Vollwertkost mit Forks Over Knives

27. Juli 2015: Vollwertkost und Forks over Knives

Wie lassen sich Vollwertkost und FoK (Forks over Knives – Gabel statt Skalpell) voneinander abgrenzen, wo decken sie sich? Wie sieht eine Kombination sinnvollerweise aus? (Beitrag in der entsprechenden Facebook-Gruppe)

Vollwertkost (Grundlage: Max Otto Bruker) (Abkürzung: VWK)

  • Wichtig: So natürlich wie möglich, keine industriell verarbeiteten Nahrungsmittel, d.h. kein Zucker (zum Süßen nur Honig und Trockenfrüchte), kein Auszugsmehl, keine Sojaprodukte usw.
  • Verwendung ausschließlich hochwertiger Zutaten
  • Hauptgewicht liegt hier auf der Vermeidung von Industriezucker und Auszugsmehl, die als Auslöser der Zivilisationskrankheiten gelten. Gute Fette und Öl sowie Sahne und Konsorten sind – reichlich – erlaubt.
  • Ein hoher Rohkostanteil ist wichtig.

Schwachpunkt: Der hohe Fettverbrauch, für manche auch die fehlende Abgrenzung zum Tierprodukteverzehr

Vorteil: Die Erkenntnisse sind in unserer Region gewonnen worden und die Ernährungsratschläge sind daher auch auf diese Region und die Menschen, die in ihr wohnen, ausgerichtet.

Das große Nein heißt: kein Zucker, kein Auszugsmehl

Gabel statt Skalpell (Grundlage: Colin T. Campbell / Neal Barnard) (Abkürzung FoK von Forks over Knives)

  • Wichtig: Vollkornprodukte, Gemüse, Obst und Hülsenfrüchte stehen im Vordergrund.
  • Komplett zu meiden sind alle tierischen Produkte und alle Fette – tierische und pflanzliche -, die als „Extrakte“ bezeichnet werden können. Nüsse und Avocados sind wegen ihres hohen Fettgehaltes nur in kleinen Mengen zulässig.

Schwachpunkt: Zucker und Auszugsmehl werden zwar theoretisch nicht gerne gesehen, in Rezepten tauchen sie aber immer wieder auf. Ein großes Manko ist auch der Versuch von Massentauglichkeit, der auf die katastrophalen Ernährungsverhältnisse in den USA aufbaut. Daher auch häufig Verwendung von Teilfertigprodukten (Pizzaböden, Ketchup usw.).

Vorteil: Die Vermeidung von Extrakten auch in Form von Fetten ist konsequent.

Das große Nein heißt: keine tierischen Produkte, keine Fette (auch nur wenige Nüsse)

Da an der FoK unterschiedliche Individuen maßgeblich beteiligt sind, gibt es auch Variationen – manche lehnen Nüsse komplett ab, manch einer bevorzugt vor allem stärkehaltige Lebensmittel, der eine baut Sojaprodukte in die Ernährung ein, der andere lehnt sie ab – allen gemeinsam ist der Veganismus.

VWK plus FoK

Die großen Neins sind:

  • Kein Zucker
  • Kein Auszugsmehl
  • Keine Fertigprodukte
  • Keine Tierprodukte
  • Keine „isolierten“ Fette

Stattdessen:

  • Honig und Trockenfrüchte zum Süßen
  • Ausschließlich Verwendung von Vollkorngetreide
  • Fertigprodukte werden selten und nur in Gewürzmengen (1 EL Tomatenmark usw.) verwendet.
  • Pflanzliche Ernährung, abgesehen vom Honig
  • Fette nur in kleinen Mengen, besser in „natürlicher“ Umgebung; Beispiel: Nüsse nicht mehr als ca. 10 g/Person in einer Mahlzeit, maximal (!) 20-30 g/Tag/Person (Maßgabe von Neal Barnard)
  • Ein deutlicher Rohkostanteil
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2 Gedanken zu “Vollwertkost mit Forks Over Knives

  1. sandra 28. Juli 2015 / 11:24

    Sehr interessant das mal so zusammen zu lesen. Danke für die Erläuterungen. Also ernähre ich mich gar nicht rein vollwertig, sondern eher gemischt. Das stelle ich mir schön vor, ich sage zu meinen Leuten ab sofort: „Ich ernähre mich VWK plus FoK“.
    :mrgreen:

    • OneBBO 28. Juli 2015 / 11:36

      Ja, das werden sie alle sofort viel besser nachvollziehen können 😉

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