Aufarbeitung Köln

Wie wird im Nachhinein mit den Massenübergriffen in Köln umgegangen?

Es wird natürlich sofort die Befürchtung laut, dass die Rassisten das ausnutzen. Hmm, das wundert mich jetzt nicht, dass sie es ausnutzen. Wer würde nicht etwas ausnutzen, das ihm so auf einem Silbertablett serviert wird?

Ich las heute dann, und das ist wieder mal Gutmensch pur, es sei völlig egal, welchen kulturellen Hintergrund die Gewalttäter haben.

Öhm, wie bitte? In einem stimme ich dieser These zu: Für die einzelne Frau, die zum Opfer wird, spielt das wirklich keine Rolle. Ob blonde, rote oder schwarze Haare auf der Hand sprießen, die mich belästigen, ist mir egal, ich finde es widerlich.

Aber wenn eine Gruppe von mehreren Hundert Männern mit – mittlerweile aus Polizeiberichten bekannt gewordenen – bestimmtem Migrations- und Flüchtlingshintergrund systematisch Frauen sexuell missbraucht, da darf man doch einmal drüber nachdenken, auch laut, was das für eine Gesellschaft bedeutet und wie damit so umgegangen wird, dass es nicht zur Regel wird und die Armlänge in die Rechtsprechung eingeht. Es sei denn, mir kann jemand Fälle in den letzten 10 oder 20 Jahren nennen, wo ähnliche Vorfälle in dieser massiven Zahl bei Männern nur aus Westeuropa vorgekommen sind. Dann ziehe ich mein Argument zurück.

 

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16 Gedanken zu “Aufarbeitung Köln

  1. e.k. 8. Januar 2016 / 08:14

    Bemerkenswert ist auch, dass die Vorgehensweise der Täter mit dem „arabischen Frühling“ –
    Vergewaltigungen auf dem Tahrir Platz verglichen wird.

  2. Frau Schmidt 8. Januar 2016 / 08:18

    Ich finde ebenfalls, dass hier sehr wohl die „Kultur“ eine Rolle spielt, aus genau den von dir genannten Gründen.
    Die Armlehne empfinde ich als Hohn und ebenso die Ankündigung, mit der vollen Härte des Gesetzes vorzugehen. Was die verfehlte Ausländer- (nicht speziell Flüchtlings-) Politik angerichtet hat, sieht man gut in Chorweiler, Neukölln und Marxloh. Peinlicher wird es eben noch durch Aussagen von Politikern, die die öffentlichen Kräfte kaputtsparten und ihnen nun Versagen vorwerfen!

    • OneBBO 8. Januar 2016 / 08:21

      Genau so ist es – Kultur spielt hier eine Rolle, nicht die „Rasse“. Und ich denke, dass dieser Unterschied den meisten Menschen klar ist. Aber wie immer – wird das dann in einen Topf geworfen.

  3. Andreas 8. Januar 2016 / 08:29

    Natürlich spielt die Kultur eine Rolle, Vergleiche bspw. mit Oktoberfest sind vollkommen absurd.

    Natürlich muss man die Nationalität, Herkunft und vor allem Ideologie dahinter klar benennen dürfen!
    „Viele Araber kennen keine Freiheit für Frauen [ ] Sie sind für sie wie Tiere, die man anfassen darf.“ Quelle:
    http://www.n-tv.de/politik/Wie-arabische-Medien-ueber-Koeln-berichten-article16718511.html
    Polizei ist jetzt der Sündenbock, dabei wurden in den letzten Jahren 16.000 Stellen gestrichen!

    • OneBBO 8. Januar 2016 / 08:33

      Heute morgen habe ich in den Nachrichten gehört, dass die Polizei eine der Berufsgruppen mit dem höchsten Ansehen in der Bevölkerung ist, höher als Bundeswehr, Politiker (hahaha) usw. Das finde ich erfreudlich, obwohl die Medien doch in den letzten Jahren systematisch die Polizei niedergemacht haben.

      • Andreas 8. Januar 2016 / 08:43

        Ja, ich finde die Polizei hat mehr Anerkennung verdient und auch eine bessere Bezahlung und Ausstattung. Wenn ich manche Dienststellen sehe (muss dort wegen Anzeigen gegen Kreditkartenbetrüger gelegentlich hin) dann fühle ich mich wie in einem Tatort mit Manfred Krug. Es ist eine Schande in was für Räumen und was für Mobiliar die dort hausen!

        Und am 07.01. noch von „weitgehend unaufgeklärt“ zu sprechen ist eine Frechheit!

        „Lehr warnt vor einer „schrecklichen Debatte“, in der die – noch weitgehend unaufgeklärten – Übergriffe auf Frauen am Kölner Hauptbahnhof instrumentalisiert würden, um „gegen Flüchtlinge insgesamt Stimmung zu machen“.“

        http://www.berliner-zeitung.de/medien/pressekodex-zu-den-vorfaellen-an-silvester-darum-sollen-die-medien-die-herkunft-der-koelner-taeter-nennen,10809188,33476312.html

        • OneBBO 8. Januar 2016 / 08:49

          Ich stimme Lehr da sogar zu. Meine Stimmung richtet sich nicht gegen Flüchtlinge im Allgemeinen, sondern dagegen, dass ihnen nicht deutlich gezeigt wird, was hier angebracht ist und was nicht. Und natürlich gegen die hohe Zahl, die ins Land gelassen wird. Genug Menschen haben seit letztem Herbst davor gewarnt, dass „wir“ uns Riesenprobleme mit diesen hohen Zahlen vorwiegend junger und häufiger traumatisierter Männer ins Land holen.

  4. karengraceholmsgaard 8. Januar 2016 / 08:31

    Den Begriff “Lügenpresse” fand ich vor einem Jahr noch daneben unpassend, wie auch immer.
    Aber so langsam würde ich sagen “Verschleierungspresse”, oder “Gutmenschenpresse”.
    Seit über 20 Jahren lese ich wöchentlich den “Stern”.
    Aber nun habe ich das Abo gekündigt, weil auch dieses Magazin seinen früheren Biss verloren hat.

    Heiße Themen werden kaum noch angepackt.
    Da wird lieber über den Fettgehalt von sauren Gurken berichtet, oder über den Einfluss der Sonnenstrahlen auf das Liebesleben der Pflastersteine.
    Haben die Angst vor Anschlägen, oder vor zu kritischen Leserbriefen?
    Angst davor sich unbeliebt zu machen?
    Ich weiß es nicht.

    Wenn das so weitergeht, dann ist die Presse bald vollkommen steril.

    Dann haben wir wieder alle Pläne erfüllt, die Menschen haben sich alle lieb und es ist auch sonst alles bingo-bongo…
    Den Kindern geht es gut, es gibt keine Arbeitslosen und keine Obdachlosen, das hatten wir alles schon mal, dieses Land nannte sich DDR und war furchtbar.
    Übrigens eine Tageszeitung habe ich schon lange nicht mehr…
    Und wieder einmal werden die Opfer (also die sexuell belästigten Frauen) zu Tätern gemacht.
    Das ist nicht neu.

    Und es ist vollkommen egal, was diesen Männern in ihrem Leben und auf der Flucht schlimmes widerfahren ist, Unrecht macht aus Unrecht, kein Recht, das ist nun einmal so.
    Und Alkohol sollte auch nicht immer die Entschuldigung für ein Fehlverhalten sein, darauf wird ja auch immer eine Menge geschoben.

    Gruß Karen

    • OneBBO 8. Januar 2016 / 08:36

      Da stimme ich dir in allen Punkten zu. Ich fand es z.B. auch immer schon lächerlich, dass Alkoholkonsum ein strafmindernder Grund ist. Das Gegenteil sollte der Fall sein.

      • karengraceholmsgaard 8. Januar 2016 / 08:40

        Ich habe nichts gegen Menschen die die Kulturdroge Alkohol konsumieren.
        Aber dann sollen sie das entweder in Maßen tun, oder wenn es mehr sein soll, dann im stillen Kämmerlein und dann dieses Kämmerlein nicht mehr verlassen…
        Von mir aus!
        Gruß Karen

        • OneBBO 8. Januar 2016 / 08:43

          Ich habe nur vom Strafmaß gesprochen, nicht von den Menschen an sich.

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