Bruker und Ernährungswissenschaftler

Nur weil Ernährungswissenschaftler heute einhellig etwas empfehlen, ist es nicht unbedingt verkehrt.

Und nur weil ein Schulmediziner etwas sagt, muss das auch nicht per se falsch sein.

Ich finde das merkwürdig, wie es aus bestimmten Ecken immer tönt: „Ach, die sind nur auf Geld aus, die Ärzte“, sobald ein Arzt, vielleicht sogar ein Facharzt etwas sagt, oder „Die Ernährungswissenschaftler haben keine Ahnung!“.

Das heißt nicht, dass ich alles blind glaube, was diese Menschen mir sagen. Aber ich gestehe ihnen erst einmal das bessere Wissen zu. Dass ich kritisch bleibe, ist natürlich – es gibt in jedem Beruf Scharlatane.

Ketzer-Ute sagt:
Und wenn Bruker viel früher gelebt und bewiesen hätte, dass die Welt eine Scheibe ist, würden dann jetzt alle Bruker-Anhänger immer noch überzeugt sein, dass wir über eine flache Erde laufen?

Zweifel sind immer erlaubt, sowohl an etabliertem Wissen als auch an überholtem oder nicht belegtem, nur plausiblem Wissen.

 

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4 Gedanken zu “Bruker und Ernährungswissenschaftler

  1. Daniela 23. Juni 2020 / 20:38

    Da stimme ich zu! Immer wieder mal denke ich mir, was Dr. Bruker wohl zu manch neueren wissenschaftlichen Erkenntnissen gesagt hätte, wie er zu aktuellen Themen stehen würde, ob er heute alles noch genau so vertreten würde. Wir werden es leider nicht erfahren…
    Nicht, dass ich seine Arbeit in Frage stellen möchte, mich würde das ehrlich interessieren.

    • OneBBO 24. Juni 2020 / 09:09

      Eine interessante Frage. Andererseits glaube ich nicht, dass – bei allem Respekt – Bruker sehr offen für Kritik war. Ich wüsste auch Anhieb kein Beispiel, wo er einmal auf Kritiker wirklich eingegangen ist (Konflikt mit Leitzmann, der ja nun auch kein totaler Dummkopf ist.) Natürlich kenne ich sein Lebenswerk nicht genau genug, um das zu behaupten, aber das ist so der Geschmack, der bei mir zurückbleibt.

  2. Daniela 24. Juni 2020 / 11:55

    Ja, das vermute ich auch ein wenig.
    Gerade Professor Leitzmann macht mir einen extrem kompetenten und menschlich eigentlich auch korrekten und verlässlichen Eindruck. Es bleibt wohl einfach nichts besseres übrig, als sich selbst ein möglichst umfassendes Bild zu machen und kritisch mitzudenken. Mittlerweile habe ich Zweifel, dass es für alle Fälle nur die eine Lösung, nur die eine Wahrheit, in allen Details unantastbar, gibt. Vielleicht muss man einfach je nach Situation ein wenig anpassen.

    • OneBBO 24. Juni 2020 / 14:50

      Grundsätzlich denke ich, sind ja alle menschlichen Körper nach einem Muster gebaut. Aber ich stimme dir zu: In Details (mal abgesehen vom Vorliegen einer Krankheit, dann gilt das sowieso) kann und sollte eine Ernährung angepasst werden.

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