Andere Länder, andere Sitten

Manchmal wundere ich mich über Erfahrungsberichte. Da werden Leute für was richtig blöde angemacht, das ich weder erlebt noch beobachtet habe. So zum Beispiel der Erfahrungsbericht einer Hochrisikopatientin (Organtransplantation), die schreibt:

„Mittlerweile werde ich häufig aufgefordert, meine Maske abzunehmen – mit dem Hinweis, man müsse ja keine mehr tragen. Das nervt mich so sehr. Wir wissen alle, dass wir keine Maske tragen müssen, danke! Ich brauche nicht von irgendeiner fremden Person gemaßregelt zu werden.“ (Quelle: hier).

Eric und ich, wir tragen beide beim Einkaufen weiterhin Maske, es sei denn, der Laden ist gähnend leer. Nie hat jemand etwas gesagt, es hat sich auch noch nie jemand darüber im Hintergrund mokiert.

Ich finde das seltsam. Aber vielleicht ist Wuppertal ein besonders toleranter Ort.

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Schnittmuster für eine Maske

Auch ich möchte zu eurer Sicherheit beitragen. Daher zeige ich euch, wie Ihr ohne Gummizug, Nähmaschine oder andere handwerklichen Fähigkeiten ganz einfach (m)eine modisch ansprechende Maske herstellen könnt – die garantiert Nase und Mund bedeckt. Um den Text besser zu verstehen, folgt noch ein Schaubild.

  1. Nimm eine faltbare Einkaufstüte aus Kunststoff und lege sie flach auf den Tisch.
  2. Drehe die Einkaufstüte mit den Henkeln nach unten.
  3. Setz dir die Einkaufstüte mit der Öffnung nach unten auf den Kopf. Vor dem Spiegel schneide vorsichtig zwei Löcher in Augenhöhe in die Tüte.
  4. Lege die Tüte wieder auf eine flache Oberfläche und zwicke eine Ecke ab. Daneben lege ein Stück Geschenkband passender Länge und Farbe.
  5. Wickle das Band um die Ecke und zieht mit der Schere darüber, sodass sich das Bändchen hübsch dreht.
  6. Wiederhole das mit der anderen Ecke.
  7. Verschlinge unten die Enden für einen besseren Sitz (hinten und vorne)
  8. Wenn du die Maske aufsetzt, kannst du sie zusätzlich noch mit einer Brille fixieren.

Ich erinnere an:

Maskenhysterie die Zweite

Tja, jetzt haben wir die Maskenpflicht – und was sagen die Fachleute?

Der Präsident der Weltärztekammer Montgomery findet sie offenbar nicht so toll wie viele Maskenträger selbst 🙂 Zu lesen hier

Er ist nicht der einzige. Interessant, oder? Was mich ja auch interessiert – Wird Nichttragen geahndet? In NRW bis jetzt nicht. Außer natürlich von belehrenden Maskenträgern, gibt ja immer Volkserzieher. Die kennen ihren Zeigefinger nur in erhobener Wackelstellung.

Nordrhein-Westfalen: Zunächst keine Bußgelder geplant

Auch Nordrhein-Westfalen führt eine landesweite Maskenpflicht zur Eindämmung des Coronavirus ein. Vom kommenden Montag an (27. April) sei das Tragen einer Maske beim Einkaufen sowie in Bussen und Bahnen verpflichtend, teilte die Landesregierung mit. Bußgelder für Verstöße sind vorerst nicht vorgesehen. Auch Schals oder Tücher würden akzeptiert im Wege einer pragmatischen Lösung.

Maskenhysterie

Was haben eigentlich die Leute alle mit den Masken?

Ich habe zwei Ärzte in meinem Verwandten- und Freundeskreis, beide sagen: Die Maske bringt nichts gegen Viren, Atemschutzmasken schützen im medizinischen Bereich die Patienten vor den Ärzten. Nicht umgekehrt.

Richtig, hat jemand schon mal ein Krankenhaus gesehen, in dem die Patienten Atemschutzmasken tragen, die Ärzte aber nicht?

„In der Diskussion um eine Maskenpflicht in der Corona-Krise hat sich der Präsident der Bundesärztekammer, Klaus Reinhardt, differenziert geäußert. „Wenn die Masken im öffentlichen Leben, im Nahverkehr und beim Einkaufen dazu dienen können, den Infektionsgrad zu reduzieren, ist das für einen gewissen Zeitraum sinnvoll“, sagte er der „Passauer Neuen Presse“ (Dienstag). Dennoch sei er kein ausgesprochener Verfechter einer Maskenpflicht: „Denn die Maske wird feucht und kneift. Der Träger fasst sich dann unter Umständen häufiger ins Gesicht“, sagte der Ärztepräsident.“ (Aus: hier)

Vor etwa einer Woche sagte der Leiter des Robert-Koch-Instituts, es sei wissenschaftlich zwar nicht erwiesen, dass Masken helfen, aber es sei ja plausibel. (ZDF-Nachrichten)

Ja, genau. Lassen wir doch all den Aufwand mit der Wissenschaft, halten wir uns an das, was plausibel ist.

Eine Maske hält sicher Staub auf. Aber ein Staubkorn ist dick im Vergleich mit einem Virus.

Abstand halten – ja, das ist nicht nur plausibel, sondern auch nachgewiesenermaßen hilfreich. Das kann zur Normalität werden.

„Die gesundheitspolitische Sprecherin der FDP-Landtagsfraktion, Susanne Schneider, sagte: „Die Maske wird bei der schrittweisen Öffnung unserer Gesellschaft, die wir uns sehr wünschen, im Straßenbild sicherlich zur Normalität werden. Zumal es immer mehr Angebote auch modisch ansprechender Stoffmasken gibt.““

Das ist keine Satire aus dem Postillon!

Erst Toilettenpapierhysterie, dann Maskenhysterie. Wobei – von mir aus kann eine  Maske tragen, wer will. Es ist psychologisch nachvollziehbar, dass viele sich beim Shoppen dann sicherer fühlen.  Freiwillig, empfohlen – bitte schön. Woher kommt aber dieser unsägliche Drang, dass alle nach Maskenpflicht schreien?

„Pedram Emami, Präsident der Ärztekammer Hamburg, spricht sich gegen eine allgemeine Maskenpflicht wie in Österreich aus. Wichtiger sei es, dass sich in der Öffentlichkeit alle konsequent an die Abstandsregeln halten und sich oft die Hände waschen. (Zitat aus: hier)“

Vermutlich gibt es eine psychologische Erklärung dafür, genau wie für das Horten von Toilettenpapier. Erstaunlich, dass es keine Toilettenpapierkaufpflicht gibt.

So war das, als ich diesen Beitrag schrieb. Mittlerweile hat dann NRW auch Maskenpflicht ab 27.4. Ehrlich – die spinnen allesamt.