MyCook 1.6 Jupiter – Test 19

MyCook Test Nr. 19 – Hülsenfrüchte kochen

Auf Anregung eines Lesers habe ich im MyCook Hülsenfrüchte gekocht. Einen Vergleich habe ich mit dem Thermomix nicht gemacht, weil ich nicht zweimal hintereinander Linsen essen wollte 🙂 Ich habe in Vor-Schnellkochtopfzeiten schon mal Linsensuppe im Thermomix gemacht, Bohnen zum Beispiel aber immer anders gekocht. Das hat auch seinen Grund, wie ich heute wieder sehen konnte: Hülsenfrüchte schäumen nämlich.

Ich habe erst einmal 100 g Zwiebeln und 2 Knoblauchzehen 20 Sekunden auf Stufe 5 zerkleinert, dann 40 g Ruccola hinzugeben, nochmals 20 Sekunden auf Stufe 6. Die Stücke waren gleichmäßig groß bzw. klein.

Linsendip (1)

Mir reichen sie so. Der Deckel war bei dieser Menge kaum verschmutzt.

Linsendip (2)

Dann kamen die gelben Linsen hinzu. Dies sind aber keine „echten“ gelben Linsen, sondern aus dem Asialaden, also eigentlich geschälte Bohnen. Deshalb haben sie auch recht lange gebraucht, nämlich 25 Minuten bis alles gar war. 100 g vom Dal (Linsen), dazu 300 g Wasser und kochen bei 100 °C auf Stufe 2-3. Nach kurzem Kochen habe ich aber von 100 °C auf 90 °C heruntergeschaltet, weil trotz der geringen Wassermenge Schaum aufstieg.

Linsendip (3)

Man beachte bitte, bei welch kleinen Mengen schon der Deckel erreicht wird! Nach einigen Minuten 90 °C konnte ich wieder auf 100 °C stellen. Ich würde aber jetzt nicht 150 g Bohnen mit Wasser in den Topf geben und auf 2 Stunden stellen… und die Küche verlassen. Auch beim Thermomix würde ich das nicht machen.

Ich habe nur kurz anpüriert – einige Sekunden (10 oder 15?) auf Stufe 5, zwei mal habe ich dabei die Turbotaste gedrückt. Abgeschmeckt mit Salz und Pfeffer. Es gab ein gleichmäßiges Püree, noch ein ganz wenig stückig, das war mir aber durchaus recht.

Linsendip (8)

Mein Urteil ist: Es ist keine gute Idee, größere Mengen Hülsenfrüchte in so einem Gerät unbeaufsichtigt zu kochen, Bohnen schäumen ja sogar noch mehr als Linsen. In einem Schnellkochtopf brauche ich nur 10-15 Minuten, in der Zeit kann ich die Küche aufräumen usw. Das halte ich für praktischer.

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10 Gedanken zu “MyCook 1.6 Jupiter – Test 19

  1. Daniela 25. September 2013 / 09:43

    Ich hab im Thermomix früher ab und an braune Linsen gekocht, aber nur eine Menge für eine Person, mein Mann mag nämlich keine. Ich finde aber auch, dass es im Schnellkochtopf besser geht.

    • OneBBO 25. September 2013 / 09:45

      Gut zu wissen, wo wir ja jetzt alle im Hülsenfrucht-Koch-Fieber sind 😉

      • Daniela 25. September 2013 / 09:48

        Eben! Ich bin ein absoluter Linsen und Kichererbsen Freak geworden. 🙂

        • OneBBO 25. September 2013 / 09:51

          Ich habe Hülsenfrüchte immer schon gerne gegessen, aber jetzt kann ich sie mit gutem Gewissen quasi täglich essen 😀

  2. christiangold 25. September 2013 / 20:49

    …da steht dann wohl doch ein schnellkochtopf auf meiner wunschliste, das mit dem schäumen stimmt leider u. es nervt ständig zum topf zu laufen um umzurühren u. zu sehen obs überkocht, grade bei nem gasherd ist das nicht sehr erfreulich. danke für den test.

    • OneBBO 25. September 2013 / 21:46

      Überlege dir gut, wie groß du ihn kaufst. Ich bin ja mit meinem kleinen Silit (die Version aus reinem Edelstahl, nicht mit Silargan) (1,8 Liter) sehr zufrieden. Vorher hatte ich einen WMF mit 3 Liter und 6 Liter. Den 6-Liter habe ich noch nie benutzt, den 3 Liter seit dem Silit auch nicht mehr. Ich habe allerdings keine Ahnung, ob Schnellkochtöpfe mit Gas auch so gut funktionieren.

      Beim Schnellkochtopf habe ich mich nach 3 Wochen gefragt, warum ich soooo lange mit dem Kauf gewartet habe 😉

      • Michael 25. September 2013 / 22:03

        Passt jetzt nicht ganz zum Thema aber ich habe mir auch einen Schnellkochtopf aufgrund dieses Blogs gekauft. Ich habe mich wiederum für die große Variante entschieden. Ich hab ein 6 Liter Modell von Fissler und bereue die Größe nicht. Kann darin zB einen ganzen Karfiol oder großen Brokkoli dünsten und seit hier so viel Bohnen verwendet werden habe ich schon öfters auch nur kleine Mengen mit wenig Wasser hinbekommen. Bei mir wäre mit Sicherheit die Küche versaut gewesen, weil ich aufs umrühren schlicht vergessen hätte bezüglich TM und Co. 🙂

        • OneBBO 26. September 2013 / 07:14

          Ich bin selten in der Verlegenheit, einen ganzen Karfiol zuzubereiten – ich liebe dieses Wort, es klingt so viel gefährlicher als der harmlose deutsche Blumenkohl 🙂 Aber du hast natürlich Recht – man sollte sich die Größe gut überlegen.

          Freunde von mir hatten sich das gleiche WMF-Set gekauft wie ich (3 + 6-Liter-Topf + 1 Deckel). Sie sind zu Zweit, haben auch viel Besuch von Freunden und den 6-Liter-Topf praktisch auch nie genutzt.

          • Daniela 26. September 2013 / 20:47

            Ich hab auch einen 6 Liter Sicomatik, ich bin die Topfgröße schon ewig so gewöhnt und würde ihn nicht kleiner haben wollen, ich mach darin gern Suppe oder Eintöpfe für mehrere Personen oder auch gleich für zwei Tage. Auch zum Kartoffel kochen finde ich die Größe gut, da hat was Platz. Ich bin aber auch bekenndender Vielfraß und so ist meine ganze Familie… 😉
            Wenn man jetzt immer nur für eine oder zwei Personen kocht, reicht sicher auch die kleinere Variante.

          • OneBBO 27. September 2013 / 07:20

            Okay, ich koche nie für 2 Tage. Obwohl ich nun auch gerade keinen Zwergenappetit habe, habe ich den 3-Liter-Topf dieses Jahr nur für Spargel benutzt. Der 6-Liter-Topf ohne Deckel…. vielleicht gebe ich denn mal in eine Verlosung 😉

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