Namensänderung

Der eine oder andere hat es vielleicht schon bemerkt: Dieser Blog heißt nicht mehr Vollwertskandale. Der Grund ist einfach: Ich koche nicht mehr 100 % vollwertig (nach Bruker) und ich habe so viel Kritik an der Vollwertigkeit, wie sie nach Bruker praktiziert wird oder werden soll, dass das für mich nicht mehr passt.

Nach wie vor stehe ich dazu, dass Bruker enorm viel geleistet hat. Das entspricht aber einfach nicht mehr unserer Zeit (sein Frauenbild wurde vor Jahrzehnten schon kritisiert), den wissenschaftlichen Erkenntnissen und last but not least meiner persönlichen Erfahrung.

Da wäre es unredlich, mich weiterhin mit dem Titel „Vollwertlerin“ zu schmücken. Wobei ich mich keineswegs von diesen 15 Jahren distanzieren möchte. Es war eine Zeit mit vielen Entdeckungen, ich konnte in vielen Punkten Althergebrachtes in der Vollwerternährung auf einen modernen Stand bringen und habe auch ein paar Dinge entdeckt, die für Veganer, Vollwertler und Veganer wichtig sind. Da denke ich einmal an die Schokolade, die vor mir in dieser Weise niemals hergestellt wurde, und zum anderen auch an die Wilkesmannsche Formel. Eine Freundin von mir backt immer noch danach, weil sie wegen einer Rheumaerkrankung jegliches Tierweiß meiden muss.

Ich finde es bedauerlich, dass in Lahnstein vermehrt auf die Psychoschiene gesetzt und nicht die Brukerschen Erkenntnis in einen angemessenen zeitlichen Rahmen gesetzt wird. Wissenschaftliches, belegtes Wissen wird einfach negiert – ich erinnere mich noch gut daran, dass vor wenigen Jahren das Buch über die Nichtexistenz von Viren hochgelobt wurde. Hmmm. Auch das Märchen von der Zahngesundheit nur durch vollwertige Ernährung hat sich aufgelöst. Honig ist, das müssen auch die Vollwertler zugeben, schädlich für die Zahngesundheit, genau wie der weiße Zucker. Alternative: Pappkuchen essen. Nee, danke, schmecken soll’s schon.

Interessant da auch Gespräche mit Zahnärzten über die allgemeine Zahngesundheit. Viel mehr alte Menschen benötigen keine dritten Zähne als früher – und das geht auf die professionelle Zahnreinigung zurück – genau wie die gesünderen Zähne von Kindern.

Mein Standpunkt ist heute, dass die Verwendung von vollwertigen Produkten (Mehl, Nudeln, Reis usw.) und ein großer Frischkost- und Gemüseanteil sehr wichtig für unsere Gesundheit sind. Das geht aber auch ohne Tunnelblick. Und ich habe noch nie gehört, dass der Großteil der Über-Hundertjährigen sich strikt nach Bruker ernährt. Wenn ich genau überlege, kenne ich eigentlich keinen Fall, wo das beschrieben wird. 🙂

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5 Gedanken zu “Namensänderung

  1. Daniela 18. März 2021 / 11:19

    Ich teile deine Gedankengänge, auch die zum Thema Brukerhaus.
    Liebe Ute, wie der Name deines Blogs auch sein mag, ich werde ihn immer gerne lesen und empfinde deine Beiträge von je her als Bereicherung und deine Gedanken als sehr interessant und wertvoll. Für mich wirst du immer eng mit der Vollwertkost verbunden sein, was du für die Vollwertkost getan hast, sucht seinesgleichen! Auch ich habe unsagbar viel von dir erfahren und gelernt und danke dir herzlich für all deine Arbeit und die vielen schönen Aktionen und Themen hier. Ich erinnere mich sehr gerne an diese Jahre und bin stets interessiert an Weiterentwicklung. Danke, dass du wieder Beiträge hier mit uns teilst.

    • OneBBO 18. März 2021 / 11:36

      Das ist ja ein Kommentar, der mich zart erröten lässt 🙂 VIelen Dank! Ich bin auch froh, mir eine recht lange Blogpause gegönnt zu haben. Ab und an braucht man das. Ich kann auch gar nicht sagen, warum ich wieder angefangen habe. Vermutlich, weil ich meinte, etwas zu sagen zu haben.
      Mit Freude sehe ich auch, dass doch einige der Leser und Leserinnen aus der „guten alten Zeit“ immer noch dabei sind.

  2. Helmut 22. März 2021 / 23:38

    Hallo Ute,

    …..

    🙂 Helmut

    • OneBBO 23. März 2021 / 10:34

      Dein Kommentar war fast so lang wie mein Beitrag (331 : 374 Wörter). Sowas lese ich gar nicht erst. Ein Satz reicht da schon.

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