Nudelmaschine im Test: Atlas Marcato 150

14. März 2015:  Und noch’n Gerät – meine Atlas Mercato

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Wer mein Nudelschicksal schon länger verfolgt, weiß, dass ich mit Nudelmaschinen nicht das glücklichste Händchen hatte. Selbst das teure Spitzenmodell erwies sich für meine Vollwertküche wegen der Probleme beim Reinigen als völlig indiskutabel.

Andere Modelle, Kenwood-Vorsätze – nichts war auch nur annähernd befriedigend. Als reine Trotzreaktion habe ich mir dann vor ein paar Wochen doch noch einmal einen Versuch gegönnt: die Atlas Marcato 150 mit Motor. Ohne Motor kommt für mich nicht in Frage: Erstens habe ich keine Kante, an der ich das Gerät festschrauben kann oder möchte, und zweitens ist Handbetrieb für Linkshänder immer schwierig. Zwar muss ich mir ja immer wieder anhören für alles Mögliche „Ich bin Linkshänder, ich kann das aber!“… das rührt mich nicht. Ich bin gar nicht so eine extreme Linkshänderin, aber ich bin’s – ich drehe heute noch Wasserkräne in die falsche Richtung, wenn ich nicht aufpasse. So ein Instinkt bleibt 🙂

Als die Maschine kam, habe ich sie erst einmal eine Weile eingelagert. Bloß nicht ungeduldig sein. Ich habe mich dann gut vorbereitet: Das Zusammenbauen, Anbringen des Motors, Umsetzen des Motors usw. habe ich erst einmal geübt, bevor ich die Maschine überhaupt in Betrieb genommen habe. Dafür war ich später dankbar. Jetzt sitzen die Griffe perfekt, aber das erste Anbringen des Motors hat doch etwas länger gedauert, ich bin da nicht so das Gerätegenie 🙂

Außerdem habe ich mir noch einige YouTube-Videos zu dieser Maschine angesehen. Das half auch.

Vom Handnudeln wusste ich noch, dass es einen guten Teig gibt, wenn man 2 Teile Getreide auf 1 Teil Flüssigkeit/Wasser nimmt. Weder Salz noch Öl sind für einen schönen Teig nötig, Eier erst recht nicht. Mein erster Versuch mit Dinkel war noch nicht 100% erfolgreich, der Teig war zu nass. Ich habe die Zahlen falsch interpretiert und mit Stufe 9 angefangen …. hihi, na gut. Dann habe ich einen anderen Fehler gemacht: Ich habe ein Teigstück mehrmals durch Stufe  1 laufen lassen, dann Stufe um Stufe hochgeschaltet. Das führte dazu, dass durch die Wärmeentwicklung der Teig zu weich wurde, es riss. Außerdem ist das ganze Rumschalten lästig.

Heute mache ich es so, dass ich den Teig portionsweise ca. 6 Mal durch Stufe 1 laufen lassen, nebeneinander auf Küchenhandtücher ablege, dann kommt für den gesamten Teig Stufe 2 usw. So habe ich es geschafft, herrlich dünne Nudeln in Stufe 6 zu bekommen.

Da mein erster Teig noch sehr nass war, habe ich leider Teigreste im Tagliatelle-Vorsatz, die ich jetzt auch mit einem Borstenpinsel nicht mehr wegbekomme. Praktisch stört das nicht, nur optisch. Ansonsten ist die Maschine wirklich einfach zu reinigen, mit dem Tuch drüber wischen. Da kommt auch die Handkurbel zum Einsatz: Ich kann die Walzen immer ein kleines Stück weiterdrehen, abwischen, weiterdrehen usw.

Bevor ich die Teiglappen dann zu Tagliatelle oder Spaghetti verarbeite, lasse ich sie 30 Min. auf Küchenhandtüchern und abgedeckt mit Küchenhandtüchern ruhen. Das habe ich jetzt drei Mal gemacht – es klappt toll (war ein Tipp von Agnes).

Ich bin mit der Maschine rundum zufrieden. Die Nudeln werden schön, sie schmecken lecker. Was mir fehlt, sind Vorsätze um Spirali oder ähnliches herzustellen, die gibt es gar nicht. Die meisten anderen Vorsätze sind leider nicht für die Motorversion geeignet.

Ich habe mir noch die Vorsätze Bandnudeln (bereits erfolgreich erprobt) und Linguine (gerade gestern eingetroffen) gekauft.

Ich kann die Maschine bestens empfehlen. Wer meine Lerneffekte gleich mit einplant, wird auch immer eine saubere Maschine behalten 🙂

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