Haferleckerli

3. August 2014: Haferplätzchen

Angelehnt an ein Rezept von der Webseite Forks over Knives (dort heißen sie „Wholesome Oat Snackles“ und sind zitiert aus „Let them Eat Vegan“). Es kann auch sein, dass Daniela vor wenigen Wochen ähnliche Kekse in ihrem Blog vorgestellt hat, das fiel mir aber erst ein, als ich diesen Beitrag schrieb. Nun, dann ist es vielleicht auch einmal interessant, wie unterschiedliche Köchinnen ein Rezept bearbeiten 🙂

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  • 300 g Nackthafer
  • 1 Prise Salz
  • 1 TL Weinsteinbackpulver
  • 1 TL Zimt
  • 1 gute Prise gem. Muskatnuss
  • 65 g Rosinen
  • 25 g gek. Kichererbsen
  • 90 g gek. Borlottibohnen
  • 25 g Wasser (oder Kochwasser der Bohnen)
  • 100 g Honig
  • 25 g Wasser zum Nachspülen

150 g Hafer flocken, die anderen 150 g mahlen. Die trockenen Zutaten gut miteinander verrühren. Kichererbsen, Bohnen, 25 g Wasser und Honig im kleinen Becher vom Magic ganz glatt schlagen und zum Hafergemisch geben. Den Becher mit 25 g Wasser nachspülen und ebenfalls zu dem Hafergemisch geben, alles gründlich verrühren. Mit den Händen ca. 20 Kugeln oder Ovale formen, nebeneinander auf ein Backblech setzen. Leicht flachdrücken.

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Den Ofen (Heißluft) auf 180 °C vorheizen. Plätzchen einschieben und 15 Minuten backen.

Anmerkungen:

  • Ich hatte die Kichererbsen und die Bohnen über, man kann also auch nur Kichererbsen oder nur Bohnen nehmen.
  • Mein neuer Backofen hat sogenannte Perfect-Clean-Bleche. Das funktioniert wirklich: ich muss nichts einfetten, und sie lassen sich auch sehr leicht saubermachen.

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Frisch schmecken sie ausgezeichnet. Nach fünf Tagen fand ich sie etwas pappartig.

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Von Daniela angefixt ;-)

28. August 2013: Plätzchen

Danielas Feuereifer für die FoK-Ernährung hat mich angesteckt, und ich experimentiere zurzeit viel. Ich habe mir sogar eine Flasche Ahornsirup und eine Flasche Agavendicksaft (Teufelszeug 😈 ) gekauft. Ich werde sicher beim Honig bleiben, aber austesten wollte ich das mal.

Ich habe keine negativen Wirkungen bemerkt. Zum Dosieren sind beide einfacher als Honig. Wie Daniela auch schon sagte: Sie verlieren auch beim Backen nicht die Süßkraft. Man bemerke in dem Plätzchenrezept die geringe Menge Agavendicksaft dafür, dass ich ja Kakao mitverarbeitet habe! In diesen Plätzchen nehme ich sonst ohne Kakao 70-80 g Honig. Hiermit stelle ich also die ersten gelungenen, naja, optisch einigermaßen gelungenen Schwarzweiß-Plätzchen her. Sie sind trotz des Bohnengehalts so hart geworden, wie Plätzchen sein sollen…. und schweinelecker 🙂

Schwarz-Weiß-Plätzchen

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  • 125 g Dinkel
  • 25 g Nackthafer
  • 25 g Naturreis
  • 2 TL Backpulver
  • 1 Prise Salz
  • 2 bittere Mandeln
  • 75 g gekochte Sojabohnen (oder weiße Bohnen, sonst Biohof Lex)
  • 50 g Sonnenblumenöl
  • 50 g Agavendicksaft
  • 1 Prise Vanillepulver
  • 1 EL Wasser

Getreide mischen, mahlen und mit Backpulver und Salz mischen. Mandeln im Personal Blender (flaches Messer) mahlen, dann mit Sojabohnen, Vanille und Öl zu einer glatten Creme arbeiten. Mit dem Agavendicksaft und ggf. dem Wasser und das Mehl rühren, dann mit der Hand durchkneten. Ergibt einen schönen glatten, nichtklebrigen Teig. Etwa die Hälfte auf ein Rechteck von ca. 25 x 12 cm ausrollen. Für den Schokoteig:

  • Hälfte des obigen Teigs
  • 3 TL Kakaopulver
  • 2 EL Agavendicksaft

Diese Zutaten verrühren. Der Teig ist etwas weicher als die weiße Form. Zu einer Rolle in Länge des Rechtsecks formen, in die Mitte des weißen Teigs setzen

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und den weißen Teig um den braunen legen, leicht überlappen lassen und festdrücken. Die Teignaht nach unten legen und mit einem scharfen Messer vorsichtig 0,5 cm-dicke Scheiben abschneiden.

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Bei mir klappt das leider nie so gut wie in den Büchern, daher sind es keine schönen runden Taler geworden, auch wenn ich teils ein bisschen nachgeholfen habe. Auf ein mit Dauerbackfolie ausgelegtes Backblech setzen. Backofen auf 160 °C (Heißluft) vorheizen, Kekse 18-20 Min. backen. Auf einem Kuchengitter auskühlen lassen.

Vollwertkost: Wohin gehst du?

22. August 2013 (Do)  Vollwertkost und „Gabel statt Skalpell“

Vor etlichen Monaten schon habe ich ja meine Bedenken in einem Artikel geäußert, was die Gewichtsabnahme unter Brukescher Kost betrifft. Ich bin ja der Meinung, kurz und knapp, dass nicht nur die Qualität, sondern durchaus auch die Quantität des Essens etwas mit dem Gewicht zu tun hat, die Kalorien zwar nicht unser Leben diktieren sollten, aber schon auch nicht völlig am Wegesrand verkümmern. Dazu erhielt ich jetzt per Email einen kleinen Erfahrungsbericht von Daniela. Daniela ist schon lange Gast auf diesem Blog und auch eifrig an Aktionen auf dem „Menüblog“ beteiligt. Sie ernährt sich seit einigen Wochen nach den Grundsätzen, die im Film (und Buch) „Forks over Knives (FoK)“ (deutsch: Gabel statt Skalpell, vorgestellt auf diesem Blog hier) vorgelegt werden. Dies ist eine vegane Kost mit möglichst geringem oder zumindest sehr kleinen Fettanteil. Hier also Danielas Bericht. Außerdem, und das ist für uns alle sehr spannend, denke ich, wird sie ebenfalls in den nächsten Wochen immer Dienstag auf dem „Menüblog“ ein Rezept vorstellen, VWK mit FoK.

Außerdem möchte ich mich bei Daniela für ihren Mut bedanken, dass ich ihren Erfahrungsbericht – der ja eigentlich nur für mich bestimmt war – mit ihrem Namen veröffentlichen darf. Wenn man gerade einen neuen Weg beschreitet, von dem man überzeugt ist, ist es nicht immer einfach, das auch nach außen zu zeigen. Vor allem, wenn man zwei nicht völlig überlappende Ernährungsformen in abgeänderter Form zusammenführt – da ist immer die Gefahr, dass beide „Lager“ über einen herfallen.

Natürlich ist das hier der beste Ort für diese Veröffentlichung, denn es ist ja ein Sammelplatz für die nettesten Blogleser und Blogleserinnen, die es überhaupt gibt 🙂


Ich wollte dir mal einen kurzen Erfahrungsbericht schreiben, ich dachte, vielleicht interessiert dich das, auch, wenn ich natürlich weiß, dass du vielleicht manches anders beurteilen wirst und du ja die Bruker´sche Vollwertkost vertrittst, Ute. Es gibt bei der Art, wie ich mich seit einigen Wochen ernähre, einige Unterschiede zur Brukerschen Kost, aber auch viele Gemeinsamkeiten.Ich ernähre mich ja seit einiger Zeit aus hauptsächlich gesundheitlichen Gründen (Asthma, zunehmende Allergien,  starke Probleme mit Gelenken und dem Rücken) wieder vollwertig nach Bruker, seit einigen Wochen nun auch vegan nach dem Gabel-statt-Skalpell-Prinzip. Das heißt, ich esse zwar weitgehend weiter vollwertig, aber mein Fokus liegt seit einiger Zeit zudem noch auf den Ernährungsregeln von Esselsyn und Campell nach dem Film Gabel statt Skalpell, also „plant-based“, fettarm und mit vielen Hülsenfrüchten. Ich bin, was zugesetztes Fett betrifft, nicht ganz so strikt, wie von Esselstyn gefordert, hab ja keine Herzerkrankung, verwende also hin und wieder etwas zugesetztes Öl, aber nur Teelöffelweise und auch Saaten und Nüsse esse ich in geringeren Mengen als vorher. Manches, das da Verwendung findet, ist nicht ganz vollwertig nach Bruker, aber mir geht es seither erstaunlicher Weise so gut, wie lange nicht mehr.  Diese Art der Ernährung tut mir gesundheitlich tatsächlich noch besser, als die Vollwertkost mit Sahne und Butter oder eben sehr vielen Saaten oder Nüssen, die ja in der veganen Vollwertkost oft als Ersatz für Milchprodukte verwendet werden. Ich hab die letzten Monate, die ich vollwertig erst mit Sahne, Butter, dann vegan mit viel Öl und Nüssen gegessen hab, recht schnell einige Kilos zugenommen, das hat mich doch erstaunt, da es ja immer heißt, man würde in jedem Fall mit der Vollwertkost nach Bruker zum Idealgewicht kommen und Kalorien oder Fett würden keine Rolle spielen – also vom Idealgewicht bin ich nach wie vor noch einiges entfernt und ich war wirklich die letzten Monate für meine Verhältnisse sehr konsequent, hab aber vom Erlaubten viel gegessen, hatte auch immer viel Hunger. Seit ich nun meine Ernährung nach dem Forks over Knives (engl. Version von Gabel statt Skalpell) oder Engine 2 Prinzip, das ja gleich mehrere Herzspezialisten und Ärzte in dne USA propagieren (auch Bill Clinton isst seit seiner Herzerkrankung seit einiger Zeit nach Esselstyns Konzept) und interessante Erfolge damit aufweisen können, ernähre und weiterhin auch weitgehend auf Vollwertigkeit achte, das mach ich jetzt seit gut 4 Wochen, hab ich drei Kilo abgenommen, ich habe auch, seit ich so esse, erstaunlicher Weise weniger Hunger als vorher.Auch mein Allgemeinbefinden hat sich gebessert, erst seit dieser fettarmen veganen Kost kann ich komplett auf Kortison verzichten. Kurzum, ich mach weiter so und es geht mir jetzt schon, nach kurzer Zeit, deutlich besser. Ich dachte, vielleicht interessiert es dich, das zu lesen. Ich weiß selbstverständlich, dass das meine rein subjektiven Erfahrungen sind und diese keinerlei Bedeutung für andere Menschen haben. Dr. Bruker hat zig tausend Patienten mit seiner Art der Vollwertkost heilen können, das will ich überhaupt nicht schmälern, aber mir persönlich haben Sahne und Butter, wie größere Mengen Fett wohl anscheinend nicht so gut getan, das merke ich jetzt, seit ich es weg lasse und den Unterschied erlebe. Ich bin doch überrascht, was das für mich persönlich ausgemacht hat. Dagegen schaden mir die paar nicht so ganz vollwertigen Dinge, die ich jetzt hin und wieder benutze, wie z.B. ab und an Bio Agavendicksaft, bisher nicht merklich. Vielleicht ist das für mich persönlich ein guter Weg, ich beobachte es einfach weiter, ich mache das ja erst seit kurzer Zeit, sagt also noch nicht so viel aus. Ich beschäftige mich halt grad mit dieser Art zu essen und recherchiere dazu viel und drum dachte ich, ich schreib dir das mal.Vermutlich könnte man mir entgegnen, dass ich nach zu kurzer Zeit schon Rückschlüsse ziehe, aber es war wirklich für mich subjektiv eine deutliche Vebesserung meines Befindens spürbar, auch schon in den paar Wochen. Vor allem auffällig war, dass ich, als ich noch Butter und Sahne verwendet hab, zwar das Kortison schon etwas reduzieren konnte nach einiger Zeit, aber immer noch regelmäßig welches gebraucht hab, mit fettarmer veganer Ernährung hab ich es jetzt seit kurzem ganz absetzen können und fühle mich deutlich besser. Vermutlich hab ich aber auch deutlich mehr Fett gegessen, als Bruker für gut befunden hätte, das heißt, Sahne hab ich wenig gegessen, aber kaltgepresste Öle und Butter doch recht viel, was nach seiner Auffassung ja ziemlich unproblematisch ist, was sich nicht unbedingt mit meinen persönlichen Erfahrungen der letzten Monate und Wochen deckt.
Ich denke, gegen Honig spricht an sich nichts, ich verwende den auch sicher bald wieder, ich hab nur halt mal eine komplett vegane Ernährung und den Agavendicksaft probieren wollen, der da unter anderem auch hin und wieder verwendet wird, die verwenden auch Rohrohrzucker in geringen Mengen oder Ahornsirup das mache ich aber nicht. Ich hab aber beim Agavendicksaft immerhin bisher keine negativen Effekte bemerkt, wie ich das bei weißem Zucker sofort merke! Honig ist sicher weit weniger verarbeitet. Ungezuckerte Trockenfrüchte verwende ich seither zum Süßen sparsam auch wieder und mir bekommen sie gut.

Bruker hat Enormes geleistet, daran besteht kein Zweifel. Aber es gibt kaum Etwas, was nicht noch zu verbessern wäre. Vielleicht ist hier für viele, die sich mit ihrem Gewicht quälen oder auch mit Allergien, Asthma usw. und die Vollwertkost nicht als 100% heilsam empfunden haben, eine Variante, die es einmal auszuprobieren gilt?