Frühstück

Hin und wieder stelle ich Fotos von meinem bzw. unserem Frühstück auch hier ein. Und nahezu jeden Morgen schicken Agnes und ich uns unsere Frühstücksfoto. Eine wunderbare kleine Tradition 🙂

Wer länger hier mitliest, kennt Agnes sicher noch. Agnes ist Schweizerin und hat zur besonders aktiven Zeit dieses Blogs zweimal in der Woche Rezepte kreiiert.

Heute hat mir Agnes ein soooo sensationelles Foto geschickt, dass ich euch das nicht vorenthalten möchte:

Sie meint, dass sind Eric und ich, wenn wir shoppen gehen 🙂

Ein Frischkorngericht

Dieses Frühstück ist heute exakt 5 Jahre alt geworden. 🙂

Ananasstifte

2 Portionen

Abends

  • 6 EL Sechs- oder Achtkornmischung schroten & auf zwei Schüsseln verteilen. Mit insgesamt
  • 160 g Wasser übergießen. Abgedeckt über Nacht (mindestens 4 Stunden) bei Raumtemperatur stehen lassen.

Morgens

  • 10 g Zitronenfleisch
  • 250 g Erdbeeren, geputzt
  • 2 Bananen, geschält (220 g)
  • 1 Scheibe Ananas, geschält (195 g)

Banane in grobe Stücke teilen und mit den Erdbeeren im Hochleistungsmixer pürieren. Auf das Getreide gießen. Ananas längs in Streifen und dann quer schneiden. Die Hälfte der Scheibe möglichst an einem Stück auf eine Schüssel bringen, mit der zweiten Hälfte die andere Schüssel dekorieren. Das lohnt vor allem, wenn die Ananas so richtig lecker ist – wir haben da ein paar Superexemplare erwischt.

Fixe-Mixer-Tag: Ein apartes Frühstück

20. Jan. 2017: Lecker und sättigend frühstücken

Avocadoschaum

2 Portionen; Vorbereitung: 12 Stunden einweichen

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Mancher Hafer wird bitter, mancher nicht. Wer weiß, dass er gerade Hafer im Haus hat, der bitter wird, flockt den Hafer und gibt ihn erst morgens dazu.

  • 3 Esslöffel Sechskorngetreide (z.B. Roggen, Weizen, Buchweizen)
  • 3 Esslöffel Nackthafer
  • 12 Esslöffel Wasser
  • 30 g Haselnüsse

Morgens:

  • 1/2 geschälte Zitrone
  • 1 Avocado (mit Kern gewogen 260 g)
  • 2 kleine Äpfel (180 g)
  • 1 Banane (mit Schale: 145 g)
  • 2 EL Sahne
  • 40 g (= 1 EL) Honig
  • 2 Mandarinen

Abends:
Getreide schroten und über Nacht im Wasser einweichen (nicht im Kühlschrank). Haselnüsse getrennt in Wasser einweichen.

Morgens:
Avocado entkernen, das Fruchtfleisch aus der Schale löffeln. Haselnüsse abtropfen lassen, 2 zusammen mit den Mandarinen als Dekoration benutzen. Ansonsten alle Zutaten gut miteinander pürieren (Thermomix: 1 Min./Stufe 4; 13 Sek./Stufe 10). Auf zwei Schüsselchen verteilen. Mandarinen schälen, wie eine Blume öffen und so auf das Müsli legen (die runden Seiten auf das Müsli), in die Mitte je eine Haselnuss stecken.

 

Herzhaftes Frischkorngericht

28. Dez. 2016: Frischkorn-Salat

Die meisten essen gerne das Frischkorngericht in der süßen Variante zum Start in den Tag. Es gibt aber Menschen, die entweder nicht gerne frühstücken oder überhaupt nicht „so doll“ auf ein Frühstück sind. Einmal vom Gedanken gelöst, dass ein Frischkorngericht immer morgens süß gegessen werden muss, ergeben sich zahlreiche Möglichkeiten! Eine davon seht Ihr im folgenden Video.

 

Frischkorngericht glutenfrei

9. Dez. 2015: Es geht auch ohne Gluten

Im Angebot heute: Drei glutenfreie Frischkorngerichte zum Preis von insgesamt 1 Euro 🙂

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  • Kaufen könnt Ihr das Rezept mit der Nummer 7997 (Nummer bitte in die Rubrik schreiben, wo Ihr dem Verkäufer eine Nachricht hinterlassen könnt; für 1 Euro): hier
  • Wer eine Sammelkarte hat, bestellt bitte per Email (Adresse im Impressum)
  • Wer eine Sammelkarte beginnen möchte, klickt: hier

 

Geburtstagsfrühstück

1. Februar 2015: Luxus am Morgen

Wenn der Kollege Geburtstag hat, lege ich mich natürlich extra ins Zeug. Diesmal hatte ich das große Glück, dass Freunde mir selbst eingefrorene Kirschen geschenkt hatten. Die hatte ich schon einige Tage als Idee im Kopf. Das Produkt wurde dann etwas anders als geplant, aber lecker ohne Frage! (Ich habe 75 g Sahne geschlagen und war enttäuscht, wie die zusammenschrumpfte – ich dachte, dass sei viel…). Sicher aber gibt’s Kirschen auch gefroren zu kaufen, der Geschmack dürfte übrigens auch mit anderen Tiefkühlfrüchten köstlich sein!

Schwarzwälder Kirsch-FKG

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Luxus am Sonntag und Beiträge Nr. 27

12. Januar 2014: Luxusfrühstück und zweimal Nr. 27

Kaufen könnte Ihr dieses Rezept mit der Nummer 5887 (für 1 Euro): hier

Schoko-Luxus-FKG

5887

Beiträge Nr. 27

Ton: Eine Beschreibung

Der Ton ist das was ich höre. Mein Gehör nimmt den ganzen Tag Töne war, aber was ich nicht ertrage ist die Stille.

Der erste Ton, den ich nach Null Uhr höre, ist meine Tochter, erst ganz leise, so dass ich denke: „Ach was, ist das denn in meinem Traum?“, dann immer lauter. Was für ein Ton. Mein Freund liegt ganz still neben mir. Höre nur ich das? Schnell hole ich sie ins Bett, dann höre ich das Nuckeln an meiner Brust und schlafe ein.

Der nächste Ton, der die Stille durchbricht, ist der schrille Ton des Weckers. Was für ein Ton, den mag ich nicht. Nun beginnt der Tag.

Beim Vorbereiten des Frühstücks dudelt das Radio, diese Töne mag ich. Dann springt mein Sohn aus dem Bett und pfeift vergnügt umher, was für ein positiver Ton.

Kaum dass mein Freund seine Arbeit aufgenommen hat, klingelt das Telefon. Das können ganz schön nervige Töne sein. Dazu schellt zwischendurch die Klingel an der Tür, Vivian krabbelt quietschvergnügt durch die Wohnung und schon sehne ich mich nach der Stille. Komisch, aber wenn ich auf der Couch zur Mittagsruhe liege, warte ich auf jeden Ton. Egal welcher Ton, der die Stille endlich durchbricht. Da wieder die Klingel: Dieser unangenehme Ton, gerade in der Mittagsstunde: „Ein Paket für ihren Nachbarn“ freundlich fragend der Hermes Typ. Wo ist nur meine Stille? Nach paar Minuten höre ich einen dumpfen Ton, was ist das nur? Ach ja, mein Handy vibriert unter der Decke. Eine Nachricht irgendwo her… Kaum ist die Stille wiederhergestellt, kommt mein Sohn aus der Schule und gibt den Ton an. Jetzt ist Hausaufgabenzeit. „Mama wie geht das?“ Meine Ohren klingeln, wie oft höre ich diesen durchdringenden Ton. „MAMA! MAMA!“ Ach ja, die Kleine ist schon wieder wach.

Diese Töne begleiten mich durch den Tag und oft frage ich mich, wie es ohne diese Töne wäre. Manchmal gehe ich zur Entspannung in die Sauna. Diese Stille, da ist sie wieder! Gerade zehn Minuten ertrage ich diese Ruhe und schon vermisse ich all diese Töne, die mich jeden Tag begleiten. Wie wäre das ohne Sie? Einfach viel zu still und nicht das, was ich will. Ich bleibe bei dem Motto: Der Ton macht die Musik und meine Musik sind die Töne des Lebens!

Ton: Ein Gedicht

Der Ton

Es gibt Töne, die stimmen Dich heiter, manche andere Töne ziehen einfach weiter.
In der Welt hat man kein Glück, ohne Ton verstummt die Musik.
Man muß ihn hören, daß ist doch klar, denn nur der Ton sagt, wie es war.
Wenn Kinder rufen: „Mama! Mama!“, dann ist der Ton doch wie ein Hammer.
Man freut sich, dass sie’s begriffen endlich, denn nur mit dem Ton macht man sich verständlich.
Geändert hat sich der Ton mit der Zeit. Die Jugend ist dafür allzeit bereit.
Da heißt es plötzlich „Yo, Baby, yo!“, doch wir Alten begreifen es nicht so.
Wir legen Wert auf Umgangsformen, die der Jugend anscheinend gingen verloren.
In diesem Sinne allzeitbereit, der Ton hat Macht und das alle Zeit.
Ja, ich muss sagen, ich bin kein Freak, doch der Ton, der macht die Musik!

Ein Frühstück und eine Geschichte

14. August 2013: Rezept-Video und Geschichte Nr. 53

Der Film zeigt heute mal wieder ein Frühstück, mit Flocken. Durch die Zubereitung wird es sehr aromatisch!

Geschichte Nr. 53

Es ist Nacht. Irgendwo knarrt eine Holzbohle. Das Mondlicht scheint durch das gardinenlose Fenster in einen Raum. In der Mitte des Zimmers steht ein großer Tisch mit vier Holzstühlen. Mehr kann man nicht erkennen. In der rechten Ecke ist ein kleines weißes Licht zu sehen. Ab und zu schiebt sich eine kleine Wolke über den Mond, je weiter er über den Horizont kommt, umso besser kann man erkennen, was auf dem Tisch liegt: Bestecke, vielleicht aus Silber, die im Mondlicht funkeln. Eine Glasvase, deren Rundung ebenfalls das Mondlicht reflektiert. Irgendwo im Haus schlägt eine Uhr: Es ist 2 Uhr nachts. Wenige Minuten später klingelt es im Raum, drringgg-drringg, viermal geht das so. Dann springt eine Maschine an, das ehemals kleine weiße Licht ist nun rot und beginnt zu flackern. Nach einer Weile macht es klick und klock… die Stimme einer Frau ist zu hören “Ja, hallo, ich bin’s, tut mir Leid, dass ich so spät anrufe, aber…. ich muss einfach mit jemandem reden” Pause. “Eine blöde Idee, jetzt anzurufen, aber ich wollte …”. Pause. Ein unsicheres “Ja, dann bis bald, und… äh, tschüss.”. Man kann hören, wie der Hörer aufgelegt wird. Das kleine Licht leuchtet nun stetig grün. Wenige Stunden später durchflutet das erste Grau den Raum, Vogelstimmen verkünden den neuen Morgen. Ein Radio plärrt los, irgendwo knallt eine Tür. Wasser fließt, ein Fenster wird geschlossen, Lichter gehen an.

Als Alexander gerade auf dem Weg zu Küche ist, um dort zu frühstücken, fällt ihm auf, dass der Anrufbeantworter leuchtet. Schnell hört er den aufgezeichneten Anruf ab und wundert sich über die komischen Worte seiner Frau. Daher versucht er sie auf dem Handy zu erreichen. Sie befindet sich gerade geschäftlich in Amerika. Komischerweise geht sie nicht ans Telefon. Naja er wird jetzt erst einmal in Ruhe frühstücken und dann später nochmal anrufen. Irgendwie geht ihm die Nachricht aber nicht aus dem Kopf. Er macht sich Sorgen, dass irgendwas nicht stimmt. Normalerweise passt so ein Anruf gar nicht zu seiner Frau. Während er seinen Frischkornbrei zubereitet, überlegt er krampfhaft, warum seine Frau mitten in der Nacht mit ihm reden wollte. Ob irgendetwas passiert ist in den letzten 3 Tagen, wo sie sich leider nicht gesprochen haben. Er hat keine Ahnung, was dies sein könnte. Nachdem er sein Frühstück gegessen hat und die Küche aufgeräumt hat, versucht er nochmal ihr Handy anzurufen. Komischerweise ist es jetzt ausgeschaltet. Auch in ihrem Hotel erreicht er sie nicht.

Da er sich massive Sorgen macht, beschließt er in ihrer Firma anzurufen. Dort wird ihm aber mitgeteilt, dass sie die Firma vor ihrem Anruf bei ihm verlassen hat. Vielleicht ist ihr Handy ja auch einfach nur leer. Er beschließt sich keine Sorgen zu machen. Sie wird sich sicher melden, sobald sie sieht, dass er versucht hat sie anzurufen.

Der Tag vergeht und er hat immer noch nichts von seiner Frau gehört und ihr Handy ist auch immer noch ausgeschaltet. Mittlerweile ist es Abend und somit in USA schon ein neuer Arbeitstag. Also ruft Alexander nochmal in der Firma an, da er sie auch im Hotel nicht erreichen konnte. Diese kann ihm aber nur mitteilen, dass seine Frau nicht erschienen ist und sich auch nicht gemeldet hat. So langsam kommt ihm die ganze Sache sehr dubios vor. Seiner Frau wird doch nichts passiert sein. Also entschließt er sich nochmal im Hotel anzurufen und nachzufragen, ob seine Frau noch dort wohnt. Es wird ihm da von der Rezeption mitgeteilt, dass seine Frau am vorherigen Tag ausgecheckt hat.

Gerade als er den Hörer aufgelegt hat, geht die Haustür auf und seine Frau steht vor ihm. Lächelnd fällt sie ihm um den Hals und sagt: „Wir bekommen ein Baby, ich habe es nicht ausgehalten und wollte es dir unbedingt persönlich sagen, daher habe ich mich nach dem Anruf entschlossen, den nächsten Flug zu nehmen.“ Alexander ist erleichtert und überglücklich über diese tolle Nachricht. Ihm fällt ein Stein vom Herzen, dass alle seine Sorgen unbegründet waren.

War vorher alles schlecht?

24. Februar 2012: Aus der Vorvollwertzeit lernen

Anfangs ist Vollwertkost ein wenig schwierig, weil wir umdenken müssen. „Geht das so? Oh je, das habe ich jetzt noch 2 Monate gegessen, und da ist ja doch Dicksaft drin… Da ist ja Zucker reingemogel!!“. Gedanken, die wir (fast) alle kennen. Dann kommt die  aufregende Phase, wo wir einigermaßen geschnallt haben, wo’s lang geht, wir genießen die  große Palette, die uns die Vollwertkost bietet. Dinge kommen plötzlich auf unseren Speiseplan, die wir noch nie vorher gegessen haben. Bei mir waren das Mangold, Pastinaken und mehr. Auch die Freiheit, endlich mal nicht auf jeden Tropfen Öl und jeden Fitzel Butter schielen zu müssen lässt uns großzügig durchatmen – die Welt ist viel größer geworden.

Dann kommt der Weg der Entdeckung. Ist tiereiweißfrei nicht aus vielen Gründen sowieso die bessere Variante? Wie ist das mit dem gekochten Obst? Wie ist das mit Säften, gekochtem Gemüse usw? Jetzt ist es wieder spannend zu sehen, wie sich diese „Vorschriften“ (denn es sind ja gar keine) umsetzen lassen, ohne an Essenslebensqualität zu verlieren.

Dennoch kommt da gleichzeitig wieder eine gewisse Einengung hinzu, zumindest für mich. Das ist mit ein Grund, warum ich nicht damit rechne, dass ich jemals Rohköstlerin werde. Ja, für ein paar Tage, Wochen oder auch Monate tut das gut. Aber dann sind mir da zu viele „Daran darf ich jetzt nicht denken“. Gerade unter Rohkost entwickle ich häufig mir sonst unbekannte Essensgelüste. Mein Süßigkeitenhunger ist größer, ich denke gerne über gebratene Hühnchen nach – mir sonst völlig fremd. Um diese aufkeimenden Wünsche, die gegen mein Wissen und meine Überzeugung sind, dauerhaft bei Rohkost nicht zu haben, müsste ich mein Essen sorgsamer zusammenstellen. Viele Wildkräuter einbauen, mehr auf die Zusammensetzung der Nahrung insgesamt achten, damit ich nicht zu viel Nüsse, zu viel Öl usw. esse. Das kommt dann schon fast an diäthaftes Verhalten heran. Das muss ich bei der Vollwert nicht. Da habe ich ein paar Eckpunkte und das Land dazwischen ist so groß, dass ich auch ohne ständig auf meine Schritte zu achten vorwärts laufen kann.

Für mich ist zur Erreichung eines normalen Essensverhaltens auch wichtig, dass ich essen kann, wann ich will und was ich will – im Rahmen natürlich. Die Vollwertkost lässt alles zu und gibt deshalb Freiheit. Grundsätzlich ist Fleisch kein Teil der Vollwertkost, aber wenn ich dann vielleicht einmal im Jahr Lust auf ein gebratenes Hähnchen hätte – da ist das allenfalls noch eine ethisch-moralische Frage, aber keine Gesundheitsfrage, ob ich das esse oder nicht.

Und trotzdem…. ich bin an einem Punkt angelangt, wo es mich anfängt einzuengen. Den gilt es nun zu überwinden. Und dafür, so merke ich, ist es eben doch einmal gut, mich an die positiven Zeiten meines nichtvollwertigen Lebens zu erinnern. Es war doch nicht alles schlecht. Für mich ist zum Beispiel ganz wichtig, ein lockeres Gerüst zu haben, an dem ich mich mengenmäßig entlanghangeln kann. Der Grund ist mein durch in Jugend zerstörtes Sättigungsgefühl dank Diätenwahn. Das muss nicht grammgenau sein, aber nach wie vor kann ich schlecht für zwei Tage im Voraus etwas vorbereiten, weil ich versucht bin, dann mehr zu essen als die eine Portion. Ich bin nun in der Phase, wo ich mir sage: „Ich habe die Vollwertkost in allen Nuancen erprobt, sie ist etwas, das ich nicht mehr aus meinem Leben streichen werde. Was aber kann ich aus meinem vorherigen Leben jetzt einbringen, damit es durch und durch ein für meine Person befreiendes und gutes Essleben wird?“ Ganz sicher nicht die Rückkehr zu Zucker und Auszugsmehl 😉

Eine Kleinigkeit habe ich fürs Erste geändert, die gar nicht mal unbedingt aus der Vollwertigkeit kommt, sondern von dem, was wir allgemein über richtiges Essen wissen. Wir sollen Mahlzeiten schön zubereiten, uns an einen schön gedeckten Tisch setzen und langsam essen. Jeden Bissen sorgfältig kauen und genießen. Und daher lesen wir beim Essen nicht, wir konzentrieren uns voll auf das Essen.

Ich lese wieder Zeitung beim Essen. Ich löffle mein Frühstück beim Klavierspielen, wie ich das viele Jahre getan habe, oder ich stelle es mir neben den PC. Mir ist das völlig egal, ob das gegen alle Regeln ist. Für mich hat es den Vorteil, dass Essen nicht so furchtbar wichtig ist (das kann nämlich auch zu dominant werden) und ich außerdem wesentlich langsamer esse. Ich bin eine Schnellesserin, immer schon gewesen. Sitze ich sonst morgens über dem FKG, dann geht das zack-zack, damit ich bloß weiter komme in meinem engen Zeitplan. So steht jetzt die Schüssel auf einem Tischchen neben dem Klavier und zwischen den einzelnen Übungsstücken esse ich einen Löffel. Der Rest wird dann genüsslich beim Emailen verzehrt.

Siehe da – JETZT bin ich nach dem Frühstück satt! Durch eine falsche Maßnahme habe ich also etwas Gutes erreicht, etwas für MICH Positives. Und so will ich in der nächsten Zeit mehr Dinge aus meiner Vorvollwertzeit erproben, ob sie mit der Vollwertkost kombiniert Positives, mehr Freiheit für mich bringen. Wobei ich mir bei solchen Maßnahmen ganz klar darüber bin, dass dies keine Empfehlungen für andere sind, denen geht es vielleicht genau anders herum. Mein Appell ist einfach: Vergesst die guten Dinge aus der „Vorzeit“ nicht 🙂