Rezept der Woche: Gut bürgerlich

5. Feb. 2016: Eintopf

Hoppla, sage ich Eintopf? Wie altbacken! Natürlich schmeckt das nur, wenn ich es „One-Pot-Linsengericht“ oder „Dhal mit Gemüse“ nenne. Für alle die unter euch, die noch gerne Eintopf essen, nenne ich das Kind beim Namen: Klassischer Linseneintopf. Zu Hause bei uns gab es früher immer samstags Eintopf, mal mit weißen Bohnen, grünen oder gelben Erbsen, aber auch mit Graupen. Graupen haben wir dann ab einem gewissen Jahr nie wieder gegessen, weil wir eine „lebendige“ Tüte hatten. Aber die anderen Eintöpfe habe ich noch als sehr lecker in Erinnerung. Natürlich geht Eintopf auch ohne Fleisch. Gerade Eintopf braucht es nicht. Mein Gast war begeistert – er kannte Eintopf in dieser Art nicht und ist willens, gerne eine Wiederholung zu verzehren.

Dringend empfehle ich für Eintopf- und Hülsenfruchtliebhaber die Anschaffung eines Schnellkochtopfs. Schon bei uns zu Hause nutzte meine Mutter ihn für die Eintöpfe, dabei waren die damaligen Systeme noch viel komplizierter (auch zu reinigen) und etwas risikoreicher. Tellerlinsen, wie ich sie im Rezept verwendet habe, haben eine Kochzeit von ca. 40 Minuten, d.h. das Gericht lässt sich auch mit einem normalen Topf in annehmbarer Zeit zubereiten.

Bemerkenswert an diesem Eintopf ist auch, dass er quasi für jede „Küche“ geeignet ist: fettfrei, vegan und vollwertig.

Linseneintopf klassisch

linsen

In den Schnellkochtopf geben:

  • 120 g Tellerlinsen
  • 130 g Kartoffeln in Stücken
  • 115 g Sellerie in Würfeln
  • 125 g Porree in Ringen
  • 95 g Möhre in Halbscheiben
  • 30 g Zwiebel in Würfeln
  • 2 Lorbeerblätter
  • 500 g Wasser

14-15 Min. kochen auf Stufe II, langsam abdampfeln lassen. Würzen mit

  • 1 TL Salz
  • 1/4 TL Pfeffer
  • 2 EL Essig (bei mir: Balsamico-Essig von der Ölmühle Ditzingen)

 

 

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4 Gedanken zu “Rezept der Woche: Gut bürgerlich

  1. Sabine G 5. Februar 2017 / 11:32

    Wie die Zeiten sich ändern. Als Kind löste das Wort Eintopf schrecklichste Assoziationen aus. Bei uns gab es Freitags immer Eintopf – quer durch den Garten – mit einer Brühe aus ausgekochtem Fleisch, welches dann kleingeschnitten als Einlage hineinkam und Gemüse (Erbsen, Möhren, Lauch, Bohnen, Kartoffeln). Es gab jedoch nie Erbsen- oder Linseneintopf. Die erste Linsensuppe habe ich mit 22 Jahren gegessen, die mir dann schmeckte. Heute liebe ich diese Gerichte, jedoch anders zubereitet, natürlich fleischlos, sämiger und schmackhafter. Es gibt so vielfältige Variationen. Die Zubereitung damals war eher der Geldknappheit geschuldet. Die Eintöpfe meiner Mutter heutzutage sind sehr lecker. Fazit: dieses Rezept liest sich für mich nachkochenswert.

    • OneBBO 6. Februar 2017 / 07:03

      Offensichtlich erwecken Eintöpfe Erinnerungen 🙂

  2. merlehummrich 5. Februar 2017 / 19:25

    Ach lecker. Ich liebe Eintöpfe.. esse auf der Arbeit fast jeden Tag welche. Die kann man am Wochenende gut vorbereiten, dann in Tupperdosen tun und auf der Arbeit warm oder kalt genießen. Mach ich seit einem halben Jahr und habe so 18 Kilo abgenommen.

    • OneBBO 6. Februar 2017 / 07:04

      Abnehmen mit Eintöpfen – ein wunderbarer Buchtitel.

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