Frank Escherbach Nr. 5

Frank war auf seiner Über-mich-Seite ziemlich offen. Er hatte sein Geburtsdatum, den 17.6.1971, und auch seinen Nachnamen Escherbach dort eingetragen, dazu Telefonnummer, E-Mail-Adresse und Wohnort mit Straße. Im Gegensatz zu anderen, die damit schlechte Erfahrungen gemacht hatten, war er immer positiv überrascht worden. Die Leser seines „Midlife-Crisis“-Blogs hatten ihm regelmäßig zum Geburtstag gratuliert, mit einigen hatte er telefoniert.

Er hatte den Blog vor etwa 10 Jahren begonnen. Mit 41 kann man schon mal über die Midlife Crisis schreiben. Seine Beiträge waren meist satirisch, aber es gab auch ernsthafte Artikel oder Verweise auf andere Zeitschriften.

Als Russland im Februar 2022 einen Krieg mit der Ukraine anzettelte, war er sich mit diversen Intellektuellen einig. Frieden schaffen ohne Waffen, war sein Motto. Die meisten Leser gingen mit ihm, obwohl diejenigen mit Rang und Namen, die entsprechende offene Briefe oder ähnliches verfasst hatten, in der Öffentlichkeit stets lächerlich gemacht wurden. „Was für eine Diskussionskultur hat sich in diesem Land ausgebreitet“, dachte er des öfteren und seufzte. Wo waren sachliche Auseinandersetzungen?

Er selbst war als Leiter einer Autowerkstatt vermutlich kein Intellektueller, das war ihm ohne Neid klar. Er hatte auch keine intellektuellen Ambitionen. Seine Frau hätte ihn gern mal ins Theater oder die Oper mitgeschleppt, aber er blockte das immer ab. Einmal hatte er sich auf ihre Bitten eingelassen, da waren sie noch nicht verheiratet. Da saß er steif in seinem einzigen Anzug im Zuschauerraum und musste sich durch irgend so ein modernes Stück quälen. Vermutlich von einem Intellektuellen verfasst, kicherte er in sich hinein. Seine Margot hatte nie wieder versucht, ihn mitzunehmen.

Frank war immer an einem Austausch mit seinen Lesern interessiert. Schon zu Beginn seines Bloglebens hatte er kleine Wettbewerbe veranstaltet. Manchmal konnte er auch Verlage oder Buchhandlungen gewinnen, die ihm Preise stifteten.

Dann hatte er eine Idee. Warum sollte er seine treue Anhängerschaft nicht mal eine Geschichte schreiben lassen? Er unterhielt sich mit Margot darüber, sie reagierte aber relativ pessimistisch. „Du wirst sehen, wenn es keinen Preis gibt, nimmt niemand teil.“ Er zuckte die Schultern. Er war optimistischer.

Aber was für eine Geschichte sollte das sein? Da kam ihm die zündende Idee: Er würde die Leser auffordern, anhand der Über-mich-Seite über ihn zu schreiben. Er legte eine Zeichenzahl mit Leerzeichen von maximal 10.000 Zeichen fest. So ungefähr. Wie lange sollte er den Geschichtenschreibern Zeit lassen? Setzte er den Termin zu knapp, konnte niemand teilnehmen. War es zu reichlich, würde das zu Desinteresse führen. Solche Weisheiten hatte er in der Werkstatt gelernt. Nach reiflicher Überlegung gemeinsam mit seinem Freund Achim entschied er sich für vier Wochen.

Achim fand die ganze Idee gut. „Wie wär’s, ich werbe auf meinem Blog auch dafür? Auch Angler können sich Geschichten ausdenken“, feixte er. Und noch eine Ergänzung hatte er.

„Nichts gegen dein Leben, Frank, aber willst du das für so eine Geschichte nicht etwas aufpeppen? Wo hast du z.B. mal versagt?“ Frank dachte nach, aber ihm kam nichts in den Sinn. „Okay“, sagte dann sein Freund, „Dann nimm doch was aus meinem Leben. Ich habe mich zum Beispiel bei der Polizei beworben, das war mein Traumjob, seit ich ein kleiner Junge war. Aber sie haben mich nicht genommen.“ – „Warum nicht?“ – „Keine Ahnung. War irgendso ein merkwürdiger Grund. Zu intellektuell, zu klein, eine Allergie …“. „Ach, hast du denn eine Allergie? Und das mit der Polizei hast du mir nie erzäht.“ – „Ich habe eine Erdnussallergie, sie hat sich schon in jungen Jahren gezeigt. Und meine Bewerbung bei der Polizei, nun, darüber habe ich nie so gern geredet, ich kam mir wie der letzte Vollversager vor.“ – „Okay, das mit der Polizei nehmen wir in die Geschichte auf. Erdnussallergie, ich weiß nicht.“ Frank überlegte: „Wie wär’s denn, ich lege mir eine Erdbeerallergie zu?“ Achim verstand zwar nicht, was an einer Erdbeerallergie spannender ist als an einer Erdnussallergie. Aber er überließ dies seinem Freund. Immerhin hatte er sich als Erster diese Aufgabe ausgedacht, da stand ihm auch eine Auswahl zu.

Frank schränkte die Vorgaben für die Geschichte etwas ein. Seine Adresse und seine Telefonnummer wollte er den Lesern nun doch nicht zu bewusst vor die Nase führen. Sie einigten sich auf: „Frank Escherbach, 17.6.71 geboren, wollte zur Polizei, wurde aber nicht genommen, und mag keine Erdbeertorte.

Franks anfänglicher Optimismus war dünner geworden. „Meinst du, Achim, da kommt überhaupt was? Irgendwie habe ich ein komisches Gefühl.“

Achim klopfte Frank beruhigend auf die Schulter. „Du wirst schon sehen, das gibt bestimmt zehn  Beiträge. Mindestens. Das ist doch so spannend!“ Frank warf seinem Freund einen zweifelnden Blick zu, der ließ sich aber nicht aus seiner optimistischen Spur bringen.

„Weißt du was? Ich rufe Pierre mal wieder an. Habe mich schon so lange nicht gemeldet. Wäre denn auch eine Geschichte auf Französisch okay?“ Frank nickte. „Der eine oder andere wird es schon verstehen.“

Margot sah die Begeisterung von Frank und Achim, wie sie Pläne schmiedeten, was sie mit den Erzählungen machen sollten. Daher entschloss sie sich, als kleine Überraschung auch eine Geschichte beizutragen. Sie hatte auch schon eine Idee, sie würde das Ganze in der Ich-Form verfassen, und zwar säße der Frank über einem Ehevertrag für die zweite Ehe. „Nie wieder lasse ich mich auf solche Blutsaugerinnen ein“, war ihr erster Satz. Sie schaute auf den Bildschirm. Blut hat ja Ähnlichkeiten mit pürierten Erdbeeren, da könnte sie eine Verbindung ziehen. So schrieb sie munter drauf los.

Frank selbst nahm das Geburtsdatum ins Zentrum seiner Geschichte. Der 17 des Jahres 71, das muss doch in der Numerologie eine Ensprechung finden. Er stürzte sich für seine Recherchen intensiv in das Internet und fand viel, das er verwerten konnte.

Achim hatte noch zwei Mitautoren gewonnen. Seine Schwester Hella und Max, den Sohn seines Freundes Wolfgang, waren auch begeistert und sagten ihre Teilnahme zu. „Siehste, Frank, es werden mehr als nur vier.“ Frank lächelte schwach und wandte sich wieder Quersummen und Zahlenbedeutungen zu. Pierre verlegte seine Geschichte nach Avignon. Zwar hatte er keine Ahnung, welche Aufnahmebedingungen dort für die Polizei galten. Aber egal, da würden ihm die deutschen Leser schon nicht auf die Schliche kommen.

Kurz vor Abgabe war Achim etwas enttäuscht, weil seine Schwester ihre Teilnahme zurückzog. Sie hatte zu viel zu tun mit ihren drei Kleinen. Na, das hätte sie ja auch vorher sagen können! Von Max kam nichts.

Achim selbst übernahm Stücke aus seiner eigenen Geschichte, zum Beispiel wie er die Aufnahmeprüfung nicht bestanden hatte. Das verknüpfte er mit der Erinnerung an Erdbeertorte. Kein Wunder, dass sein Protagonist nie wieder Erdbeertorte essen wollte! Dennoch gelang es ihm, eine Kriminalgeschichte daraus zu gestalten.

Frank hatte mit seiner immer stärker pessimistisch geprägten Voraussage recht gehabt. Es gab genau vier Einsendungen, nämlich seine, die seines Freundes Achim, seiner Frau und die von Achims Freund Pierre. Er kämpfte mit sich, ob er die Geschichten überhaupt auf den Blog stellen sollte. Achim ließ ihm die freie Entscheidung. „Wenn du veröffentlichst, linke ich auf meinem Blog dahin. Aber wenn du zu enttäuscht bist, kann ich das auch lassen.

Frank war nicht enttäuscht. Eher langfristig demotiviert. Dennoch veröffentlichte er die Geschichten, die völlig unterschiedlich waren und allein deshalb schon spannend. Die Resonanz der Veröffentlichung war genauso mickrig wie bei der Aufgabenstellung. Sein treuester Leser likte die Geschichten und kommentierte sie. Es gab noch zwei Likes. Und das war’s.

„Das war’s“, dachte sich auch Frank. ‚Die Zeiten haben sich geändert. Wenn ich mich als der liebe Pappi mit lustigen Kindergeschichten verewigen würde, da wären mir jede Menge Likes sicher.“ Er war etwas desillusioniert, nicht verärgert, nicht säuerlich. Aber praktisch: „Wenn’s keinen interessiert, was ich hier mache, denn selbst meine Midlife-Crisis-Beiträge bekommen kaum noch Feedback, kann ich’s auch lassen.“

Achim verstand ihn gut, aber er führte seinen Angelblog trotzdem weiter. Das Schreiben der Beiträge war einfach Teil seines Lebens geworden. Da Frank sich nicht sicher war, ob er eines Tages nicht doch wieder einsteigen wollte, ließ den Blog vor sich hindümpeln. Gelöscht hat er ihn erst zwei Jahre später.

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Frank Escherbach Nr. 4

Zum ersten Mal seit vier Jahren nahm ich wieder meinen Füller in die Hand. Er war ein Geschenk meiner Mutter zum Abitur gewesen, das ist lange her. Wer schreibt heute noch mit Füller? Aber für den heutigen Zweck konnte kein Schreibgerät edel genug sein.

Ich beugte mich über den Schreibtisch, schraubte den Füller auf und kontrollierte den Füllstand. Er war gut. Vorsichtig strich ich mit der linken Hand über das Papier und schrieb:

„Ich, Frank Escherbach, geboren am 17.6.1971, setze als Erben zu gleichen Teilen ein: …“

Ein Klecks. Ach du je. Na, wenigstens kam der Fleck am Anfang und nicht erst, wenn ich fast mit dem Text fertig war. Vielleicht wollte das Schicksal mir über den klecksenden Füllfederhalter einen Tipp geben, dass ich die einzusetzenden Erben noch einmal überdenken sollte? Ich knüllte das Blatt zusammen und warf es in den Papierkorb. Ich nahm ein neues von dem 500-Blattstapel Druckerpapier.

Ich lehnte mich zurück. Dass ich nun mein Testament verfassen wollte, war ein Tipp meines Freundes Thomas gewesen. Mein Hinweis, dass ich doch erst 51 Jahre alt sei, wischte Thomas vom Tisch. „Jeder kann einen Unfall haben. Du bist alleinstehend, hast keine Kinder und deine Eltern sind tot. Willst du wirklich, dass dein Geld an den Staat fällt?“

„Na ja, so viel ist das auch nicht. Noch nicht einmal eine sechsstellige Summe.“ Ich musste Thomas, auch wenn er mein bester Freund war, nicht alles offenbaren. Etwa 54.000 Euro verwahrte ich in einem Bankschließfach, seitdem Sparbücher nichts mehr brachten. Und sollte ich arbeitslos werden, muss der Staat sich ja nicht noch an meinem mühsam Gesparten bereichern, geschweige denn an meinem Ableben. Irgendwie fand ich es schon morbide, über meinen eigenen Tod nachzudenken. Aber der Staat als Erbe?

Dem Staat schulde ich nichts! Damals, als ich mich bei der Polizei beworben hatte, was hatte der Staat gemacht? Mich ausgesondert, weil ich zu klein war. Ein Meter siebenundsechzigkommafünf maß ich damals, und ein Meter achtundsechzig mussten es sein. Das war doch Haarspalterei. Heutzutage gibt es Bundesländer, die mich – hätte ich die anderen Tests bestanden, wovon ich nach wie vor felsenfest überzeugt bin – genommen hätten. Thüringen zum Beispiel, aber das stand ja damals nicht zur Debatte. Nach Bayern wollte ich nun wahrhaftig auch nicht. Mittlerweile bin ich noch zwei Zentimeter geschrumpft. Aber mit 51 bewirbt man sich sowieso nicht als Polizeianwärter.

Auch als ich mit 42 Jahren arbeitslos wurde, hatte es nur Ärger gegeben. Angeblich war ich nicht willens, einen zumutbaren Job anzunehmen. Ich war gelernter Bäckereifachverkäufer, aber die Bäckereien wollten durch die Bank weg lieber Frauen einstellen. Das sagte mir natürlich niemand direkt ins Gesicht. Also hatte man mir vom Amt Angebote als Friedhofsgärtner oder Packer in einem Supermarkt zukommen lassen. Mir! Was glaubten die da in den Ämtern wohl, wer ich bin? Immerhin habe ich Abitur! So eine widerliche Zimtzicke im Amt hatte mir dann vorgeworfen, für Bäckereifachverkäufer hätte ich ja wohl auch kein Abitur gebraucht. Nee, das nicht, aber in der Bäckerei meiner Wahl arbeitete so eine niedliche Verkäuferin. Als Kunde kam ich nicht an sie ran. Als Azubi war ich zwar an die kleine Alexandra auch nicht rangekommen, aber da liefen genug andere Mädels rum. Ach, die süße Alexandra. Mit 1,58 Meter passte sie genau zu mir. Ihre roten Haare hatte sie auf der Arbeit immer hinten zusammengebunden. Sie war auch recht kess mir gegenüber, ich hatte mir deshalb lange Zeit Hoffnungen gemacht. Als sie mir ständig von den Restkuchen die Erdbeertorte anbot, dachte ich erst, sie will mich necken. Tausend Mal habe ich ihr gesagt, dass es genug des Scherzes sei, ich mag einfach keine Erdbeertorte. Erst später wurde mir klar, dass sie mir einfach nie zuhörte. Null Interesse an mir. Als ich dann ihren Freund sah, war ich geschockt. So ein langer Lulatsch von mindestens 1,80. Lutz König, was für ein alberner Name. Sie vergötterte ihn, obwohl er schiefe Zähne hatte und viel zu dünn war. Sie bemerkte einfach nicht, dass sie für mich geschaffen war.

Als ich dann endlich in meiner emotionalen Langsamkeit begriffen hatte, dass sie mich völlig übersah und nur freundlich zu mir war, wenn sie den Dienst tauschen wollte, da war es schon reichlich spät und sie schob so eine kleine Kugel vor sich her. Sie hatte mich verraten. Dafür habe ich ihr die Erdbeertorte, die sie mir anlässlich ihrer Verlobung anbot, zufällig aufs Kleid geworfen. Süße Erdbeerrache.

Leider hat es mit keiner Frau zu einer festen Bindung gereicht. Meine Mutter hatte mir damals vorgeworfen, ich sei aber auch wirklich zu wählerisch. „Du bist nur scharf auf ein Enkelkind“, hatte ich ihr zornig vorgeworfen und die Haustür hinter mir zugeknallt.

Alexandra König. Dich habe ich nie vergessen. Ich habe deinen Lebensweg verfolgt. Obwohl der Lutz ein echter Reinfall ist, bist du ihm treu geblieben. Ob du wohl weißt, dass ich immer an dich denke? Ich nähme dich heute auf der Stelle, auch wenn du zwei kleine Könige mitbringen würdest. Leider sehen die beiden dem Vater ähnlicher als dir.

Vorhin, als ich mit dem Testament anfing, wollte ich noch Luise, meine Kusine zweiten Grades als Erbin einsetzen. Da ist sonst niemand, der mal freundlich zu mir gewesen ist. Im Sandkasten haben wir zusammen gespielt. Später haben wir uns aus den Augen verloren, aber seit vier Jahren telefonieren wir ab und zu wieder. Auch wenn Norbert, Luises Mann, mich nicht ausstehen kann, hält sie den Kontakt zur mir aufrecht. Ich habe mal gehört, wie er über mich gesprochen hat: „So ein verbohrter bösartiger Junggeselle, vor dem muss man ja die Kinder verstecken. Hast du mal seinen lüsternen Blick gesehen, wenn er unsere Kinder ansieht und denkt, niemand beobachtet ihn?“ Sie hat mich verteidigt. Eigentlich als einzige nach meiner Mutter. Daher dachte ich, dass sie als Einzige das Erbe verdient. Auch wenn sie Erbschaftssteuer zahlen muss. Bei einem solchen Verwandtschaftsgrad ist das recht viel, ich habe mich erkundigt. Aber niemand weiß von dem Geld im Schließfach, das muss sie ja auch niemandem erzählen. Allerdings würde ich es irgendwie gern umgehen, dass Norbert einen Vorteil davon hat. Vielleicht ein zweckgebundenes Erbe und sie darf das Geld nur für Reisen für sich selbst ausgeben? Ob Luise das machen würde? Ja, ich denke schon. Sie geht wieder arbeiten und macht einen selbstständigen Eindruck.

Als ich mir das erste Mal über mein Testament Gedanken gemacht hatte, fiel mir sofort Luise ein. Und Thomas, mein bester Freund. Wobei man ja nicht weiß, ob er mich überlebt. Bei Luise ist das wahrscheinlicher, wenn ich nicht zu alt werde. Sie ist zehn Jahre jünger als ich. Aber Thomas ist sieben Jahre älter. So ganz gesund sieht er nicht aus.

Ich schüttelte den Füller ganz vorsichtig und zog ein paar Probestriche auf einem Blatt Papier. Keine Kleckse.

Ich schrieb erneut:

„Ich, Frank Escherbach, geboren am 17.6.1971, setze als Erben zu gleichen Teilen ein:“ und fuhr in der nächsten Zeile fort:

„Luise Vanderforst, Geraldweg 78, 45130 Essen, und Thomas Gutwald, Hoppeweg …“

Zack, der nächste Klecks. Wie ärgerlich! Die Tinte hatte sich diesmal soweit über das Papier ergossen, dass ich nicht weiterschreiben konnte. Was für ein Mist, dass so ein Testament handschriftlich aufgesetzt werden muss. Tippen, ausdrucken und Originalunterschrift, warum reicht das nicht?

Oder, fiel mir ein, will das Schicksal mir wieder etwas sagen?

Ich schraubte den Füller zu und legte ihn in die Schublade. Dann musste es eben ein Kugelschreiber sein. Ich nahm den blauen mit der dicken Mine, der schreibt so schön. Und während ich ihn mir so ansah, kam mir die Idee für das Testament. Ich setzte sofort an:

„Ich, Frank Escherbach, geboren am 17.6.1971, setze als alleinigen Erben ein: Frau Alexandra König, Wulsterallee 178a, 44225 Dortmund, als Dank für die vielen schönen Stunden, die wir im letzten Jahr zusammen verbracht haben.

Die Regelung meines Nachlasses soll durch einen Testamentsvollstrecker erfolgen. Deshalb setze ich meinen langjährigen Freund und Weggefährten Müller, Thomas als Testamentsvollstrecker ein. Sollte diese Person die Übernahme dieser Aufgabe nicht wahrnehmen können, soll das Nachlassgericht eine geeignete Person als Testamentsvollstrecker benennen. Der Testamentsvollstrecker soll den Nachlass möglichst zeitnah und nach meinen Anordnungen aufteilen. Die Vergütung richtet sich nach den jeweiligen Empfehlungen des Deutschen Notarvereins.

Essen, 12.8.2022

Frank Escherbach“

Sehr schön, ich war zufrieden. Das Gesicht von Lutz bei der Testamentsverlesung würde ich leider nicht mehr sehen. Aber schon im Voraus zerging die Rache in spe wie Mangoeis auf meiner Zunge. Ich goss mir ein Glas Whiskey ein. Ich mag keinen Whiskey, lieber trinke ich Bier. Aber so ein großer Anlass verdient eben mehr als ein schnödes Bier.

Meine Gedanken wanderten. Eine reizvolle Idee stellte sich mir dar: Wie wäre es, ich würde meinem Leben ein Ende setzen, es aber so aussehen lassen, als ob der olle Lutz mein Mörder sei? Bei der Verhaftung würde er seine Unschuld beteuern, aber Alexandra würde ihm kein Wort glauben und sich von ihm abwenden. Fünfzehn Jahre würde er mindestens bekommen. Alexandra könnte an meinem Grab weinen, sich über den Sarg werfen und bedauern, dass sie nicht viel früher erkannt hatte, dass ich der bessere Mann für sie gewesen wäre.

Das verlangte minutiöse Planung und auch, dass ich Lutz besser kennenlernen würde. Nein, das wollte ich auf keinen Fall.

Dennoch, der Gedanke an eine tränenreiche Beerdigung war verlockend. Wer würde aber um mich weinen? Luise wäre vielleicht etwas betreten, aber ob es zum Weinen reichen würde? Thomas wäre sicher traurig, aber als gestandener Mann, nee, wir harten Männer heulen nicht. Und Alexandra? Ob sie sich überhaupt noch an mich erinnert? Nur weil ich von Ferne ihr Leben verfolge, heißt das ja nicht, dass sie noch einen Gedanken an mich verschwendet. Vielleicht würde sie mich nicht mal mehr auf einem Bäckereifoto erkennen und käme gar nicht zur Beerdigung. Erst als der Notar sie anruft und sie vom Erbe erfährt, erinnert sie sich meiner und reibt sich die Hände. So viel Kaltschnäuzigkeit traue ich ihr allerdings zu.

Eigentlich bin ich einsam, stelle ich beim Ausmalen der Friedhofszeremonie fast. Außer Thomas habe ich niemanden. Luise, ein bisschen. Ich habe keinen Partner, keine Partnerin, niemanden, für den ich verantwortlich bin. Ich bin den Tränen nahe, weil ich mir so verlassen vorkomme. Ich weine und spreche mir selbst Beileid aus, ich tröste mich.

Ein zweiter Whiskey könnte helfen. Dann gehe ich zu Bier über. Das Testament zerreiße ich erst einmal. Morgen, morgen kann ich es fertigmachen. Schließlich gibt es da noch den Zooverein. Darüber denke ich dann mal nach, wenn ich wieder ausgeschlafen und munter bin.

Frank Escherbach Nr. 3

Bittere Rache

Anstatt die Formulare für Dreyer fertigzumachen, stöberte Frank in der Jobbörse herum. Die JVA suchte immer mal wieder Quereinsteiger. Frank hasste seinen Job als Bürofritze. Nicht nur, weil seine Eltern das nie hatten akzeptieren können und er sich deswegen stets wie ein Versager vorkam. Es war einfach absolut öde. Man erlebte nichts, fühlte sich aber trotzdem am Nachmittag völlig erschlagen, überwältigt von so viel Nichts. Klar, dass sein Vater das nicht verstand. Für ihn war das keine richtige Arbeit, was Frank da machte: um 9:00 Uhr anfangen, ein paar Formulare stempeln, ab und zu telefonieren. Ein Witz. Früher hatte er sich vor seinen Kollegen geschämt, wenn die fragten, was seine Kinder so beruflich machten. Entweder erzählte er nur von Ann-Kathrin, die als Krankenschwester ja wohl etwas leistete, oder er behauptete, Frank arbeitete bei der Stadtreinigung. 

„Stadtreinigung“ tippte Frank in das Suchfeld der Jobbörse. Sieben Treffer, keiner für seine Region. Nach Köln ziehen, um Müllmann zu werden? Mit Anfang 50? Frank schüttelte den Kopf. Aber bei der JVA würden sie ihn wohl auch nicht nehmen. Es gab zwar keine Altersbeschränkung, aber man musste einen Aufnahmetest machen. Und wie das ablief, wusste er nur zu gut. Als er sich damals nach der zehnten Klasse bei der Polizei beworben hatte, war er schon in der ersten Runde rausgeflogen. Irgendwie war das Gespräch schon nicht so gut gelaufen.

„Name?“

„Frank.“

„Ganzer Name, Junge.“

„Frank Escherbach.“

„Geburtsort?“

„Peine.“

„Geburtsdatum?“

„17. Juli 71.“

„Warum willst du zur Polizei?“

„Ja, also, ich möchte Verbrechen aufklären.“

„Wie Schimanski, wa?“

Der Beamte hatte ihn mit diesem Blick gemustert. Nicht mal sein Vater schaffte es, dass er sich so dumm und minderwertig fühlte.

„Ja, schon.“

„Dir ist schon klar, dass du mit deiner Statur wenn überhaupt für einen Bürojob infrage kommst?“

„Ähm, na ja.“

„Na, vielleicht überlegst du dir noch mal, was du wirklich willst.“

Es war so erniedrigend gewesen. Zur Sportprüfung hatte Frank sich gar nicht erst angemeldet. Seinem Vater hatte er von dieser Niederlage nichts erzählen wollen, aber seine Mutter hatte ihn natürlich ausgefragt und hinterher alles bis ins kleinste Detail an den Vater weitergetragen.

„Mensch, Junge, du bist wirklich eine Schande. Vielleicht solltest du dich mal ein bisschen mehr bewegen. Wenn du vielleicht bei Onkel Horst am Wochenende bei der Torte nicht so zugelangt hättest.“ – „Ach, Erich“, mischte Franks Mutter sich ein (heuchlerisch, dachte Frank, jetzt so zu tun, als wäre sie auf seiner Seite). „Das bisschen Torte wird doch nun auch keinen Unterschied mehr gemacht haben.“ – „Das ist ganz generell gemeint. Der Junge isst einfach zu viel und geht nie vor die Tür. Unsereins malocht den ganzen Tag. Und der feine Herr –“

„Ich habe nur ein Stück gegessen und das überhaupt nur, um Onkel Horst einen Gefallen zu tun. Ich kann Erdbeertorte nicht ausstehen, ganz besonders die von Onkel Horst nicht. Der macht da immer Pudding drauf und diese komische Glibbermasse.“ Frank war so wütend. Noch nie hatte er seinem Vater so direkt widersprochen. Es fühlte sich gut an. Und schrecklich zugleich. „Als ob du Nein zu Pudding sagen könntest.“ Frank hätte seinem Vater am liebsten die besagte Torte ins Gesicht geklatscht. Erstens, damit er endlich aufhörte, ihn zu piesacken, und zweitens, damit er einsah, dass man diese Torte wenn überhaupt wirklich nur aus Höflichkeit gegenüber dem Gastgeber essen konnte. Er war ja schließlich nie dabei, wenn sie die Verwandten abklapperten. Zufällig hatte er dann immer am Sonnabend Schicht.

Nach diesem Tag hatte Frank Erdbeertorte noch weniger leiden können, weil er dabei immer an dieses peinliche Gespräch und an seinen Vater denken musste. Obwohl er schon fast 17 war, hatte er zwei Wochen Hausarrest bekommen. Er konnte sich entscheiden, ob er es ihm rechtmachen sollte, um endlich einmal das ersehnte Lob zu bekommen, oder ob er jetzt erst recht aufmüpfig sein und aus Protest eine Ausbildung als Bürokaufmann beginnen sollte. Er entschied sich schließlich für letzteres.

Er hasste diesen Job von der ersten Sekunde an. Die Ausbildung war eine Qual. Heimlich träumte er von Verbrecherjagden und Dienstmarken. „Lassen Sie mich durch, Polizei!“ Vielleicht hätte er sogar zur Pferdestaffel gehen können. Alle hätten ihm bewundernd hinterhergesehen, wenn er mit seiner toughen Kollegin durch die Stadt geritten wäre. Die Pferde der Polizei waren riesig und schön. Und wenn sie am Nachmittag im Büro Kaffee tranken, dann war das verdient, weil sie ja am Vormittag schon die Welt gerettet hätten. Mit Mitte zwanzig waren ihm das erste Mal Zweifel gekommen, ob er es seinem Vater mit seiner Entscheidung wirklich so richtig gezeigt hatte. Aber da war die Verbitterung schon zu tief verwurzelt. So viel Zuckerzeug konnte er gar nicht essen, um die Bitterkeit vollständig zu überdecken.

Frank steckte sich einen Kopfhörer ins Ohr und ließ seine Playlist laufen. Spotify wollte ihn ständig dazu bringen, irgendwelche Podcasts über Finanzen oder queere Sexthemen zu hören. Er wollte einfach nur seiner Musik lauschen. Für die Bezahlversion war er aber zu knausrig, also ließ er es mehrmals pro Stunde über sich ergehen, wie überdrehte Frauenstimmen Markisen und Küchen anpriesen und Steffen und Felix für ihren Podcast warben, ohne je dabei zu offenbaren, worum es darin überhaupt ging.

Es klopfte an der Tür, und Frank riss sich den Kopfhörer aus dem Ohr. Natürlich arbeitete er hier konzentriert. Es war Leonie. Sie hatte am Wochenende Geburtstag gehabt und stellte ihm ein überdimensioniertes Stück Erdbeertorte auf den Schreibtisch. „Ich dachte, du könntest auch eine kleine Stärkung vertragen.“ – „Ja, danke“, maulte Frank. „Warum lässt du dich eigentlich nie im Gemeinschaftsraum sehen?“ – „Gründe“, murmelte er. „Zu viel Arbeit.“ Leonie zog eine Schnute und nickte ironisch-mitleidig, falls es so eine Art Nicken überhaupt gab. Frank war sicher, dass es genau so ein Nicken war. Konnte sie jetzt nicht einfach verschwinden? Frank würde auf der Stelle einen Verein gegen die Herstellung und den Verzehr von Erdbeertorte gründen, wenn sie endlich den Raum verlassen hätte. „Jetzt hör auf zu lächeln und zu quatschen“, fauchte er sie an, natürlich nur in Gedanken. Laut sagte er: „Ja, ja, danke. Ich muss jetzt leider ein wichtiges Telefonat führen.“ Junge, nervten ihn die Kollegen. Er steckte den Kopfhörer wieder ins Ohr. „Wir reden mit unseren Gästen offen über alle Tabuthemen.“ – „Gott!“, rief Frank aus und schickte gleich ein „Zum Teufel!“ hinterher, damit Eckart nebenan nicht denken konnte, es sei etwas Religiöses.

Missmutig schaufelte Frank sich das riesige Stück Erdbeertorte rein, das Leonie ihm gebracht hatte. „Das ist doch einfach widerlich“, schimpfte er vor sich hin. Er hatte das alles so satt.

Wenn man so ein vergeigtes Leben hatte, blieb einem ja praktisch nur eine Möglichkeit: ein Buch schreiben. Bücher kann man über alles schreiben, auch über vergeigte Leben. Manche Leute waren damit sogar ziemlich erfolgreich. Er musste ja noch nicht einmal über sein tatsächliches Leben schreiben, es konnte auch eine völlig fiktive Geschichte sein. Oder noch besser: Er könnte mehrere Versionen von sich erschaffen. Viele mögliche Franks mit ganz unterschiedlichen Leben. Am Ende würde niemand mehr wissen, welcher Frank er tatsächlich gewesen war. Vielleicht nicht einmal mehr er selbst.

Frank Escherbach Nr. 1

Frank Escherbach loved to keep the path in front of his house clean and tidy and free from gratuitous greenery and weeds. He was so proud of the result of his efforts he even went to the trouble of photographing it all with his smartphone, from several angles, to create an overall impression.

The only thing that upset him more than a weed-filled pathway was to be called Eschenbach instead of Escherbach. Secretly, he had hoped that his personal name research would disclose a noble origin, but all he could find was a reference to a stream in North Rhine-Westphalia in Germany. He was never able to trace his family origins, and after a while just left it at that.

Despite his Germanic nomenclature, he always felt he was 100 per cent a Londoner, and had become accustomed to being called “Esherback”, as if it were a football player title like “full back” or “half back”.

Another thing that disturbed him was almost everyone’s initial assumption, admittedly understandable, that he was a German. In fact, he hailed from the East End of London, from Hoxton, to be precise.

At first a working class district – and the birthplace of the notorious East End London gangsters Reggie and Ronnie Kray – by the end of the 20th century, the southern half of Hoxton had become a vibrant arts and entertainment district boasting a large number of bars, nightclubs, restaurants, and art galleries. The new Hoxton residents – including our Frank – could be easily identified by their obscurely fashionable (or „ironically” unfashionable) clothes and their hair (the so-called „Hoxton Fin“, a variation of the well-known Mohawk hairstyle). Although Frank personally favoured a more conservative tonsorial approach (as did most of his taxicab passengers).

Over the years, he had built up an impressive repertoire of cockney rhyming slang. He spent several years working as a London taxi driver, a function in which his Cockney usage helped him gain a reputation as a real Cockney “character”. Once, on arriving at St. Thomas’ Hospital on Westminster Bridge Rd., he rolled down the taxi window and shouted to a rather well dressed man waiting at the kerbside: “Ere, are you the geezer wiv the dodgy strawberry?”, only to be met with a baffled stare. Even if he was the fare awaiting transportation, the man was obviously unfamiliar with Cockney rhyming slang: geezer = man, person; dodgy = likely to fail or cause problems; strawberry = strawberry tart = Cockney rhyming slang for “heart”. The person he was supposed to collect was a heart patient, and not only that; he was incidentally also one of the hospital governors – who was greatly displeased at being thus publicly addressed, noted his vehicle number and had him barred from ever working for the hospital again.

Thereafter, Frank always suffered a feeling of nausea and anxiety whenever he noticed a strawberry tart in a bakery, and never touched one again.

After 12 years, Frank developed a hankering for a more secure job as a driver with reasonably regular hours and a secure pension. One morning he had the idea that he might like to be a police driver. He looked forward to the thrill of a high-speed police pursuit, experiencing the hugely intense adrenaline-fuelled rush when closing in on the bad guy in a stolen Porsche.

Frank sat the test but failed. One of the examiners he knew personally told him confidentially that he was failed for being too intelligent. He learned that police deliberately exclude really smart candidates from selection, because they get bored with the job too quickly. He protested against his exclusion, telling them that it was his dream job, but couldn’t beat the system. Presumably this, thought Frank, is why the detective divisions refer to the uniformed colleagues as “The Woodentops”.

So, it was back to the taxi rank for Frank. He prided himself on having performed very well in The Knowledge, the test that all drivers of London black cabs must pass, to show that they can recall immediately and from memory the name and location of all London’s streets and the shortest or quickest route to them.

He had always stayed on the right side of the law, despite the temptations – and associated risks. For instance, a London taxi driver had recently been jailed for more than 11 years after ferrying kilo blocks of cocaine to dealers in his cab.

On one occasion, a Lufthansa air passenger he was collecting from Heathrow terminal noticed his name on his driver identification card and immediately launched into a tirade of questions in German, such as “Hey, Sie heißen Escherbach, wie kommt es, daß ein Deutscher in London andere Deutsche in einem Taxi rumkutschiert?”. “Und heißen Sie wirklich Escherbach oder sollte das nicht eher “Eschenbach” heißen? Da haben Sie sich vertan, oder?“

On hearing this, Frank slammed his foot down on the brake and screeched to a halt on the Western Perimeter Road, jumped out of the cab, opened the passenger door and deposited the passenger with his luggage on the road and drove off rapidly without a word.

Frank realized he had violated the most basic London taxi cab code of conduct, and expected to receive a message from the complaints team at the Public Carriage Office the same day.

Mysteriously, no such message ever arrived.

On the following day, however, at exactly 4 p.m., there was a ring at the door. Frank’s mouth dropped open at the sight of who was standing there. It was the Heathrow passenger from yesterday!

“Look mate”, he stammered “I’m really sorry about yesterday, I….” but his utterance was cut short by the caller. No sign of the suitcase from yesterday, today he was carrying an official looking briefcase.

“May I come in, Mr. Eschenbach?”.

Frank just managed not to start correcting him to “Escherbach” and ushered the man in.

Let me just introduce myself, Mr. Eschenbach“ he continued, a smile playing about his lips, thought Frank.

“I am a lawyer from the law firm Latham & Watkins and am here on official business, nothing to do with airline travel, incidentally, he smiled again”

“You are Mr. Frank Eschenbach of 13 Eagle Wharf Road, Hoxton, London, are you not?”

“Actually….” Frank started to reply, but was interrupted by the lawyer who said” Would you please tell me your date of birth?”

Frank duly replied “17th June, 1971”.

“Very good, and if you’d be so kind as to show me evidence of your credentials, for instance a British passport.”

Frank went away and came back two minutes later with the requested documents.

The lawyer inspected them closely, then withdrew a folder of papers from his briefcase.

“Very well, Mr. Eschenbach, because that is your real name I can inform you that you are the beneficiary of an inheritance from Dr. Heinrich Eschenbach, recently deceased German citizen and sole owner of the company Eschenbach Metall GmbH, Essen. Dr. Eschenbachs estate is estimated at a value of 52 Million Euro.”

If you wish to accept the inheritance, please sign here, here and…. here”, he continued, leafing through several sheets of paper, and then replacing the signed copies in his case.

“But…. My name is Escherbach”… stammered Frank… but the lawyer was already getting ready to leave.

“We can settle all this in due course, Mr. Eschenbach, all that is the perpetuation of a typing error made many years ago in the Town Hall.

“I’ll be in touch with you again soon… unless, of course, someone throws me out of my taxi” he added, smiling again broadly.”

With that, he left swiftly and walked off to the town centre.

In a daze, Frank inspected a copy of what he had just signed, and, in a daze, left the house thinking to himself “I gotta get down to the boozer, and tell Nancy about all this over a pint of bitter!”

He left his house, pausing only briefly to pluck a dandelion which had grown rapidly at the side of the path of his house.

Sonntag, der 3. Juli 2022

Dieser Sonntag ist Einsendeschluss. Schreib doch eine Geschichte, der Mindestumfang beträgt 1000 Wörter. Das ist nicht viel. Hier noch einmal der Rahmen:

Die Aufgabe ist es, eine Geschichte zu erzählen, egal was man möchte. Es gibt allerdings einige Eckpunkte, die eingehalten werden müssen.

Aufgabe

Schreibe eine Geschichte von mindestens 1000 bis höchstens 2000 Wörtern Länge. Spätester Abgabetermin ist der 3. Juli 2022. Geschichte bitte schicken an wilkesmann[at]gmail.com.

Punkte, die in die Geschichte müssen (!):

  1. Die Hauptgestalt der Geschichte heißt Frank Escherbach.
  2. Sein Geburtstag ist der 17.6.1971.
  3. Er wollte gerne bei der Polizei arbeiten, aber man hat ihn nicht genommen.
  4. Er mag keine Erdbeertorte

Achtung: Wir suchen hier nicht unbedingt gewiefte Schriftsteller, sondern auch einfach Leute mit Fantasie und Spaß daran, sich eine Geschichte auszudenken und zu erzählen. Schriftsteller und Schriftstellerinen, die bereits Erfahrung haben, sind natürlich genauso herzlich zur Teilnahme eingeladen.

Die Mischung macht’s.

Ihr könnt es auch gern weitererzählen und für das Projekt werben.

Frank Escherbach

Schreibt ihr schon eure Geschichte um den Möchtegernpolizisten und Erdbeertortenverweigert Frank Escherbach? Oder webt ihr noch in Gedanken ein kleines Netz um ihn?

Ihr dürft auch gern vor dem 3. Juli einsenden. Und wer nichts einsendet, bekommt natürlich auch die anderen spannenden Geschichten nicht zu sehen. That’s life. 🙂

Wer es noch nicht kennt oder nochmal nachlesen möchte, die Details findet ihr hier:

Übrigens könnt ihr von diesem kleine Projekt auch gerne weitererzählen. Wir beschränken uns nicht auf Leser dieses Blogs.

Ausschreibung

Janina und ich haben uns ein Schreibprojekt ausgedacht: Die Aufgabe ist es, eine Geschichte zu erzählen, egal was man möchte. Es gibt allerdings einige Eckpunkte, die eingehalten werden müssen. Zu Zweit ist das zwar spannend, aber mit mehr Teilnehmern ist es noch spannender. Also haben wir uns entschlossen, einfach mal herumzufragen, wer Lust zum Mitmachen hat.

Aufgabe

Schreibe eine Geschichte von mindestens 1000 bis höchstens 2000 Wörtern Länge. Spätester Abgabetermin ist der 3. Juli 2022.

Punkte, die in die Geschichte müssen (!):

  1. Die Hauptgestalt der Geschichte heißt Frank Escherbach.
  2. Sein Geburtstag ist der 17.6.1971.
  3. Er wollte gerne bei der Polizei arbeiten, aber man hat ihn nicht genommen.
  4. Er mag keine Erdbeertorte

Wenn wir genug Geschichtgen zusammenbekommen, geben wir vielleicht ein Buch heraus.

Achtung: Wir suchen hier nicht unbedingt gewiefte Schriftsteller, sondern auch einfach Leute mit Fantasie und Spaß daran, sich eine Geschichte auszudenken und zu erzählen. Schriftsteller und Schriftstellerinen, die bereits Erfahrung haben, sind natürlich genauso herzlich zur Teilnahme eingeladen.

Die Mischung macht’s. 🙂

Federführend (schickes Wort) bin in diesem Fall ich. Meine Email-Adresse ist wilkesmann[at]gmail.com. Ich beantworte Fragen, ich sammle die Geschichten. Wer möchte, kann sich für diese Geschichte bei mir anmelden, es reicht aber auch einfach: schreiben und (rechtzeitig) einsenden.

Ihr könnt es auch gern weitererzählen und für das Projekt werben.