Gender-Aufreger

Gestern bekam ich eine Email von Thermomix zu irgendwelchen veränderten Nutzungsbedingungen. Die interessierten mich nicht, denn Cookido oder wie das heißt – mir völlig egal.

Als Anrede stand:
Liebe:r Ute-Marion

Ich habe mir erlaubt darauf zu antworten:
Ich bin nicht liebe:r Ute-Marion

Da nutzt also jemand den Genderwahnsinn, um die eigene Faulheit zu überdecken. Der Doppelpunkt mit r, so sinnlos und bekloppt ich ihn finde, hat einen Zweck: Alle, ob Männer oder Frauen oder Diverse (weiß gar nicht, ob die da auch zu zählen), sollen angesprochen werden. Also hätte Thermomix geschrieben „Liebe:r Nutzer:in“ so hätte ich es bekloppt gefunden, aber es wäre im Rahmen des Genderns.

Da am Namen Ute-Marion für jedermann klar zu erkennen ist, dass ich eine Frau bin und mich auch als solche fühle, gehört das Gegendere hier einfach nicht hin.

In den frühen Zeiten der Massenmails haben sich die Versender noch die Mühe gemacht, nach Geschlecht zu differenzieren. Also „Liebe“ für w(eiblich) und „Lieber“ für m(ännlich). Was natürlich Arbeit ist, weil ich entweder erfragen muss, zu welchem Geschlecht sich die Angesprochenen zählen, oder das anhand des Vornamens herausfinden muss.

Ich weiß, dass es Vornamen gibt, bei denen das schwierig ist. Und ich habe mich auch früher schon geärgert, wenn ich Post an Herrn Ute Wilkesmann bekam. Aber das setzt „Liebe:r Ute-Marion“ setzt jetzt wirklich allem das Krönchen auf.

2 Gedanken zu “Gender-Aufreger

  1. Daniela 14. Oktober 2021 / 10:45

    Ha, diese Mail hab ich auch bekommen. Echt ein Witz!

  2. OneBBO 14. Oktober 2021 / 11:46

    Liebe:r Daniela, was meinst du? 😉 😉 😉

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