Ukrainische Flüchtlinge

In Wuppertal gab es zahlreiche Aufrufe, Wohnungen zu melden, in die ukrainische Flüchtlinge einziehen können. Gute Aktion.

Heute lese ich bei Radio Wuppertal, dass die Stadt mehr Wohnungen für die Geflüchteten aus der Ukraine braucht.

Schon mal interessant, dass hier nicht von Flüchtlingen (wie bei Syrern) gesprochen wird, sondern von Geflüchteten. Nicht, dass da gar Verwechslungen aufkämen. Ich zitiere:

(zitiert wird Stefan Kühn, Sozialdezernent) Bei der zu erwartenden Zahl an Menschen seien aber mehr Wohnungen nötig. Etwa 100 Angebote sind seit Kriegsbeginn bei der Stadt eingegangen. Man rechne aber mit noch mehr Geflüchteten. Gerade wegen der traumatischen Erfahrungen sei es wichtig, dass die Menschen aus der Ukraine in einer eigenen Wohnung zur Ruhe kommen könnten.
(Hervorhebung von mir)

Grundsätzlich stimme ich auch dem letzten Satz zu. Nur frage ich mich, warum man dann durch Krieg und Verfolgung geflüchtete Syrer in Massenunterkünften untergebracht hat? Als die großen Flüchtlingsströme hier eintrafen, wurden die Bürger um Wolldecken gebeten.

Diese Ungleichbehandlung von Menschen, die doch alle ähnlich schreckliche Dinge erlebt haben, erbost mich. Wohlgemerkt: Ich finde es gut, wenn geflüchtete Ukrainer eigenen Wohnraum bekommen. Warum gilt aber nicht die gleiche moralische Verpflichtung für all die anderen Flüchtlinge, die nach Deutschland gekommen sind?

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