Jesus und der Karneval

Wer kennt sie nicht, die biblische Geschichte, wo Jesus mit 3 Broten und 5 Fischen 5000 Menschen gespeist hat? Kann sein, dass die Zahlen nicht exakt sind, ich weiß – aber darum geht es nicht. Merkel wird ja gelegentlich mit Mutter Theresa verglichen. Ich finde das falsch. Wir sollten sie Jesus an die Seite stellen, denn sie speist ja auch neuerdings mit vorher knappem Geld nun locker – nennen wir die Zahl beim Namen: eine Million Flüchtlinge. Beachtlich.

Ein Lied – ich weiß gar nicht mal, ob es wirklich ein Karnevalslied ist, aber ich kenne es nur als solches – passt ebenso dazu:

„Wer soll das bezahlen, wer hat das bestellt,
wer hat soviel Pinke-Pinke, wer hat soviel Geld?“

Die Antwort ist einfach: Der liebe Gott. Denn Steuern sollen ja nicht erhöht werden. Neueste Info: Der Staat (gibt es da nicht den bekannten Spruch „Wir sind der Staat“?) gibt den Kommunen pro Asylbewerber 670 Euro.  Nicht einmalig, sondern pro Monat. Woher kommt das Geld? Na, aus dem Betreuungsgeld, das ja nun von oberster Stelle untersagt wurde. Und das heißt auch nicht, Vorsicht!, dass das die realen Kosten sind, die entstehen.

Früher hieß so etwas Milchmädchenrechnung, wobei Milchmädchen unterstellt wurde, dass sie nicht so richtig rechnen können.

Natürlich darf ich jetzt nicht rechnen: 1 Million Flüchtlinge = 670 (Euro) x 12 (Monate) x 1 Million (Flüchtlinge) = 8040 Euro mal 1 Million (mein Taschenrechner kennt so hohe Zahlen nicht) = 8040 Millionen, die pro Jahr für diese eine Million Flüchtlinge aufgewendet werden muss, denn 3 oder 4 werden bestimmt abgeschoben 🙂 , ein anderer Teil findet Arbeit und Brot. Dafür sollen allerdings neue kommen.

Das heißt, wir dürfen ruhig von einer jährlichen Belastung von ca. 8 Milliarden Euro ausgehen. (Soll ich jetzt glauben, das Betreuungsgeld hat den Bund 8 Milliarden Euro im Jahr gekostet? Hahaha). Dazu müssen natürlich keine Steuern erhöht werden, oh nein, das zahlen die Bundestagsmitglieder und Minister sicher von ihren Diäten.

Dazu kommt die Ankurbelung des sozialen Wohnungsbaus. Die Frage sei erlaubt, warum es denn vorher keine Ankurbelung des sozialen Wohnungsbaus gab, denn offenbar ist das Geld da – und Bedürftige gab es vorher auch schon.

Ich wünsche mir, nein, ich verlange, dass uns in diesem angeblich so demokratischen Land endlich gesagt wird, wie sich diese finanziellen Lasten auf den Einzelnen auswirken werden. Ich möchte nicht mehr hören, wie Geld ausgegeben wird (das vorher nicht da war, man sehe sich nur mal den maroden Zustand vieler Schulen an), sondern ich will hören, wo und was ich bezahlen muss. Das ist mein Recht. Und es ist auch mein Recht zu sagen, ob ich das möchte oder nicht.

 

 

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12 Gedanken zu “Jesus und der Karneval

  1. Frau Schmidt 25. September 2015 / 08:58

    Das kommt wieder kleckerweise, denn man muss uns ja schonen (wir erinnern uns). Die KK-Beiträge werden steigen, das wissen wir ja schon.

    Ansonsten sehe ich da zwei Szenarien: entweder wird sich an anderer Stelle kaputtgespart (noch schlechtere Strassen, weniger Einrichtungen wie z.B. Drogenhilfe, weniger Zuschüsse für öffentliches Leben etc. ODER die Regierung verwendet endlich mal das Steuergeld für die wichtigen und sinnvollen Dinge, denn das Geld ist ja (zum großen Teil) vorhanden, wird nur meiner Meinung nach für unglaublichen Mist ausgegeben.
    Man google mal die Fischtreppe oder Brücken, die ins nichts führen…die Liste der Steuerverschwendungen ist ja länger als die Strecke zum Mond!
    Da ist aber nicht nur die Regierung „da oben“ gefragt, sondern genau das fängt schon in der kleinsten Kommune an!
    Beispiel: Wir haben hier in einem Dreitausend-Bewohner-Örtchen zwei Bushaltestellen, die mit edlen Kupfer-Regenrinnen ausgestattet wurden. Diese mussten erst zweimal entwendet werden, bis man sich besann und einfach Kunststoff anbrachte…da geht mir wirklich das Messer in der Tasche sowas von auf!
    Da muss angefangen werden!

    • OneBBO 25. September 2015 / 09:05

      Richtig! Leider fürchte ich, dass es zum Kaputtsparen führt – jetzt hat „man“ ja die Entschuldigung: die Flüchtlinge! Wer weiß, wofür die alles noch herhalten müssen als Ausrede. So könnte ja auch zum Beispiel der Solidarbeitrag, der schon auf das Wort „Solidarität“ anspielt, mit neuer Zielsetzung weiter eingezogen werden.

  2. Frau Schmidt 25. September 2015 / 09:14

    Ist nicht irgendwo auch schon von einem Flüchtlings-Soli die Rede? Total absurd

    • OneBBO 25. September 2015 / 09:21

      Alles ist möglich. Und wie auch beim letzten Soli: Werden wir gefragt? Nein. Ich verstehe das immer nicht, ich habe offensichtlich ein völlig falsches Bild davon, was Demokratie ist.

      • sandra 25. September 2015 / 09:52

        Demokratie ist offensichtlich, dass wir die Volksverdreher…äh…Treter (in den Hintern?) wählen dürfen und dann die Klappe zu halten haben und buckeln müssen. Wir wählen die, die uns aus den bereits löchrigen Taschen noch den Rest von Münzgeld klauen.

  3. pauli 25. September 2015 / 11:01

    Mit “ Wir schaffen das “ ist es nicht getan, ich möchte auch wissen, woher das viele Geld auf einmal herkommt und wie wir dafür bald bluten müssen ?!

    • OneBBO 25. September 2015 / 11:06

      Genauso ist es. Stell dir einen Film über ein Ehepaar vor, das knapp bei Kasse ist und in einem kleinen Häuschen wohnt, das noch abbezahlt werden muss, es fehlt an allen Ecken und Enden für Verschönerungs- und Erhaltungsmaßnahmen am Haus. Nun möchte die Frau ihre Eltern, Geschwister und deren Kinder aufnehmen und dafür das Haus ausbauen. Zurecht fragt der Mann – der in diesem Fall das Geld nach Hause bringt: Wie soll das gehen? Die Frau lächelt ihn an und sagt: Wir schaffen das.
      Na klar, da fragt derjenige, der das Geld verdienen muss, natürlich nicht nach.

  4. Frau Schmidt 25. September 2015 / 11:30

    Dass sich die Regierung erstmal ein Konzept einfallen lassen muss, wie WIR das schaffen, soweit so gut.
    Aber es ist ja mal überdeutlich, dass man sich den Luxus, sich dafür viel Zeit zu lassen, nicht nehmen kann. Am einfachsten wäre doch zunächst, das Asylgesetz auch mal umzusetzen, also Nicht-Anerkannte eben wieder nach Hause (bzw. sichere Länder) zu schicken.

    Ich habe mir mal angeschaut, warum dies so selten geschieht und bin fast vom Stuhl gefallen: ein Grund mit hohem Prozentsatz: der Pilot weigert sich, die Abschiebung zu unterstützen und zweitens, Ärzte weigern sich, eine Flugfähigkeitsbescheinigung auszustellen.
    Ich weiss nicht, wie es euch geht, aber im Falle des Piloten muss ich sagen, wenn ich mich mehrfach weigerte meine Arbeit zu tun, hätte ich die längste Zeit eine gehabt. Wir sind hier doch nicht bei Wünsch Dir was!

    • OneBBO 25. September 2015 / 11:37

      Interessante Gründe für Nichtabschiebung. Warum weigern sich die Piloten? Vielleicht haben sie berechtigte Ängste, von den Abgeschobenen nicht gerade freundlich behandelt zu werden? Ein einfaches „Die sollen mal ihren Job tun“, scheint mir immer schwierig. Was immer ich höre, da kommt mir die Frage: WARUM ist das so?

      • Frau Schmidt 25. September 2015 / 11:41

        Das ist natürlich nicht Bestandteil der Statistik, aber sorry, das kanns doch nicht sein! und in den meisten Fällen wird der Pilot den Abgeschobenen doch gar nicht zu Gesicht bekommen (stelle ich mir vor). Ist ja nicht so, dass jeder Abzuschiebende als EInzelpassagier befördert wird.

        • OneBBO 25. September 2015 / 11:45

          Ich finde trotzdem, dass der Grund dafür enorm wichtig ist. Welchen sollen sie denn haben? Keine Lust zu fliegen ja wohl kaum. Wer weiß, was dabei aufgedeckt wird, wenn wir eine solche Frage stellen und die Antwort erhalten würden.

          • Frau Schmidt 25. September 2015 / 11:47

            Das stimmt!

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