FP 5150: Test 3/3

20. Juni 2015: Braun Food Processor FP5150 Test Teil 3

(5) Das Hackmesser

Schön ist, dass sich die Pulsfunktion (1 x oder auch ständig pulsend) mit unterschiedlicher Geschwindigkeit kombinieren lässt. So bekam ich das Obst oder Gemüse genau in der Stärke zerkleinert, wie ich das haben wollte.

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Herausnehmen und Einsetzen in den Messerschutz ist auch sehr gut gelöst. Ich bin in solchen Dingen manchmal wirklich schwerfällig (führe das gerne auf meine Linkshändigkeit zurück hihi), aber einmal geübt klappt es bestens, ohne dass ich Gefahr laufe, doch in das Messer zu packen.

Das Leeren des Behälters mit dem beigelegten Spatel klappt recht gut, auch wenn die Rippen an der Innenseite des Behälters stören, die haben aber wahrscheinlich „mixtechnische“ Gründe (so wie auch beim Vitamix die Bechergestaltung entscheidend für seinen Erfolg ist). Ich würde mir allerdings gewünscht haben, dass der Spatel aus etwas weniger „starrem“ Material gefertigt ist.

Angeblich lässt sich mit dem Hackmesser auch Rührteig herstellen. Erst fand ich das Ergebnis wirklich toll, auch wenn man natürlich hinterher ein wenig zum Abspülen hat. Da aber auch das Messer in die Maschine darf (nicht der Knethaken), ist das ja egal.

Gleich fiel auf: Für die Prüfung, ob ein Rührkuchen richtig ist, sind Rührbesen eines Handrührgeräts einfacher zu beobachten. Schwieriger ist auch das Abschätzen, wann ich z.B. bei einem Marmorkuchen zwei Drittel (also den hellen Teil) des Teigs in der Kuchenform hatte.

Leider hat sich in der Praxis gezeigt, dass Rührkuchen (nur mit Vollkornmehl?) durch das Schneidemesser klitschig werden! Ich hatte ein Rezept für Marmorkuchen, das drei der Superduperabonnenten identisch nachgebacken haben von den Zutaten her, aber mit normalen Rührbesen – die Kuchen sind wunderbar geworden! Für Rührkuchen werde ich das Hackmesser nicht mehr benutzen. Das Messer schneidet vermutlich irgendetwas kaputt.

(6) Der Mixer

Ich habe ihn mit Nachtisch und Frühstück ausprobiert. Auch hier im Vergleich zur Kenwood die Bestnote. Das gab wirklich eine feine Creme! Die Kenwood hat mit dem Mixeraufsatz völlig versagt (und war in etwa fast 4 x so teuer!). Auch Auseinandernehmen und Zusammensetzen des Mixers sind sehr einfach. Der Mixer schwächelt etwas beim Frühstück, weil das Messer irgendwann „leer“ dreht. Da muss man dann aufmachen, kurz durchrühren und weitermixen. Das Ergebnis war sehr gut.

(7) Der Reibeinsatz

Der Einsatz ist durchgängig „perforiert“ im Gegensatz zu den Scheibeneinsätzen. einseitig. Herausnehmen und Einsetzen geht aber dabei sowieso leichter, weil die Gefahr, sich zu schneiden, nicht so groß ist.

Mit dem Ergebnis beim Kartoffelreiben war ich gut zufrieden. Es blieben einige flache Teile über – das waren aber insgesamt Kartoffelschalen mit etwas Kartoffel dran. Auch habe ich festgestellt, dass größere Reststücke noch abgebaut werden können, wenn ich auf hohe Geschwindigkeit gehe und noch mehrmals durchlaufen lassen.

Gemüse oder Obst reiben kommt bei mir nur selten vor.

Fazit: Die Braun FP 5150 ist eine preiswerte Alternative zu großen Küchenmaschinen mit kleinen Einschränkungen. Vorteile: Sie kann viel und das Gerät nimmt wirklich wenig Platz ein. Sie ist leicht zu bedienen. Nachteile: Rührkuchen ist zumindest mit Vollkornmehl nicht empfehlenswert, einige Stellen sind schlecht zu reinigen. Im Vergleich zu der sehr viel teureren Kenwood aber schneidet die Maschine hervorragend ab und ich würde sie sofort wieder kaufen.

Der Mixer lässt sich gut auseinander nehmen und wieder zusammenbauen und ist recht einfach zu reinigen.

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7 Gedanken zu “FP 5150: Test 3/3

  1. bonnie2000 20. Juni 2015 / 17:39

    Liebe Ute,
    was wird denn voraussichtlich das Haupteinsatzgebiet dieser Küchenmaschine bei Dir sein? Zum Mixen hast Du doch eigentlich den Vitamix bzw. für kleine Mengen den Magic Maxx.
    Kleine Mengen Gemüse kannst Du mit dem Speedy zerkleinern?
    Wirst Du also vorwiegend Teige damit herstellen?

    • OneBBO 20. Juni 2015 / 17:55

      Teige sind eher zweitrangig. Gekauft habe ich mir das Gerät hauptsächlich zum Hacken größerer Mengen, also wegen des Hackmessers (Thermomix-Ersatz in dieser Beziehung). Der Speedy reicht gerade für eine Person. Außerdem nutze ich die Gemüsescheiben gerne.

      • bonnie2000 20. Juni 2015 / 18:02

        Benutzt Du die Gemüsescheiben, um unterschiedliche Scheiben, Schnitzel, Stäbchen, Streifen etc. herzustellen? Vermutlich hast Du irgendwo geschrieben, wie viele und welche Scheiben es sind.

        • OneBBO 20. Juni 2015 / 18:07

          So ist das mit den Scheiben. Ich habe die Gemüsescheiben im laufenden Text erwähnt, aber nicht alle systematisch aufgezählt: 2 Scheiben für Scheiben, dünn und dicker, 2 Scheiben zum Raffeln, fein und grober, eine Scheibe zum Reiben und eine Scheibe zum Pommes frites o.ä. schneiden.

  2. sandra 21. Juni 2015 / 11:38

    Super Ergebnis. Leider hat sie im Gegensatz zum TM-31 keine Waage. Da müsste ich ja wieder meine alte Schüsselwaage hol holen, seufz.
    „Man“ kan nicht alles haben 😉

    • OneBBO 21. Juni 2015 / 12:32

      Die Waage vom TM habe ich nie genutzt, für meinen Bedarf ist sie zu ungenau 🙂

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