Lecker und frisch – eine Bezugsquelle

14. Oktober 2013: Eine Bezugsquelle für Frischobst und Gemüse

Kennengelernt habe ich Lebegesund über ihre Aufstriche „ibi“. Ganz am Anfang der Vollwert habe ich die regelmäßig mit Genuss gegessen. Dann kam die Zeit, in der ich Brot am liebsten pur aß. Und dann konnte und wollte ich meine Aufstriche auch selbst herstellen. Erst vor wenigen Monaten aber ist mir bewusst geworden, dass wir dort auch frisches Obst und Gemüse kaufen können. Zwischendurch habe ich eigentlich immer nur bestellt, wenn ich mal wieder einen Gutschein bekam.

Mehrmals wurde mir an den Kopf geworfen: Lebegesund? Das ist doch eine Sekte! Mir bleibt da nur ein Achselzucken. Was heißt das denn, eine Sekte? Wollen sie mich hektisch bekehren und steckt in jedem ibi-Gläschen ein Gebetsspruch? Ich habe mich ein wenig im Internet und Wikipedia umgelesen: Mag sein, dass sie nicht die Meinung der großen Staatskirchen teilen, aber sie sind in und mit ihrer Religion nicht aggressiv. Und wenn ich mir anschaue, wofür sie öffentlich eintreten, wünschte ich mir, die großen Kirchen würden sich da mal ein Stück von abschneiden: keine Tierprodukte, gesunder Anbau ohne Gülle und Co.

Als Mitte dieses Jahres wieder ein Gutschein bei mir eintraf, dachte ich: Ach, ich probiere mal das Obst und Gemüse aus…. Ich habe nämlich, so nett mein Bioladen ist, von den Biotüten (oder auch Biokisten) ziemlich die Nase voll. Seit Jahren versuche ich klarzumachen, dass ich saisonal und regional essen möchte, abwechslungsreich. Dennoch erhalte ich Zucchini und Kohlrabi winters wie sommers. Wenn ich nicht jede Woche schreibe „Diesmal kein Stangensellerie“ erhalte ich manchmal zwei Pakete davon. Angeblich führt der Laden ein Buch mit den Vorlieben und Abneigungen ihrer Kunden. Mein Eintrag scheint dort über Nacht zu verschwinden 😉 Manchmal erhalte ich zweimal Kohl in einer Woche, in einer Einpersonen-Tüte! Dann wieder Paprikaschoten im Winter.

Ich habe nicht die Zeit, jede Woche dort anzurufen und zu diskutieren, was ich haben möchte oder haben kann. Das muss von selbst laufen – tut es aber nicht. Da kam mir jetzt diese Gelegenheit eben wie gerufen.

Was soll ich sagen? Schon das erste Gemüse- und Obstpaket hat mir richtig Freude gemacht. Endlich mal eine ordentliche Menge Tomaten in der Tomatenzeit! Schöner Salat, alles in bester Qualität. Daraufhin habe ich noch einmal gut nachgedacht und mir drei Kisten in zweiwöchentlichem Abo-Turnus zusammengestellt (jeweils kleine Kiste Obst, Salat, Gemüse), die kosten mich bzw. uns 39,45 Euro, und sind damit portofrei. Außerdem kann ich nun auch andere Dinge mitbestellen, die ebenfalls portofrei sind. Das reicht für Eric, mit dem ich das teile, und mich gut für eine Woche.

Mittlerweile habe ich mehrere Lieferungen erhalten

Lebegesund (1)

– das Auspacken macht immer wieder Spaß. Zwar gibt es manchmal recht viel von einem Gemüse oder Obst – einmal u.a. einen Riesenwirsing – aber ich kann sicher sein, dass das in der nächsten Lieferung anders ist (unten: Gemüsekiste klein).

Lebegesund (6)

Die Sachen sind 1A verpackt und von bester Qualität. Es gibt auch immer einen Zettel mit drei Rezepten, nicht immer vollwertig, aber durchaus „inspirierend.

Lebegesund (3)

Am besten kann ich das an den Äpfeln beschreiben. Das sind keine Äpfel, wie ich sie im Laden bekomme, weder konventionell noch bio. Das sind Äpfel, wie ich sie aus guten privaten Gärten kenne! So etwas von Geschmack, unglaublich. Vielleicht hat der eine oder andere Apfel mal eine kleine Fehlstelle, aber die sind meist oberflächlich. Schmutz ja, „Tierchen“ habe ich bisher keine gehabt (es folgt Salatkiste, klein; häufig gibt es auch zwei Schichten, es ist also mehr, als man auf dem Foto sieht).

Lebegesund (5)

Zweimal schon hatten wir Birnen. Eric, der sich eine fürs Wochenende mitgenommen hatte und gar nicht wusste, woher wir sie hatten, meinte am Montag darauf: Sag mal, was waren das denn für eine köstliche Birne? So süß, so lecker, sowas habe ich seit Jahren nicht mehr gegessen!

In dem Paket, das ich hier zeige, gab es zwei Sorten Äpfeln, hinten unter den kleinen liegen noch einige große. Unter den Pflaumen gab es Mirabellen und Birnen.

Lebegesund (4)

Auch die Salate… ich kann nur schwärmen. Ich habe mein Abo so gelegt, dass es einen Tag vor der Biolieferung kommt. Wenn also etwas fehlt – d.h. mir fehlt – kann ich es im Bioladen dazu bestellen. Am Anfang dachte ich, dass die Menge so bemessen ist, dass eine Lieferung im einwöchigen Rhythmus für uns zu viel wäre, aber alle zwei Wochen ist etwas zu wenig. Aber das Porto ist erträglich (3,90 Euro), manchmal bestelle ich auch etwas dazu, es gibt nämlich auch ein reiches saisonales Angebot „lose“ zu kaufen. Besonders hervorzuheben auch das Pilzangebot: Shitake, Kräuterseitling und Igelstachelbartpilze….

Der einzige Wermutstropfen sind natürlich Versand und Verpackung. Andererseits erhält mein Bioladen auch vieles vom Großhändler, da fahren auch LKWs durch die Gegend… Ich nehme das nun in Kauf. Vielleicht findet sich auch dafür eines Tages eine andere Lösung.

Der Service ist freundlich, erreicht man ausnahmsweise nur den Anrufbeantworter, erfolgt ein Rückruf. Auch der Kundenservice ist also vom Feinsten. Auch andere Angebote, nicht nur die frischen!, lohnen einen Blick. Ich kann auch Samstag oder Sonntag um Änderungen bitte, die werden prompt berücksichtigt.

Es gibt dort auch eine Leser-werben-Leser-Aktion. Der Beworbene erhält etwas, der Werbende einen Gutschein in Höhe von 15 Euro. Wenn sich jemand von euch von mir „anwerben“ lassen möchte, schicke er mir bitte eine Email. Die Gutscheine würde ich als Bargeld sammeln und in das nächste Preisausschreiben stecken 🙂

Auch habe ich gehört, dass die Restaurants von Lebegesund tolles Essen anbieten. Das habe ich selbst allerdings noch nicht probieren können.

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Feine Trockenfrüchte und mehr

12. April 2013: Eine Shop-Empfehlung

Grüne Rosinen ziehe ich ja normalen Rosinen / Sultaninen / Weinbeeren vor. Erst einmal sind sie aromatischer im Geschmack und zweitens sind sie nicht geölt. Das Ölen der Rosinen – damit sie nicht zusammenkleben – ist für mich immer ein Ärgernis. Da gebe ich mir so viel Mühe mit dem Ölkauf, und dann esse ich Rosinen, deren Einölqualität ich überhaupt nicht beurteilen kann.
Grüne Rosinen sind manchmal schwer zu bekommen. Und als ich vor über einem Jahr wieder einmal auf der verzweifelten Suche war… stieß ich auf Jallal d’Or (hier). Damals hatten sie keine Bioware, und so habe ich den Link zwar verwahrt, aber nicht genutzt. Irgendwann war es dann soweit, es gab grüne Rosinen auch „in Bio“, und ich habe eine Bestellung aufgegeben.

Bei Jallal d’Or habe ich mittlerweile vier oder fünf Mal bestellt.

Die Ware ist von ausgezeichneter Qualität, die Pakete und Verpackungen sind sehr liebevoll gestaltet, dasselbe gilt auch für die Webseite. Fragen wurden mir persönlich und nett, nicht mit Textbaustein beantwortet. Auch so merkt man: Hier sind Menschen engagiert am Werk! Ganz lustig sind auch nebenbei die Bemühungen, die modernen Medien zu nutzen. Da haben sie letztlich für ein Video sogar einen Medienpreis gewonnen.

Besonders lecker finde ich – bis jetzt! – dort die Pistazien, Feigen (ein Gedicht!), die getrockneten Süßkirschen und last but not least die grünen Rosinen: schöne große, saftige Ware! Auch das Preis-/Leistungsverhältnis ist im grünen Bereich. Natürlich habe ich nicht alles durchprobiert, aber ich kann den Shop auf jeden Fall empfehlen und nehme ihn als Bezugsquelle gerne auf.