Sonntag mit Auberginen

3. November 2013: Auberginen Duo

Gerne gibt es in Restaurants Salat mit gebackenen Pilzen darauf. Lecker…. aber müssen es immer Pilze sein? Auch mit Auberginen ist das schwer lecker! Daher als 1. Rezept ein Salat, das zweite sind Nudeln (gekauft) mit Auberginene, auch sehr empfehlenswert, wie ich finde.

Kaufen könnte Ihr diese beiden Rezepte mit der Nummer 5768-5769 (zusammen für 1 Euro): hier

Gemischter Salat mit gebackenen Auberginenscheiben

5769

Auberginen mit Maroni-Nudeln

5768

 

MyCook 1.6 Jupiter – Test 7

MyCook Test Nr. 7 – Hefeteig

Hier habe ich mich an ein Rezept für Brot aus dem beiliegenden Rezeptbuch gehalten. Grundlage sind 400 g Mehl. Ich backe normalerweise eine „Fuhre“ Brötchen aus 500 g Mehl, aber für den ersten Einsatz wollte ich das Gerät nicht überfordern. Leider fand ich keine Angabe, ob auch 500 g Mehl noch okay sind für den MyCook.

Ich habe die Zutaten in der angegebenen Reihenfolge in das Gerät gegeben und dann auf 2 Min. Kneten gestellt. Nach 1 Min. habe ich mal den kleinen Deckel angehoben und hineingeschaut: Jede Menge Mehl am Rand, das wird nie etwas – dachte ich. Nach 2 Min. hob ich den Deckel ab – und hatte einen sehr schönen Teig vor mir. Wie vorgeschlagen habe ich ihn mit geölten Händen aus dem Becher genommen. Es geht wirklich besser, ohne Öl hat es nicht so gut geklappt. Auch die Restteigentnahme war nicht schwierig, ich bin immer wieder erstaunt, wie gut sich doch in den Becher tief greifen lässt.

Teigrest nach Teigentnahme
Teigrest nach Teigentnahme

Zum Reinigen habe ich mit Spüliwasser 3 Min. bei 80 °C laufen lassen, da ich aber anderweitig beschäftigt war, konnte ich nicht per Turbotaste die Geschwindigkeit über 5 stellen und habe gelernt: Sobald die Heizfunktion eingestellt ist, ist 5 die maximale Geschwindigkeit. Ich musste dann aber trotzdem das Messer herausnehmen, sonst wird es nicht sauber.

Messer nach Reinigung
Messer nach Reinigung

Wie beim alten Messer des TM 31 darf ich auch dieses Messer nicht in die Spülmaschine geben und auch nicht in Wasser voll eintauchen. Das ist ein bisschen schade, denn ich liebe alles, was in die Maschine darf 😉 Messer gehören aber meistens nicht dazu. Ich habe übrigens den Eindruck, es wäre auch für das spülmaschinen-geeignete Messer des TM31 besser, es nur mit der Hand zu reinigen. Es ist nicht mehr so scharf wie früher.

Nach einer Stunde war der Teig sehr schön gegangen. Es gab ja einen Kommentator, der behauptete, der Teig könne im MyCook gar nicht gut werden, weil das Gerät im Gegensatz zum Thermomix keinen Rückwärtsgang ohne Schneidfunktion hat. Da irrt sich der Kommentator. Erstens läuft das Thermomixmesser im Knetprogramm ebenfalls phasenweise vorwärts und zweitens hat es bestens funktioniert 🙂

Vor dem Gehen
Vor dem Gehen
Nach 60 Min. Gehzeit
Nach 60 Min. Gehzeit

Leider konnte ich die geformten Brötchen vor dem Backen dann nicht mehr wie gewohnt 20 Min. gehen lassen, da gerade Plätzchen fertig waren. Nun wollte ich nicht den Ofen halb abkühlen lassen und dann wieder aufheizen. Also habe ich 5 Min. gewartet, bis die Ofenhitze von 160 °C (Plätzchen) auf ca. 230 °C angestiegen war. Dann habe ich das Blech mit den Brötchen eingeschoben und 25 Min. bei 200 °C (Heißluft) gebacken.

Trotz fast fehlender 2. Gehzeit schön aufgegangen
Trotz fast fehlender 2. Gehzeit schön aufgegangen

Die Brötchen haben dann noch einen netten Größesprung gemacht und waren extrem lecker und locker.

Von innen
Von innen

Im Teigkneten bekommt der MyCook also ganz klar eine „1“, da steht er dem Thermomix in nichts nach. Die Teigknetfunktion ist im Grunde nichts anders als eine zeitlich genau festgelegte Pulsfunktion. Auf dieselbe Weise wird auch bei Food Processoren und ähnlichen Geräten (Vitamix!) empfohlen, Teig zu kneten.

Nach der Reinigung habe ich das Messer eingesetzt. Das war eine schwere Geburt, wie man so schön sagt. Denn es ist nicht wortwörtlich in der Anleitung gesagt, dass die Messerhalterung nur in einer einzigen Position richtig schließt. Technischen Ungeschicklingen wie mir sollte man so etwas sagen.  Jetzt, wo ich weiß, wo der Haken ist, klapptes ratz-fatz, nix zu meckern 🙂 Die Bedienungsanleitung – so schön bebildert und klar sie ansonsten ist -, sollte noch einmal überarbeitet werden. Da fehlen teils Satzenden.

Yellow Buns

  • 100 g Wasser
  • 20 g Cashewnussmus
  • 1 1/2 TL Salz
  • 400 g Gelbmehlweizen (H. Kleider, s. Bezugsquellen, Bestellung per Email oder Telefon, keine Webseite)
  • 120 g Wasser
  • 1/2 Würfel Biohefe

100 g Wasser, Cashewnussmus und Salz im Magic gut verquirlen. Weizen fein mahlen, in den MyCook geben. Cashewmilch hinzfügen. Den Becher mit 120 g Wasser ausspülen, ebenfalls in den MyCook geben. Die Hefe zerbröckelt obenauf legen. Auf der Knetstufe 2 Min. lang kneten lassen. Mit geölten Händen aus dem Becher nehmen, zu einer Kugel unter Spannung formen und die Teigschüssel in eine Plastiktüte stecken. 60 Min. gehen lassen.

Nochmals gut mit der Hand durchkneten. Dreiteilen, jeweils eine Rolle formen, wieder in je drei Teile teilen. Jedes Brötchen zu einer kleinen Kugel unter Spannung formen (ergibt 9 Stück). Nebeneinander auf ein mit Dauerbackfolie ausgelegtes Backblech setzen, mit der Schere oben einschneiden. Mit Wasser einsprühen und den Ofen auf 230 °C vorheizen. Blech einschieben und 25 Min. bei 200 °C backen.

Mit Wasser einsprühen und auf einem Kuchengitter auskühlen lassen.

Mittwoch mit 3 Rezepten

4. September 2013: Aufstriche

Aufstriche habe ich nie gerne gegessen, sie waren mir immer zu fettlastig oder zu gemüsig. Jetzt aber mit den Sojabohnen vom Biohof Lex konnte ich auch ein wenig herumexperimentieren. Ich bin begeistert, diese Sojabohnen sind wirklich für so vieles gut! Dadurch bin ich dann auch auf den Geschmack gekommen und so kann ich heute drei Aufstriche auf Hülsenfruchtbasis vorstellen. Die Haltbarkeit beträgt mindestens 10 Tage – mir ist noch keiner schlecht geworden. Wer die Rezepte mit Thermomix oder einem Pürierstab nacharbeitet muss evtl. mit der Haltbarkeit Abstriche machen.

Samtiger Bärlauchaufstrich

Aufstrich

  • 125 g Soyabohnen über Nacht in
  • 350 g Wasser einweichen; morgens mit
  • 160 g (Einweich-)Wasser im Schnellkochtopf 12 Min. garen

Im Vitamix gut durchmixen:

  • 300 g gekochte Soyabohnen (Rest anderweitig verwenden)
  • 1 EL Tamari (10 g)
  • 50 g Olivenöl
  • 1 gestr. TL Salz (5-7 g)
  • 35 g Peperoniessig (Essig, in dem Peperoni eingelegt sind)
  • 50 g Mandeln
  • 35 g Bärlauch in Öl-Pesto

Statt Sojabohnen eignen sich auch weiße Bohnen. Die Masse ist so weich, dass sie sicher auch mit einem Püriertstab usw. gemixt werden kann, es wird dann einfach nicht so „samtig“. Wer keinen Bärlauch in Öl hat (ich habe noch Reste von 2012) nimmt einfach ein anderes Pesto, jedes Mal gibt es einen neuen Geschmack.

Tomatiger Kicheraufstrich

kicher

  • 100 g Kichererbsen über Nacht in
  • ca. 350 g Wasser einweichen; morgens mit
  • 200 g (Einweich-)Wasser im Schnellkochtopf 20 Min. garen

Im Vitamix gut durchmixen:

  • 1 EL Tamari (10 g)
  • 50 g Sonnenblumenöl
  • 2 Knoblauchzehen
  • 25 g getrocknete Tomaten
  • 1 gestr. TL Salz (7 g)
  • 30 g Essig Fiocurri Balsamico

Dann hinzugeben:

  • 40 g Mandeln
  • Gekochte Kichererbsen
  • 50 g Einweichwasser (es geht auch alles)

Gut durchmischen und in Schraubgläser füllen. Eine Weile auf den Kopf stellen, dann aufrecht im Kühlschrank aufbewahren.

Mischaufstrich Knofi

Der Aufstrich wird relativ fest! Mit ein bisschen Thymian könnte er auch ein wenig leberwurstartig schmecken… wer das dann vermisst 😉

misch

  • 65 g Mungbohnen 4 Std. in Wasser einweichen; mit
  • 55 g rote Linsen mit
  • 1 Lorbeerblatt und
  • 225 g (Einweich-)Wasser im Schnellkochtopf 10 Min. garen

Im Vitamix gut durchmixen:

  • 1 EL Tamari (10 g)
  • 45 g Sonnenblumenöl
  • 10 g Knoblauchzehen (nur grob abgezogen)
  • 1 gestr. TL Salz (7 g)
  • 30 g Essig Fiocurri Balsamico

Dann hinzugeben:

  • 40 g Sonnenblumenkerne
  • Gekochte Hülsenfrüchte

Gut durchmischen und in ein leeres Honigglas füllen. Im Kühlschrank aufbewahren.

Eine zusätzliche Bezugsquelle

27. Juni 2013: Einkauftipps, eine neue Bezugsquelle (Gastbeitrag)

Diesmal hat Muffinluff eine wunderbare Quelle entdeckt: den Biohof Lex

Sojabohnen, Mais, Buchweizen und Borlottibohnen aus deutschem Bioanbau vom Biohof-Lex

Vor meiner Umstellung auf die Vollwertkost habe ich sehr gerne Polenta gegessen. Schnell wurde mir klar, Maisgrieß ist dann eben für mich außen vor, weil es nur noch ein Teilprodukt ist. Lange habe ich nach Speisemais (eben nicht Popcornmais!) in verschiedensten Bioläden gesucht, immer ohne Erfolg. Als ich die Suche aufgegeben hatte fiel mir in „meinem“ Bioladen ein Päckchen Mais in die Hände. Ich war überzeugt, dass das sicher auch wieder nur für Popcorn geeignet ist, habe aber mit einem kleinen Hoffnungsschimmer nachgefragt. Tatsächlich Speisemais und auch noch aus Bayern! Der erste Keimtest war absolut positiv. Den Geschmackstest hat er bei mir auch sofort bestanden. Sowohl gröber gemahlen für Polenta, als auch fein zu Mehl vermahlen schmeckte er mir richtig gut. Jetzt bin ich auch wirklich froh, dass ich mich beim Kauf meiner Getreidemühle für eine entschieden habe, die auch für Mais geeignet ist.

Schnell war mir klar, die 500 g Packung, die ich im Laden gekauft hatte würde nicht lange vorhalten. Ich wollte es dann auch etwas genauer wissen, woher der Mais kommt, habe mir die Internetseite des Erzeugerhofes (biohof-lex.de) angesehen und mich gleich nochmal gefreut. Neben verschiedenen geläufigeren Produkten bietet dieser Hof auch Sojabohnen, Borlottibohnen, Buchweizen und eben Speisemais an. Heimische Sojabohnen, ohne Gentechnik, da musste ich mir gleich welche bestellen, da für mich schon länger keine Sojabohnen aus den USA oder China in Frage kamen. Ich war auch von den Sojabohnen gleich begeistert, genauso auch von den Borlottibohnen, die wunderbar in Suppen und Eintöpfe passen.

Bisher habe ich mit den Produkten von diesem Hof positive Erfahrungen gemacht, habe aber auch nur die eben aufgezählten Lebensmittel probiert. Vielleicht ist ja der eine oder die andere auch noch auf der Suche nach Speisemais, Bohnen oder Buchweizen und wird auf diesem Hof fündig 🙂

Angeregt durch Muffinluffs heißen Tipps, habe ich auch dort bestellt. Der Mais keimt wie verrückt 🙂 Nicht so glücklich war ich mit dem Nackthafer – der keimte bei mir gar nicht. Ich schrieb daraufhin an den Hof und erhielte eine sehr freundliche Antwort, sie boten sogar Rücknahme und Portoerstattung an:

Hallo Frau Wilkesmann,
Nackthafer zu keimen ist immer etwas schwierig, weil der empfindliche Nackthafer in den technischen Anlagen unserer Getreidereinigung leider oft etwas beschädigt wird und dadurch schlechter keimt. Normalerweise sollte er aber schon zu min. 80 % keimen.
Wir haben Nackthafer teilweise schon von einer Reinigung zur nächsten „getragen“, um den Transport in Redlern und Elevatoren zu vermeiden, allerdings ist das halt sehr aufwändig.
Wenn Sie den Hafer so nicht verwenden möchten oder können, können wir ihn zurücknehmen. In diesem Fall bekommen Sie eine Rücksendemarke zugeschickt.
Unsere Getreidearten sind eigentlich fast alle keimfähig, denn wir trocknen sehr schonend und sorgfältig, sodass wir keinen Hitzeschaden verursachen. Die härteren Körner danken das auch mit guter Keimfähigkeit. Hafer ist halt immer ein schwieriger Kandidat.
Vielen Dank für Ihre Rückmeldung und Gruß,

Nun ist mir klar, wie hart so eine Familie arbeiten muss … und weil ich Pech gehabt habe (sie legen sehr viel Wert auf Keimfähigkeit!), werde ich doch aus meinem kleinen Probekauf für knapp 40 Euro kein Verlustgeschäft machen wollen. Ich werde den Hafer verbacken, da sehe ich das bei 5 kg nicht so eng. Wie gesagt, die Antwort war persönlich und freundlich. Ich habe Sojabohnen noch nie gemocht, und sie eigentlich nur gekauft, weil sie aus Deutschland sind. Als ich sie zum ersten Mal gekocht habe, war ich einfach von den Socken: So etwas von köstlich, zart, butterig und lecker, habe ich an Bohnen selten gesehen. Also werde ich mir demnächst eine größere Menge Mais (es gibt gelben und roten), Buchweizen, Borlotti-Bohnen und Soyabohnen kaufen. Da bin ich aus deutschen Landen gut gerüstet 🙂

Die Kartoffeln waren lecker, aber nicht so lecker wie vom Demeterhof Schwab. Aber dieser Vergleich ist nicht fair – Schwab bietet keine Kartoffeln mehr an, während ich bei Lex auch im Mai noch alte Kartoffeln kaufen konnte! Ebenfalls ein dicker Pluspunkt.

Mittlerweile habe ich noch ein zweites Mal bestellt, 5 kg Sojabohnen kamen z.B. in einer doppelten Papiertüte, wie man sie von Getreide kennt. Teils gibt es sogar kleine Rezepte auf den Packungen. Note 1 🙂