Gierig, gieriger, am gierschsten

20. April 2015: Gier macht unkritisch

Wieder so ein netter kleiner Artikel aus der schönen Apotheken-Umschau. Sensationelles erfahren wir hier: „Gier verleitet zum Risiko, stellten Forscher der Universität Würzburg fest“. Da fragt man sich natürlich schon, wie so etwas geprüft wird. Müssen die Studienteilnehmer ihr ganzes Gut einsetzen, um das vielleicht um den Faktor 10 zu vervielfachen? Aber nein, der Test wurde an Studenten ausgeführt, finde ich schon mal eine interessante Auswahl. Warum nur Studenden? Der Test geht wie folgt „[Die Studenten sollten] am Bildschirm einen virtuellen Ballon möglichst weit aufpumpen. Je praller der Ballon, desto größer der Gewinn; platzte er aber, verloren sie alles.“ Die Hirnströme wurden im EEG gemessen, und ein Fragebogen stellte Persönlichkeitsmerkmale fest. Hmpf. Ergebnis: Die Gierigen hatten eine unverminderte Hirnaktivität, egal, ob der Ballon platzte oder nicht. Und jetzt vermuten die Forscher: „Risikobereite Menschen lernen schlecht aus ihren Fehlern.“ Tja, ich bin keine gute Forscherin, denn mein Schluss wäre: Coole Spieler verändern am PC ihre Hirntätigkeit nicht, wenn sie dort ein Risikospielchen spielen 🙂

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