzlichen Bestimmungen scheins nicht so gut vertraut. Wir dürfen dir gar keine Aufwandsentschädigung zahlen, das wäre ja quasi eine Beeinflussung. Allenfalls eine Reiseentschädigung in Höhe von 25 Euro (in Ausnahmefällen bis max. 100 Euro) pro Studienvisite. Das ist aber per Beleg nachzuweisen.

      • Tausend 5. September 2013 / 09:12

        Die Reisekosten können auch in Frage- oder Ausrufezeichen erstattet werden.

        • OneBBO 5. September 2013 / 09:16

          Ach ja, aber da wir unser Studienzentrum ja in Grönland errichtet haben, will ich nicht so kleinlich sein, oder? Wenn unsere Probandin uns die Quittung für ihre Reise nach Grönland vorlegt, erstatten wir ihr doch ruhig mal 25 Euro.

  9. Marita Rüter 5. September 2013 / 10:04

    Ach, ihr zwei seid ja so lieb.
    Da meine Grundstimmung nun Dank der Musik von
    Ronan Keating und der grünen Smoothies eher grün eingefärbt
    ist-also auf Harmoniebedürfnis, werde ich großzügig sein und
    euch die Ausrufezeichen, die vielen Fragezeichen und
    die 25 Euro schenken.

    • OneBBO 5. September 2013 / 10:06

      Dafür verleihen wir dir auch den Orden „Beste Probandinn der 1000 + OneBBO-Studien“ !

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