Noch einmal Demokratie

Wenn eine Regierung sich zwischen den Wahlen um das kümmert, mit dem zu rechnen war, so muss sie mich natürlich nicht alle drei Wochen fragen, ob’s mir recht ist. Seitenhiebe auf gebrochene Wahlversprechen lasse ich einmal beiseite.

Wenn aber plötzlich wichtige Änderungen eintreten und Dinge geschehen, mit denen nicht zu rechnen war, möchte ich gefragt werden.

Wie kommt diese Regierung dazu, den Amerikanern zu erlauben, wieder Atombomben in Deutschland zu stationieren? Wieso fragt mich niemand? Hat dich jemand gefragt?

Wie wären die Wahlen wohl ausgegangen, wenn CDU und SPD groß auf die Wahlplakate geschrieben hätten: „Wir werden wieder amerikanische Atombomben auf deutschem Boden zulassen“?

Ich möchte gefragt werden. Wenn ich mit einem Partner, einer Familie zusammenlebe, kann ich auch nicht plötzlich das Maschinengewehr des als cholerisch bekannten Nachbarn für den zügigen Zugriff im Küchenschrank lagern. Da wird sich die Familie aber leicht übergangen fühlen und vermutlich gar nicht einverstanden sein. Oder – ich bin ein Despot, dann geht das.

Ich, Ute-Marion Wilkesmann, möchte nicht, dass Amerika Atombomben in Deutschland lagert. Punkt. Ende der Diskussion.

 

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Ein Gedanke zu “Noch einmal Demokratie

  1. pauli 26. September 2015 / 08:43

    ich möchte auch keine US-Atombomben auf deutschem Boden, eine Regierung, die das
    zulässt, ist keine deutsche Regierung und man sollte sie abwählen bzw. absetzen! Amerika
    ist ein Kriegstreiber und sollte seine Atombomben, wenn überhaupt, im eigenen Land lagern !

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