Brief an den Arzt

Ich erinnere an meinen Beitrag zum eiskalten Wartezimmer: hier. Eigentlich wäre morgen der nächste Termin gewesen, aber ich habe lange drüber nachgedacht und dann einen Brief geschrieben, der ging dann heute in die Praxis.

Sehr geehrter Herr Dr. XXX,

wie Ihnen Ihre Mitarbeiterinnen sicherlich berichtet haben, habe ich Ihre Praxis letzte Woche verlassen, nachdem ich ca. 15 Minuten in ungeheizten Räumen mit offenem Fenster und offener Tür gesessen hatten, außerdem stand die Praxistür zum Flur ebenfalls offen, es herrschte starker Durchzug. Das bei einer Außentemperatur von 10°C, die im Wartezimmer wohl kaum höher war.

Ich hatte Schüttelfrost bis abends, eine triefende Nase und andere Erkältungserscheinungen.

Ich hatte den Termin auf den 14. Okt., also morgen verlegt. Ihre Mitarbeiterin hatte mir aber bei der Verlegung schon direkt gesagt, dass es ja dann „genauso sein wird“.

Übrigens hatte vor mir schon eine Frau, die einen Platz auf dem Flur hatte, um Schließen des Fensters gebeten, Antwort „Das dürfen wir nicht“.

Gut. Fenster und Türen müssen dann diese Woche auch offenstehen. Ich muss mich dem aber nicht aussetzen.

Ich habe lange mit mir gerungen, mich aber schließlich für meine Gesundheit entschieden. Da bei mir keine wirklich dringenden Untersuchungen erforderlich sind, möchte ich diesen Termin absagen. Sobald in Ihrer Praxis wieder die Möglichkeit besteht, sie genauso gesund zu verlassen, wie ich sie betreten habe, ist das sicher wieder eine Option.

Mit freundlichen Grüßen