Vorratshaltung

9. Februar 2015: Was muss ich im Haus haben?

Für die Vollwertküche in Kombination mit Forks over Knives (Gabel statt Skalpell) gelten leicht andere Bedingungen für die Vorräte. Wobei ich hier Grundvorräte aufführe – mehr ist immer möglich. Dies aber sind die Dinge, die in meinem Haushalt nicht ausgehen sollten. Frisches Obst und Gemüse führe ich nicht extra auf, das ist selbstverständlich, dass wir das im Hause haben, wo wir ja vorwiegend Frisches essen 🙂 Außerdem kann ich damit keine längerfristigen Vorräte anlegen. Ich beziehe mich hier auf eine Veröffentlichung in meiner geschlossenen Facebook-Gruppe.

Wie sieht Vorratshaltung am besten aus?

Auch hier liegt letztendlich die Entscheidung bei einem selbst und an der Phase der „Entwicklung“. In meiner Anfangszeit habe ich viel mehr verschiedene Getreide ausprobiert, alle möglichen Gewürze. Dann habe ich festgestellt, dass ich so viel Verschiedenes gar nicht benötige, um „glücklich“ zu sein. Ein Kilo Einkorn im Haus, ja, ist mal nett – aber wenn er ausverkauft ist, macht mir das nichts. Salz, Pfeffer und Essig (Apfelessig) führe ich nicht auf – die gehören in jede Küche 🙂

Im Grunde gibt es nur wenige Sachen, bei denen ich wirklich nervös werde, wenn die Bestände knapp werden.

Getreide:

  • Weizen oder Dinkel (einer von beiden reicht)
  • Roggen und
  • Reis
  • Für mich persönlich kommt noch Hafer unabdingbar dazu, weil ich ihn so gerne esse.

Wobei ich bei Reis meist 1 kg im Gebrauch und 1 kg als Reserve habe. Die anderen Getreide kaufe ich in 5 kg-Packungen. Ich habe mir übrigens vor einem Vierteljahr große Gläser gekauft, die fassen 2 und 3 kg Getreide. Damit habe ich sehr gute Erfahrungen gemacht und sie passen in die Spülmaschine.

Nüsse:

  • Mandeln

Die finde ich am wichtigsten, weil sie so „wandelbar“ sind. Cashews sind teuer, wenn auch lecker. Sie sind aber nicht unabdingbar, es sei denn, ich will in Cashewsoßen „ertrinken“. Da die Devise „fettfrei und fettarm“ ist, sind für mich Rezepte, wo 200 g Cashewnüsse auf 2 oder 3 Personen kommen, uninteressant. Nach dem rasanten Preisanstieg bei Mandeln in den letzten Wochen verschiebt sich das Gleichgewicht.

Saaten:

  • Sonnenblumenkerne
  • Leinsamen

Sonnenblumenkerne sind prima, um schöne Soßen herzustellen. Leinsamen gebe ich aus gesundheitlichen Gründen jeden Morgen geflockt ins Frühstück. Aber auch das ist eine persönliche Vorliebe.

Hülsenfrüchte:

  • Sojabohnen (aber nur die von Lex!)
  • Kichererbsen
  • Linsen (zum Keimen)

Andere Hülsenfrüchte mag ich auch, die müssen aber nicht auf Halde liegen.

Kleinkram:

  • Senf
  • Tomatenmark
  • Trockenhefe (für „Notfälle“)
  • Honig
  • Rosinen
  • Backpulver

Die Vorräte richten sich natürlich immer auch nach dem eigenen Geschmack. Ich keime z.B. fast nur noch Linsen, weil die mir als Sprossen am besten schmecken. Andere essen lieber gemischte Sprossen, das weiß ja aber jeder selbst am Besten.

Dies ist meiner Meinung nach der Grundstock, auf den alles andere aufbauen kann. Der eine oder andere vermisst hier vielleicht die pflanzlichen Fette – sie gehören nicht (mehr) zu meiner Grundausstattung. Ich komme mittlerweile mit 500 g Sonnenblumenöl mindestens zwei Monate aus 🙂

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12 Gedanken zu “Vorratshaltung

  1. Michael 9. Februar 2015 / 21:05

    Zum Senf gibt es ja ein tolles Video von dir wo du diesen selbst herstellst. Machst du das immer noch oder hast du mittlerweile eine Senfsorte zum kaufen gefunden die keinen Zucker enthält? Ich habe da noch nichts gefunden, muss aber sagen, dass ich seit deinem Video den Senf auch selbst herstelle und nicht mehr danach gesucht habe.

    • Agnes 9. Februar 2015 / 21:11

      Dieses Video will ich mir anschauen, denn wir alle mögen Senf und essen ihn oft! Danke für den Hinweis.

      • Michael 9. Februar 2015 / 21:19

        Ist ein echter Klassiker von Ute. Geht alles so einfach wo ich vorher dachte, das ist viel zu aufwändig zum selber herstellen.

    • OneBBO 10. Februar 2015 / 07:03

      Ich mache ihn nicht mehr selbst, es gibt zwei Sorten, die völlig „rein“ sind: Zwergenwiese und Byodo, beides mittelscharf. Mein Senfkonsum ist zu unregelmäßig und ich muss – damit es nicht zu teuer wird – so viele Dinge in größeren Mengen einkaufen, wo mein Vorratsplatz jetzt nicht mehr reicht.

  2. chrima 10. Februar 2015 / 08:31

    Bei uns ist es schwierig reinen Senf zu finden, überall ist Zucker drin – leider nicht nur dort., deshalb mache ich Ihn immer nach Utes Rezept.

    • OneBBO 10. Februar 2015 / 08:33

      In dem Fall würde ich ihn auf jeden Fall auch wieder selbst herstellen! Zucker ist für mich das größte NIE NIE NIE 😉

  3. Heike3 10. Februar 2015 / 19:31

    ich nehme Löwensenf extra scharf, ist auch ohne Zucker

    • OneBBO 11. Februar 2015 / 07:10

      Nur so für die Akten: Bio ist der aber nicht, oder? 😉

      • Heike3 11. Februar 2015 / 08:52

        Da hast Du recht, Bio ist der nicht. Aber muss es immer Bio sein? Du nimmst doch auch Paprika aus der Billigecke und der ist doch sicher auch nicht Bio, oder?

        • OneBBO 11. Februar 2015 / 09:01

          Der Paprika ist kein Bio, völlig richtig. Ich kaufe den, weil er sonst weggeworfen wird. Ich gehe nicht regelmäßig in den Supermarkt und kaufe Nicht-Biowaren.

          Ich wollte dich auch nicht „angreifen“ deswegen, wie du sicher an meiner Formulierung und dem Smiley bemerkt hast. Ich möchte nur nicht, dass so ein Hinweis von mir unkommentiert stehen bleibt. Hier lesen mehrere Hundert Menschen mit. Denen gegenüber sehe ich mich in der Verantwortung, das zu kommentieren. Das ist alles.

          Für mich persönlich gilt: Wenn ich vom Bio abweiche, so hat das einen Grund. Ich überlege zurzeit z.B., einmal Hülsenfrüchte (speziell weiße Bohnen) nicht-bio auszuprobieren, weil die Qualität derer, die ich im Bioladen kaufen kann, eine Zumutung ist (etwa 10% bleibt selbst im Schnellkochtopf knochenhart).

          Gerne lese ich die Begründung, warum du z.B. Löwensenf kaufst und keinen Bio-Senf. Und sag bitte nicht: der ist billiger 🙂

          • Drea 15. Februar 2015 / 19:50

            Wer im Süden lebt: Bei Feneberg ist der mittelscharfe Senf auch ohne Zucker (FeneBio).

          • OneBBO 15. Februar 2015 / 19:53

            Danke!

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