Morphy Richards: Etwas Kritik

Eric findet es toll, dass ich eine neue Küchenmaschine habe. Der Nachschub an Essbarem und Süßem steigert sich. 😉

Gestern also wollte ich einen Apfelkuchen machen, der aus drei Schichten besteht: Rührteiggrundlage, Äpfel und eine Sahnedecke.

Eigentlich hätte sich ein Marmorkuchen eher für so einen Test geeignet, aber wir hatten Hunger auf einen Obstkuchen. Zuerst habe ich Butter und Zucker schaumig geschlagen:

Voller Begeisterung für den ganzen Krempel hatte ich leider das Ei vergessen und wunderte mich nach der Mehlzugabe über die Festigkeit des Teigs.

Die „Schlagbesen“ haben das aber gut ausgehalten.

Sehr praktisch sind die beiden Schaber: einer hält die Wand (relativ) sauber, der andere den Zylinder in der Mitte.

Nachdem ich noch Hafermilch hinzugegeben habe, wurde es auch ein schöner Teig. Schon da habe ich eines gelernt: Besser erst die trockenen Zutaten in die noch offene Schüssel geben, es fällt sonst falsch und eher oben auf die Einrichtung in der Mitte. Außerdem habe ich den Löffel zu tief reingehalten, als ich etwas Mehl nachher einfüllen wollte, und es machte „zack“, der Löffel geriet zwischen die Teigschläger. Zum Glück ist nichts passiert, weder mein Arm noch der Rührer sind deformiert, 😉 aber eine Lektion hatte ich intus.

Dann sollte die Maschine auch den Sahneguss meistern. Dafür waren erst einmal drei Eier schaumig zu schlagen. Logisch wäre es gewesen, dafür die Schneebesen einzusetzen – aber das war mir zu lästig. Dazu weiter unten mehr bei meinen Kritikpunkten.

Es ging aber auch so. Statt saurer Sahne habe ich eine Skyr-Frischkäsemischung genommen. Der Frischkäseanteil blieb teils etwas kleinklumpig, was aber durchaus an meiner Ungeduld liegen könnte.

Mittlerweile bin ich deutlich sicherer im Zusammenbau der Teile und Einsortieren in den „Ordnungsbehälter“.

Auch wenn das jetzt kein Härtetest (mit einem 500-g-Mehlanteil) war, so bin ich bisher mit dem Teigergebnis zufrieden. Ich habe mittlerweile aber auch Nachteile entdeckt, die mehr mit der „Organisation“ und dem „Platz“ zu tun haben.

Nachteile

Das Gerät ist kompakt. Aber wenn ich es benutzen will, muss ich ja den Einsatz für die Geräte herausnehmen und irgendwo ablegen. Wenn ich nicht gerade die Schneebesen nutzen will, muss ich sie trotzdem herausnehmen, um an die anderen Dinge zu kommen.

Hier liegen die Rührbesen wie ein Insekt auf dem Rücken. Die Knethaken funktionieren für sich, kein Problem. Aber die Teigschläger (blau) muss ich statt der Rührbesen in die Halterung einsetzen: Halterung öffnen mit zwei Kunststoff-Laschen, jeden Rührbesen einzeln herausziehen, jeweils Teigschläger einsetzen, in die kleine Einheit drücken. Klingt jetzt vielleicht nach noch mehr, als es eigentlich ist – aber wenn die Rührbesen oder Teigschläger schon benutzt sind, wird das ein teigiges Vergnügen.

Dazu kommt, dass die Rührbesen die oberste Einheit sind, die ich herausnehmen muss, wenn ich an die anderen beiden Rührer kommen will. Das finde ich extrem unpraktisch. Wer macht den mehr Ei-Schnee als Teige? Da bin ich sicher nicht die Einzige. Mag sein, diese Anordnung ist die einzige, die so ein praktisches Zusammenstecken ermöglicht. Handlich ist sie trotzdem nicht.

Ein weiterer kleiner Kritikpunkt ist die Größe der Schüssel. Ich habe zum Glück eine Waage, auf der ich auch Größeres wiegen kann. Dazu kommt, dass ich die Schüssel nach dem Wiegevorgang noch in die Grundhalterung einrasten lassen muss. Wie das bei größeren Mengen funktioniert, weiß ich nicht. Beim Thermomix ist das kein Problem, den muss ich quasi nur von oben in die Halterung drücken. Hier aber muss ich drehen und einen „Rastpunkt“ finden.

Wenn der Mixstar auch noch den Pizzateig schafft, werde ich sie behalten. Der Pizzateig ist relativ wenig an Menge. Da bin ich nicht so sicher, ob die Knethaken greifen. Aber ich werde berichten. 🙂

4 Gedanken zu “Morphy Richards: Etwas Kritik

  1. Doris 12. Juni 2021 / 21:47

    Hallo! Mich würde interessieren, aus welchem Grund Sie diese zusätzliche Maschine nutzen möchten? Der Thermomix kann das doch alles perfekt und ohne große Umstände? Ich habe meine Bosch-Küchenmaschine nie wieder benutzt, seit ich den Thermomix habe. Der einzige Nachteil bei Broten ist manchmal, dass er auch keine Teige über 750g Mehl schafft, aber da wir nur 3 Personen sind, schreibe ich die Rezepte eben um, gibt es öfter frisches Brot. Trotzdem viel Freude beim weiteren Ausprobieren, finde es ganz spannend. Liebe Grüße, Doris

    • OneBBO 12. Juni 2021 / 21:53

      Rührteige im Thermomix werden nicht immer gut und alles hängt in diesem Mixbecher und am Messer fest. Das kriege ich nicht wirklich ohne größere Rückstände raus. Auch Hefeteig, wenn er etwas loser ist, verklebt alles. Der Tipp „TM mit Teigresten auf Stufe 10 einige Sekunden laufen lassen“ ergibt dann zwar ein paar Schlänglein mehr Teig am Rand, aber die „Sauerei“ bleibt trotzdem. Das verklebte Messer einfach in die Spülmaschine zu tun, ist auch keine Lösung, denn es bleiben Reste, die dann mühsam entfernt werden wollen. Weil mich der Thermomix für Teig so nervt, habe ich mehrere Jahre lang wieder ein Handrührgerät benutzt.

  2. Doris 13. Juni 2021 / 20:58

    Danke für die Antwort, das kann ich auch verstehen, das Saubermachen ist manchmal lästig. Stört mich aber zum Glück nicht genug😉. Liebe den TM trotzdem. Liebe Grüße

    • OneBBO 14. Juni 2021 / 11:24

      Ich mag meinen Thermomix übrigens auch 🙂 Es gibt ein paar Sachen, die gehen mit keinem anderen Gerät einfacher wie z.B. der Ketchup, den ich regelmäßig herstelle, oder auch Suppen. Gibt natürlich noch mehr, aber das fiel mir auf Anhieb ein.

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