Spamanrufe

Wer wie ich, ein bisschen Spaß hat, wenn mir am Telefon jemand etwas andrehen möchte, für den habe ich noch ein paar hübsche Tipps.

Sehr schön ist es, die Reaktion zu beobachten, wenn man sich mit einer nicht ganz so alltäglichen Sprache meldet. Ich bevorzige das Türkische „Effendim?“. Manchmal hänge ich dann noch ein oder zwei Sätzchen an, die sicher keinen Sinn machen, aber so klingen, als wenn ich die türkische Sprache wirklich beherrsche. Reaktion: Auflegen oder verzweifelte Versuche, mich zum Deutschen zu bringen.

Meine Telefonnummer war früher Erics Nummer. Da kommt schon mal der eine oder andere Anruf für ihn. Da gibt es zwei Möglichkeiten: Ich antworte in sehr gebrochenem Deutsch, dass ich leider gar kein Deutsch verstehe. Oder aber ich frage, was denn der oder die Anrufer bzw. Anruferin von Herrn Charlton möchte.

„Ist Herr Charlton da?“
„Warum wollen Sie das wissen?“
„Ich möchte mit ihm reden!“
„Worum geht es denn?“
„Das möchte ich ihm selbst sagen“
„Tja, das wird aber nichts, wenn Sie mir das nicht sagen.“
„Er hat sich bei einem Gewinnspiel registriert“.
Alles klar, tschööööö“.

Manche haben auch nicht meinen Sinn für Humor (das ist aber nicht nur beim Telefonieren so).

Da ich keinesfalls meine Lebenszeit mit diesen Anrufen verschwenden möchte – eine immer drohende Gefahr – protokolliere ich die Gespräche jetzt mit und schreibe darüber eine Doktorarbeit. Mit psychologischen und statistischen Auswertungen.

Telefonnr. 0711 7502260

Ich kenne diese Anrufe: entweder Abends nach 19 Uhr oder Samstagvormittag. Da trifft man die Leute gut zu Hause an. Nummern, die ich nicht kenne, sind immer Werbung. Für Gewinnspiele oder was weiß ich.

Gerade klingelte das Telefon, im Display die Nr. 0711 7502260. Stuttgart, denke ich. Ich kenne niemanden in Stuttgart. Wahrscheinlich so eine Nummer, die über zig Umleitungen geführt falsch ist.

Telefon klingelt. Ich: „Hallo…“
Von der anderen Seiten kommt erst nichts, dann „Hallo“ (junge Frauenstimme).
Ich warte, frage dann
„Kommt noch was?“
Sie (freche Stimme, blafft mich an): „Ich habe doch Hallo gesagt. Warum antworten sie mir nicht?“
Ich konnte mir ein Lachen nicht verkneifen.
„Ich glaube, Sie sind nicht gut drauf heute.“ und habe aufgelegt.
Eigentlich wollte ich sagen: „Ich glaube, Sie sind nicht ganz dicht.“ Aber das grenzt ja an Beleidigung.

Rezeptvariante Reiskochtopf

Heute ein Resteessen – die Zwiebeln mussten weg, und irgendwie muss ich mich durch noch ziemlich viel Vollkorn-Rundkornreis essen. Es hat mir super geschmeckt – wie immer mit ein bisschen Sambal oelek.

Rundkorn-Naturreis mit Zwiebel aus dem Reiskochtopf

1 Portion

In den Topf:

  • 75 g Rundkorn-Vollkornreis
  • 10 g Sonnenblumenöl
  • 1/2 TL getr. Thymian
  • 270 g Wasser (ich mag den Reis gern sehr weich!)

In die Dünstauflage:

  • Zwieblehälften (ca. 125 g)

Programmiert für eine Fertigstellzeit von 4 Std. 30 Min.

Rezept für den Reiskochtopf

Erst hatte ich geplant, als Titel „Einfach lecker“ oder „Einfach und lecker“ zu verwenden. Aber dann dachte ich an die endlos lange Reihe von Rezepten, die sich heute damit schmücken. Ob sie wirklich immer einfach sind, wage ich schon beim Lesen zu bezweifeln. Erst recht das Leckere.

Das folgende Rezept lässt sich vermutlich auch im Topf oder der Pfanne zubereiten. Aber in einem programmierbaren Reiskochtopf ist es so einfach. Ich habe wieder zu meinem kleinen Reistopf zurückgefunden, nachdem ich ihn doch wirklich ein paar Monate in den Keller verbannt hatte.

Curryreis aus dem Reiskochtopf

1 Portion; gut dazu schmeckt Sambal oelek

In den Topf:

  • 25 g Rundkorn-Vollkornreis
  • 50 g Jasminvollkornreis
  • 10 g Sonnenblumenöl
  • 4 getrocknete Pflaumen
  • 1 Messerspitze Currypulver
  • 250 g Wasser (ich mag den Reis gern sehr weich!)

In den Dünstaufsatz:

  • 3 dicke Scheiben Süßkartoffel (zusammen ca. 190 g)

Um 12.30 Uhr aufsetzen, programmieren für eine Fertigstellzeit von 4 Std. 40 Min.
Den Rundkornreis habe ich nur dazu gegeben, weil ich zu viel davon habe und ihn aufbrauchen möchte. 🙂

GDL und Lokführer

Mein Großvater war seit seiner Jugend Mitglied in der Baugewerkschaft, er hatte dort niemals eine Position inne. Wegen seiner langjährigen Mitgliedschaft nahm sogar eine lokale Gewerkschaftsgröße an seiner Beerdigung teil. Wenn ich lese oder höre, worum damals gekämpft wurde, sehe ich den Sinn von Gewerkschaften. In den ersten Arbeitskämpfen gab es beispielsweise noch keine kuschelige Bezahlung für die Streikenden.

Jetzt streiken die Lokführer, geplant von Donnerstag bis Dienstag. Ich wusste erst gar nicht, worum es ihnen ging, finde und fand den Streik dennoch unangemessen. In Zeiten von Corona, wo so viele Menschen mit finanziellen Problemen zu kämpfen haben, vielleicht sogar am Rande ihrer Existenz stehen und durch Corona-Maßnahmen durchaus eingeschränkt sind in ihrer Mobilität: Muss die GDL da wirklich einen Streik anzetteln? Menschen den kleinen Wochenendausflug verderben, den Weg zur Arbeit noch mehr erschweren?

Heute morgen hörte ich dann, was die Arbeitgeber anboten: Einen Corona-Zuschlag in Höhe von 600 Euro pro Kopf plus eine Tariflaufzeit von (ich glaube) 35 statt bisher (ich glaube) 42 Monaten. Das Angebot hat die Gewerkschaft nicht angenommen, die Tariflaufzeit muss 28 Monate sein. Da habe ich mir schon an den Kopf gepackt und mich gefragt: „Geht’s noch?“ Wegen Corona schreibt die Bahn ja auch noch rote Zahlen. Viele Beschäftigte, die auch wirklich aufgrund von Covid-19 eine erhebliche Mehrbelastung haben, verdienen im Monat weniger und kriegen keine solche hübsche Extrazahlung. Und Verhandeln heißt, mit jemandem handeln, nicht den letzten Groschen aus ihm herauspressen.

Dann las ich in Google News einen Ausspruch des Gewerkschaftsführers Claus Weselsky in der ARD. „Dieses Angebot kann kein Mensch und vor allem keine Gewerkschaft dieser Welt annehmen.“

Ich finde Vergleiche mit den Hungernden in Afrika und den Arbeitern in Bangladesh meist daneben gegriffen. Aber wenn man sich schon auf „kein Mensch … dieser Welt“ bezieht, muss man sich auch vergleichen lassen. Welche unglaubliche Arroganz, Verblendung, Menschenverachtung und Abgehobenheit! Wenn Bankmanager im Zusammenhang mit hohen Beträgen von „Peanuts“ sprechen, wird das zum Unwort des Jahres. Und wo ist hier das öffentliche Entsetzen? Nur bei mir?

Um es ganz krass zu sagen: wie viele Afghanen, die im Taliban-Regime unter Lebensgefahr festsitzen, würden gerne nicht nur nach Deutschland kommen, sondern auch die Papiere der Arbeitgeber mit diesem Angebot küssen? Welche arme Arbeiterin in einem Sweatshop in Bangladesh würde ein solches Angebot unannehmbar finden? Und da können wir ruhig auf die Verhältnisse in jenen Ländern umrechnen (also was braucht ein Mensch zum Leben usw.)

Arbeitgeber können nur verhandeln, sonst nichts. Arbeitnehmer verhandeln nicht, sie streiken einfach, was ja nichts anderes ist als Erpressung.

Wetten Claus Weselsky arbeitet sowieso nicht wirklich mehr in einem Zug, sondern sitzt seinen Gewerkschaftshintern auf einem kuscheligen Sessel platt? Ich kotze mal eben.

Lokführer, Ihr seid keine Sklaven eurer Gewerkschaft.

Heute vor 5 Jahren

Also gekochter Milchreis sollte vorhanden sein. 😉 Wer den nicht hat, kann ihn kochen. Oder aber, je nach Ernährungsweise, durch Quark, Joghurt, Stützcreme, Hirse usw. ersetzen.

Frische Feigen im Traubenbett

2 Portionen

  • 2 kleine frische Feigen (125 g)
  • 35 g Erdbeeren
  • 10 g Honig
  • 40 g gekochter Milchreis
  • 1 gestr. TL Flohsamenschalen
  • 100 g grüne kernlose Trauben

Jede Feige auf einen Teller stellen. Deckel von den Feigen abschneiden, Inneres aushöhlen. Das Innere, Erdbeeren und Honig mit einem kleinen Mixer mixen, Milchreis und Flohsamenschalen mit einem Löffel unterrühren. Feigen damit füllen. Deckel auf die Feigen setzen, das restliche Erdbeer-Milchreis-Gemisch auf die Teller geben. Trauben halbieren und die Lücken damit füllen.

Dreieckstuch

Vor ein paar Tagen habe ich ein neues, eher frühlingshaft-herbstliches Dreieckstuch fertiggestellt (natürlich nicht für mich 😉 ). Sogar die Fäden sind schon vernäht, nächsten Samstag wird es übergeben. Fotografieren war ziemlich schwierig, da es sehr breit ist. Also habe ich zwei Fotos gemacht, um einen Eindruck zu geben.

Diesmal ist es übrigens qualitativ hochwertige Wolle. Wir haben hier einen tollen Wollladen (Woll- und Modeparadies), die für mich vor allem durch ihre Sonderangebote attraktiv sind. Manche Knäuel kosten nur 1 Euro – und die locken mich dann.

Logitech

Etwa 2015 habe ich mir eine Funktastatur mit passender Funkmaus von Logitech gekauft. Die Kombination kostete damals unter 30 Euro. Jahrelang bin ich gut damit gefahren, auch wenn einige Buchstabenbeschriftungen abgenutzt waren. Ein bisschen schwierig, wenn Eric mal an meinem PC saß, weil er nicht blind schreibt. 😉

Ich glaube die Nummer der Tastatur war K520. Leider hat sich in den letzten Tagen die Maus verabschiedet. Erst konnte ich sie mit Rumprobieren immer noch ans Laufen bekommen, aber vorgestern war es so schwer, dass ich mir ein neues Set bestellt habe. Wieder Logitech. Meine Nummer gibt’s nicht mehr. Also habe ich etwas Ähnliches genommen, für fast 50 Euro. Die neue Tastatur bietet lauter Funktionen an, die ich sowieso nie benutze. Gestern schon kam das Päckchen, aber meine Maus funktionierte einwandfrei. Das kennt man ja: Kaufe etwas Neues, und das Alte legt sich nochmal ins Zeug. Ich habe die neue Tastatur deshalb unausgepackt im Schrank verstaut…

Heute Morgen aber war es wohl soweit. Die Maus wollte gar nicht mehr, auch die Tastatur nur zögerlich. Also habe ich die neuen Sachen ausgepackt, es ist eine K540.

Hmmm. Das alte Set fühlte sich irgendwie wertiger an. Die neue Tastatur ist anthrazit und wird als schwarz verkauft. Na gut, das ist mir relativ egal. Dann sind da so komische Streifen und Muster auf der Handballenablage, sieht man auf dem Foto gut. So als hätte eine andere Tastatur darauf gelagert. Auch nicht tragisch, meine Tastaturen sollen funktionieren und brauchen keinen Designpreis. Aber solche Dinge sind einfach schlechter. Ein Gutes muss ich ihr lassen: Ich kann prima auf ihr schreiben. Das ist beileibe nicht bei jeder Tastatur so. Vor allem bei Tastaturen, die in Tests bewertet werden, weiß ich schon vorher: Da hat wieder so ein Redakteur geprüft, der meint, er könnte mit 4 Fingerchen super tippen, und sich über einen harten Anschlag freut. Ich nicht! Sprich: Der Tastenanschlag ist schön leicht, ich tippe flink.

Was mich aber gar nicht erfreut, ist die Maus. Dank Funkmäusen habe ich alle Mousepads entsorgt, ich brauchte sie nicht mehr. Diese Maus fitscht mir über den Tisch. Seufz.

Der neue Trend: Entweder teurer und schlechter oder billiger und deutlich schlechter. 😉

Ich sollte das vielleicht bei allen Dingen machen, mit denen ich zufrieden bin: Gleich nach Kauf und Test mehrere kaufen…. Bei Schlafanzügen habe ich das gerade gemacht, aber bei Tastaturen weiß man ja auch nie, ob die beim nächsten PC noch mitarbeiten wollen und inwieweit Technik sich verändert hat.