Ein Tuch für den Sommer

Derzeit häkele ich mal ein Dreieckstuch – geplant ist es ausnahmsweise für mich selbst. Im Moment mache ich die Heizung nicht an, aber am Nachmittag oder frühen Abend kann es mir im Schulterbereich dann doch etwas zu kalt werden. Die „Wolle“ macht einen nicht zu flauschigen Eindruck, das war mir wichtig 😉

Und hier noch das Muster im Detail:

Es ist ein einfaches Muster. Wer errät, wie es geht?

Das Dreieckstuch (letztes Mal)

Seit gestern bin ich mit der Strickerei durch. Erst wollte ich die geschenkte Wolle komplett verstricken in dem Tuch, aber als ich dann an ein Knäuel geriet, bei dem sich die Wolle total vertuckte und auch mit größter Geduld nicht wieder entwirren ließ (habe 3 x geschnitten!), war ich es leid.

Das Tuch (Foto mit unvernähten Fäden) ist 147 cm breit und 75 cm lang geworden. Es ist sehr leicht, das ist der Vorteil von Alpaca. Wärmt vermutlich auch gut ….

Aber die nächste Wolle liegt bereit. Das Mode- und Wollparadies hatte neue Angebote. Sehen und kaufen war eins:

„Was wollen Sie denn stricken? Danach richtet sich ja die Menge, die Sie brauchen.“
Ich: „Keine Ahnung, ich nehme alles in Curry und 3 gestreifte.“

Gesagt, gekauft und noch keine rechte Ahnung, was es werden soll. Vielleicht häkel ich ja zur Abwechslung mal.

Patentierte Ackerfurchen

Auf der Suche nach noch ein paar netten Mustern für das Dreieckstuch stieß ich auf ein Muster mit dem Namen „Ackerfurchen“. Eine Maschenzahl teilbar durch drei, und dann zwei rechts, eine links. Auf der Rückreihe genauso. Damit ergibt sich eine Art Relief (auf dem Foto unteres Drittel).

So richtig gefiel mir das aber noch nicht. Also habe ich meine Kenntnisse aus dem Patentstricken hinzugenommen und die Linksmasche geändert. Die Strickanweisung lautet jetzt:

Maschenzahl teilbar durch drei, plus zwei Randmaschen.
1. Reihe: Randmasche, zwei Maschen rechts, die folgende Masche mit einem Umschlag links abheben
Alle folgenden Reihen stricken wie Reihe 1.
Das entspricht den oberen beiden Dritteln.

Das Muster ist einfach zu stricken, weil man sehr einfach nachvollziehen kann, „wo“ man gerade ist. Auf dem Foto unten seht Ihr mein Dreieckstuch. Noch ist das Muster nicht klar zu erkennen, das liegt auch an der dunklen Farbe der Wolle.

Dreieckstuch (Teil 5)

Ich bleibe am Strickzeug 😉

Ein neuer Musterstreifen war fällig, diesmal habe ich das einfache Patentmuster genommen (eine Anleitung dazu findet Ihr überall): ein paar Reihen Patentmuster (bis 3 Zöpfe übereinander stehen), 2 Reihen rechts, nochmal ein paar Reihen Patentmuster (vier Zöpfe übereinander) versetzt zu dem ersten Muster, 2 Reihen rechts, wieder so viele Reihen Patentmuster wie beim ersten Mal.

Außerdem war es Zeit, die 80 cm-Nadel zu wechseln. Ich bin gleich auf 120 cm übergegangen. Dabei habe ich eine addi-Nadel, die ein besonders feines Seil hat, das sich nicht so aufdreht wie bei den normalen (wie auf dem Foto) Rundstricknadeln. (Angeblich kann man die Plastikseile in warmes Wasser legen, aber das dauert mir immer zu lange.)

Von der Spitze bis zur Nadel sind es schon 50 cm.

Dreieckstuch (Teil 4)

Da es mir immer viel zu langweilig ist, die ganz Zeit nur rechts zu stricken, baue ich Muster ein. Dabei ist es von der Optik her bei schöner Wolle nicht nötig. Aber ich kann nie widerstehen 🙂

Als erstes Muster (ich habe übrigens das 3. Knäuel angefangen) habe ich das sogenannte Moospatent gewählt. Wer wissen möchte wie das geht – in YouTube gibt es gute Videos dazu.

Dreieckstuch (Teil 3)

Gestern hatte ich nicht nur das erste Knäuel verbraucht, es war auch Zeit auf die Rundstricknadel (80 cm) überzugehen.

Das ist einfach – statt die zweite Nadel zu verwenden, nimmt man die Rundstricknadel als zweite Nadel. Ist die Reihe abgestrickt, schiebt man das Gestrickte in Richtung des Nadelendes, wo der Faden herunterhängt. Dann zieht man das zweite Nadelende nach vorn und strickt weiter wie gewohnt. Einzig auf den Faden muss man hier ein wenig achten, sonst wird er in die Mitte des offenen „Schlauchs“ gezogen, das ist lästig.

Dreieckstuch – Teil 2

Wie versprochen, heute das neue Dreieckstuch, soweit ich gestern gekommen bin. Es ist wirklich das Einfachste bisher. Immer rechts stricken, am Anfang der Reihe eine rechts, dann ein Umschlag, rechts weiter. Die vorletzte Masche der Reihe ist immer ein Umschlag, diesen verschränkt rechts abstricken, dann die letzte Masche rechts. Dadurch, dass ich immer am Anfang der Reihe die Masche zunehme, muss ich am Ende nicht ans Zunehmen denken.

Wichtig ist auch, vor bzw. nach dem Umschlag noch eine rechte Masche zu stricken, sonst wird der Rand ungleichmäßig. Was mir auch so gefällt ist, dass ich vorher nicht planen muss. Ich stricke, bis ich keine Lust mehr habe, oder bis die Wolle aufgebraucht ist. Wie oft friert man, aber eine Jacke ist so lästig? Da ist doch so ein Tuch phantastisch.

Man kann auch kleine Muster einarbeiten, z.B. in Abwechslung mit Patentstricken. Das hat den Vorteil, dass die Reihen gleich hoch und die Maschen genauso breit sind wie beim einfachen Rechtsstricken. Es eignen sich alle Muster, die rechts wie links gleich aussehen.

Ich vermute, dass das beim Häkeln ähnlich ist. Ich stricke nur lieber, weil ich dabei nicht die ganze Zeit aufs Strickzeug gucken muss. Beim Häkeln muss ich immer hinsehen.

Ein Dreieckstuch stricken

Dreieckstücher haben den großen Vorteil, dass wir stricken können, bis die Wolle zu Ende ist – wenn wir an der Spitze anfangen. Man kann sie als Halstuchersatz, aber auch als eine Art wärmende Stola planen. In letzter Zeit habe ich bereits zwei gestrickt, eines groß wie ein Halstuch, eines als Jackenersatz. Gerade habe ich ein Neues angefangen, das noch einfacher zu stricken ist. Und Ihr könnt mitmachen!

Das obere Foto zeigt eines in Halstuchgröße, das zweite einen Jackenersatz (Breite oben ca. 150 cm). Die Wolle war schon auf dem Knäuel verschiedenfarbig, ich muss also nicht allzu viele Fäden vernähen.

Anfangen kann man mit zwei Nadeln. Wird das Tuch breiter und liegen die Maschen zu eng nebeneinander, empfiehlt sich der Umstieg auf eine Rundnadel.

Zur Info: Ich verwende jetzt Alta Moda Fine, von Lana Grossa, Baby Alpaca, in dunkelblau. Nadelstärke 5. Ich habe die Wolle von einer Freundin geschenkt bekommen, die keine Lust mehr zum Stricken hat.

  1. Drei Maschen aufschlagen.
  2. Drei Maschen rechts stricken.
  3. Dritte Reihe: Randmasche, 1 Umschlag, zwei rechte Maschen.
  4. Vierte Reihe: Randmasche, 1 Umschlag, den Rest rechts stricken.

Die vierte Reihe wird quasi immer wiederholt. (Der Umschlag aus der letzten Reihe sollte verschränkt rechts gestrickt werden, d.h. man sticht in das hintere Maschenglied ein.) Dadurch ergibt sich ein breites Dreieck, wie in der breiten Ausführung. Bei der schmaleren Ausführung würde man nur in jeder zweiten Reihe zunehmen.

Das erste Foto ist von der 3. Reihe und das zweite einige Reihen später.

Morgen zeige ich euch dann, wie weit ich an einem Abend gekommen bin. Es ist Zeit, die alte verhasste Wolle aus der Ecke zu holen. Ideal beim Fernsehen oder hören von längeren Sprachnachrichten. 🙂