Juni – Erdbeerzeit

Rohkost konsequent zu machen, hieße für mich, im Grunde alles so zu essen, wie die Natur es anbietet. Also keine Verarbeitung außer schneiden und leicht würzen. Das wird aber, wenn man nicht zu den ganz Harten gehört, schon eine echte Herausforderung, wenn man das über lange Zeit führen möchte. Es sei denn, man kauft viel Exotisches, was es meiner Ansicht nach auch nicht sein kann.

Also machen wir uns die Rohkost schmackhaft, indem wir sie mit allem anreichern, was das Qualitätsmerkmal „roh“ trägt. Das hat zu Auswüchsen geführt, die ich nicht mehr teilen kann. Ein Gemüse-Pülverchen mag vorsichtig hergestellt worden sein, aber bis es bei mir ankommt, ist das so „lebendig“ wie ein gekochtes Gemüse, nämlich mausetot. 😉 Damit Rohkost schneller sättigt und abwechslungsreicher im Geschmack ist, bedarf es für „Normalmenschen“ Zutaten wie reichlich Nüsse und Fett. So kann man das auch häufig in Rohkostrezepten sehen – da dreht sich mir teils der Magen. Als ich noch regelmäßig Rohkostphasen eingelegt habe, hatte ich durchaus auch diesen Trend, ich gebe es zu. Heute würde ich so mein Essen nicht mehr zubereiten, wobei meine Rezepte vom Fettgehalt her sogar noch relativ zurückhaltend waren, weil ich nie die Abneigung vieler Rohköstler gegen Getreide geteilt habe.

Hier also eine leckere Rohkost-Torte – recht gehaltvoll, wie gerade ausgeführt, aber auch wirklich köstlich. Nichts für jeden Tag, aber für einen besonderen Tag kann ich sie empfehlen.

 

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