Hab ich’s nicht gesagt?

Bundespolizei informiert die Öffentlichkeit nur über einen Bruchteil der festgestellten Flüchtlinge

22.10 Uhr: Die Bundespolizei informiert die Öffentlichkeit nur über einen Bruchteil der festgestellten Flüchtlinge. Das berichtet „Spiegel Online“ unter Berufung auf interne Unterlagen des Bundesinnenministeriums. Demnach hätten Polizisten in Bayern von Montag bis Donnerstag der vergangenen Woche insgesamt etwa 32.000 Personen aufgegriffen. Diese Zahl meldete der Bundespolizei-Einsatzabschnitt München an die Stabsstelle Öffentlichkeitsarbeit nach Potsdam. Doch der Öffentlichkeit seien für den Zeitraum lediglich rund zehntausend illegale Einreisen gemeldet worden, berichtet „Spiegel Online“.

„Wir verkaufen die Öffentlichkeit für dumm“, sagte „Spiegel Online“ zufolge ein hochrangiger Bundespolizist aus dem Freistaat. Das Präsidium der Bundespolizei wehre sich gegen den Vorwurf. Es sei nicht möglich, „alle Migranten zu registrieren“. Es würden nur die von ihr vollständig erfassten Flüchtlinge vermeldet.

Ein Vertreter der Bundespolizei habe in einer internen Telefonschalte mit anderen Sicherheitsbehörden jedoch Probleme eingeräumt, so der Bericht: Man behandele „aufgrund des zeitlichen Aufwands und rechtlicher Begrenzungen“ lediglich ein Drittel der kontrollierten Personen „erkennungsdienstlich“. Nur diese müssten Fingerabdrücke abgeben, würden fotografiert und gemessen. Der Rest werde mehr oder weniger im Schnellverfahren in die Erstaufnahmeeinrichtungen geschickt.

Quelle:

http://www.focus.de/politik/fluechtlingskrise-im-news-ticker-wir-verkaufen-die-oeffentlichkeit-fuer-dumm-polizei-meldet-nur-bruchteil-der-fluechtlinge_id_4983965.html

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7 Gedanken zu “Hab ich’s nicht gesagt?

  1. Frau Schmidt 1. Oktober 2015 / 09:50

    Und da wundert sich hoffentlich keiner mehr über Ängste und den Zulauf, den die rechten Parteien bzw. deren Gedankengut verzeichnet.
    Es wäre früher einfach undenkbar gewesen, zig Zehntausende Fremde im Land zu haben, von dener keiner (was) weiß. Schlimmer: noch immer kein Signal, dies sofort zu stoppen! Haben die den komplett den Verstand verloren?

    • OneBBO 1. Oktober 2015 / 09:54

      Nein, da wundert sich niemand mehr. Aber in Facebook gibt es immer noch Leute, die andere, die dies kritisch sehen, ungehemmt als „A***löcher“ bezeichnen. Menschenwürde im eigenen Land gilt offenbar nicht?

      • sandra 1. Oktober 2015 / 13:35

        Die kritischen Menschen werden als Staatsfeindlich oder gleich als Nazi abgetan. Meinungsfreiheit? Nö, gibt es nur noch auf dem Papier.

        • Frau Schmidt 1. Oktober 2015 / 14:12

          Über den Punkt, wo sich der „normale“ Bürger damit zum Schweigen bringen ließ, ist meiner Meinung nach überschritten. Wenn man sich anschaut, wie stark die Stimmung in vier Wochen gekippt ist….

          • OneBBO 1. Oktober 2015 / 14:20

            Wir werden sehen… was als nächste Keule kommt.

  2. Paul 1. Oktober 2015 / 15:06

    München – Seit Anfang September sind nach Angaben des bayerischen Innenministers Joachim
    Herrmann (CSU) zwischen 270.000 und 280.000 Flüchtlinge nach Deutschland eingereist. „Das sind in einem Monat mehr als im ganzen Jahr 2014“, sagte Herrmann am Mittwoch im bayerischen Landtag. Es sei offenkundig, „dass das schon in Kürze überhaupt nicht mehr organisatorisch“ verkraftbar sei.
    Entscheident sei daher, „dass wir den Zuwanderungsdruck an den deutschen Grenzen reduzieren“, sagte er. Herrmann bekräftigte die Forderung nach schneller Ausweisung abgelehnter Asylbewerber. Angesichts der hohen Einreisezahlen müsse erreicht werden,
    „dass noch schneller und dass noch konsequenter vorgegangen wird“.
    Bayern werde mit dem Bund darüber reden, die im europäischen Recht vorhandenen Möglichkeiten „noch intensiver“ zu nutzen. An den Flughäfen laufe dies bereits „sehr schnell
    und vernünftig“. Es gehe aber auch darum, dass „unmittelbar an unseren Grenzen sofort
    Schnellverfahren stattfinden können“, sagte der Minister. So könnten Flüchtlinge aus sicheren
    Herkunftsländern „unmittelbar wieder zurückgeführt werden“. AFP

    • Frau Schmidt 1. Oktober 2015 / 15:38

      Jaja….es müsste hier und es müsste da. Im Konjunktiv lebt es sich doch prima. Wahrscheinlich muss erst was richtig Schlimmes passieren….

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