Sinn und Unsinn von Superfoods

Quinoa, Amaranth, Chiasamen, Gojibeeren … ein sehr interessanter Bericht im ZDF aus dem Jahr 2019.

Leider ist es mir nicht gelungen, einen direkten Link zum Film einzubauen, es kommt immer eine Fehlermeldung. Im ZDF im Suchfeld eingeben: Superfood Anne Kaut

ZDF findet Ihr hier: https://www.zdf.de/live-tv

Auch wer schon länger über die Superfoods lächelt und sie belächelt: Der Beitrag ist interessant. Finde ich.

Kitzel, kitzel

Wie ich ja schon festgestellt habe, ist das Blogleben auf meinem Blog nicht mehr so lebhaft wie vor einigen Jahren. Dennoch – ich kann’s nicht lassen 🙂

Es folgt der Link zu einem Rezept auf der Rezeptseite von Kölln. Ich habe ihn gerade nachgebacken, aber noch nicht angeschnitten.

Wie sähe denn eure Version aus? Was würdet Ihr am Rezept ändern? Und wer backt nach?

https://www.koelln.de/rezepte/kuchen-torten/schokoladenkuchen/

Feiertagsessen

Heute war ein Feiertag, zumindest auch in NRW. Mein Essen war auch nicht besonders feiertäglich – aber irgendwas muss ja in den Titel. Wobei mir persönlich das Essen super geschmeckt hat…

Scharfe Kräuterseitlinge mit Reis

1 Portion

  • 15 g Sonnenblumenöl erhitzen
  • 55 g Zwiebel, gewürfelt, und
  • 1 große Knoblauchzehe, in Scheiben, unter Rühren darin anschwitzen.
  • 1 Peperoni (15 g), in Scheiben, mit erhitzen
  • 100 g weißen Reis mit anbraten
  • 150 g Kräuterseitlinge, Scheiben, auch noch mit anbraten.
  • 200 g Wasser zugeben und 20 Min. kochen. Abschmecken mit
  • Salz

Angebraten ist Peperoni (sie waren mittelscharf) übrigens deutlich weniger scharf, finde ich zumindest. Die Kräuterseitlinge lassen sich auch bestens durch andere Pilze der Wahl austauschen. Ich koche übrigens Reis gerne über das Bissfeste hinaus 🙂

Wer lieber Vollkornreis nehmen möchte, kann ihn getrennt kochen. Ich denke nicht, dass das Essen, wenn man wie beschrieben vorgeht, nach 40 Minuten noch schmeckt.

Das Essen ist einfach zuzubereiten: Entweder man bereitet alles Gemüse etc. vor und wiegt ab. Oder man fängt mit Zwiebeln und Knoblauch an. Während diese braten, schneidet man die Peperoni. Das geht noch schneller, ich finde es aber stressiger. Und an einem Feiertag will ich keinen Stress.

Zwei deutsche Wörter

Die Sinnänderung von Wörtern über die Jahrhunderte ist ja bekannt, früher z.B. bedeutete „Weib“ nichts anderes als „Frau“ heute. Eine schlagartige Änderung ist eher selten. Ich beobachte sie dieser Tage.

Lockern heißt etwas Festes weniger fest machen. Aufhebung hebt etwas auf, einen Zusammenhalt, eine Vereinigung usw.

Mit dem Wort „Maßnahmen“ zusammen aber scheint die Bedeutung von Lockerung und Aufhebung nahezu identisch: Da werden Maßnahmen gelockert, aber was passiert? Zigtausende Menschen benehmen sich, als bedeute lockern dasselbe wie aufheben. Für sie ist eine Lockerung der Maßnahmen die komplette Aufhebung.

Liegt’s am Deutschunterricht an deutschen Schulen? Oder ist es ein internatoinales Phänomen?

Nee, bitte mal im Duden nachschauen. Es bedeutet wahrhaftig noch was anderes. 🙂

Ein Geschenk

Eine Person, die ich kenne, hat in zwei Tagen ihren runden Geburtstag, die 60. Normalerweise schenken wir uns nichts zum Geburtstag, aber ich dachte mir, zu dem Tag darf es mal etwas Besonderes sein. Wir haben nämlich mehrere Weihnachtspäckchen in den letzten Jahren bekommen und mich „nur“ bedankt, selbst nie etwas geschenkt.

Was also tun für den runden Tag? Irgendwas „Größeres“ kaufen, fällt uns schwer. So gut kennen wir die Person nun auch nicht, in ihrer Wohnung waren wir schon lange nicht mehr.

Dann kam uns die Idee: Für jedes Geburtsjahr ein Geschenk. Klar war, dass die einzelnen Geschenke sehr preiswert sein mussten. Unser Ziel: 1. Nicht mehr als ein Euro pro Geschenk von 1 bis 59 (das 60. darf schon ewas besser sein) und 2. Keine sinnlosen Geschenke. Kein Nippes zum Hinstellen z.B. – damit nervt man leicht.

Wir haben etwa zehn Tage gebraucht, um 1 bis 59 zusammenzubekommen. Ich finde es erstaunlich, was für sinnvolle Dinge es wahrhaftig noch für einen Euro gibt! Pflaster, Tee, Stifte, Waschlappen, Minigläschen mit selbstgemachter Marmelade (acht verschiedene Sorten) und vieles mehr. Manche Packungen habe ich aufgeteilt: Zwölf Farbstifte ergaben vier Päckchen.

Acht Sorgen selbstgemacht Marmelade

Ich habe die Geschenke einzeln verpackt und mit Nummern versehen. Da ich kein passendes leeres Paket hatte, haben wir uns noch das Postpaket „L“ geholt. Unten mit Plastikfolie ausgefüllt und gut mit Putzlappen (wir sagten früher: Scheuerlappen) ausgestopft. Von denen hatte ich mir vor Jahren mal ein Riesenpaket bestellt, die ich dann aber wegen eines elektrischen Putzgeräts gar nicht brauche. Also: ein bisschen nachhaltig 😉

Das Anbringen von Geschenkbändchen habe ich mir nach ein oder zwei Päckchen gespart, da säße ich vermutlich jetzt noch dran. Auch habe ich mir die Arbeit aufgeteilt: In Geschenkpapier packen an drei Tagen (jeweils durch Wochenenden getrennt), dann ein Sonntag fürs Zusammenstellen.

Nun wird es auf die große Reise gehen. Da weiß ich gar nicht, wo die Freude größer ist: beim Beschenkten während des Auspackens oder bei uns während des Einpackens.

Sammeln der Geschenke in einer kleinen Box, halb fertig.
Alles im Karton, nur noch mit weiteren Putztüchern abdecken und Karton verschließen.

Schnell kann lecker!

Schneller Kidneybohnentopf

1 Portion

  • 10 g Sonnenblumenöl
  • 1 Knoblauchzehe (3 g), in Scheiben
  • 1 kleine Zwiebel (40 g), in Würfeln
  • 100 g Cherrytomaten
  • 1 Dose Kidneybohnen (400 ml)
  • 1 TL Sambal oelek (Rezept hier auf dem Blog)
  • 1/2 TL Salz
  • 1 geh. TL Möhrenkonfitüre* (oder Apfelkraut etc.)

Öl erhitzen, Knoblauch und Zwiebeln anbraten, bis sie braun sind. Tomaten als Ganzes zugeben und auf kleinerer Stufe einige Minuten mitanbraten. Inhalt der Dose zugeben und einige Minuten auf kleiner Einstellung kochen lassen. Mit Sambal, Salz und Möhrenkonfitüre abschmecken.

  • Möhrenkonfitüre habe ich in meinem derzeitigen „Marmeladenwahn“ selbst gemacht. Bei Interesse kann ich das Thermomix-Rezept gern einstellen. Es unterscheidet sich aber nicht sooo wesentlich von der Herstellung anderer Marmeladen.

Der älteste Blog

Angesichts des Bloggeburtstags wollte ich dann heute Morgen einmal wissen, wie alt der älteste Blog oder auch Foodblog (Blog mit Rezepten) ist, der heute noch existiert. Meiner ist es definitiv nicht. 😉

Das Interessante für mich war, dass ich das nicht herausfinden konnte. Zumindest nicht auf die Schnelle. Die Frage, wer der älteste – noch lebende – Blogger ist, lässt sich da eher beantworten. Da komme ich noch nicht mit, über 80 bin ich ja nicht. Das dauert dann doch noch ein Weilchen.

Wer also einen Blog kennt, der älter ist als meiner und auch Rezepte liefert, kann dies ja in einen Kommentar schreiben. Stichtag: 29.5.2009.

Genauso wüsste ich gern, ob es eine Webseite mit Rezepten gibt, die älter oder so alt ist wie meine und noch geführt wird (wenn auch im Abo). Da ist der Stichtag der 5. Feb. 1998.

(Soeben habe ich den zweiten „Wunderkuchen“ gebacken. Morgen wird er probiert…)

Geburtstagsgedanken

In zwei Tagen, am 29. Mai, hat dieser Blog seinen 12. Geburtstag. Da ich die ersten Beiträge auf meine Webseite gestellt und dann alle mit 29. Mai datiert habe, kann ich auch heute den Tag als Geburtstag sehen und mir gratulieren. 😉

An meinem Blog kann ich meine Entwicklung und auch den Wandel bei meinen Lesern sehen. Von einer sehr konsequenten Vollwertlerin bin ich über tiereiweißfrei und Forks over Knives (vegan und sehr fettarm) zu einem angepassten Essensstil gekommen, der meiner heutigen Haltung eben eher entspricht. Das ist nicht grundlos passiert und in der Regel lasse ich meine Leser (ja, auch die Leserinnen, sozusagen die Leserschaft 😉 ) an meinen Gedanken teilhaben.

Das Interessante für mich – es interessiert immer weniger Menschen, was ich denke und was ich poste. Während sich anfangs die Kommentare nur so drängelten, von Zustimmung bis zur absoluten Ablehnung, wird heute recht selten kommentiert. Auch meine Abonnentenzahl ist gerade in der letzten Zeit deutlich abgerutscht.

Was sagt mir das? Irgendwo treffe ich nicht den Nerv der Zeit, was im Übrigen auch nie meine Absicht war. Vollwert ist out, egal was einige Glühaugenfans der Lahnsteinschen Kost so sagen. Essen und Ernährung ist wichtiger denn je und bei aller Lockerheit, die ich so gewonnen habe, kann ich dennoch häufig nur den Kopf schütteln. Gesundheitsberater nennt sich alles, was mal 3 Stunden dubiosen Fernlehrkurs besucht hat. Das beste Beispiel für mich war eine Gesundheitsberaterin, die fünf Portionen Obst und Gemüse für wichtig hielt und ergänzte „Es kann auch mal ein Obst aus der Dose sein“. Hmm, mildes Lächeln meinerseits.

Eine längere Weile habe ich mal pausiert. Ich hatte einfach, wie es so schön heißt, „keinen Bock“. Derzeit bin ich nicht massentauglich: Ich bin nicht kontrovers genug, ich bin auch schon mal gemäßigt, ich folge nicht jedem Trend bei Foodblogs blind (d.h. weder erzähle ich ständig niedliche Anekdoten aus meinem Familienleben noch schmücke ich meine Rezepte mit 20 Fotos, von denen übrigens 15 eigentlich immer dasselbe zeigen).

Womit ich nicht sagen will, dass alle Foodblogs untauglich (für mich) sind. Aber ich scrolle immer rasch zum Rezept – das ganze „Glückliche Mutti“ oder was sich da so selbst-darstellt, will ich gar nicht lesen. (Ich demonstriere gerade keine Vorurteile, sondern Leseerfahrung 😉 ).

Was bedeutet das für mich? Sorry, nichts. Ich finde es interessant, wie viele Abonnenten ich habe. Früher habe ich auch mal die Zugriffszahlen regelmäßig angeschaut. Aber irgendwie lockt mich das auch nicht mehr.

Und bitte nicht missverstehen: Natürlich sind mir meine Leser und ihre Kommentare nicht egal. Auch wenn die Gruppe hier kleiner geworden ist, so ist sie mir quasi ans Herz gewachsen. Manchmal stolpern sogar immer noch Neulinge hier vorbei und bleiben.

Und danke an die, die dabei geblieben sind. Hier ist es mir egal, ob von den ersten Tagen an oder erst später. Schluss mache ich erst, wenn ich gar keine Lust mehr habe oder wenn die Zahl der Abonnenten und Leser auf Null gesunken ist.

In diesem Sinne: Man sieht sich 🙂