Am besten vegetarisch als E-Book!

23. Juni 2016: Ich muss mir einen E-Book-Reader besorgen 🙂

Vor wenigen Stunden habe ich es vom Verlag erfahren – ich habe es auch, aber kann noch nicht reinschauen, weil ich keinen E-Book-Reader besitze:

Mein Buch „Am besten vegetarisch“ gibt es jetzt als Ebook! Es kostet 9,99 Euro und ist somit knapp 5 Euro preiswerter als die Buchversion.

Ich freue mich sehr und bin gespannt, ob die durchweg ja veganen Gerichte nun auch auf vielen Bildschirmen erscheinen 🙂

Ihr bekommt es direkt beim Verlag:

Am besten vegetarisch mit der Thermo-Küchenmaschine

 

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Ein weiteres Buch als PDF!

26. März 2015: Mein Kollege kocht Vollwert

Auch für das Buch „Mein Kollege kocht Vollwert: Ein Mann im Kampf zwischen Küche und PC“ ist die Print-Ausgabe ab sofort nicht mehr neu erhältlich. Das PDF könnt Ihr zum Preis von 2,99 Euro bei mir kaufen (hier).

Kollege

Wer erinnert sich noch an die Zeit, als Eric den Blog hier für ein paar Wochen geführt hat? Da zeigt sich, wie viele Leser geblieben sind 🙂 Hier nun die „offizielle“ Kurzbeschreibung:

Nach mehreren Kochbüchern legt die Vollwertautorin Ute-Marion Wilkesmann eine Tagebucherzählung vor, die auf Eintragungen ihres Kollegen beruht. Mit Bravado und Humor geht der Kollege die Aufgabe an, nun einmal die Selbstversorgung zu praktizieren, zu Beginn auch noch mit Rohkost. Jeder, der den Vollwerteinstieg hinter sich hat, wird sich mit wohligem Schmunzeln in diesen Bemühungen wiedererkennen.
Nicht nur komische, sondern auch nachdenkliche Szenen schmücken die Achterbahn des Küchenwirbels, die der Kollege fünf Wochen durchfährt. Sogar eine Romanze nimmt hier ihren zarten Anfang.
In einem fünfwöchigen Urlaub der Herausgeberin hat ihr Kollege ihren Blog als Vertretung übernommen. Dort berichtet er von seinen Erlebnissen. Die Blogbesucher waren von seinem Stil und seinen Erlebnissen gebannt, die Besucherzahlen stiegen deutlich an. Neben Blogeinträgen und Kommentaren sind auch zahlreiche, bisher unveröffentlichte Tagebuchbeiträge auf insgesamt 252 Seiten enthalten. Und so lesen wir, wie der Held der Geschichte die Herzen seiner schnell wachsenden Fan-Gemeinde erobern konnte.
Eine amüsante und teilweise auch anrührende Erzählung aus dem Vollwertalltag mit 40 neuen Rezepten.

Eine Buchbesprechung

12. Dez. 2014: Die Kunst Tee zu trinken – ein Buch

Heute möchte ich ein Büchlein empfehlen, dass es nicht mehr neu zu kaufen gibt. Es heißt „Die Kunst TEE zu trinken“ und geschrieben hat es Peter Martin Urtel (ISBN 3405129567).

Ich habe das Büchlein zum Geburtstag geschenkt bekommen. Ganz ehrlich, auch wenn ich gerne Tee trinke: Gekauft hätte ich mir das nie. Aber so begann ich, immer zu meinem Frühstückskakao oder Frühstückstee, darin ein wenig zu lesen. Ich kann sagen: Ja, das war ein großer Gewinn für mich!

Als Inhaltsbeschreibung könnte ich sagen: Schönes Buch mit vielen Texten und auch reichlich bebildert zur Geschichte des Tees, die Bedeutung des Tees für Amerika und andere Länder, wie die Menschen mit Tee umgehen, was sie von Tee halten, wie man Tee trinkt, wie man ihn zubereitet, was es für Sorten gibt usw. Auch ein Register ist vorhanden.

Das beschreibt aber nur, was sachlich in dem Buch steht. Nicht herauslesen können wir aus solchen Angaben den wirklichen Reiz des Buchs. Die erste Ausgabe ist von 1984. Damals gab es keine Rezensionen im Internet, kein Wikipedia. Und genau das macht den Reiz des Lesens aus: Wer Wikipedia öfter nutzt, kennt das: Sachthemen werden relativ wertneutral (oder auch manchmal diffamierend), niemals aber charmant vorgetragen.

Das charmante Präsentieren von Sachthemen scheint mir überhaupt verloren gegangen zu sein. Heute herrscht diese kalte Supersachlichkeit oder der eher derbe humoristische Ansatz – damit auch noch der letzte den Witz mitbekommt. Dieses Buch gleicht einer Tasse Tee: Es hat ein Aroma, und zwar ein Aroma des ganz feinen Humors. Dieses gelingt dem Autor meisterlich mit Sachangaben wie Zahlen usw. zu verbinden. Auch die saloppe-persönliche Art, wie Urtel historische Ereignisse schildert, lassen schmunzeln. Und die Fakten besser ins Gedächtnis einprägen als eine weniger schmunzelfähige Darbietung.

Und was ich auch schön finde: Da gab es damals doch wirklich Autoren, die hinter ihrem Thema zurückstanden. Nicht Herr Urtel schiebt sich breit grinsend auf die Vorderseite des Buchs, nicht einmal eine Biographie finden wir: In diesem Buch dreht es sich wirklich nur um das Thema.

Mal ein ganz anderes Buch…

26. Juni 2014: Schneewittchen

Wer kennt Merle Schatten? Ich denke, nicht viele außer mir. Wobei: Ich kenne sie eigentlich gar nicht, nur ein Buch von ihr. Aber lasst mich die Geschichte zeitlich korrekt abrollen.

Ich habe einen Mann in meinem Freundeskreis, der literarische Interessen hat und Kontakte mit Verlagen. Er wiederum berichtete mir von einer Bekannten, die noch unbekannt in literarischen Kreisen ist, aber jetzt ihr Erstlingswerk verfasst habe. Aha. Und ob ich dazu mal eine Rezension schreiben würde? Hmmm, worum geht’s? Der Titel ist Schneewittchen, gab er mir zu verstehen. Nun habe ich immer gerne Märchen gelesen und war gespannt. Warum sollte gerade ich die Rezension schreiben? Weil die großen Zeitschriften usw. keine unbekannten Autoren besprechen, die nicht irgendwelche Sensationen auftischen, sei es in Sachen Sex, Gewalt oder ähnlichen. Dies sei aber nicht Anliegen des Büchleins. Ich erklärte mich bereit, die Schmonzetten eine Weile auf Eis zu legen.

Und so bekam ich vor wenigen Tagen des Buch „Schneewittchen“ von Merle Schatten, Verlag T. Bautz GmbH, ISBN 978-3-88309-907-1 (15 Euro) als Rezensionsexemplar.

schnee

Bei dem Titel erwartete ich eine Ausschmückung von Schneewittchen, vielleicht eine Persiflage?
Auf nur 122 Seiten versteht es Schatten, ein Netz aus vielen verschiedenen Fäden zu spinnen, durch die eine leichte Handlung führt. Was mich am meisten wunderte – das Buch zog mich, zog mich hinein in diese Welt. Und das auf ganz sanfte Weise. Die Handlung ist sehr schwach, nicht im Sinne von schlecht, sondern sanft, als wenn man sich eine Amplitude vorstellt: mit wenigen Höhen, die einen aus dem Trott werfen. Sie führt wie ein kleiner Fluss sanft durch die Märchenwelt und schafft Verbindungen zur griechischen Mythologie, zu anderen Mythologien, manchmal zu ganz prosaischen Dingen wie dem Spiel „Monopoly“.

Schatten kennt sich aus in der Welt der Märchen und Mythen und weiß diese Fäden gekonnt zu etwas Neuem zu spinnen, dabei nimmt sie den Leser auf eine Reise mit, in der Tee und Kekse eine besondere Rolle spielen. An vielen Stellen, so scheint es mir, hören wir von den melancholisch-humoristischen Erfahrungen der Autorin selbst.

Schon das Titelbild ist Trug und Wahrheit zugleich. Erst in der Mitte des Buchs verstand ich die Anspielung: Ey, das muss van Gogh sein (er wird mehrmals erwähnt). Es ist aber kein van Gogh, nur eine Hommage an die Sternennacht.
Immer wieder bricht die Autorin aus der geschaffenen Welt aus und betrachtet sie von außen, häufig mit einer Prise Humor. Auch das macht das Werk so vergnüglich zu lesen. Immer, wenn ich dachte: Ah, jetzt weiß ich, wie die Richtung geht… nimmt die Handlung eine sanfte Kurve und führt in unbekannte Gefilde.

„Zauberhaft“ ist das Wort, das ich wählen würde, wenn ich das Buch in einem Wort beschreiben müsste. Und das auch im wahrsten Sinne des Wortes: Die Zauberin aus dem Märchen Schneewittchen ist eine der tragenden Handlungsfiguren, bestechender noch als Schneewittchen selbst. Das Böse ist böse – und dennoch bringt es zum sanften Lächeln. Das Gute ist gut – und dennoch schimmert auch hier ein Lächeln durch. Es ist märchenhaft und dennoch sehr bodenständig.

Die Handlung zu erzählen, ist mir zu banal. Es sind so viele Fäden, die durch dieses Buch laufen, dass ich sicher gar nicht alle erkannt habe. Unter anderem habe ich ja letzten Dienstag Musik vorgestellt, die ich diesem Buch entnommen habe. An anderer Stelle steht ein Gedicht in Latein, das aber eine Erfindung zu sein scheint – und da ich in Latein nie gut war und das auch schon lange hinter mir liegt – auch nicht entziffern konnte. Vielleicht tut dies ein anderer Leser. Viele Anspielungen habe ich verstanden, viele sind vermutlich an mir vorbeigegangen.

Nein, einen Erfolg wie Harry Potter traue ich diesem Buch nicht zu. Aber für Träumer, die mit beiden Beinen auf dem Boden stehen, die optimistisch sind trotz aller Widrigkeiten, für die ist dieses Büchlein ein großer Gewinn.

Romantik

21. Feb. 2014: Leichte Lektüre

Schmonzetten – gestern und heute

Schon als Studentin habe ich gerne Schmöker, Schmonzetten oder wie wir sie auch nennen mögen, gelesen. Immer auf Englisch. Auf Deutsch finde ich das ziemlich unerträglich, wie es mir genauso auch mit Songtexten geht. Die finde ich Deutsch – vermutlich, weil ich sie sofort verstehe – meist schrecklich, die englischen fallen mir nicht auf. Außerdem sind solche Bücher wunderbar, um das Englisch fit zu halten. Beruflich habe ich nun einmal mehr mit „trockenen“ Texten zu tun, diese Bücher halten meinen Wortschatz aktuell. Wie sollte ich sonst wissen, dass ein toller Mann drop-dead delicious ist?
Auch an dieser Lektüre bemerke ich, wie der Zahn der Zeit arbeitet. So waren Mann-Frauen-Beziehungen damals so aktuell wie heute. Doch an verschiedenen Punkten, nicht nur an der Verwendung von „mobiles“ (Handys) und von SMS („to text s.b.“), facebook, zeigt sich die Moderne. Die Sexszenen z.B., die fast unvermeidlich sind, werden heute stets mit der Verwendung von Kondomen garniert. Natürlich gibt es die wichtigen ungewollten, später so geschätzten Schwangerschaften auch in heutigen Büchern, aber sie entstehen nur im Suff, sorry: unter Alkoholeinfluss oder einen Riss im Gummi.
Die Sexszenen überhaupt…. gab es sie früher hin und wieder, so gibt es heute Bücher, die davon nur so strotzen, was man leider der Inhaltsangabe nicht entnehmen kann. Da ich derlei Bücher nicht verwahre – wie überhaupt fast keine Bücher – habe ich eine Liste aufgestellt, damit ich nichts doppelt kaufe. Hinter den Namen der Autorin (es sind meist Frauen) und den Titel schreibe ich eine kleine Notiz, damit ich weiß, ob ich von der Autorin noch einmal etwas lesen möchte. Bei vielen, ja der Mehrheit, muss ich dann vermerken „Softporn für die Hausfrau“. Nicht, dass ich etwas gegen Hausfrauen hätte, ich bin noch eine der wenigen, die dies für einen echten und anstrengenden Vollzeitberuf hält. Doch diese Bezeichnung fasst so schön zusammen, was die Verlage wohl so als ihre Zielgruppe sehen: vernachlässigte Hausfrauen, die von Karriere und tollen Männern träumen.
Wo wir bei den Männern sind. Groß waren sie ja immer, blitzende Augen hatten sie auch stets, oder eben dunkel und geheimnisvoll. Auch die „calloused hands“ sind in einigen Bücherexemplaren verblieben. Ich habe mich da vor Jahren schon drüber gekugelt, was denn so toll daran sein kann, wenn ein Mann einen mit schwieligen Händen anpackt, räusper. Was jetzt ganz modern ist – „tousled hair“ (wuschelige Haare). Designer-Stubble (3-Tage-Bart) sowieso. Harte Muskeln haben alle Helden, heute gibt’s mehr Gewicht auf den Sixpacks. In einem Buch las ich sogar von Eightpacks. Wohl ein anatomisches Wunder.
Die Frauen sind klein. Für große Frauen ist in Romantik eben kein Platz. 1,55 m große Frauen paaren sich stets mit 2-Meter-Lulatschen. Die Frauen heute müssen auch nicht mehr superschlank sein, einen dicken Busen dürfen sie begehrenswerterweise vor sich herschleppen. Dafür dürfen die Frauen in den Büchern von heute auch mal den Allerwertesten des Verehrtesten mal insgeheim bewundern.
Die Sexszenen an sich, die vielleicht früher mal über 2-3 Seiten gingen, werden jetzt so ausgewalzt, dass – vermutlich – das Kamasutra daneben wie ein Notizbuch für Zusammenfassungen aussieht. Ich weiß nicht, ob das irgendeine Frau schafft, alles zu lesen. Entweder wiederholen sich die „hard nipples“ ständig, die weichen Knie dürften manchem Orthopäden Freude machen. Und ein Orgasmus jagt den anderen…. Lichter blitzen, es wird gestöhnt, fast das Bewusstsein verloren, in die Muskeln gekrallt… teilweise aber werden auch noch viertelstündige Unterhaltungen zwischengeschaltet. Nun ja 🙂
Und die Frauen, das fällt auf, sind deutlich älter. Die meisten Romanheldinnen sind Anfang bis Mitte 30 und können gerade noch ihren Kinderwunsch unterbringen. Berufstätig sind sie gerne, auch schon mal erfolgreich, besonders gerne mit typisch weiblichen Berufen. Nicht mehr so gerne wie früher geben sie dann ihre Berufstätigkeit auf. Aber sie allesamt träumen von Familie und Kindern.
Es gibt auch Ausnahmen. Da fallen mir auf Anhieb die Autorinnen Sophie Kinsella, Jill Mansell, Jenny Colgan und – mit dem Buch Gone Girl – Gillian Flynn ein. Sophie Kinsella hat einige für meinen Geschmack auch sehr lustige Bücher geschrieben (wobei ich nicht weiß, ob das in der deutschen Übersetzung ähnlich gut ist, eine Übersetzung kann viel verderben). Und: Ihre Bücher ersparen uns diese ganzen unrealistischen Sexszenen, überhaupt lässt sie die Optik ihrer Protagonisten häufig eher vage. Per Zufall fiel mir auch ein Buch von Rosemarie Rosamunde Pilcher in die Hand. Siehe da, das ist durchaus als Freizeitlektüre geeignet. Ich hatte das Glück, dieses Buch von ihr zu lesen und dann den Film dazu zu sehen. Auch sowas ist hochinteressant.

Sparsam essen – bald nicht mehr? ;-)

9. Januar 2014: Hartz IV in aller Munde

Das Buch Hartz IV in aller Munde, seit kurzem auch als E-Book erhältlich,  war einmal mein Renner, nachdem Schrot & Korn einen winzigen Text dazu gebracht hatte. Da stand es in der BoD-internen Liste sogar mal ein paar Tage auf Platz 2 😉 In den letzten Monaten ist es sehr ruhig um das Buch geworden, Hartz IV ist nicht mehr Tagesthema. Und so bin ich froh, dass ich den Vertrag habe auslaufen lassen, ab 7. März 2014 wird das Buch nicht mehr gedruckt. Wer es noch ergattern möchte, sollte sich in den nächsten Wochen ranhalten.

Der Begleittext zum Buch lautet:

Kann man sich 31 Tage lang von dem im Hartz IV vorgesehenen Anteil von 132 Euro wirklich vollwertig-biologisch ernähren? Der Autorin wurde diese Frage im Rahmen ihrer Vollwert-Webseite als Aufgabe gestellt. Sie nahm die Herausforderung an: und beantwortet die Frage mit einem eindeutigen „Ja“.
Einen Wintermonat lang hat sie selbst mit diesem Budget ihr gesamtes Essen bestritten und dabei keinerlei Vorräte vorausgesetzt, d.h. auch so einfache Dinge wie Salz usw. musste sie von den 132 Euro bezahlen. Das vollständige Rezepttagebuch enthält ausschließlich vollwertig-tiereiweißfreie Rezepte nach der Definition von Dr. Max Otto Bruker, also keine Tierprodukte außer Sahne und Butter. Einkaufslisten und viele Spartipps ergänzen diesen Erfahrungsbericht.
Der Rezeptteil bietet:
— 31 Frischkorngerichte
— 31 Vorspeisensalate
— 62 Hauptmahlzeiten (Salate/warmes Essen)
— 71 Nuss- oder Getreidegetränke
— 4 x Brot bzw. Brötchen
— Kuchen, Plätzchen, Aufstrich und mehr
Abwechslungsreich und kreativ Kochen mit knappem Budget? In diesem Buch legt die Autorin den nachprüfbaren Beweis dafür vor, dass es geht — und wie es geht. Auch wer (noch) nicht vollwertig lebt, erhält hier viele Anregungen für die kleine Geldbörse.

Vollwert? Gold wert!

4. Oktober 2013: Bald vorbei

Wenn man bei BOD ein Buch in Druck gibt, schloss man früher einen 5-Jahresvertrag ab. Mittlerweile sind es 2 Jahre. Neben einer Fixsumme zu Beginn muss man jeden Monat noch einen kleinen Betrag bezahlen, damit das Buch gespeichert bleibt. Es gibt Bücher, die ich nach der Ablaufzeit nicht verlängern werde, weil sie nicht mehr in die Zeit passen oder sich nicht gut genug verkaufen. Sie sollten sich ja wenigstens selbst tragen. Als Erstes fällt aus dem Programm mein Buch „Vollwert? Gold wert!“ (mehr: hier). Im Dezember sind die fünf Jahre vorbei, dann gibt es das Buch nicht mehr neu zu kaufen. In einigen Online-Shops steht, dass das Buch im Januar erschienen ist, das hieße, es wäre noch bis Jan. 2014 erhältlich. Ich halte mich da lieber an die Daten in meinem Vertrag.

Wer also sein Geld statt in Aktien nun lieber in meinen Büchern anlegen möchte, ist hier sicher gut beraten, ich gehe davon aus, dass es in 10 Jahren eine Rendite von 1200 Euro abwerfen wird 😉

Aber im Ernst: Wer mit dem Gedanken gespielt hat, sich dieses Buch zu kaufen, sollte es bis Anfang Dezember tun. Ansonsten gibt es das Buch nur noch gebraucht, und da – eine bescheuerte Marktentwicklung – werden in Online-Shops, die auch gebrauchte Bücher verkaufen, manchmal Mondpreise verlangt.

Eine kleine Vorankündigung

7. September 2013: Ein neues Buch

Einige ahnen es schon, wenige wissen es bereits (da handelt es sich meist um den Familienkreis): Es gibt bald ein neues Vollwertbuch von mir. Aber nicht nur von mir. Muffinluff, alias Barbara Sedelmaier, die Ihr aus dem Vollwertnetzwerk kennt, und ich haben festgestellt, dass wir fast identische Vorstellungen von leckerem Essen haben und von ebenfalls identischer Experimentierfreude erfüllt sind. Da lag es doch nahe – wir machen etwas gemeinsam! Dieser erste Band aus einer Reihe Bücher, die noch folgen sollen, war schon zur Hälfte fertig, als Muffinluff und ich die Entscheidung zur Zusammenarbeit trafen. Das heißt noch überwiegt mein Anteil, dies aber nur zahlenmäßig, qualitativ hat Barbara wesentliche Teile beigetragen! Für Barbara ist es das erste Buch überhaupt, für mich das erste als Zusammenarbeit und uns macht das mächtig Freude.

Für dieses neue Buch haben wir auch ein neues Konzept ausgeheckt. Es wird ein Buch, das Ihr sorglos mit in die Küche nehmen könnt, denn es enthält nur den reinen Rezepttext und ist mit Spiralbindung gebunden.

Wie keine Fotos???

Nicht im Buch. Aber – es gibt ja immer ein kleines aber – jetzt kommt das Neue: Es gibt einen Blog, in dem (fast) alle Rezepte auch ihr entsprechendes Foto haben. Das ist fein, um euch hungrig zu gucken 🙂 und auch gut geeignet, wenn jemand mal wissen will: Ey, wie sieht das denn fertig aus?

Sicher wollt Ihr auch wissen, was für Rezepte es sind? Der Titel ist: „Jetzt wird gesnackt: Vollwertig-tiereiweißfreie bis vegane Leckerlis für zwischendurch“. Das sagt schon alles, oder? Es geht um die Kleinigkeiten, die nicht lebensnotwendig sind, aber trotzdem das Leben so nett machen: Eis, Schokolade, Knäckebrot, ein bisschen Nachtisch, Riegel und jede Menge Cracker (Brätzeli). Alle Rezepte sind wie gewohnt mindestens tiereiweißfrei nach Bruker, die meisten sogar 100 % tiereiweißfrei und eine etliche Zahl sogar vegan.

Aber was rede ich so viel… schaut einfach selbst:

https://vollwertband1.wordpress.com/

Unangenehme Typen… und jetzt?

16. Mai 2013: Nervsäcke, Ihr könnt mich mal, ha 🙂 Eine Buchbesprechung

Barbara Berckhan: Wie Sie anderen den Stachel ziehen…

Der volle Titel des Buches heißt: „Wie Sie anderen den Stachel ziehen, ohne sich zu stechen: Mit schwierigen Menschen gut auskommen“ (ISBN 978-3-8338-2738-9 Gräfe & Unzer, 14,99 Euro). Es ist mir unverständlich, wie man ein Buch mit einem solchen Titel auf den Markt bringen kann. Gut, dass Online-Shops einfach Suchfunktionen haben, wo ich mit Nachnamen und dem Wort „Stachel“ das Buch finden konnte…

Ich hatte vor einigen Jahren beschlossen, keine Ratgeber mehr zu lesen. Wozu auch? Sie treffen nie die eigene Situation, gehen immer haarscharf daran vorbei, was ich zu leisten bereit bin und malen die Welt in einfacheren Farben. Wieso also der Umschwung?

Wenn ich morgens aufstehe, gibt’s eine Runde Trimmrad. Und sonntags passiert es mir häufig, dass ich in die Sendung von Gisela Steinhauer im WDR 2 gerate, die oft interessante Interviews führt. Und an einem Sonntag nun hatte Frau Steinhauer Frau Berckhan zu Gast und sprach mit ihr über das neue Buch. Frau Berckhan fand ich im Interview  natürlich, sie hat keine Angst, sich auch selbst ein wenig humorvoll zu betrachten. Die Beispiele, die sie über den Umgang mit schwierigen Menschen gab, waren wirklich anschaulich. Also habe ich das Buch gekauft.

Bevor ich zum Inhalt komme: Ich finde das Layout des Buchs einen absoluten Horror. Ich bin aus dem Kinderbuchalter wirklich heraus und brauche keine Comics, die mir das Lesen erleichtern. Vor allem nicht, wenn sie in Farbe und Gestaltung eher ungelenken Höhlenmalereien als gekonnten Zeichnungen ähneln. Auch mag ich diesen modernen Trend nicht, Zeilen bis auf doppelten Zeilenabstand auseinanderzuziehen. Als sei alles vergessen, was es doch an Untersuchungen zur Lesbarkeit von Texten gibt! Die Überschriften in gesperrter Schrift, auch das ist igitt. Titel und Gestaltung bekommen also von mir schon mal ein fettes, dickes Minus. Davon unbeirrt, habe ich dennoch gelesen 🙂

Frau Berckhan hat einen sehr angenehmen Schreibstil. Sie kann sich klar ausdrücken, sie braucht keinen Psychofachjargon (sie ist Pädagogin und Psychologin), um ihre Botschaft an den Mann und die Frau zu bringen. Dabei ist sie locker, wie schon im Interview humorvoll und gleichzeitig auch bei der Sache. Insoweit habe ich das Buch wirklich gerne gelesen.

Bis zur Hälfte / zwei Dritteln etwa war ich auch inhaltlich sehr begeistert. Die Vorstellung der schwierigen Menschen ist prima, wir können sie direkt vor uns sehen. Auch die Beispiele (dieser Schreibstil ist ja dem Amerikanischen entlehnt) gefallen mir.

Womit ich nicht so viel anfangen kann, ist dieses Bemühen um Ausgeglichenheit. Nachdem sie den schwierigen Typus jeweils vorstellt und Hilfestellung gibt, wie wir damit umgehen, kommt immer ein Passus, wo der Leser quasi der schwierige Typus ist und es werden auch hier Ratschläge gegeben, wie „ich als Leser“ mich bessern kann. Da schwierige Menschen sich selbst selten als solche erkennen, finde ich das im Grunde überflüssig. Wer schon seine Schwächen in einer dieser Richtungen erkannt hat, wird vom ersten Teil genug lernen können. Nahezu künstlich ist für mich dann der jeweils dritte Teil, wo es darum geht, was wir von dem entsprechenden schwierigen Typ auch lernen können. Ganz simples Beispiel: Jemand redet furchtbar viel. Was kann ich davon lernen, mehr zu reden? Nun, ich kann mich besser durchsetzen. Das ist jetzt sehr vereinfacht dargestellt. Das mag alles so sein, aber dafür habe ich dieses Buch nicht gekauft.

Wenn ich ein Buch darüber lese, wie ich mit schwierigen Menschen auskomme, will ich das lesen, was vorne drauf ist, und nicht, was ich davon profitieren kann. Sonst hieße das Buch besser „Mit schwierigen Menschen gut auskommen und von ihnen lernen“. Dann wäre ich gewarnt gewesen 😉 Nachdem also etliche dieser Typen vorgestellt wurden, folgt noch ein Schlusskapitel, wie wir mit schwierigen Menschen auskommen, die nicht im Buch beschrieben sind. Ein guter „Kniff“, den Fehler zu umgehen, den so viele Ratgeber machen (siehe oben) 🙂

Nach etwa der Hälfte bis zwei Drittel des Buchs war ich auch dieses streng durchgezogene Schema ein wenig Leid, und daher habe ich dann nicht mehr mit so viel Begeisterung gelesen. Was schon durchblicken lässt: Einige Teile habe ich wirklich sehr gerne gelesen. Ich denke auch, dass jeder Leser durch diesen Blick in den schwierigen Menschen, den Frau Berckhan stets zu finden sucht, wenn er solche Menschen in seinem Umfeld hat, etwas lernen kann…. wenn er denn möchte. Ohne eine solche Bereitschaft, seinen Blickfeld zu weiten und den „verhassten Nervsack“ mal ein wenig aus Distanz zu betrachten, nützt natürlich auch das beste Buch nicht. Und bei aller Kritik: In diesem Problemfeld ist es für mich ein sehr gutes für uns Alltagsmenschen.

Politik des Essens, Harald Lemke

8. April 2013: Das Buch „Politik des Essens“ von Harald Lemke

Harald Lemke, Politik des Essens: Wovon die Welt von morgen lebt, ISBN 978-3-8376-1845-7, 27,50 Euro

Ich hatte mich bereit erklärt, nach Erhalt eines Rezensionsexemplar das Buch zu besprechen. Essen ist ja immer ein interessantes Thema. Von Außen fand ich das Buch allerdings schon etwas … äh, so üblich-politisch korrekt. Gemischte Nationalitäten arbeiten im Garten, gemischte Nationalitäten auf einer Demo. Na gut, nicht jeder Autor hat Einfluss auf die Gestaltung. Zwei Wochen (ich schrieb die Rezension vor etwa 1 Monat) schob ich es vor mir her. Heute war ich neugierig genug und dachte: Packen „wir es an“.

Ich mag Sachbücher, wenn sie mich ansprechen. Zum Beispiel durch interessantes Überschriften oder durch kleine Geschichten in der Einleitung, die mich in ihren Bann ziehen. Also widmete ich mich zuerst dem sehr ausführlichen Inhaltsverzeichnis. Und ich fragte mich bald: Ey, lieber Autor, für welchen erhabenen Kreis von Fremdwortspezialisten hast du denn dieses Buch geschrieben? Ich gebe mal ein paar Kostproben:

„Die Ohnmacht der Spendenethik“ – „Moralphilosophischer Neomarxismus“ – „Opportunitätskosten eines unpolitischen Reformismus“ – „Rebellische Bäuerinnen und Bauern im globalen Kampf um Ernährungssouveränität“. Sehr schön auch „Schlaraffenlandkulisse im Adipositas-Dispositiv“. Und der Höhepunkt: Gastropolitik (I) Politischer Hedonismus zwischen Ästhetik und Ethik am Beispiel von Slow Food“.

Was ist das für ein Möchtegern-Gefasel in den Überschriften? Was will der Autor mir beweisen: dass er mir etwas (haha) zu sagen hat oder dass er mehr Fremdwörter kennt als ich? Letzteres gestehe ich ihm gerne zu. Das Inhaltsverzeichnis gleicht einem Konglomerat (juchhu, ich kenne auch eines!) von Quark. Egal ob tiereiweißfrei oder nicht. Dann kommt das „Vorweg“, das beginnt dann gleich mit einem Zitat von Karl Marx. Aha, das riecht ja nach linksintellektueller Langeweile (für mich).

Fußnoten und ein laaanges Literaturverzeichnis belegen – so glaubt Lemke wohl – seine Wissenschaftlichkeit. Da erhasche ich doch glatt ein Buch von Grimm: Aber nix bei der Lektüre gelernt, wie?

Ein wenig gegoogelt, wer ist denn Harald Lemke? Ich fand ihn schnell: http://www.haraldlemke.de/ u.a. „Honorarprofessor am Interdisziplinären Zentrum für Gastrosophie. Ernährung – Kultur – Gesellschaft in Österreich“, eine Professor in Lüneburg. Ach so, Professor. Jemand der vermutlich auf Kosten der Gemeinschaft forscht und seine Forschungsergebnisse an die Menschen weitergibt 😈 Leider ist es heute so üblich, dass in diesen Kreisen eine Sprache gepflegt wird, die inzestuös ist. Womit ich ausdrücken will: Wer nicht vom Fach ist, kann das nicht verstehen. Das ist wie bei den Ärzten, die lieben das ja auch sich so auszudrücken, dass nur seinesgleichen verstehen könnte, was gemeint ist. Wobei ich natürlich auch weiß, dass eine gewisse Fachsprache unter Fachleuten eines Fachs eine Berechtigung hat. Aber auch da gibt es Grenzen, da dürfen wir gerne einmal neugierig nach Amerika schauen.

Ich weiß nicht, ob in dem Buch ein einziger wichtiger Gedanke steht. Ich wehre mich nämlich dagegen, mir solch ein Rumgefasel anzutun. Sollen seine Studenten es lesen, sollen es Menschen lesen, die gerne wichtig tun. Ich bleibe auf der praktischen Seite. Der Mann hat mir nichts zu sagen, denn meine Rede ist: Wer etwas Wichtiges zu sagen hat, der sagt es so, dass ich das verstehe und dass ich Lust aufs Lesen bekomme. Hier bekomme ich Lust aufs Altpapierschreddern.

Da Essen / Ernährung der Menschheit ein heute so wichtiges Thema ist, finde ich es ein Verbrechen an der Menschheit, ein solches Buch zu schreiben. Wer sich mit der Philosophie des Seins oder Nichtseins beschäftigen möchte – da sehe ich solche Konstrukte ein, das würde ich auch nicht lesen. Aber bei Themen von derart zentraler Beutung so vom Normal-Verständlichen abzurücken, ist genauso schlimm wie das, was hier – vermutlich – angekreidet wird. Wäre das Buch gleich auch vom Waschzettel her als wissenschaftlichie Abhandlung gekennzeichnet, wäre das einigermaßen fair. Aber Titel, Cover und Inhaltsangabe hinten auf dem Buch erwecken den Anschein eines zeitgemäßen und packenden Werkes. Weit gefehlt, Daumen tief nach unten. Hier versucht zumindest ein Verlag Geld zu schinden mit einem falschen Äußeren. Wenn Prof. Lemke ein Buch für seine Kollegen und Studenten geschrieben hat – okay, wenn die sich mit dem Wortwust herumschlagen wollen, spricht nichts dagegen. So aber ist das Etikettenschwindel.

Wer das Buch gerne lesen möchte… gegen Zusendung einer 2,40 Euro-Briefmarke schicke ich es gerne weiter. Sonst geht’s eben ins Altpapier, ungelesen.