Kichererbsen im Test

21. Juli 2016 Kichererbsen – ein Gastbeitrag

Kichererbsen die Zweite – Es gibt doch noch Hoffnung

Nachdem ich ja vor einer Weile über das schlechte Keimverhalten von (Bio­) Kicherrebsen hier einen Gastartikel verfasst hatte, habe ich nun noch einen Versuch mit einer Probepackung demeter Kichererbsen von Erdmannhauser gestartet. Die Packung hatte ich schon ziemlich lange (bestimmt 2 Jahre) herumliegen. Das Ergebnis könnt ihr an dem Foto sehen: ein Keimergebnis wie „im Bilderbuch“ (bzw wie man das als Vollwertler haben möchte 😉 ), geschätzte 98% sind gekeimt (nur 5 oder 6 musste ich aussortieren)! Und das obwohl die Erbsen schon etwas älter waren und ich glaube auch nicht immer optimal gelagert!

Ausserdem war ich vor 2 Wochen auf einem Rohkost­Potluck. Dort hatte jemand eine riesige Menge gekeimte Kicherrebsen mitgebracht. Als ich danach fragte bekam ich den Tipp, bei türkischen/indischen Lebensmittelgeschäften gäbe es 2,5-kg-Säcke (oder waren es 5 kg?) der Marke Baktat, die würden wunderbar keimen.

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Anmerkung Ute:
Lebensmittel aus türkischen Geschäften haben in der Regel kein Bio-Siegel. Da muss dann jeder selbst entscheiden, was wichtiger ist – Keimfähigkeit oder Bio. Reishunger hat Bio-Kichererbsen aus der Türkei, die in meiner Erfahrung durchaus zufriedenstellend keimen, wenn auch nicht ganz so hoch in der Prozentzahl, wie die hier erwähnten.

 

Empfohlene Bezugsquelle

Vor einiger Zeit habe ich festgestellt, dass der Demeterhof Schwab auch Trockenfrüchte und Nüsse anbietet – teils auch in Rohkostqualität. Ich habe mich mal durchs Sortiment probiert, bevor ich es euch empfehlen kann.

Die Kakaonibs sind phantastisch, ebenso die Cashewnüsse. Die Cashewnüsse sind zwar keine Rohkost – aber ob es wirklich Cashewnüsse in Rohkostqualität gibt ist durchaus anzweifelbar, aber sehr lecker und von hervorragender Qualität.

Ich kann den Demeterhof Schwab also auch Rohköstlern und Vollwertlern nicht nur für Getreide empfehlen!

Bianco und der Regenwald

Gerade habe ich erfahren, dass im Perfektegesundheit-Shop nun auch Hochleistungsmixer der Firma Bianco angeboten werden. Wie Ihr wisst – oder auch nicht – gibt es auf meiner Webseite http://www.vollwertkochbuch.de ein Banner, über das Ihr beim PGS kaufen könnt. Die entsprechende Verkaufsprovision spende ich regelmäßig an die http://www.regenwald.org .

Anschauen könnt Ihr euch das im PGS hier: http://www.perfektegesundheit.de/mixer/bianco

Ungeölte Rosinen bitte!

15. Nov. 214: Rosinen

Wer meine Rezepte aufmerksam liest, weiß, dass ich grüne Rosinen verwende. Nicht nur, weil sie mir besonders gut schmecken, sondern weil sie auch meines Wissens nach die einzige ungeölten sind.

Warum bestehe ich auf ungeölten Rosinen? Nun, es macht wenig Sinn, dass ich bei Rosinen auf die Qualität achte und überaus pingelig bin, welches Speiseöl ich im Haushalt verwende… und mir dann mit den Rosinen Öl völlig unbekannter Qualität zuführe. Wenn man einmal davon ganz absieht, dass ich sowieso meinen Öl-Konsum gen Null laufen lassen möchte.

Gekauft habe ich meine Rosinen immer im drei-Kilo-Pack bei Jallaldor. Dort bekam ich sie auch in Zeiten, wo sie ansonsten überall ausverkauft waren. Im Zuge der gestiegenen Aprikosenpreise berichtete mir Frau Linnebrink, dass sie wohl auch die grünen Rosinen nächstes Jahr aus dem Programm nehmen. *** PANIK *** Aber, so erfuhr ich dann, es gibt durchaus noch ungeölte Rosinen im Programm:

1. Buchara-Rosinen (hier); die kenne ich – sehr lecker, aber wegen der dunklen Farbe nicht immer optisch so günstig.

2. Manuka-Rosinen (hier); lecker, haben innen noch einen kleinen Kern. Deshalb mag ich sie persönlich nicht so gerne, weil sich diese Kerne auch schon mal auf den Kauflächen festsetzen.

3. Jon-Bo-Beauty-Weinbeeren (hier): sehr lecker.

Ich bestelle schon seit einigen Jahren bei Jallaldor – die Qualität und der Service sind unverändert hervorragend!

Achtung: Wenn jemand auch Quellen für garantiert ungeölte Rosinen hat, bitte nicht einfach einen Link in einen Kommentar setzen, sondern mir das per Mail mitteilen. Ich veröffentliche keine Bezugsquellen, die ich nicht selbst ausgetestet habe.

Preise für Trockenfrüchte

Gestern nahm ich gedankenverloren in einem Drogeriemarkt mit Bioabteilung zwei Päckchen getrocknete Aprikosen in die Hand, ich hatte sie für ein Rezept eingeplant. 2 x 200 g. An der Kasse hörte ich: 8 Euro und irgendwas. Wie bitte? Ich war sicher, die Dame an der Kasse hatte sich vertan. Nein, hatte sie nicht. Ich habe den Kauf storniert und die Päckchen zurückgebracht ins Regal. Wahrhaftig, da stand 4,49 Euro (oder so ähnlich) dran! Das entspricht einem Kilopreis von über 22 Euro. Ich bin aber sicher, dass ich vor wenigen Wochen noch 2 Euro und ein paar Gequetschte bezahlt habe.

Abends bekam ich den neusten Newsletter von Jallaldor (ich bestelle da meine grünen Rosinen) und dort stand auch, dass wegen schlechter Ernte die Aprikosenpreise immens angezogen haben, ebenfalls für tunesische Datteln.

Also wer noch Aprikosen zum alten Preis sieht und sie schon mal gerne verwendet: Jetzt zuschlagen 😉

Eine Empfehlung zurücknehmen

25. Oktober 2013: Die Quinta in Portugal

Vor einigen Jahren wurde ich auf die Quinta in Portugal aufmerksam gemacht (ein Link folgt hier nicht, weil ich die Empfehlung zurücknehme). Ich habe dort immer gerne gekauft, ich habe die Quinta sogar in die Bezugsquellen in meinem Buch Immer Öfter Vegetarisch aufgenommen, wofür ich natürlich vorher um Genehmigung gefragt hatte. Man war erfreut.

Vor einer Weile wurde dort von kostenpflichtigem Versand auf kostenlosen Versand umgestellt, dies wurde deutlich angekündigt und begründet. Die Versandkosten wurden auf die einzelnen Waren umgeschlagen. Für mich kam das unterm Strich auf dasselbe hinaus, bei größeren Mengen ist das wohl preiswerter.

Gestern habe ich nun neu bestellt – ich gucke gerne täglich auf die Seite – und am Ende der Bestellung sehe ich auf einmal wieder Portokosten. Huch? Nun finde ich das nicht extrem tragisch, erwarte allerdings, dass ich informiert werde. Zwar steht klein in Rot auf der Hauptseite, was das Porto beträgt, aber ich gehe immer gleich auf „frische Früchte“. Nun hätte ich gerne ein Begründung für die Rückstellung gesehen, da war aber keine. Daraufhin schrieb ich über Kontakt gestern:

Guten Tag
habe ich da etwas versäumt? Plötzlich wird wieder Versand berechnet. Das wäre doch einen kleinen „Aushang“ wert gewesen; ich schaue fast täglich auf Ihre Webseite. Wenn sich das versandfreie System nicht bewährt hat darf man das den Kunden auch sagen oder nicht? 😉
Mit bestem Gruß
Ute-Marion Wilkesmann

Heute Vormittag bekam ich die Antwort:

Hallo Frau Wilkesmann,
Auf unserer Startseite steht es doch ganz groß. Wieso schauen Sie sich das nicht an???
Sonnige Grüße

Ich riss den Mund auf. Äh, bin ich überempfindlich, dass ich das völlig frech finde? Ich bin Kundin dort! Damit ich nicht überreagiere, habe ich mehrere Freunde befragt, „unmöglich“, „unverschämt“, „ich bin sprachlos“ waren die Reaktionen. Sprachlos war ich nicht, sondern schrieb zurück:

Hallo Frau Dornhoff,
ich gehe täglich auf die Seite xxxx und da steht nur klein in rot, dass es Porto gibt, aber nichts über eine Änderung. Die Änderung zur portofreien Versandform vorher war groß angekündigt und begründet worden.
Es ist vielleicht ein Versehen, aber mir gefällt Ihr Ton in Ihrer Antwort nicht wirklich. Ein freundliches „Es steht auf unsere Startseite, haben Sie es vielleicht übersehen?“ finde ich deutlich angenehmer als diesen Vorwurf – auch noch mit mehreren Ausrufezeichen [da habe ich mich vertippt, müsste sein: Fragezeichen].
Mit freundlichen Grüßen
Ute-Marion Wilkesmann

Nun war ich gespannt. Jeder kann sich mal im Ton vertun, das geht in einer Mail schnell. Die Antwort kam innerhalb weniger Stunden:

Hallo Frau Wilkesmann,
in unserem neuen Katalog, der Sie sicherlich schon erreicht hat, ist dies in unserem Anschreiben
beschrieben und erklärt.
Sonnige Grüße
Susanne Dornhoff

Die sonnigen Grüße kann die Famlie Dornhoff sich jetzt bei mir sparen. Erstens habe ich den Katalog noch nicht bekommen und zweitens erwarte ich nicht unbedingt eine Entschuldigung, aber doch eine Erklärung. Da gibt es viele Möglichkeiten „Ups, da habe ich wohl nicht aufgepasst…“ oder „es sind heute schon so viele Fragen dazu eingetroffen, dass ich einfach genervt war…“ was auch immer. Ich bin langjährige Kundin. Ich werbe, nein: ich warb gerne für die Quinta. Ich habe meine Bestellung storniert. Innerhalb weniger Minuten erhielt ich eine angeblich automatische Email-Antwort, dass die Bestellung storniert ist. Gut so.

So sprechen wir nicht mit unseren Kunden. So rede ich nur mit jemandem – falls ich das überhaupt je tue – wenn er mich schon durch mehrere Fragen zur Weißglut gebracht hat. Und so redet niemand mit mir, bei dem ich Kundin bin.

Ciao, Quinta.

Lecker und frisch – eine Bezugsquelle

14. Oktober 2013: Eine Bezugsquelle für Frischobst und Gemüse

Kennengelernt habe ich Lebegesund über ihre Aufstriche „ibi“. Ganz am Anfang der Vollwert habe ich die regelmäßig mit Genuss gegessen. Dann kam die Zeit, in der ich Brot am liebsten pur aß. Und dann konnte und wollte ich meine Aufstriche auch selbst herstellen. Erst vor wenigen Monaten aber ist mir bewusst geworden, dass wir dort auch frisches Obst und Gemüse kaufen können. Zwischendurch habe ich eigentlich immer nur bestellt, wenn ich mal wieder einen Gutschein bekam.

Mehrmals wurde mir an den Kopf geworfen: Lebegesund? Das ist doch eine Sekte! Mir bleibt da nur ein Achselzucken. Was heißt das denn, eine Sekte? Wollen sie mich hektisch bekehren und steckt in jedem ibi-Gläschen ein Gebetsspruch? Ich habe mich ein wenig im Internet und Wikipedia umgelesen: Mag sein, dass sie nicht die Meinung der großen Staatskirchen teilen, aber sie sind in und mit ihrer Religion nicht aggressiv. Und wenn ich mir anschaue, wofür sie öffentlich eintreten, wünschte ich mir, die großen Kirchen würden sich da mal ein Stück von abschneiden: keine Tierprodukte, gesunder Anbau ohne Gülle und Co.

Als Mitte dieses Jahres wieder ein Gutschein bei mir eintraf, dachte ich: Ach, ich probiere mal das Obst und Gemüse aus…. Ich habe nämlich, so nett mein Bioladen ist, von den Biotüten (oder auch Biokisten) ziemlich die Nase voll. Seit Jahren versuche ich klarzumachen, dass ich saisonal und regional essen möchte, abwechslungsreich. Dennoch erhalte ich Zucchini und Kohlrabi winters wie sommers. Wenn ich nicht jede Woche schreibe „Diesmal kein Stangensellerie“ erhalte ich manchmal zwei Pakete davon. Angeblich führt der Laden ein Buch mit den Vorlieben und Abneigungen ihrer Kunden. Mein Eintrag scheint dort über Nacht zu verschwinden 😉 Manchmal erhalte ich zweimal Kohl in einer Woche, in einer Einpersonen-Tüte! Dann wieder Paprikaschoten im Winter.

Ich habe nicht die Zeit, jede Woche dort anzurufen und zu diskutieren, was ich haben möchte oder haben kann. Das muss von selbst laufen – tut es aber nicht. Da kam mir jetzt diese Gelegenheit eben wie gerufen.

Was soll ich sagen? Schon das erste Gemüse- und Obstpaket hat mir richtig Freude gemacht. Endlich mal eine ordentliche Menge Tomaten in der Tomatenzeit! Schöner Salat, alles in bester Qualität. Daraufhin habe ich noch einmal gut nachgedacht und mir drei Kisten in zweiwöchentlichem Abo-Turnus zusammengestellt (jeweils kleine Kiste Obst, Salat, Gemüse), die kosten mich bzw. uns 39,45 Euro, und sind damit portofrei. Außerdem kann ich nun auch andere Dinge mitbestellen, die ebenfalls portofrei sind. Das reicht für Eric, mit dem ich das teile, und mich gut für eine Woche.

Mittlerweile habe ich mehrere Lieferungen erhalten

Lebegesund (1)

– das Auspacken macht immer wieder Spaß. Zwar gibt es manchmal recht viel von einem Gemüse oder Obst – einmal u.a. einen Riesenwirsing – aber ich kann sicher sein, dass das in der nächsten Lieferung anders ist (unten: Gemüsekiste klein).

Lebegesund (6)

Die Sachen sind 1A verpackt und von bester Qualität. Es gibt auch immer einen Zettel mit drei Rezepten, nicht immer vollwertig, aber durchaus „inspirierend.

Lebegesund (3)

Am besten kann ich das an den Äpfeln beschreiben. Das sind keine Äpfel, wie ich sie im Laden bekomme, weder konventionell noch bio. Das sind Äpfel, wie ich sie aus guten privaten Gärten kenne! So etwas von Geschmack, unglaublich. Vielleicht hat der eine oder andere Apfel mal eine kleine Fehlstelle, aber die sind meist oberflächlich. Schmutz ja, „Tierchen“ habe ich bisher keine gehabt (es folgt Salatkiste, klein; häufig gibt es auch zwei Schichten, es ist also mehr, als man auf dem Foto sieht).

Lebegesund (5)

Zweimal schon hatten wir Birnen. Eric, der sich eine fürs Wochenende mitgenommen hatte und gar nicht wusste, woher wir sie hatten, meinte am Montag darauf: Sag mal, was waren das denn für eine köstliche Birne? So süß, so lecker, sowas habe ich seit Jahren nicht mehr gegessen!

In dem Paket, das ich hier zeige, gab es zwei Sorten Äpfeln, hinten unter den kleinen liegen noch einige große. Unter den Pflaumen gab es Mirabellen und Birnen.

Lebegesund (4)

Auch die Salate… ich kann nur schwärmen. Ich habe mein Abo so gelegt, dass es einen Tag vor der Biolieferung kommt. Wenn also etwas fehlt – d.h. mir fehlt – kann ich es im Bioladen dazu bestellen. Am Anfang dachte ich, dass die Menge so bemessen ist, dass eine Lieferung im einwöchigen Rhythmus für uns zu viel wäre, aber alle zwei Wochen ist etwas zu wenig. Aber das Porto ist erträglich (3,90 Euro), manchmal bestelle ich auch etwas dazu, es gibt nämlich auch ein reiches saisonales Angebot „lose“ zu kaufen. Besonders hervorzuheben auch das Pilzangebot: Shitake, Kräuterseitling und Igelstachelbartpilze….

Der einzige Wermutstropfen sind natürlich Versand und Verpackung. Andererseits erhält mein Bioladen auch vieles vom Großhändler, da fahren auch LKWs durch die Gegend… Ich nehme das nun in Kauf. Vielleicht findet sich auch dafür eines Tages eine andere Lösung.

Der Service ist freundlich, erreicht man ausnahmsweise nur den Anrufbeantworter, erfolgt ein Rückruf. Auch der Kundenservice ist also vom Feinsten. Auch andere Angebote, nicht nur die frischen!, lohnen einen Blick. Ich kann auch Samstag oder Sonntag um Änderungen bitte, die werden prompt berücksichtigt.

Es gibt dort auch eine Leser-werben-Leser-Aktion. Der Beworbene erhält etwas, der Werbende einen Gutschein in Höhe von 15 Euro. Wenn sich jemand von euch von mir „anwerben“ lassen möchte, schicke er mir bitte eine Email. Die Gutscheine würde ich als Bargeld sammeln und in das nächste Preisausschreiben stecken 🙂

Auch habe ich gehört, dass die Restaurants von Lebegesund tolles Essen anbieten. Das habe ich selbst allerdings noch nicht probieren können.

Frag doch mal die Ute? Gab keine Frage :-)

29. April 2013: Statt „Frag doch mal die Ute“ eine Empfehlung

Von Lesern bekomme ich manchmal Supertipps. So auch für den Biohof Walz. Dort gibt es alte Getreide, deren Namen ich teils noch nie gehört habe: rauer Kreuzritterweizen, schwarzer Einkorn, schwarzer Hafer. Ich habe sofort eine Bestellung aufgegeben und noch eine Frage zum Hafer gestellt. Die Frage wurde prompt und sehr freundlich beantwortet. Außerdem schrieb mir Herr Walz, dass ich auch gerne anrufen kann, auch abends, wenn ich Fragen habe. Den Hafer gibt’s erst wieder nach der nächsten Ernte im August – als Haferfreundin bin ich schon mal sehr gespannt! Ausprobiert habe ich bis jetzt zwei Getreide: den rauen Kreuzritterweizen, der keimt wie doof :-), ist prima zum Backen, wenn auch die Foccacia etwas kleiner bleibt als sonst. Er hat wirklich einen tollen Geschmack – und wenn ich das schon merke (ich schmecke sonst selten unterschiedliches Getreide im Backwerk) muss das was sein. Auch der „schwarze Einkorn“ ist lecker, jedoch völlig anders im Verhalten als Einkorn, den ich kenne. Er flockt zum Beispiel überhaupt nicht gut. Ich meine dann im Internet gefunden zu haben, dass schwarzer Einkorn der Name für Emmer ist. Ich finde die Stelle nun nicht mehr, kann es also nicht aufrechterhalten. Auf jeden Fall backt und mahlt er sich nicht so, wie ich Einkorn kenne. Geschmacklich anders ist er auf jeden Fall, als ich Eric kommentarlos ein frisches Brötchen vorsetzte, fragte er nach Verzehr spontan: „Die sind ja sehr lecker! Irgendwie schmecken die anders, ist das ein anderes Getreide?“

Die Bestellung wurde professionell abgewickelt, es ging flott, alles gut verpackt und eine handgeschriebene Rechnung lag bei. Ich bin sicher, ich werde auch weiterhin viel dort bestellen! Eine solche Bemühung – nämlich nicht nur alte Getreide mit geringeren Erträgen anzubauen, sondern dies auch noch in Demeterqualität – zu unterstützen halte ich für meine „Bürgerpflicht“. Wenn ich nicht bereit bin, etwas mehr für mein Getreide auszugeben, brauche ich auch nicht die Nase über die zu rümpfen, die ihr Getreide nur beim Bio-Discounter kaufen oder nur dort, wo es am allerbilligsten ist.

Recherchen im Internet verweisen darauf, dass der Kreuzritterweizen wirklich mit den Kreuzrittern aus Ägypten kam. Und dass der schwarze Hafer bzw. Schwarzhafer vor allem als Pferdefutter dient. Wird sich dann zeigen, ob ich dann im September wiehere 🙂

Das Brötchenrezept:

Schwarze Einkornbrötchen

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Weil ich das Getreide gar nicht kenne, habe ich mit Dinkel gemischt. Im Frühstück war der Einkorn geflockt prima, lässt sich aber nicht so weich flocken wie anderer Einkorn, den ich kenne.

  • 1/2 Würfel Bio-Hefe (21 g) in
  • 125 g Wasser verrühren.
  • 300 g schwarzer Einkorn und
  • 200 g Dinkel mischen, fein mahlen und mit
  • 2 gestr. TL Salz verrühren. In die Rührschüssel vom Kenwood
  • 55 g saure Sahne gemischt mit
  • 135 g Wasser und
  • 13 g tiefgekühltem Schnittlauch geben, darauf das Mehl und darauf das Hefewasser.

Da mir das Getreide unbekannt ist und ältere Sorten häufig in meiner Erfahrung weniger Wasser brauchen, habe ich erst mit 120 g Wasser angefangen und erst später mehr Wasser hinzugegeben. Dann muss man beim maschinellen Kneten etwas warten, bis wieder ein Teichkloß entsteht! Knetzeit: 1 Min. auf Minimum, ca. 5-6 Min. auf Stufe 1-2 (Kenwood, Knethaken).

Mit nassen Händen in einer Peng-Schüssel zu einer Kugel unter Spannung formen, Schüssel schließen und 1 Std. gehen lassen. Gut durchkneten, zu einem Rechteck auseinanderdrücken. Von der Längsseite aufrollen, in 12 Stücke schneiden. Die Mitte der Stücke eindrücken und nebeneinander auf ein mit Dauerbackfolie ausgelegtes Blech setzen. Unter Gärfolie 15 Min. gehen lassen, dann den Ofen auf 230°C (Heißluft) vorheizen. Mit Wasser einsprühen, in den Ofen schieben und 23-25 Min. bei 200°C backen. Auf ein Gitterrost geben und einsprühen.

Feine Trockenfrüchte und mehr

12. April 2013: Eine Shop-Empfehlung

Grüne Rosinen ziehe ich ja normalen Rosinen / Sultaninen / Weinbeeren vor. Erst einmal sind sie aromatischer im Geschmack und zweitens sind sie nicht geölt. Das Ölen der Rosinen – damit sie nicht zusammenkleben – ist für mich immer ein Ärgernis. Da gebe ich mir so viel Mühe mit dem Ölkauf, und dann esse ich Rosinen, deren Einölqualität ich überhaupt nicht beurteilen kann.
Grüne Rosinen sind manchmal schwer zu bekommen. Und als ich vor über einem Jahr wieder einmal auf der verzweifelten Suche war… stieß ich auf Jallal d’Or (hier). Damals hatten sie keine Bioware, und so habe ich den Link zwar verwahrt, aber nicht genutzt. Irgendwann war es dann soweit, es gab grüne Rosinen auch „in Bio“, und ich habe eine Bestellung aufgegeben.

Bei Jallal d’Or habe ich mittlerweile vier oder fünf Mal bestellt.

Die Ware ist von ausgezeichneter Qualität, die Pakete und Verpackungen sind sehr liebevoll gestaltet, dasselbe gilt auch für die Webseite. Fragen wurden mir persönlich und nett, nicht mit Textbaustein beantwortet. Auch so merkt man: Hier sind Menschen engagiert am Werk! Ganz lustig sind auch nebenbei die Bemühungen, die modernen Medien zu nutzen. Da haben sie letztlich für ein Video sogar einen Medienpreis gewonnen.

Besonders lecker finde ich – bis jetzt! – dort die Pistazien, Feigen (ein Gedicht!), die getrockneten Süßkirschen und last but not least die grünen Rosinen: schöne große, saftige Ware! Auch das Preis-/Leistungsverhältnis ist im grünen Bereich. Natürlich habe ich nicht alles durchprobiert, aber ich kann den Shop auf jeden Fall empfehlen und nehme ihn als Bezugsquelle gerne auf.