Morphy Richards: Pizza

Bisher gefällt mir der Mixstar sehr gut. Meine bange Frage war jedoch: Schafft das Gerät auch kleinere Teigmengen, wie z.B. meinen Pizzateig (235 g Mehl und 155 g Flüssigkeit)? Würde der Mixstar das schaffen, hieße das: Ja, ich behalte das Gerät. Wenn nicht, wäre es überflüssig.

Was ließ mich denn daran zweifeln, dass diese Teigmenge gut verarbeitet wird? Nun, die Teigkneter haben einen für meinen Geschmack relativ hohen Abstand zum Boden und auch zum Rand.

Zu meiner großen Freude schaffte der Mixer es bestens. Das folgende Foto habe ich nach 1 Min. und 44 Sek. aufgenommen (was ich ja am Zähler ablesen kann).

Es bleibt sehr wenig Teig hängen. Der gleiche Teig im Thermomix bedeutet einiges Herumzupfen am Messer und an den Wänden.

Hier bleibt nach 4 Min. Knetzeit kaum etwas hängen:

Der Teig ging nicht ganz so rasant wie sonst. Das aber liegt an den mittelwarmen Außentemperaturen gestern. Das heißt, die Heizung unter der Fensterbank ist ausgeschaltet. Der Rolladen ist halb heruntergelassen. Der Teig hatte also nicht wie sonst einen warmen Untergrund, nur niedrige Raumtemperatur. Beim Backen hat das keinen Unterschied gemacht.

Die große Schüssel passt auch prima in meine Spülmaschine:

Noch einen kleinen Wermutstropfen habe ich zu vermelden: Die Schüssel lässt sich nicht mit einer Hand halten. Zum Ausgießen ist das schade. Eine kleine geriffelte Eingriffmulde unten an der Schüssel könnte da helfen. Aber auch dann würde es mit kleinen Händen schwierig sein. Das ist kein Drama, aber eben verbesserungswert.

Genauso vermisse ich eine kleine Ausgusswölbung oben an der Schüssel. Ich habe natürlich keine Ahnung, ob beide Punkte in der Herstellung sehr viel komplizierter und und das Gerät dementsprechend teurer wäre. Beim Ausgießen des Gusses für den Kuchen von gestern wäre das hilfreich gewesen.

Ob die Plastikteile sich über die Zeit bewähren, kann ich noch nicht sagen. Für anfällig halte ich den recht dünnen Deckel und die beiden Kunststofflaschen, die den Einsatz für die Schneebessen / Teigschläger halten. Das aber kann nur häufige Nutzung zeigen.

Ich habe 199,90 Euro ohne Porto bezahlt. Häufig habe ich ihn im Internet nicht angetroffen, nur in einem anderen Onlineshop, bei dem ich nichts kaufe. Und dort ist er 20 Euro teurer. Bei Ebay gibt es derzeit fünf Angebote, die alle bei um die 250 Euro und mehr liegen.

Für mich persönlich ist das Gerät auf jeden Fall eine gute und sehr praktische Wahl.

Ebay-Anekdötchen

11. August 2014: Ebay

„Früher war alles besser.“ Für manche Dinge gilt dies leider wirklich, so auch für Ebay. Der freundschaftlich-kameradschaftliche Ton ist verschwunden, die Gebühren werden immer höher. Dennoch habe ich gerade vorm Umzug Ebay eifrig genutzt. Einmal ist es für mich angenehmer, Dinge zu verkaufen und Geld dafür zu bekommen als sie wegzuwerfen. Und auch das Wissen, dass den alten Tisch, den ich seit 20 Jahren sooo geliebt habe, die schöne Lampe noch jemand weiter verwendet, statt das alles in einem großen Shredder vernichtet wird, finde ich tröstlich.

Das Meiste habe ich zum Abholen angeboten. Bei Dingen wie Waschmaschine, Kühlschrank usw. liegt es auf der Hand, dass jeder das akzeptiert. Dann gibt es allerdings Teile, die man theoretisch verschicken könnte, dies würde aber viel Arbeit (umständliches Verpacken, Schleppen zur Post) bedeuten. Daher habe ich auch solche Sachen zum Abholen angeboten, wohl wissend, dass aufgrund des dementsprechend kleineren möglichen Käuferkreises der Preis nicht so gut ausfallen wird. Ich habe dann dazu geschrieben, dass ich im Umzugsstress bin, daher nicht verschicken werde. Dennoch – immer wieder bekam ich Anfragen, ob ich nicht doch verschicken wolle. Meist handelt es sich dann dabei auch noch um Artikel, die vielleicht 1 oder 2 Euro bringen… Ich habe dann geantwortet: „Wenn ich hätte verschicken wollen, hätte ich das in die Artikelbeschreibung aufgenommen, oder? 🙂 „. Zweimal bekam ich daraufhin den Vorwurf der Pampigkeit und sie hätten ja nur höflich gefragt. Beim ersten mal habe ich diesen blöden Vorwurf einfach gelöscht. Andere, das weiß ich aus dem Bekanntenkreis, reagieren auf diese Fragen nach dem Trotzdem-Verschicken gar nicht mehr. Ich tue das. Beim zweiten Mal hatte ich einfach keine Lust mehr. Es ging diesmal um einen Vorlagenhalter, bleischweres, unhandliches Ding.

So sah mein Angebot aus:

Inmac (3)

Vorlagenhalter, gekauft beim Hardware Reseller Inmac (seit 2013: Insight Technology Solutions GmbH). Inmac war immer Garant für gute Qualität.
Auf den Vorlagenhalter passen zwei DIN A4-Blätter nebeneinander oder 1 DIN A4-Blatt im Querformat. Oben ist eine Klemme zum Festhalten. Der Vorlagenhalter ist aus Metall, höhenverstellbar und in Grenzen kippbar.
Leichte Gebrauchsspuren, wenig benutzt.
Da ich bis über beide Ohren in Umzugsvorbereitungen stecke: *** Nur Abholung aus Remscheid ***
Ich bitte um zügige Abholung 🙂

Und da kam wieder so eine Mail:

da ich nun ganz schlecht von Hannover nach Remscheid kommen kann, um mir den Artikel abzuholen, frage ich an, ob Sie auch versenden und wenn ja, wieviel Sie an Versandkosten nehmen. Danke für Ihre Nachricht. Gruß“

Ach ja, wie nett. Versandkosten will sie erstatten? Der Vorlagenhalter war schon einmal nicht verkauft worden, also kein Renner. Mehr als 1 oder 2 Euro kann ich nicht erwarten. Was ist mit meinem Aufwand? Und habe ich nicht dicke im Angebot stehen, dass ich das Teil nicht verschicken will? Es ist vielleicht naheliegend, dass die Fragende sich selbst und ihren Aufwand wichtiger nimmt als meine Zeit. Dennoch käme ich nicht auf so eine Idee….. Ich antwortete:

„Wenn ich das Teil versenden wollte, hätte ich nicht „nur Abholung“ in die Artikelbeschreibung geschrieben, oder? 🙂 vgu“

Ich dachte, damit hätte sich das erledigt. Aber nein, es kam noch etwas:

„wenn man höflich anfragt, sollte auch eine höfliche und nicht so pampige Antwort möglich sein. Aber es ist nicht jedem gegeben einen netten Umgangston zu pflegen. Gruß“

Manchmal wird ja der Erzieher in mir wach. Und ich fande, jetzt reicht’s. Also gab ich diesmal eine ausführliche Antwort und habe die Bieterin für meine Auktionen gesperrt. Warum ärgern sich die Leute, wenn ich ganz neutral und direkt sage: nein? Muss ich mich dafür entschuldigen und mit dem Kopf auf den Boden schlagen, weil ich nicht von dem abweiche, was ich deutlich in der Beschreibung aufführe?

„Wenn Sie höflich nicht von pampig unterscheiden können, und wenn Sie denken, ich habe Lust, mitten im Umzug drei Stunden mit Verpacken und Versenden eines schweren Konzepthalters zu verbringen, für vielleicht 1 Euro Auktion plus Versandkosten, sollten Sie noch einmal gut nachdenken, wieso ich mich auf so etwas einlassen soll.
Meine Antwort war nicht pampig, sondern direkt und freundlich. Pampig wäre gewesen: „Können Sie nicht lesen, ey???“
Es wäre nett, wenn Sie mir einen weiteren Schriftverkehr ersparen.
Mit bestem Dank UMW

Das nächste Preisausschreiben

Durch die Wachsamkeit eines netten Lesers musste ich heute Morgen feststellen, dass der/die Gewinnerin eines Preises beim letzten Preisausschreiben den Gewinn unbenutzt bei Ebay verkauft.

Rein „sachlich“ ist dagegen nichts einzuwenden. Aber rein emotional finde ich das, sorry, zum Kotzen. Hier geht es doch nicht um Sachpreise, sondern um das Weitertragen einer Idee. Außerdem hat sich der/die Gewinnerin auch noch schleimig bedankt „oh wie freue ich mich, so ein tolles Teil“. Und dafür kommt es mir hoch.

Okay, vielleicht wollte der-/diejenige nur einen bestimmten Gewinn, weil der andere Gewinn bereits im Haushalt steht. Das kann man doch bei der Einsendung dazu schreiben. Oder nach Gewinn sagen: Ups, du, das Teil habe ich schon, geht’s irgendwie anders? Ich bin sicher, mit dem PGS hätte sich eine Gutscheinregelung finden lassen.

Dieses falsche „Oh ich freue mich schon so darauf“, das ist es vor allem, was mir quer im Hals sitzt.

Ich ziehe Konsequenzen. In künftigen Preisausschreiben akzeptiere ich nur noch Einsendungen von mir bekannten Lesern, Kommentatoren, Anrufern usw. Einige stumme Leser wird das vermutlich einmal wieder ärgern, weil sie sich zu Unrecht bestraft fühlen. Ja, es stimmt, ihnen gegenüber ist das bedauerlich.

Diese Preisausschreiben sollen auch mir Spaß machen. Ich verzichte im Jahr auf mehrere Hundert Euro Provision, damit ich Vollwertlern und anderen Ernährungsinteressierten eine Freude machen kann. Wer dann nicht versteht, dass ich Konsequenzen ziehe, muss eben zu einem anderen Blog weiterziehen, wo weniger emotional agiert wird 🙂

10-jähriges Jubiläum

21. September 2012: 10 Jahre Ebay

Heute genau vor 10 Jahren habe ich mich bei Ebay angemeldet. Das ist ganz schön lange her… und anfangs kam ich mir wie ein Küken vor bei all den vielen Mit-Ebayern. Ich hatte damals aus meinem alten Hausstand viel zu verkaufen, da habe ich so richtig das Pakete packen gelernt 😉

Auch für Ebay gilt leider, was sich häufig sagen lässt: Ach ja, die gute alte Zeit… Vor zehn Jahren konnte man auf Ebay noch Schnäppchen machen, gleichzeitig gut verkaufen, oder auch mal nicht, dabei gab es einen netten Umgangston. Natürlich gab es auch kleinere Betrüger, aber im großen Ganzen bin ich nie wirklich auf die Nase gefallen, weil ich rasch gelernt hatte, die Angebote „richtig“ zu lesen. In den Medien wie Zeitschriften und Fernsehen wurde ein düsteres Bild von Ebay gemalt, als wenn jeder, der Vorkasse verlangte, wirklich schon ein Nepper-Schlepper-Bauernfänger ist. Was immer Quatsch war, denn Vorauszahlung war ein Merkmal, das Ebay erst zum Erfolg brachte.

Heute ist Ebay teuer für Verkäufer. Private Verkäufer werden immer rarer, und privat einen Artikel auf Ebay zu verkaufen, wird vom Geiz-ist-geil-Prinzip beherrscht, d.h. für gute Artikel gibt es kein gutes Geld mehr. Andererseits ist durch die Bezahlung mit Paypal ein Sicherheitsfaktor hinzugekommen. Schnäppchen zu machen ist heute eher selten, obwohl ich letztlich wahrhaftig einen dreiteiligen Satz Bettwäsche, reine Baumwolle, für 4,90 Euro inklusive Porto kaufen konnte.

Verkaufen tue ich nur noch selten. Bei Büchern lohnt der Aufwand nicht und diese ganze seelenlose Verkauferei ist irgendwie nicht mehr mein Ding. Da gibt es andere Möglichkeiten. Als Käuferin bin ich nach wie vor, trotz aller Nachteile, gerne dort unterwegs. Gewerbliche Verkäufer sind meist sehr entgegenkommend, weil Ebay strenge Regeln bei schlechten Bewertungen hat.

Vor einigen Jahren hat Ebay eingeführt, dass Verkäufer den Käufer nicht mehr negativ bewerten können. Das hat den Vorteil, dass Verkäufer, die schlechte Ware verkaufen, ihre Käufer quasi nicht mehr erpressen können. Andererseits hat eine Verkäuferbewertung dann gar keinen Sinn mehr. Ich kann natürlich „positiv“ bewerten und in den Text schreiben, was ich von dem Käufer halte.

Das Hecheln nach dem allerbilligsten Angebot ist es nicht, was mich auf Ebay lockt. Es ist das breite Angebot, es ist die Möglichkeit, auch schon mal Dinge zu bekommen, die ich sonst nirgendwo finde. Da die Bedingungen für Verkäufer insgesamt günstiger sind als auf Amazon ist auch – noch – das Verkäuferangebot breiter.

Betrügen ist kein Kavaliersdelikt (Teil 2/2)

Kommentar vom 17. Oktober 2010: Da kann ich kleinlich werden… (Teil 2)

Meine nächste Mail:

Erst sagen Sie, es ist das offizielle Ebay-Foto, nun ist es ein Internet-Foto. Genau das verdient die negative Bewertung: einen perfekten Artikel vorstellen, einen nicht perfekten liefern. Der Schriftzug ist so unübersehbar, dass Sie jetzt bitte nicht sagen, „oh ich habe das nicht gesehen“. Kommt übrigens auch auf der ersten Innenseite NOCHMAL. Vielleicht sollten Sie die Ebay-Richtlinien über die Artikelbeschreibung nochmals gut durchlesen.
Sie können mir das Buch neu zuschicken, perfekt, aus irgendeiner Quelle, ist mir egal. Außerdem noch 2,20 Euro in Briefmarken beilegen, dann schicke ich Ihnen das defekte  Exemplar zurück (Umschlag bezahle ich) und beseitige die negative Bewertung.
Wenn Ihnen das nicht passt, ein Trost: in 12 Monaten ist die negative Bewertung weg.
mit bestem Gruß
Ute

Eine Antwort ließ, wie ich mir dachte, nicht lange auf sich warten 🙂

Hallo.
Ich sehe keinen Grund, Ihnen ein neues Buch zu schicken, dazu noch auf meine Kosten. Ich finde, Ihnen die Möglichkeit zu geben, den Kauf rückgängig zu machen, schon sehr zuvorkommend!
Ich finde es Schade, dass die ganze Sache nun so verläuft, immerhin haben Sie ja auch ein anderes Buch von mir gekauft mit dem Sie -laut Bewertung- zufrieden waren. Wie Sie aus Ihrer ersten persönlichen Erfahrung mit mir als Verkäufer sehen, bin ich ein guter Verkäufer. Meine zahlreichen positiven Bewertungen bestätigen dies. Ich würde mich sehr freuen wenn wir uns bezüglich der negativen Bewertung doch noch vernünftig einigen könnten.

Ist das nicht herrlich? Einen ganzen Euro will sie mir erstatten, damit ich 3,80 Euro für Luft bezahle. Ich mag es einfach nicht, wenn betrogen wird. Ein Fehler kann jedem passieren, wenn man das zugibt, kein Problem mit mir. Hier ist aber kein Fehler unterlaufen, hier wurde wissentlich falsch informiert. Also schrieb ich:

Guten Morgen,
dieses ist meine letzte Mail zu diesem Thema.
Sie arbeiten nur mit Unwahrheiten. DAFÜR hat es die negative Bewertung gegeben.
(1) Angeblich ist meine Mail im Spam gelandet. Ebay-interne Mails werden aber auch als „Nachrichten“ innerhalb von Ebay verschickt. Reagiert haben Sie auf meine Anfrage erst nach Bewertung.
(2) Erst behaupten Sie, das Foto sei automatischs Ebay-Foto. Das stimmte eindeutig nicht. Nachdem ich das widerlegt habe,
(3) behaupten Sie, das Foto sei aus dem Internet.
(4) Sie gehen nicht darauf ein, warum Sie einen so deutlichen Fehler nicht in der Artikelbeschreibung erwähnen. Das ist gegen die Richtlinien.
(5) Sie bieten mir Erstattung des Kaufpreises (1 Euro) an. Wer soll denn das ganze Porto bezahlen?
Gruß
umw

Jetzt kam, oh typische Betrügermasche, die emotionale Tour… Darauf habe ich nicht mehr reagiert.

Hallo. Nun folgt meine letzte Mail zu diesem Thema:
Ihre Punkte sowie Ihre Kritik akzeptiere ich. Die negative Bewertung finde ich jedoch übertrieben und mit Abstand unangemessen. Wenn überhaupt, dann wäre eine neutrale Bewertung für die von Ihnen kritisierten Anhaltspunkte angemessener.
Ich habe versucht die Sache gut mit Ihnen zu klären. Das ist alles was ich machen kann und mehr als ich sollte (Ihnen noch das Porto zu erstatten ist nicht meine Pflicht). Für Sie ist es ganz einfach negative Bewertungen zu verteilen. Das ist natürlich Ihr Recht. Aber als guter Ebayer sollte man manchmal Kooperationsfähigkeit zeigen können. Wie gesagt, Schade das unsere „Zusammenarbeit“ so geendet hat. Es gibt halt immer wieder Leute, die zwar die Richtlinien von Ebay auswendig können, das zwischenmenschliche Zuvorkommen und Verständnis jedoch vergessen haben.
MfG

Kooperationsfähigkeit mit Betrügern ist nett, gell? Ich bin sicher, dass jeder Dieb seine Strafe unangemessen und übertrieben finde 🙂 Ich finde eine negative Bewertung berechtigter denn je.

Mir ist bei einem Verkauf einmal ähnliches passiert, da war innen im Buch eine Notiz, die ich einfach übersehen hatte. Als der Käufer nachhakte, habe ich angeboten, den Preis plus Porto zu erstatten, ohne dass er es zurückschickt. Darauf ist der Käufer eingegangen. Für Fehler muss ich geradestehen. Für Fehler habe ich Verständnis. Nicht jedoch für Dreistigkeit und offensichtliche betrügerische Absicht.