Von TM31 zu TM5

20. Feb. 2016: Thermomix-Umstieg

Lohnt der Umstieg vom TM31 auf den TM5, gesetzt den Fall, der TM31 ist noch voll-fit?

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Meine Antwort lautet: eher nein. Begründung:

Wenn du das Guided Cooking nicht brauchst, lohnt der Umstieg nur, wenn du den alten zu einem fiesen Preis verkaufst 😦 Die anderen Verbesserungen empfinde ich eher als Kleinigkeiten. Das Display ist nett, ja, aber wer mit dem TM31 schon verbrüdert ist, kommt doch prima zurecht.

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Die Leuchtdioden ändern ihre Farbe mit Anstieg der Temperatur.

Für mich als Linkshänderin ist der Deckel leichter aufzusetzen. Das Messer ist einfacher einzusetzen, weil der Boden nicht nur zwei Löcher hat, die man finden muss.

TM-Bottom

Du hast jetzt nicht mehr 10 Geschwindigkeiten, sondern auch dazwischen, also 2-2,5-3-3,5 usw. Die Turbofunktion ist ganz neckisch, quasi wie pulsen. Der Dichtungsring ist fest im Deckel montiert, was nicht unbedingt ein Vorteil ist. Das fällt mir so auf Anhieb bei den Unterschieden auf. Er ist größer im Volumen, was mir praktisch noch nicht aufgefallen ist. An Standfläche braucht er nicht mehr und auch er passt auf meine enge Fensterbank.

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Wenn der Mixtopf nicht im Gerät sitzt, sehen die Haltarme so aus, als riefen sie: „Komm zu mir, ich hab dich lieb“ 😉

TM-Arme

Guided Cooking

11. Feb. 2016: Guided Cooking

Der neue Thermomix hat eine Funktion, die ich völlig idiotisch finde: Guided Cooking. Da erzählt mir ein Chip über das Display jeden Schritt, den ich beim Kochen und Backen unternehmen muss. Außerdem kann ich mir damit Kaufrezepte direkt von der Vorwerk-Seite in das Gerät laden. Als ich davon zum ersten Mal hörte, habe ich mir an den Kopf gepackt: Was für ein Blödsinn!

Dann hörte ich von den erstaunlichen Verkaufszahlen des neuen TM5 – Lieferzeiten im Moment von 9 Wochen! Unglaublich… Vor einigen Wochen bin ich in eine größere Thermomix-Gruppe eingetreten, da gibt es – soweit ich gesehen habe – keine Vollwertler, wenige Vegetarier oder Veganer. Aber gekocht wird da wie verrückt.

Und dann habe ich gestaunt: So viele Leute, die plötzlich ihre eigenen Brote backen. Einmal las ich „Früher habe ich nur Fertigmahlzeiten gekocht, aber jetzt mache ich vieles selbst.“

Da habe ich Thermomix Abbitte getan 😉 Auch wenn viele dieser Rezepte nicht in meine Essenswelt passen, so ist es aber – selbstgemacht. Und in einer Welt, wo schon eine Tiefkühl-Pizza mit den Worten präsentiert wird: Ich habe heute selbst gekocht!, ist das ein Fortschritt. Immer noch nichts, was ich brauche. Aber wenn es alleine schon dazu führt, dass „Normalos“ Infos über Mühlen für den Getreidekauf austauschen, so ist das etwas, das die ganze Vollwert-Werbung kaum geschafft hat.

Doch, Guided Cooking ist eine gute Idee für viele, auch wenn ich es nach wie vor nicht möchte 🙂

Nutrition Mixer von Mr. Magic

14. Jan. 2015: Ein Gerät im Test

Ich bin süchtig. Süchtig nach technischen Geräten, vor allem wenn sie im Sonderangebot sind. Und so konnte und wollte ich nicht widerstehen, als mir der Netto-Prospekt ein Gerät für einen wahrlich erstaunlichen Preis vorschlug: 700 Watt, kleiner Mixer aus dem Hause Mr. Magic, für 50 Euro. Bestellt, bald geliefert (hier).

Gleich beim Auspacken fiel mir auf: Er ist deutlich größer als der Mr. Magic.

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Im Lieferumfang enthalten sind 3 Deckel (einer mit Löchern, brauche ich nie; einer zum Mitnehmen von Getränken und ein einfacher Verschluss) für 3 Becher: 2 kleine (je 350 ml) und 1 großer (700 ml), und zwei Messer. Diese Füllmengen sind auch gleichzeitig die maximalen Füllmengen und deutlich in schwarz auf den Bechern markiert, das finde ich hilfreich.

Die Verarbeitung scheint mir – ich habe ihn ja noch nicht so lange – sehr gut. Vor allem die „Gummiteile“ am Motorblock und unter dem Messer, die beim Mr. Magic immer wieder verschleißen, sind aus deutlich härterem Kunststoff, so dass ich mir ein längeres Leben verspreche (der neue rechts).

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Leider ersetzt der Nutrition Mixer nicht den kleinen Mr. Magic… die Becher sind nun mal größer und demnach kann er ganz kleine Mengen nicht wirklich gut verarbeiten (Foto: die Nüsse bekommt er da nicht klein). Er ersetzt natürlich auch keinen Vitamix. Aber wie schon der kleine Mr. Magic arbeitet er sehr gut.

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Die Kraft, die er aufbringt, ist schon beeindruckend. Ich habe heute Kekse gebacken, bei denen ich sonst die flüssigen Zutaten im Thermomix püriert habe. Da traute ich meinen Augen nach 45 Sek. Nutrition Mixer nicht: es war eher eine Creme als eine Flüssigkeit. Auch die Mangomasse (40 g getr. Mango, 20 g Cashews, 300 g Wasser) für das Freitagsfrühstück hat er blendend hinbekommen. Ich hatte zwar zur Vorsicht eingeweicht, aber das habe ich im Thermomix auch.

NutritionMixer Mango

Genau wie der Magic kann er leider nur zerschlagen, Nüsse nicht hacken. Eines der flachen Messer ist gezahnt, die hochstehenden Messer sind jetzt mehr an der Zahl.

Die Beschränkungen sind die gleichen wie beim Magic: kein Inhalt über 50°C, genug Flüssigkeit, Messer nicht in die Spülmaschine, auf die Dichtungsringe achten. In der Anleitung steht ausdrücklich, dass mit dem flachen Messer ausschließlich trockene Zutaten verarbeitet werden dürfen, das scheint mir neu.

Was mich wirklich stört sind diese blöden Saugnäpfe als Füße. In meiner Jugend wurden Handtuchhaken mit solchen Dingern an die Wand „gesaugt“ – und hielten bei mir nie. Da Küchenmaschinen bei mir keinen ewig festen Platz haben und ich ja auch die Fläche darunter einmal reinigen möchte, weiß ich nicht, warum ich das Gerät festsaugen soll. Es (links das neue Gerät) steht daher aber nicht so fest wie der kleine Bruder. Einfache Gummifüße wären mir da lieber gewesen.

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Für den Sonderpreis von 50 Euro, den ich bei dieser Aktion bezahlt habe, bin ich sehr zufrieden. Dadurch, dass das Messer in die Becher geschraubt wird, ist das Gerät eben sehr einfach zu reinigen.

Wer keine Dauerbelastung benötigt, sondern nur Smoothies für eine Person, Breis und Soßen herstellen möchte, ist hier bestens bedient. Wie er sich nach 2 oder 3 Jahren macht, weiß ich nicht.

Kundendienst von Ritter

7. Sep. 2015: Ritter Allesschneider

Vor wenigen Wochen konntet Ihr hier einen Test zu dem Ritter Allesschneider E18 lesen. Ich dachte schon, ich müsste den Test revidieren und eine vernichtende Kritik verfassen. Lest meine Email an den Hersteller:

Sehr geehrte Damen und Herren,
ich besitze seit einigen wenigen Wochen einen Alleschneider E18. Ich habe mich für dieses Gerät entschieden, weil es das einzige Solide für Linkshänder zu sein scheint.
Anfangs war ich auch sehr zufrieden. Heute jedoch hat mich die E18 enttäuscht:
Ich hatte ein Brot zu schneiden, das breiter ist, als es einfach an die Maschine anzulegen ist. Der Schlitten stößt hinten an der E18 an eine kleine Kante. Das ist unpraktisch, denn wenn ich das breite Brot einsetze und schneiden will, geht das nur, indem ich den Schlitten hinten über die Kante anhebe. Da der Schlitten dann aus der Laufrille rutscht und dort nicht sehr gut verankert ist, passiert es quasi automatisch, dass der Schlitten beim Schneiden von breitem Brot nicht in die Rille rutscht, sondern voll gegen das Messer fährt. Da der Schlitten aus Kunststoff ist, hat das Messer daher heute den Schlitten etwa 8 mm tief eingeschlitzt. Dadurch ist die Brotführung noch schwieriger.
Da in ihrer Gebrauchsanweisung nicht steht, dass breiteres Brot (es waren nicht einmal 20 cm, also wirklich kein „Bauernlaib“) damit nicht geschnitten werden darf, halte ich das für einen Konstruktions- und nicht einen Bedienungsfehler.
Was schlagen Sie vor?

Die Reaktion erfolgte prompt: 30 Minuten nach Versenden erhielt ich eineb Anruf: Es ist ein Bedienungsfehler, was ich erst natürlich nicht glauben wollte 😦
Ich habe den Schlitten nicht fest genug einrasten lassen und über die Kante führen nach hinten darf man ihn nicht. Hat man übergroßes Schnittgut, muss man ohne Schlitten schneiden. Die Hinterkante muss sein, weil sonst die Maschine kippen könnte – gefährlich!
Was tun? Sie schicken mir einen neuen Schlitten, ich muss nur das Porto bezahlen.
Das ist eine der nettesten Reaktionen, die ich seit langem erlebt habe – wo es auch noch mein Fehler war! (Dabei dachte ich, ich hätte alles richtig gemacht und auch die Anleitung vernünftig gelesen.) Außerdem bestätigte mein Gesprächspartner unser Telefonat noch einmal schriftlich, bedankte sich  für das nette Gespräch!! (dabei hatte ich doch zu danken) und verschickte das Teil deutlich schneller, als angekündigt:

Sehr geehrte Frau Wilkesmann,
vielen Dank für das nette Telefongespräch.
Wie besprochen schicke ich Ihnen einen neuen Schlitten 509.200 kostenfrei auf Kulanz zu.
Nur die Versandkosten in Höhe von 5,90 Euro werden wir Ihnen in Rechnung stellen.
Lieferzeit ca. 1 Woche.
Hinweis: Bitte bauen Sie das Messer ab und prüfen die Zahnräder auf eventuelle Beschädigungen.
Anbei eine kleine Hilfestellung eine ähnlichen Modells. Der Schlitten ist größer, aber die mittlere Nut und das Federelement ist gleich aufgebaut. Die Montage und Demontage funktioniert gleich.

Ich bin beeindruckt.

Brotschneidemaschine

20. August 2015: Ritter E18 Allesschneider

Schon lange habe ich immer wieder mit dem Gedanken gespielt, mir eine Brotschneidemaschine zu kaufen. Auf der Suche nach einem kompakten Gerät bekam ich hier die Empfehlung „Graefe“. Ich habe mich bei Graefe erkundigt, sie haben keine speziellen Ausgaben für Linkshänder, aber „die Linkshänder seien alle sehr zufrieden“. An so etwas glaube ich schon lange nicht mehr, nachdem ich beim Test einer Mühle für Linkshänder feststellte, dass diese einfach keine Linkshändermühle ist und dann vom Hersteller hörte, der Techniker sei selbst Linkshänder.

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Ich habe mich für die Ritter E18 entschieden. Das andere Linkshändermodell war wohl von Gourmet Maxx oder einer anderen Billigfirma, das wollte ich lieber nicht riskieren.

Ich habe die Ritter E18 jetzt einige Wochen im Einsatz und bin bis jetzt sehr zufrieden. Der „Wagen“ ist auf der linken Seite, eben für Linkshänder.

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Es gibt 14 verschiedene Stärken, die aber nicht Millimetern entsprechen. Die Zahlen sind schon einmal praktisch, denn ich merke mir einfach, welche Scheibendicke ich am liebsten mag und habe immer gleiche Stärke – für mich schneide ich auf 12, für Eric auf 8. Was natürlich nichts Besonderes für die Ritter E18 ist.

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Die Bedienung ist unkompliziert, die Reinigung ebenfalls. Sogar das Herausnehmen des Messers zwecks Spülen klappte auf Anhieb (was bei mir nicht immer so ist).

Toll ist das vor allem am Brotende – was natürlich auch nichts besonderes für die Ritter ist – da muss ich endlich keine knüppeldicken Enden mehr essen. Auch mein letztes Wildhefebrot hat eine verkantete dicke Kruste, da hätte ich beim Handschneiden echt Bedenken, mir die Hand anzusäbeln. Klappt auch prima.

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Die Ritter ist ausgesprochen kompakt, das gefällt mir auch. Ich wollte mir nicht die ganze Arbeitsfläche für ein bisschen Brotschneiden „zumüllen“.

Außer dem Messer sind die Teile aus Kunststoff. Das kann man mögen oder nicht – andererseits ist die E18 deshalb recht leicht und lässt sie sich zum Reinigen der Standfläche einfach anheben und verschieben. Dennoch ist sie standfest.

Das Kabel kann auf die gewünschte Länge an der Unterseite eingerollt bzw. ausgerollt werden.

Fehler machen Leute

9. Juli 2015: Lernt Ihr doch einfach aus meinen Fehlern!

Eines schönen Samstags im Mai habe ich Nudelteig hergestellt. Ich wollte so eine Art Canelloni machen. Am Ende, ich war etwas in Eile, waren die Walzen leicht verschmutzt. Handkurbel einsetzen und reinigen wie üblich? Ach Quatsch, das geht auch schneller, wenn ich das ganz vorsichtig mit dem Motor mache.

Also habe ich einen feuchten Lappen, wie immer, an eine Walze gehalten und auf Stufe 1 laufen lassen. Das ging auch erst ganz gut, aber 1/10-Sekunde war ich nicht ganz bei der Sache, und SCHWUPPS, war das Tuch eingezogen, in mehrfachen Lagen.

Ach du Mist!!! Rückwärtslauf gibt es in der Motorfunktion nicht. Der Knopf, um auf Stufe 0 zu stellen, bewegte sich auch nicht. Ich habe versucht, das Tuch so knapp wie möglich abzuschneiden, half auch nichts.

Also (warum habe ich das nicht gleich gemacht????) habe ich doch die Handwalze geholt. Nächster Schweißausbruch: Dank meiner Heldentat hatte sich das Spültuch  nicht nur festgesetzt, sondern auch das Abnehmen des Motorteils unmöglich gemacht. Mit Schweißperlen auf der Stirn habe ich das Motorteil nach einigen verzweifelten Bemühungen dann doch abbekommen. Dann habe ich brav die Handkurbel eingesetzt und schwupps… war das Tuch draußen.

Ihr könnte mir glauben: Nie wieder bin ich zu bequem, um für die Reinigung der Walzen die Handkurbel einzusetzen 😦 😦 😦

FP 5150: Test 3/3

20. Juni 2015: Braun Food Processor FP5150 Test Teil 3

(5) Das Hackmesser

Schön ist, dass sich die Pulsfunktion (1 x oder auch ständig pulsend) mit unterschiedlicher Geschwindigkeit kombinieren lässt. So bekam ich das Obst oder Gemüse genau in der Stärke zerkleinert, wie ich das haben wollte.

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Herausnehmen und Einsetzen in den Messerschutz ist auch sehr gut gelöst. Ich bin in solchen Dingen manchmal wirklich schwerfällig (führe das gerne auf meine Linkshändigkeit zurück hihi), aber einmal geübt klappt es bestens, ohne dass ich Gefahr laufe, doch in das Messer zu packen.

Das Leeren des Behälters mit dem beigelegten Spatel klappt recht gut, auch wenn die Rippen an der Innenseite des Behälters stören, die haben aber wahrscheinlich „mixtechnische“ Gründe (so wie auch beim Vitamix die Bechergestaltung entscheidend für seinen Erfolg ist). Ich würde mir allerdings gewünscht haben, dass der Spatel aus etwas weniger „starrem“ Material gefertigt ist.

Angeblich lässt sich mit dem Hackmesser auch Rührteig herstellen. Erst fand ich das Ergebnis wirklich toll, auch wenn man natürlich hinterher ein wenig zum Abspülen hat. Da aber auch das Messer in die Maschine darf (nicht der Knethaken), ist das ja egal.

Gleich fiel auf: Für die Prüfung, ob ein Rührkuchen richtig ist, sind Rührbesen eines Handrührgeräts einfacher zu beobachten. Schwieriger ist auch das Abschätzen, wann ich z.B. bei einem Marmorkuchen zwei Drittel (also den hellen Teil) des Teigs in der Kuchenform hatte.

Leider hat sich in der Praxis gezeigt, dass Rührkuchen (nur mit Vollkornmehl?) durch das Schneidemesser klitschig werden! Ich hatte ein Rezept für Marmorkuchen, das drei der Superduperabonnenten identisch nachgebacken haben von den Zutaten her, aber mit normalen Rührbesen – die Kuchen sind wunderbar geworden! Für Rührkuchen werde ich das Hackmesser nicht mehr benutzen. Das Messer schneidet vermutlich irgendetwas kaputt.

(6) Der Mixer

Ich habe ihn mit Nachtisch und Frühstück ausprobiert. Auch hier im Vergleich zur Kenwood die Bestnote. Das gab wirklich eine feine Creme! Die Kenwood hat mit dem Mixeraufsatz völlig versagt (und war in etwa fast 4 x so teuer!). Auch Auseinandernehmen und Zusammensetzen des Mixers sind sehr einfach. Der Mixer schwächelt etwas beim Frühstück, weil das Messer irgendwann „leer“ dreht. Da muss man dann aufmachen, kurz durchrühren und weitermixen. Das Ergebnis war sehr gut.

(7) Der Reibeinsatz

Der Einsatz ist durchgängig „perforiert“ im Gegensatz zu den Scheibeneinsätzen. einseitig. Herausnehmen und Einsetzen geht aber dabei sowieso leichter, weil die Gefahr, sich zu schneiden, nicht so groß ist.

Mit dem Ergebnis beim Kartoffelreiben war ich gut zufrieden. Es blieben einige flache Teile über – das waren aber insgesamt Kartoffelschalen mit etwas Kartoffel dran. Auch habe ich festgestellt, dass größere Reststücke noch abgebaut werden können, wenn ich auf hohe Geschwindigkeit gehe und noch mehrmals durchlaufen lassen.

Gemüse oder Obst reiben kommt bei mir nur selten vor.

Fazit: Die Braun FP 5150 ist eine preiswerte Alternative zu großen Küchenmaschinen mit kleinen Einschränkungen. Vorteile: Sie kann viel und das Gerät nimmt wirklich wenig Platz ein. Sie ist leicht zu bedienen. Nachteile: Rührkuchen ist zumindest mit Vollkornmehl nicht empfehlenswert, einige Stellen sind schlecht zu reinigen. Im Vergleich zu der sehr viel teureren Kenwood aber schneidet die Maschine hervorragend ab und ich würde sie sofort wieder kaufen.

Der Mixer lässt sich gut auseinander nehmen und wieder zusammenbauen und ist recht einfach zu reinigen.

FP 5150 Test 2/3

19. Juni 2015: Braun Food Processor Fp5150 Test 2

(1) Grobes Raffeln von Gemüse

Das klappte sehr gut, mit den üblichen Rückständen zwischen Scheibe und Behälterwand. Ist aber auch nicht schlechter als beispielsweise die Jupiter. Auch wenn die Rechtshändigkeit stört – es klappt super und glatt. Ganz im Gegensatz zur Kenwood, wo ich auch nach 10-maligem Gebrauch manche Teile einfach nicht richtig eingesetzt bekam, ohne lange herumzuprobieren. Reinigen des Gefäßes und der Einsätze ist einfach.

(2) Feines Raffeln von Gemüse

Klappte gut. Ein paar Stücke blieben übrig, aber das ist nichts Neues. Es bleibt weniger hängen, wenn ich erst auf langsam schalte und zum Schluss schnell oder Pulse (es gibt manuelles und Dauerpulsen).

(3) Scheibenschneideinsätze

Positiv ist mir beim Einsetzen der Scheiben in die „Platte“ aufgefallen: Ich muss nur die Seite ohne Messer anfassen. Da ist die Schnittgefahr gering. Auf niedriger Geschwindigkeit schneidet die Maschine fast völlig ohne Verluste zwischen Scheibe und Behälter. Allerdings würde ich mir die dicken Scheiben etwas dicker wünschen, ich finde den Unterschied nicht groß genug.

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(4) Knethaken

Die Maschine hat extra so eine Art schweres Plastikteil mit zwei Armen zum Kneten, das ist gut, dass ich den Teig nicht mit einem Messer herstellen muss! Man soll aufhören, sobald der Teig eine Kugel formt (ein extra Knetprogramm) oder nach 1,5 Minuten.

Hefeteig für Pizza: Mein Teig war nach 1 Minute schön geformt. Da mein Pizzateig derzeit immer sehr weich und klebrig ist, war ich dankbar für den Maschineneinsatz. Es hat super geklappt, was ich auch daran gemerkt habe, dass meine Pengdose deutlich schneller aufsprang als bei vorherigen Pizzen aus sehr ähnlichem Teig. Bis zum ersten Plopp 40 Minuten, per Hand kneten: 1 Stunde.

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Beim Reinigen muss man aufpassen, klar, dass der Knethaken wirklich von allen Seiten sauber ist.

Nudelteig: Ich habe zum Test einen recht einfachen Teig gewählt, 120 g Kamut, 40 g Dinkel und 80 g Wasser.

Das ist wohl zu wenig für die Maschine. Sie hat sich zwar Mühe gegeben, aber irgendwann hatte der Kneteinsatz keinen Kontakt mehr zum Teig. Ich habe ihn dann mit der Hand nachgeknetet. Das ging alles recht flott. Vielleicht klappt es mit größeren Teigmengen? Wichtig ist natürlich auch, dass man vorher schon weiß, wie viel Flüssigkeit genau es sein soll. Das weiß ich häufig nicht.

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Vorteil: Die erste recht lästige Phase des Handknetens entfällt, nämlich der Teil, bei dem ich mir die Hände schmutzig mache. Nachkneten mit der Hand klappte gut. Ich bin noch unentschieden. Bei größeren Mengen könnte ich mir die Funktion hilfreich vorstellen.

FP 5150 Test 1/3

18. Juni 2015: Braun Food Processor FP5150, Test Teil 1

Seit einer Weile suchte ich nach einem kompakten Küchengerät, das ich auch in meiner kleinen Küche stehen lassen kann, ohne dass es die Arbeitsfläche völlig zustellt. Der Thermomix ist mir zu groß und seine Funktionen dafür nicht genug. Die Kenwood habe ich schon beim Einzug in den Keller verbannt, außer zum Teigkneten habe ich sie sowieso nicht mehr benutzt, weil die Teile so umständlich waren. Nach mehrtägigem Studium des Internets entschied ich mich für die Braun FP5150, sie ist eine der kompaktesten mit geringen Maßen und recht viel Leistung. Ich bin immer wieder erstaunt, wie sehr doch diese kleine und vergleichsweise preiswerte Maschine (ich habe inklusive Porto knapp 180 Euro bezahlt) im Vergleich zu der Kenwood abschneidet.

Ich habe in meinem Leben etwas dazu gelernt: Neue Dinge nehme ich nur in Ruhe und nach Studium der Gebrauchsanleitung in Betrieb. 🙂 Vor allem bei Küchenmaschinen habe ich mir eines zur Regel gemacht: Erst einmal trocken auseinander schrauben und wieder zusammensetzen, bis die Griffe sitzen. Sonst stehe ich nämlich schweißgebadet mit fertig geraspeltem Gemüse in der Küche und komme nicht dran 🙂

Zur Maschine gehören ein Hackmesser, einen Knethaken, diverse Raspelscheiben, eine Pommesscheibe, eine Zitruspresse, ein Kunststoffschlagteil für Eier und Sahne, ein Spatel und ein Mixeraufsatz mit Messbecher im Deckel.

Die Handhabung ist einfach, die Bedienungsanleitung entsprechend knapp gehalten und reicht völlig aus. Das Zusammensetzen der Teil funktioniert sehr gut, wobei ich da anzumeckern habe, dass hier das Design die Praxis stört, d.h. die Pfeile, die übereinander stehen müssen, damit ich die Teile befestigen kann, sind so dezent, dass ich gerade beim Mixeraufsatz doch recht lange brauche. Obwohl die Teile beim Einsetzen gegen mein Linkshändergefühl gehen, hatte ich mich schnell daran gewöhnt.

Die meisten Teile kann ich in die Spülmaschine geben, sogar das Messer aus dem Mixer. Ausnahme: Der Knethaken. Die Bedienungsanleitung enthält auch ein paar Tabellen, was wie verwendet wird – in Bildchenform, vermutlich um Mehrsprachigkeit abzudecken.

Was mich annervt: Die beiden Bedienungsknöpfe vorne ziehen natürlich den Schmutz an, den man dann aus dem Ring nur mit einem Messer entfernen kann. Das ist nicht ideal gelöst! Ist in den Fotos rosa eingekringelt. Ich hatte mir für die Nudelmaschine einen Borstenpinsel gekauft, der kam mir jetzt zu Hilfe. Doof finde ich das trotzdem. Da gibt es bessere Lösungen.

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Nicht getestet habe ich die Zitruspresse, da ich von Zitronen etc. immer das ganze Fruchtfleisch nehme, und den Schlagbesen für Eier / Sahne, der z.B. für Rührteige nicht verwendet werden darf.