Mochi schicki micki

23. Apr. 2015: Mochi-Reis

Auch in essensbewussten Kreisen, so nenne ich das mal, gibt es Moden. Gibt ja zig Pülverchen, die man unbedingt essen muss, weil man sonst entweder tot vom Sessel fällt oder riesig was verpasst.

Vor einer Weile war das Macapulver. Ich hab’s geschenkt bekommen und es hat mich nicht so recht begeistert. Vermutlich Geschmackssache.

Nun kam die Mochi-Welle. Da ich früher supergerne Milchreis gegessen habe und ich so viel Tolles vom Mochireis gelesen hatte, musste der ins Haus!

Das erste Mal war das Ergebnis okay, er war mir aber für meinen Geschmack noch etwas zu „bissig“. Ich hatte ihn mir klebriger erhofft. Beim zweiten Mal habe ich dann alle Erfahrung mit dem Schnellkochtopf in den Mochireis geworfen: 100 g Reis, 300 g Wasser, 12 Min. Schnellkochtopf, 10 Min. auf kleiner Stufe (2 von 14), 10 Min. auf kleinster Stufe (1 von 14) und 10 Min. noch geschlossen halten. Ich öffnete hoffnungsfroh den Deckel: Reis mit Suppe. Mein langes Gesicht wäre fotoreif gewesen. Ich habe dann noch mit ein bisschen gemahlenem Reis nachgedickt.

Da ich Milchreis (Rundkorn-Naturreis) im Schnellkochtopf noch nie probiert hatte,  dachte ich mir, das sei nun eine gute Gelegenheit, einen Vergleich zu starten. Dieselbe Methode:

  • 100 g Rundkornreis
  • 300 g Wasser
  • eine kleine Prise Salz (was bei Reis und Hülsenfrüchten das Weichwerden normalerweise verhindert)

Gekocht habe ich wieder:

12 Min. Schnellkochtopf

  • 10 Min. auf Stufe 2 von 14
  • 10 Min. auf Stufe 1 von 14
  • 10 Min. geschlossen halten.

Das war ein spannender Moment, als ich den Topf öffnete – und siehe da, der gute alte Rundkorn-Naturreis ist genauso geworden, wie ich das erhofft hatte. Da habe ich nun leckeren Reis und spare eine Menge Geld. Und bin gespannt, was die nächste Modewelle in meine Küche schwappen lässt, denn einmal ausprobieren muss ich diese flotten Sachen natürlich auch 😉

Dass ich dem Mochireis nicht mehr abgewinnen kann als dem Milchreis liegt sicher auch daran, dass ich keine Gourmetin (oder was ist die weibliche Form von ‚Gourmet‘?) bin. Ich mag’s schlicht und schmecke vermutlich die Feinheiten nicht. Alle Superfeinschmecker dieser Welt mögen mir mein Banausentum verzeihen 🙂

 

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4 Gedanken zu “Mochi schicki micki

  1. Agnes 23. April 2015 / 21:18

    Der Mochireis steht schon länger auf meiner Reformhaus-Einkaufsliste. Jetzt habe ich ihn dank deiner Beurteilung gestrichen, denn nun kann ich beruhigt darauf verzichten.

    • OneBBO 24. April 2015 / 07:00

      Vielleicht gibt es ja jemand, der ihn gerade toll findet, weil er körniger ist als Milchreis? Muss nicht jeder meinen Geschmack haben 😉

  2. suelwie 24. April 2015 / 09:33

    Vielen Dank für diesen Beitrag, liebe Ute! Deine Rezepte mit diesem Reis haben mich doch etwas irritiert; musste erstmal nach Mochi-Reis googeln und hab dann gedacht, dass ich ihn mir demnächst wohl mal zulegen müsse, um Deine Rezepte stilgerecht nachzuprobieren … Aber der ist ja doch ganz schön teuer …
    Doch wenn er selbst geschmacklich keinen (großen?) Unterschied macht, kann ich mir diese Investition ja wohl sparen. Ich bin auch nicht so der Gourmet mit den superfeinen Geschmacksrezeptoren … 🙂
    Und was zeigt uns das mal wieder? Die guten alten herkömmlichen Dinge müssen nicht schlechter sein als das hippe neue Zeug. 🙂

    • OneBBO 24. April 2015 / 09:37

      Deine Schlussfolgerung teile ich 🙂 Wer in der VWK und FoK-Gruppe bei einer Aktion mitgemacht hat, konnte 100 g gewinnen. Ich bin gespannt auf das Feedback.

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