Kundenservice

28. August 2015: Kundenservice von Elo

Immer wieder erleben wir, dass der Kundenservice uns in die Pfanne haut, für dumm verkaufen will, wie einen Doofi behandelt und und und. Ich könnte ein längeres Liedchen davon singen.

Dass es auch anders geht, zeigte mir der Erwerb eines kleinen Schnellkochtopfs von Elo. Was mich an ihm fasziniert, ist, dass ich teilweise mit 100 g Wasser als Mindestmenge auskomme. Mein kleiner Fissler braucht mindestens 125 g, das ist manchmal bei Gemüse noch viel. Der Preis von 99 Euro beim Hersteller liegt auf „der Straße“ bei etwa 50 Euro. Das ist mal ein Risiko wert. Im Preis enthalten ist auch ein passender Glasdeckel – nicht schlecht, wenn man weiterverarbeiten will, was der Topf schnellgegart hat. Das tolle Interaktive, für das geworben wird, reizt mich nicht und ist auch nicht wirklich interaktiv: Man kann auf eine Webseite mit Rezepten und Tipps kommen. Brauche ich das am Topf? Nicht wirklich.

Was mir nicht so gut gefällt: Ich kann den Deckel nicht in die Spülmaschine tun (bei Fissler und WMF kann man die Griffe mit der „Ventilanlage“ abnehmen) und ich muss auch das Ventil reinigen. Das kommt hoffentlich nur alle Jubeljahre vor, denn das muss ich nicht einmal bei meinem 6-Liter-Billigtopf.

Außerdem stieß mir gleich etwas auf. Aber lest die Mail an ELO selbst:

Sehr geehrte Damen und Herren,
ich habe vor wenigen Tagen einen Schnellkochtopf Elo Darling gekauft. Beim Auspacken fielen mir sofort zwei Dinge auf: Eine der Kreuzschlitzschrauben, die den Griff festhalten, ist halb lose. Das ist vermutlich von mir selbst zu beheben, aber solide Verarbeitung finde ich das nicht. Auf dem Foto ist die Schraube mit „2“ markiert.
Dann habe ich eine Frage. Bitte schauen Sie die Nummer 1 auf dem Foto an. Ist das wirklich richtig so, dass dieses Metallteil so weit über den Deckel ragt? Das heißt nämlich, entweder drückt es sich in den Gummring (könnte ihn schädigen) oder aber ich muss den Gummiring darüber legen. Das habe ich probiert, dann ist der Deckel schon im kalten Zustand sehr schwergängig.
Ist das wirklich richtig so?
Vielen Dank im Voraus für Ihre Mühe.

__EloDarling

Die Antwort kam prompt am nächsten Tag:

Guten Morgen Frau Wilkesmann,
wir bedauern sehr, dass Sie einen Grund zur Reklamation eines unserer Produkte haben.
Die Schraube können Sie ganz leicht selbst andrehen, dies ist vermutlich bei der Fertigung nicht richtig geschehen.
Was die Nummer 1 auf dem Foto angeht, so ist das richtig. Der Dichtungsring sollte vor den Stift gelegt werden. Wenn Sie den Deckel auf den Topf machen, geht dieser Stift zurück und der Dichtungsring liegt genau richtig in der Falz des Deckels.

Ein freundlicher Ton, nicht lehrerhaft, einfach sachlich.

 

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