MyCook Jupiter 1.6 – Test Nr. 14

MyCook Test Nr. 14 – Nussmus zum zweiten

Es ließ mir doch keine Ruhe 🙂 Also habe ich diese Woche 500 g Erdnüsse gekauft (geröstet und gesalzen). 20 Sekunden auf Stufe 10 laufen lassen, dann 5 Min. auf Stufe 4 gestellt, etwa nach der Hälfte der Zeit rauf auf 5, 6, 7, 8, 9…. und in den letzten  Sekunden auf Stufe 10. Was kam heraus? Eine supercremige Erdnussbutter, die geht auch im Thermomix oder Vitamix nicht besser. Wieder fiel mir angenehm auf, dass die Dinge im MyCook durch die Becherform vermutlich nicht so hochspritzen. Der Deckel hatte etwas abgekriegt, aber nicht viel. An den Seiten war das Nussmus nur bis etwa zur halben Becherhöhe ein wenig an der Wand. Mag sein, dass es an der geringeren Geschwindigkeit liegt, ich finde das auf jeden Fall praktisch. Bis auf 30 g habe ich einfach alles herausbekommen, und zwar habe ich das meiste sogar ausgießen können. Der Rest ging mit einem kleinen Spatel heraus. Die 30 g, die im MyCook verblieben waren, habe ich in ein Dressing umgearbeitet.

So sah der Becher nach Laufen des flüssigen Muses auf Stufe 10 aus
So sah der Becher nach Laufen des flüssigen Muses auf Stufe 10 aus

Nachdem ich das gesehen habe, denke ich wieder: Okay, Erdnussmus ist einfach, weil die Erdnüsse in Öl geröstet sind. Trotzdem lässt mich das vermuten, dass es nur eines Tricks bedarf, um den MyCook auch dazu „zu bewegen“, Cashews, Mandeln usw. zu einem schönen Mus zu verarbeiten. Da aber meine Kühlschränke jetzt fast zur Hälfe mit Nussmusen aus meinen Tests überlaufen, muss ich das anderen überlassen 😉

Creeeemig

Hier auch gleich ein Rezept, in dem ich Erdnussmus verwende:

Blitzkekse, abgemagert

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  • 125 g Dinkel
  • 35 g Gelbmehlweizen
  • 50 g Hafer
  • 1 TL Weinsteinbackpulver
  • 1 EL Ingwerpulver (auch ohne Ingwer sehr lecker!)
  • 1 EL Apfelessig
  • 50 g Reisbrei (100 g Reis/300 g Wasser *)
  • 50 g Erdnussmus (gesalzen)
  • 50 g Wasser
  • 50 g Sonnenblumenöl
  • 70 g Agavendicksaft (bzw. Honig)

* Naturreis fein mahlen, in einen Topf geben. Wasser langsam hinzugeben, mit einem Schneebesen rühren. Auf 100 °C (Induktion) erhitzen, bis die Masse dicklich kocht. Vom Herd nehmen und abkühlen lassen. Im Kühlschrank 4 Tage haltbar.

Getreide zusammen fein mahlen und mit den anderen trockenen Zutaten verrühren. Essig, Reisbrei und Erdnussmus mit den Flüssigkeiten und dem Agavendicksaft zu dem Mehl geben. Mit den Händen (ab und an mit Wasser befeuchten) kleine Kugeln formen (Durchmesser ca. 1,5 cm), nebeneinander auf ein mit Dauerbackfolie ausgelegtes Backblech setzen. Mit einer Gabel die Kugeln zu Plätzchen drücken, dann nochmals in die andere Richtung mit der Gabel drücken, sodass sich ein Rautenmuster ergibt. In den auf 160 °C (Heißluft) vorgeheizten Ofen schieben. 20 Min. bei 160 °C backen und auf einem Kuchngitter abkühlen lassen.

Dies war mein erster Versuch mit Reisbrei nach Waltraud Becker (Lust ohne Reue).

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20 Gedanken zu “MyCook Jupiter 1.6 – Test Nr. 14

  1. Agnes 19. September 2013 / 10:06

    Danke für das Rezept! Ich freue mich jedes Mal, wenn du uns nebst dem Testergebnis auch noch mit einem Rezept beschenkst!

    • OneBBO 19. September 2013 / 10:16

      Danke fürs Feedback. Für morgen darf ich schon etwas ganz Tolles ankündigen, quasi eine Weiterentwicklung eines anderen Rezepts. Das Ergebnis hat mir so gut geschmeckt, dass ich Eric kaum was abgegeben habe 🙂

  2. Daniela 19. September 2013 / 10:15

    Das Keksrezept klingt echt super! 🙂
    Der Mycook scheint ja bisher eine echte Alternative zum TM zu sein, mit kleinen Abstrichen, wie der fehlenden Temperaturanzeige, ich bin gespannt auf die weiteren Tests!

    • OneBBO 19. September 2013 / 10:17

      Zum Schluss gebe ich noch eine Zusammenfassung, und ein paar Tests stehen noch aus.

  3. Agnes 19. September 2013 / 11:16

    Da freue ich mich bereits auf morgen! Hoffentlich habe ich alle Zutaten im Haus.

    • OneBBO 19. September 2013 / 11:21

      Ich habe extra für dich nachgeschaut – ganz normale Zutaten 🙂 Und die „unnormalen“ kannst du gegen normale austauschen 😈

  4. Agnes 19. September 2013 / 11:39

    Danke!

  5. Michael 19. September 2013 / 14:59

    Ist das hier die Stelle wo ich mich als Nussmusshilfe anmelden kann? 🙂

    • OneBBO 19. September 2013 / 15:04

      Ich sehe schon, du hast doch was vom edlen Ritter in dir 😀

  6. Michael 19. September 2013 / 19:28

    Also der Reis Brei schmeckt wirklich lecker. Bis zu den Keksen bin ich gar nicht mehr gekommen, da ich den Brei mit einer Banane und einem Löffelchen Cashew Mus verspeist habe. Morgen gibts dann noch einen Versuch 🙂

    • OneBBO 19. September 2013 / 19:34

      Hättest du eine Eismaschine, wüsstest du wie lecker Reisbrei mit Banane, etwas Cashew Mus und Wasser als Eis schmecken kann 😎

      • Michael 19. September 2013 / 19:47

        Nein, nein, nein. in meiner Küche ist kein Platz mehr 🙂

        • OneBBO 19. September 2013 / 20:07

          Bei mir steht die Eismaschine natürlich auch nicht in der Küche, die ist voll. So ein Eismaschinchen passt irgendwie…. überall hin.

  7. oud 9. Oktober 2013 / 10:37

    hallo ute,

    obwohl ich das buch von waltraud becker habe, hatte ich das mit dem reisbrei noch nicht ausprobiert. danke das du mich noch mal „draufgestossen“ hast. manche dinge überliest man einfach.
    heute ist der marmorkuchen fällig 🙂

    lg oud

    • OneBBO 9. Oktober 2013 / 10:42

      Waldtraud Becker hat den Reisbrei auch nur für Aufstriche eingesetzt. Ihn für Kuchen zu verwenden, ist schon meine Idee 😳

  8. oud 9. Oktober 2013 / 10:56

    Ehre wem Ehre gebührt!
    Dann Dir ein herzliches Dankeschön fürs Ausprobieren!
    (…hätte ja auch schiefgehen können)

    Hoffentlich wird Dein geistiges Eigentum nicht so bald geklaut…
    Auf dem „veganen“ Buchmarkt jagt ja eine Neuerscheinung die andere (Rütting und Co).

    Liebe Grüsse Oud

    • OneBBO 9. Oktober 2013 / 10:58

      Danke für die Ehre 🙂
      Och jo, das wird vermutlich irgendwo auftauchen als „eigene Erfindung“. Ich mache nicht genug Lärm um mich und habe mich fast daran gewöhnt, dass meine Dinge kommentarlos äh entlehnt werden (was nicht heißt, dass ich das befürworte, aber Ärgern macht wenig Sinn) 😛

      • Daniela 9. Oktober 2013 / 11:49

        Das finde ich wirklich nicht gut. Wenn man geistiges Eigentum anderer oder deren Ideen übernimmt, was ja grundsätzlich okay ist, dann muss man schon auch darauf hinweisen, finde ich, sonst schmückt man sich ja mit fremden Federn! 🙂

        • OneBBO 9. Oktober 2013 / 12:37

          Es ist immer die Frage, was Recht und was Anstand ist. Auf Zutaten z.B. liegt kein Coyright, und auf Rezeptideen eigentlich auch nicht, weil du nur eine Winzigkeit ändern musst, und schon ist es ein „neues Rezept“. Ich schmücke mich auch nicht mit fremden Federn. Ich sehe das so: Ich habe das auch nicht nötig ;mrgreen:

          • Daniela 9. Oktober 2013 / 12:47

            Eben, das hast du wahrlich nicht nötig! 🙂

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