Es blüht im Verborgenen

16. Mai 2015: Wir sehen es nicht

Wir drehen morgens den Wasserhahn auf, da kommt das Wasser warm oder kalt. Okay, für die Temperatur können wir unseren Durchlauferhitzer erkennen, der Rest ist etwa so gut nachzuvollziehen wie der Strom der aus der Steckdose kommt. Physika war lange mein Lieblingsfach, als es noch um Mechanik ging. Bei der Elektrizität hat dann mein Kopf abgeschaltet, das war mir zu unsichtbar 🙂

Wir leben aber mit vielen unsichtbaren, verborgenen Dingen, die unseren normalen Alltag bestimmen. Und was da alles unter unseren Füßen vor sich geht, wurde mir vor ein paar Wochen klar, als hier im Ort die Erdgasrohre überprüft und teilweise ausgetauscht wurden, weil sie altersschwach waren. Im Zentrums dieses Vororts stockt der Verkehr, die Geschäftsleute fluchen… ich gehe an der Baustelle spazieren und bin jedes Mal erneut fasziniert: Was sich da alles im Untergrund tut, was wir für selbstverständlich halten! Was für ein Aufwand es ist, diese ganzen Rohre etc. instand zu halten, oder anzulegen, was an Stützmaßnahmen alleine erforderlich ist, welche Planung usw. Ich bin beeindruckt!

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13 Gedanken zu “Es blüht im Verborgenen

  1. Tausend 16. Mai 2015 / 18:43

    Ich bin auch beeindruckt. Mir gefällt diese Reihe hier.

    • OneBBO 16. Mai 2015 / 20:38

      Mal schauen, was es da noch so gibt…

  2. Anne 16. Mai 2015 / 18:56

    Physik ist das tollste Fach überhaupt – das ganze Leben ist Physik, das muss man sich einfach nur mal klar machen. Mich beeindruckt bei solchen und anderen Baustellen immer besonders, an wie vielen Stellen in unserer modernen Zeit immer noch der Werkstoff Holz eingesetzt wird (in den o.g. Bildern z.B. die Spuntwände).

    • OneBBO 16. Mai 2015 / 20:39

      Das ist mir letztlich auch an einem Haus aufgefallen, auch wenn es teils mit Beton ausgegossen wird, aber die Verschalungen sind Holz, kein Kunststoff.

  3. Anne 16. Mai 2015 / 19:01

    Die Spun(t)dwand nehm ich zurück – wurde gerade angerüffelt.

    • OneBBO 16. Mai 2015 / 20:39

      Wer wagt es, dich zu rüffeln? 😉

  4. Adlerauge 17. Mai 2015 / 08:34

    … und wie sensibel alles ist, z.B. wenn die Gasrohre nicht rechtzeitig ausgetauscht oder bei Baggerarbeiten beschädigt werden, weil die Zeichnungen nicht zur Verfügung gestellt wurden …. ….. und welche schmutzige, schwere, gefährliche und verantwortungsvolle Arbeit da geleistet, die oft nicht anerkannt wird ….

    • OneBBO 17. Mai 2015 / 08:48

      Stimmt, eigentlich kann ich mich nur wundern, wie wenig verkehrt läuft oder zusammenbricht.

  5. sandra 17. Mai 2015 / 13:37

    Die Geschäftsleute die wegen Ertragsverlust fluchen sollten sich überlegen was passiert wenn die altersschwache Gasleitung in die Luft fliegt (Schreck: Wo kommen hier jetzt eigentlich die Kommas hin?). Es ist nie schön eine Baustelle vor der Tür zu haben. Ich musste auch eine Zeit lang über eine wackelige Holzplatte balancieren und wurde Samstag um 7 Uhr vom Presslufthammer aus dem Bett geworfen.

    So mancher Autofahrer hupt weil der Bagger vorsichtig zurücksetzen muss. Da könnte ich…
    Ein Hoch auf unsere Tiefbauarbeiter und wie sie sonst alle heißen.

  6. Winnie 18. Mai 2015 / 09:42

    Ich bleibe auch stets fasziniert stehen, … verstehen kann ich die Zusammenhänge nicht, aber beeindruckend, wer es schafft, die Reihenfolge der Arbeitsschritte so zu kombinieren, dass sie zusammen passen!

    • OneBBO 18. Mai 2015 / 09:45

      Das ist auch so beim Straßenbau. Die fangen an 4 verschiedenen Stellen an… und trotzdem gibt’s nachher eine durchgehende Straße ohne plötzliche Sprünge 😉

      • suelwie 19. Mai 2015 / 18:26

        Oder bei einer Brücke … womöglich sogar noch mit Höhenunterschieden auf beiden Seiten … Wie schaffen die das, dass sie sich dann in der Mitte exakt treffen?
        Oder Hochhäuser (obwohl mir die kuscheligen kleinen ja lieber sind, aber beeindruckend ist es allemal, was da so gebaut wird) – ist doch ein Wunder, wie viele Menschen daran beteiligt sind und wie viele Arbeiten da ausgeführt werden müssen, und am Ende passt alles und das Haus steht und alles darin funktioniert (nun ja, vermutlich nicht alles auf Anhieb, ich könnte mir vorstellen, dass sicher hier und da nachgebessert werden muss – aber trotzdem …)

        Aber eigentlich ist für mich alles ein wahres Wunder, was ich nicht selber kann, und davon gibt’s eine ganze Menge. 😀

        • OneBBO 19. Mai 2015 / 20:30

          Auch beim letzten Satz muss ich dir leider, leider zustimmen, seuzf :mrgreen:

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