Einkäufe

13. Aug. 2016: Warum?

Regional einkaufen? Super, dafür bin ich. Bei kleinen Händlern kaufen statt beim Discounter? Super, dafür bin ich auch. So meine Grundeinstellung.

In diesem Sommer habe ich gelernt:

  • Obst und Gemüse in der besten Qualität gab es häufig bei…. Aldi.
  • Regionale Produkte bekam ich in einer Bio-Ecke eines Tierfutterladens, Qualität mäßig (keine Kühlung, Ware alt)
  • Wochenmarkt – nicht zu normalen Tageszeit zu erreichen

Fazit: Wer als Großstädter nicht einen guten Markt in der Nähe hat, muss entweder frisches Obst und Gemüse sehr teuer kaufen oder eben auf Discounter und große Supermärkte ausweichen. Die Erdbeeren dieses Jahr waren verwässert, keine Frage, dafür können die Produzenten nichts. Warum habe ich dann die besten Erdbeeren dieses Jahr bei Netto (2 x) und Aldi (3-4 x) gekauft? Die ersten deutschen Frühkartoffeln wurden dieses Jahr im Netto (1. Juli-Woche) angeboten.

Ich habe mal ein ganzes Buch darüber geschrieben, dass auch mit Hartz-IV-Budget ein gutes Essen möglich ist. Das ist es heute auch noch – aber nur mit Discounter! Es ist ein Teufelskreis, ich weiß, aber ich sehe nicht ein, dass ich aus lauter Begeisterung für Bio teure und schlechte Ware in einer schummrigen Bioecke kaufen soll. Auch beim Bioladen, der mich beliefert, geht die Qualität bergab: eine angeschimmelte Süßkartoffel, völlig verdrecke Kartoffeln und anderes Gemüse mit Erdklumpen dran? Nö.

Die Einkaufslandschaft hat sich in den letzten Jahren verändert. So leid es mir tut – die Discounter werden attraktiver.

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9 Gedanken zu “Einkäufe

  1. Frau Schmidt 13. August 2016 / 17:54

    Leider sind ja nicht nur die Erdbeeren, sondern auch die Begriffe verwässert. Ich meine gelesen zu haben, dass „regional“ auch recht großzügig ausgelegt werden kann 😦
    Reichte es nicht sogar, wenn der Vertreiber in der Region ist?

    • OneBBO 13. August 2016 / 17:56

      Alles sehr dehnbar. Irgendwann wird es reichen, wenn der Käufer aus der Region kommt. 🙂

      • sandra 14. August 2016 / 10:21

        „wenn der Käufer aus der Region kommt“ 😆
        Finde ich auch schade. Mein Supermarkt wird immer teurer und das Bioangebot lässt zu wünschen übrig. Der Discounter liegt nicht um die Ecke. Das nervt mich zunehmend. Gesunde Ernährung wird für bestimmte Personengruppen bald ganz unerschwinglich sein.

        • OneBBO 14. August 2016 / 11:25

          Ich hoffe immer noch auf eine Gegenbewegung 🙂

  2. Marita 14. August 2016 / 14:30

    Gestern habe ich mich getraut und mir auf dem Wochenmarkt 200 g Kirschen aus regionalem, konventionellen Anbau gekauft, in Bio-Qualität waren keine mehr zu bekommen ( Kirschen gehören zu meinen Obst-Favoriten )
    Schon etwa fünf Minuten nach dem Verzehr merkte ich, dass auf der Zunge und innen an der Unterlippe schmerzhafte “ Quaddeln “ im Anmarsch waren – wie leider sehr oft bei konventionell angebauten Obst wie Nektarinen, Äpfel, Kirschen, Trauben und Beerenfrüchte, aber auch bei Paprikaschoten, Tomaten, Gurken u.a.m.

    Obwohl hier das Angebot für regionale Bio-Produkte einigermaßen gut ist, ist es auch bei uns leider so, dass die Auswahl bei konventioneller Ware sehr viel größer ist.
    Ich hoffe ebenfalls sehr auf eine Gegenbewegung 🙂

    • OneBBO 14. August 2016 / 14:31

      Zum Glück bin ich nicht so empfindlich, ich vertrag nicht-bio genauso gut wie bio.

      • sandra 14. August 2016 / 20:12

        Ich leider nicht. Bei konvi Salatgurke wird mir grundsätzlich übel und bei konvi Erdbeeren bekomme ich einen juckenden Ausschlag. Bei Bio passiert das nicht. Auf irgendein Spritzmittel reagiere ich offensichtlich. Mehr Bio wäre schön.

        • OneBBO 15. August 2016 / 07:32

          Wieder besseres Bio wäre auch schön.

  3. anna 25. August 2016 / 22:30

    Unser Biomarkt ist gut geführt und ich nutze meist Angebote. Kaufe aber auch bei Aldi und Edeka.
    Eier gibts im Nachbarort, Freilandhaltung und 25 Cent pro Stück, da kauf ich auch nicht die teuren Bioeier. Ich wasche das Gemüse und Obst immer heiß ab und hatte damit nie ein Problem, egal ob Bio oder konventionell. Ich glaub auch nicht, dass es einen riesen Unterschied für die Gesundheit macht, ob man sich Bio oder konventionell ernährt, und hätten wir nicht dieses riesige Angebot an Nahrung, würde man gar nicht über verschiedene Ernährungsstile diskutieren müssen. Dann wäre Nahrung das was es ist: „Lebens“mittel.
    Aber gut zu Essen macht halt auch Spaß. Was für ein unterschätzter Luxus!

    Anna

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