Frag doch mal die Ute 2.0

Frag doch mal die Ute – das gab’s vor ein paar Jahren mal. Da ging es um Themen der Vollwertkost. Da alles immer aktueller werden muss und mit einem 2.0 versehen wird, mache ich das jetzt auch.

Also: Frag doch mal die Ute 2.0.

Jedes Thema ist erlaubt. Und jede Antwort.

 

Hier hättet Ihr fragen können

29.12.2016 Theoretisch: Frag doch mal die Ute

Ihr hattet keine Fragen, das ist natürlich prima. Auch sehe ich, dass die Zahl der Follower für diesen Blog die Zahl 1000 überschritten hat. Das ist auch prima!

Mich jedoch plagt Blog-Unlust. Ich habe meinen Blog begonnen in Zeiten, als auf den Blogs noch richtig Leben herrschte. Es war immer etwas los, Kommentare kamen reichlich. Es gab Ärger, aber es überwog immer das Vergnügen, der Spaß oder auch mal die Ernsthaftigkeit. Mittlerweile ist das mehr oder weniger nur noch eine Vorstellung meiner Dinge.

Den Blog daher ganz zu schließen, erscheint mir etwas drastisch. Ihn mit der gleichen Intensität vorzubereiten wie bisher, fehlt mir der Elan. Vielleicht ergreift mich die Bloglust eines Tages wieder, momentan liegt sie bei minus acht Grad Celsius im Tiefkühlkeller. Zumindest wird sie dort gut konserviert.

Ich weiß nicht, ob – außer den Bloggern selbst – sich jemand den Aufwand vorstellen kann, den es bedeutet, jeden Tag etwas vorzubereiten, seien es Musiktitel oder auch Rezepte. Da muss ich sorgsam aussuchen, vernünftig einstellen usw. In Facebook- habe ich meine Aktivitäten schon seit einiger Zeit drastisch reduziert, sozusagen auf 1 von 100 gefahren.

Es ist also in naher Zukunft, wenn die vorbereiteten Dinge ausgelaufen sind, eine Weile mit sporadischen Beiträgen zu rechnen. Ein Blog ist keine Lebensverpflichtung. Ich würde mich freuen, wenn Ihr zusammen mit mir diese Unlustwelle umschifft. 🙂

Frag doch mal die Ute und Fixe Mixer

28. Nov. 2016: Frag mich, mach’s ruhig 🙂

Oder lass es… so wie diesen Monat. Stattdessen ein Rezept für die Fixen Mixer:

Das Frühstück für Pokémon-Go-Enthusiasten:

Himhibeeren-Frischkorngericht

Für 1 Traumato und 1 Aquana

himhi

  • 2 EL Leinsamen
  • 6 EL Nackthafer
  • 2 Bananen (190 g)
  • 15 g Zitronenfleisch
  • 1 kleine Orange (130 g)
  • 1 Apfel (150 g)
  • 100 g tiefgekühlte Himbeeren
  • 40 g Sahne (oder 20 g Cashewnüsse)
  • 1 TL Kakaonibs
  • 10 g Cashewnüsse

Leinsamen mit dem Getreide flocken, auf zwei Schüsselchen verteilen. Das Obst in grobe Stücke teilen und mit der Sahne (den 20 g Cashewnüssen) im Hochleistungsmixer pürieren, über das Getreide geben. Mit Nibs und Nüssen dekorieren.

Frag doch mal die Ute

31. Okt. 2016: Frag doch mal die Ute

Frage: Wie stehst du zu den Superfoods Lucuma und Mesquitepulver??? ist es mit von der Fertig- oder Lebendigkeit mit Carob vergleichbar??

Ich weiß nicht so genau, was du mit Fertig- oder Lebendigkeit von Carob meinst. Carob ist ein gemahlenes Produkt und somit niemals „lebendig“. Allgemein sehe ich Superfoods kritisch, schon den Begriff finde ich gekünstelt. Weißkohl ist nämlich auch ein Superfood, klingt nur nicht so toll.
Fände ich Lucuma- und Mesquitepulver geschmacklich lecker, so würde ich es in denselben Mengen verwenden wie vielleicht Carob oder Kakao. Ich brauche beide allerdings nicht, weil ich immer wieder feststelle, dass mir diese Pülverchen selten etwas bringen, was in meiner Küche absolut gefehlt hat. Je weniger Verarbeitetes in meine Küche kommt, umso besser. Das ganze Gerede über die gesunden Inhaltsstoffe ist ein Modetrend. Ich esse nichts wegen seiner speziellen Inhaltsstoffe, weil eine vollwertige Ernährung genug Abwechslung bietet.

Frage: Es würde mich sehr interessieren, ob für die Vollwertküche, wie sie bei Dir beschrieben wird, eher ein Thermomix oder ein Hochleistungsmixer wie der Vitamix geeignet ist. Ich weiß nicht, ob Du eine solche Frage beantworten willst, frage aber trotzdem mal vorsichtig, weil ich überlege, eins von beiden anzuschaffen. Ich würde sehr gern meine Möglichkeiten erweitern und das Backen mit den interessanten Stützcremes usw. erlernen. Bisher arbeite ich eher nach der tiereiweißfreien Vollwertkost und benutze zum Backen aber auch Eier mangels Alternative.
Die Tips sind ansonsten sehr wertvoll und toll.

Der Vitamix ist in meiner Küche deutlich wichtiger als der Thermomix, denn er kann Sachen, die kein anderer Mixer kann. Der Thermomix kann viel – aber das kann ich auch irgendwie anders machen. Die Stützcreme ist im Vitamix viel einfacher, genau wie Kakao oder Eis. Der Thermomix kann mehr, d.h. Teig kneten oder rühren, Rohkost raspeln, dünsten, kochen. Nach erster Begeisterung, wo ich das neue Gerät quasi für alles genutzt habe, nehme ich ihn im Moment eigentlich nur für Kuchenteige, Suppen und Gemüse raspeln, selten für andere Zubereitungen. Bei haben ihre Stärken und wenn man sie sich leisten kann, sind sie beide wertvoll. Müsste ich mich für eines entscheiden, wäre es immer der Vitamix.

 

Frag doch wieder mal die Ute – auch im Juli

30. Juli 2016: Frag mich …. ruhig 🙂

Frage 1: In herkömmlichem Gebäck wird gelegentlich Maisstärke verwendet. Hast du eine Idee, womit man diese ersetzen könnte?
Ich ersetze Mais- und auch Kartoffelstärke durch die gleiche Menge Hafer, zwei Mal gemahlen. Das heißt, ich mahle den Hafer in der Mühle so fein wie möglich und dann noch einmal in einem Mixer (je nach Menge Magic Maxx oder Nutrition Mixer). Damit habe ich gute Erfahrungen gemacht.
Mein Gedankengang war wie folgt: Was zeichnet diese Stärken aus? Sie werden aus stark bindendem, aber glutenfreien Substanzen hergestellt und sind sehr fein gemahlen. Da kam ich eben auf den Hafer.

 

Frag doch mal die Ute – im Juni 2016

30. Juni 2016: Frag mich. Vielleicht antworte ich ja auch? 😉

Frage 1: Ich weiss nie so recht, ob ich in einem Gebäck oder in einer Schokoglasur festen oder flüssigen Honig nehmen soll. Daher meine Frage: Ist es für das Gelingen entscheidend, in welcher Form ich den Honig zufüge? Und macht es einen Unterscheid, ob ich zum Beispiel Ahornsirup durch festen oder flüssigen Honig ersetze? Meine Frage bezieht sich nur auf die Konsistenz, nicht auf die Süsskraft des Honigs in Bezug auf Ahornsirup oder Agavendicksaft.
Ganz ehrlich: Ich weiß es nicht. 🙂 Ich habe das noch nie wirklich systematisch ausgetestet. Beim Backen dürfte es keinen Unterschied machen, weil der Honig sich durch die Hitze sowieso verflüssigt. Beim Schokoladenguss könnte es einen Unterschied bei der anschließenden Festigkeit ausmachen. Wobei flüssiger Honig und Agavendicksaft / Ahornsirup wohl ähnlich „reagieren“ dürften.

Frage 2: Wenn ich Honig in eine Reiscreme gebe, verflüssigt sich diese. Daher muss ich ihn mitkochen. Will jedoch einmal nachträglich eine Reiscreme süssen, wäre Ahornsirup eine Alternative. Hast du Erfahrung damit?
Die Verflüssigung ist eine Folge der Enzyme im Honig, richtig, die beim Kochen zerstört werden. Ahornsirup ist eine Alternative, die die Reiscreme nicht verflüssigt, aber natürlich durch die eigene Konsistenz etwas verdünnt.

Frage 3 für Juni: Ich habe immer Reiscreme und gekochte rote Linsen im Kühlschrank vorrätig. Wenn diese schon ein paar Tage alt sind, bin ich immer unsicher, ob ich sie noch zum Weiterverarbeiten für etwas verwenden soll, das nicht gleichentags aufgegessen wird. Ich denke da an Gebäcke oder Saucen für ein Gericht, dessen Reste wir erst ein bis zwei Tage später aufessen.Wie machst du das?
Da alles zusammen dann noch einmal erhitzt wird, benutze ich es ohne Bedenken. Ich habe damit auch bisher noch keine schlechten Erfahrungen gemacht – habe allerdings auch einen gut funktionierenden Kühlschrank.

Frage 4 für Juni: Mir geht es auch so: Wenn ich bei einer Salatsauce gekochte Linsen oder Gemüsereste reingebe weiss ich auch nicht wie lange ich die Sauce aufbewahren kann. Meistens setzt sich ja etwas ab oder die Sauce oxidiert.
Ich gebe in der Regel keine gekochten Dinge in Salatsoßen, weil das den Rohkostcharakter nimmt. Bei anderen Dingen, wie z.B. Kartoffelsalat, kalkuliere ich so genau, dass ich fertige Dinge länger als einen Tag verwahre. Selbst wenn ich Besuch und somit Reste habe, länger als zwei Tage muss ich nichts aufbewahren, das ist dann aufgegessen. Du müsstest es also einfach mal selbst testen. Zum Beispiel eine kleine Menge beiseite geben und jeden Tag nachschauen. Man riecht ja, wenn es „kippt“.

Frage 5 für Juni: Meistens mache ich Salatsauce auf Vorrat. Gibst du die Zwiebeln schon dazu oder erst wenn du den Salat zubereitest?
Ich gebe weder in das Dressing noch in den Salat Zwiebeln 🙂 Wenn, würde ich sie erst am Ende zugeben, weil sie bitter und scharf werden, wenn sie länger aufgeschnitten sind (Kontakt mit Sauerstoff, glaube ich).

Frage 6 für Juni: Bei der Wilkesmannschen Formel werden Eier durch Stützcreme und Apfel ersetzt. Hast du Erfahrung im Umsetzen von Rezepten, in denen die Eier getrennt und das Eiweiss zu Eischnee geschlagen wird?
Wenn es sich z.B. um einen Biskuitteig handelt, wo die beiden Bestandteile anschließend wieder „zusammengeführt“ werden, ist das Vorgehen nach Formel wie immer. „Reinen Eischnee“ kann man damit nicht herstellen.

Frage 7 für Juni: Wenn ich ein Rezept nach der Wilkesmannschen Formel umrechne, ersetze ich Zucker durch Honig. Hat das gar keinen Einfluss auf die Flüssigkeitsmenge, beziehungsweise auf die Konsistenz des Teiges und folglich auf das Backergebnis? Du schreibst bezüglich Flüssigkeitsmenge ganz allgemein, man sollte die angegebene Menge um ca. 10 Prozent reduzieren oder die Mehlmenge erhöhen.
Die Flüssigkeitsmenge ist unabhängig davon, ob du Zucker oder Honig nimmst. Es ist immer nur dann anders, wenn du eine Oberfläche mit Zucker bestreust. Ich nehme z.B. teilweise Ahornsirup, der ist ja noch flüssiger als Honig, und nichts ändert sich. Den Passus zur Reduzierung der Flüssigkeitsmenge habe ich gestrichen, weil ich mittlerweile andere Erfahrungen gemacht habe.

 

 

Frag doch mal die Ute

30. April 2016: Fragen an mich

Frage 1: Wie ist dein Verhältnis von roten Linsen zu Wasser, wenn du diese für die Verwendung in Gebäcken kochst?
1 Teil Linsen auf 2 Teile Wasser, und ab Kochzeitpunkt 20 Minuten. Ich nehme normalerweise für einen ordentlichen Vorrat 200 g rote Linsen und 400 g Wasser.

Frage 2: Verwendest du für das Backen mit Lievito Madre immer noch zusätzlich Hefe oder ginge es auch ohne, wenn die Ruhezeiten verlängert werden?
Wenn ich nur Lievito Madre verwende ohne zusätzliche Hefe, mache ich einen Ansatz abends (also 12 Stunden vorher) wie beim Roggensauerteig, nur dass ich nichts abzweige, sondern alles weiterverwende. Backe ich „normal“ mit Hefe, nehme ich immer auch etwas Hefe hinzu, zwischen der Hälfte bis zu einem Viertel der angegebenen Hefemenge.

Frage 3: Ist die Zusammensetzung der Stützcreme wichtig, wenn diese für Gebäcke nach der „Wilkesmannschen Formel“ verwendet wird? Wenn ja, hast du eine bestimmte Regel bezüglich des Verhältnisses von Wasser zu Reis und anderen Zutaten wie Linsen und Nüsse?
Meine Grundregel ist: 350 g Wasser / 50 g Reis / 20-25 g Nüsse / 50 g gekochte rote Linsen, also etwa 7 : 1 : 0,5 : 1. Die Nüsse kann man auch weglassen oder die gekochten roten Linsen reduzieren. Ich weiß nicht, inwieweit diese Zusammensetzung stark veränderbar ist. Nachdem es jetzt mit dieser Stützcreme so gut klappte, habe ich nicht mehr systematisch herumprobiert. Ich denke aber, dass es eher die Festigkeit der Creme ist, die den Ausschlag gibt. Vielleicht funktionieren 60 g Reis auf 350 g Wasser auch ohne die anderen Zutaten.

Ergänzung zu Frage 3: Wenn ich keine Hefe im Lievito-Teig verwenden muss, wäre ich froh um eine Angabe zur Knetzeit. Muss Lievito-Teig so lange wie Hefeteig geknetet werden oder nur kurz, so wie Sauerteig?
Was die angesagte Methode ist, weiß ich nicht. Ich mache es so: Gebe ich ihn wie normale Hefe in den Teig, knete ich ausgiebig. Habe ich einen eher flüssigen Teig, wie das bei mir bei Sauerteigbroten ist, rühre ich nur.

Frage 4: Ist es ein Unterschied, ob ich zum Backen mit der “Wilkesmannschen Formel” Apfelmark oder roh pürierten Apfel verwende? Bisher habe ich ausschliesslich roh pürierten Apfel verwendet, da ich nie Apfelmark vorrätig habe.
Ehrlich – ich weiß es nicht. Ich habe anfangs auch frischen Apfel püriert, da habe ich den ersten Schritt aber noch mit dem Vitamix gemacht. Ich weiß nicht, ob der TM den Apfel fein genug zerkleinert. Außerdem gab’s bei uns im Bioladen ein Sonderangebot Apfelmark 😉

Frag doch mal die Ute im September

28. September 2015: Frag doch mal die Ute

Frage 1: Da ich am späten abend oft hunger habe, aber kein obst mehr essen möchte, hab ich folgende frage – und sorry falls es in einem der bruker bücher steht, ich habe sie alle verschenkt – kann man das FGK auch ohne früchte essen, sahne hab ich eh immer schon weggelassen.
Die Antwort steht nur indirekt in Brukers Anweisungen. Leider wird immer so getan, als wenn die Version, die zig fach abgedruckt wird, in allen Bestandteilen verpflichtend ist. So ist das nicht. Wer genau liest, stellt fest, dass Bruker sogar ausdrücklich sagt, dass die meisten Zutaten nur der Geschmacksverbesserung dienen. Wer sonst nicht genug Frischkost isst, hat natürlich so eine Chance, das über diesen Weg zu erhöhen. Wichtig im FKG ist aber einzig und allein das Getreide, egal ob mit Gemüse oder mit Obst, mit oder ohne Sahne / Zitronensaft usw.

Frage 2: Was ist deine Meinung zu Agar-Agar?
Ich finde den Fischgeruch beim Einrühren von Agar-Agar so unangenehm, dass ich ihn auch in der fertigen Speise zu schmecken vermeine. Daher verwende ich Agar-Agar selbst praktisch nicht. Ob es streng genommen vollwertig ist, weiß ich nicht sicher. Wiki sagt: „Agar wird aus den Zellwänden einiger Algenarten (vor allem Rotalgen, wie Gracilaria-, Gelidiopsis-, Gelidium-, Hypnea- und Sphaerococcus-Arten), hauptsächlich aus Ostasien, hergestellt.“ Und im PharmaWiki „Die Herstellung erfolgt durch Extraktion der Algen mit siedendem Wasser. Der Extrakt wird heiss filtriert, konzentriert und getrocknet.“ Klingt jetzt nicht überzeugend-vollwertig. Wobei es in den Mengen, in denen es verwendet wird, sicher nicht kritisch ist. Das beste Geliermittel finde ich bis jetzt die Chiasamen, weil sie auch in Rohkost erhältlich sind, also unverändert.

Frage 3: Hallo, ich bin heute auf deinen Blog gestoßen, weil ich gerade auf der Suche nach Leuten bin, die ich zum Blogger Recognition Award nominieren möchte. Ich mag deinen Blog und würde mich freuen, wenn du mitmachst.
Eine Frage ist das nicht, oder? 🙂 Außerdem habe ich den Sinn dieser Awards noch nie eingesehen. Ich habe wenig Ehrgeiz und brauche keinen Award. Viel Spaß dir dabei!

Frage 4: Hast du bestimmte Regeln zur Berechnung der Zutatenmenge für eine Mahlzeit, so dass ihr alles ohne Reste essen könnt? Für mich ist die Mengenberechnung für mehrere Personen eine Herausforderung, die oft misslingt.
Ein paar Regeln ja, die hauen bei mir im Alltag hin, weil mein „Mitesser“ und ich den Teller leer essen 😉 Ein paar Beispiele: Nudeln oder Reis rechne ich 100 g/Person, wenn sie der Hauptbestandteil der Mahlzeit sind, 65-75 g wenn das Gemüse vorherrscht. Bei Ofenkartoffeln nehme ich 485 g für 2 Personen, Kartoffeln in einer Gemüsepfanne 350 g für zwei Personen. Gemüse rechne ich ca. 300 g/Mahlzeit/Person. Wenn ich Vollwertgäste habe und Salat eine Hauptmahlzeit ist: 300 g/Person, als Rohkostvorspeise: 125-150 g/Person. Beim Mittagssalat fülle ich die Schüssel, von der ich weiß, dass wir sie leer essen.
Ich denke schon, dass es mit mehreren Personen nicht so einfach kalkulierbar ist, vor allem wenn jüngere, auch schon mal „mäkeligere“ Personen mit am Tisch sitzen.

Frage 5: Wenn ich rote Linsen vom Beutel in die Waagschale fülle, steigt eine Staubwolke hoch. Das kenne ich sonst von keinen anderen Hülsenfrüchten. Die roten Linsen sind geschält. Ob das wohl der Grund dafür ist? Hast du das auch schon beobachtet und wenn ja, wäschst du die Linsen vor dem Kochen?
Das habe ich noch nie beobachtet, dass Staub rieselt. Also liegt es wohl nicht am Geschälten, eher an der Marke, Sorte oder dem Alter der Packung. Ich wasche Hülsenfrüchte nicht vor dem Kochen.

Frag doch mal die Ute… im Februar 2015

28. Feb. 2015: Fragen und Antworten

Frage 1: Ich habe bei dir öfters gelesen das du den Teig zum gehen in den Ofen bei 35° gibst. Dann nimmst du das Blech wieder raus und heizt den Ofen vor. Nun meine Frage, nimmt es dir der Teig nicht „übel“ wenn er aus den Ofen kommt und fällt zusammen oder benutzt du da die Gärfolie und sie schützt den Teig?
Diese Frage habe ich erst mir selbst und dann dem Miele-Kundenservice gestellt, als ich in der Bedienungsleitung vom Ofen las, dass man Teige bei 30 oder 35 °C gehen lassen kann, dann aber in einen vorgeheizten Ofen schieben. Die Antwort lautete: „Der Ofen heizt so schnell hoch, dass da dem Teig nichts passiert“. Das stimmt bis jetzt in meiner Erfahrung, in den 15 Minuten lasse ich den Teig abgedeckt an einer Stelle in der Küche stehen, wo es nicht zieht…

Frage 2: Ich verwende regelmäßig Leinsamen. Kennst Du eine Bezugsquelle, wo man keimfähigen Leinsamen in größeren Mengen (5kg) bestellen kann?
Ich bestelle meinen Leinsamen entweder beim Demeterhof Schwab oder beim Biohof Lex, dort gibt es größere Mengen. Ob er keimfähig ist, weiß ich allerdings nicht, das müsstest du vielleicht dort erfragen oder an einer kleinen Menge einmal ausprobieren.

Frage 3: Es geht mir um die teils doch sehr kohlenhydratlastigen Zusammenstellungen vieler Rezepte,speziell um die entzündungsfördernden Lektine des Getreides und das schlechte Omega 3/6 Verhältnis der Sonnenblumenprodukte
Ich treibe sehr viel Sport und ernähre mich hauptsächlich so wie im Link beschrieben,vielleicht hast Du schon mal was von Dr.Feil gelesen,würde mich freuen wenn Du dir mal den einen oder anderen Artikel durchließt und bei gegebener Zeit deine Meinung dazu schreibst.
Ich hoffe, du bist mir nicht böse, dass ich keine große Lust habe, mich intensiver mit der Dr. Feil-Methode zu beschäftigen. Neue Ernährungsformen mit neuen Bösewichtern schießen wie Pilze aus dem Boden, das Getreide zu verteufeln ist gerade modern – es findet sich auch immer ein Doktor…. Ich habe meine Ernährungsform für mich gefunden und bin natürlich auch bereit, diese in Frage zu stellen – dafür muss mich aber irgendetwas ansprechen. So war das bei „Gabel statt Skalpell“ (Forks over Knives, FoK). Ich habe vor Jahren die China Study gelesen, sie hat mich überzeugt. Auch wenn ich einiges an FoK kritisieren würde, so passt es zu dem für mich wichtigsten Satz „So natürlich wie möglich“. Getreide wird heute ständig schlecht gemacht, daran habe ich mich gewöhnt.
Die angeblich schädlichen Wirkungen des Weizens werden uns mal ganz kurz als Tatsachen vor die Nase gehalten. Begründet wird es vielleicht in den Tiefen dieser Seite, aber ich möchte die Begründung sofort lesen. Immer auch diese stets ermüdenden Beispiele, dass Getreide Stoffe enthält, die Tiere vom Fressen abhalten sollen. Gähn. Das erinnert mich an die bange Frage einer YouTublerin zu einem meiner Filme, ob ich nicht Angst hätte, immer Äpfel mit Kernen zu essen, in den Kernen sei die hochgefährliche Blausäure. Klar, wenn ich 3 Tonnen Äpfel am Tag esse, wird mir von der Blausäure vielleicht ein wenig übel.
Wenn diese Ernährung dir gut tut, ist sie für dich die richtige. Ich kann (oder mag) mich nicht mehr als 10 oder 15 Minuten mit einer Ernährungsform beschäftigen, die Leser an mich herantragen. Es gibt heute so viele Experten wie Leser 😉

Frage 4 ich bin ebenfalls gespannt auf Deine Meinung zu Weizen und Co. Die Pressemeldungen und Bücher diesbezüglich sprießen wie Pilze aus dem Boden. Was die Überzüchtung betrifft, bin ich derer Meinung; doch der Unverträglichkeiten kann ich nicht so recht folgen (bei Bio-Weizen), denn das müsste auch auf alle anderen weizenähnliche Getreidesorten zutreffen, oder?
Dass Weizen heute stark in eine Richtung gezüchtet ist, daran besteht kein Zweifel. Das sind Kartoffeln, Möhren, Blumenkohl, Äpfel, Kiwi usw. auch. Trotzdem entbrennen darüber keine Gerüchte. Der Weizen ist vermutlich glutenhaltiger als früher. Wie ich schon oben sagte: Im Grunde interessieren mich diese Gerüchte wenig. Warten wir ein paar Jahre, dann klingt das wieder ab…. nur die Vollwerternährung bleibt 😉

Frag doch mal die Ute: November 2014

29. Nov. 2014: Frag doch mal die Ute

Frage 1 Kann man mit einem Mixer/Hochleistungsmixer nicht einfach auch ohne Flüssigkeitszugabe Gemüse (auch harte rohe Gemüse wie Meer(rettich), Karotten, Kartoffeln usw.) zu relativ festen, feinen Pürées (in der Konsistenz so wie gekochten Kartoffelbrei) verarbeiten (,ohne daß der Mixer dadurch nach einiger Zeit Schaden nimmt)?
Man kann mit Hochleistungsmixern Gemüse sehr fein schlagen, wobei Meerrettich jetzt kein so gutes Beispiel ist, der ist wirklich sehr hart. Von der Konsistenz wird das aber nie wie Kartoffelbrei, denn beim Zerschlagen wird  immer auch Wasser freigesetzt, das sich absetzt. Gekochte Stärke reagiert anders als rohe Stärke. Du kannst aber erreichen, dass es wie Brei gegessen werden kann. Das kannst du sowohl mit dem Vitamix, der meiner Erfahrung nach die größte Durchhaltekraft unter den Hochleistungsmixern hat (ich habe ca. 5 Marken ausprobiert). Der Thermomix kann das ebenfalls, es wird nur nicht ganz so fein wie beim Vitamix. Dafür wird es im Zwischengang gleichmäßiger. So ein Hochleistungsmixer kennt kein „Raspeln“, der Thermomix schon.
Ich finde übrigens nicht, dass extrem fein püriertes rohes Gemüse besser schmeckt als fein püriertes. Wer sagt denn das?
Der Thermomix beispielsweise benötigt auch keinen Stößel.

Frage 2 Eine weitere Frage wäre, wie Du den Verzehr roher Kartoffeln (mit Schale) einschätzt, ob ich dies der älteren Dame überhaupt empfehlen dürfte (wegen des Solaningehalts).
Solanin ist gefährlich unabhängig davon, ob die Kartoffeln gekocht sind oder nicht. Du kannst deiner Bekannten das also freistellen, aber geschmacklich wird das nie ein Hochgenuss. Damit könntest du ihr möglicherweise die Freude am rohen Gemüse verderben. Wenn sie viel rohes püriertes Gemüse und dann ein bisschen Kartoffelpüree / zerkleinerte Kartoffeln aus gekochten Kartoffeln isst, werden die Kartoffeln ihrer Gesundheit wohl nicht schaden, aber zu ihrer Lebensqualität mehr beitragen als rohe Kartoffeln.
Für  weitere Detailfragen kann ich ansonsten auch meine Telefonstunde empfehlen.

Frage 3 für November: Spielt es eine Rolle welche Art von Honig in der Vollwertküche verwendet wird?
Ich habe gelesen, dass auskristallisierter Honig mehr Traubenzucker hat als flüssig bleibender Honig, der mehr Fruchtzucker haben soll. Spielen diese Merkmale nach Bruker eine Rolle?
„Ich habe gelesen“ ist immer gerne gesehen mit einer Angabe, wo du das gelesen hast. Wenn du es noch weißt, natürlich nur 🙂 Ich habe das noch nie gelesen, und bei Bruker auch nicht. Auch nützt das alles wenig, wenn das „mehr“ ohne Zahlenangaben steht. 30% mehr Fruchtzucker? 1% mehr Traubenzucker? 0,003% mehr Fruchtzucker? Du siehst, wenn du so etwas liest, solltest du gleich beim Autor nachfragen 🙂 Ich halte das im Übrigen eher für Haarspalterei. Du kannst mich gerne eines Besseren belehren 😉