Einfache Deko

Essen zu dekorieren ist nichts für mich, habe ich immer gedacht: Man braucht viel Geduld und Präzision. Habe ich beides nicht wirklich, zumindest bei der Essenszubereitung.

Mittlerweile habe ich aber festgestellt, dass man auch mit einfachen Mitteln überraschend, lustig oder humorvoll sein kann – und nicht nur mit Gesichtern. Die folgenden Fotos zeigen meine Frühstücke der letzten drei Tage. Keine Deko hat mich wirklich Zeit gekostet.

Titel: Wer A sagt, muss auch …

Titel: Mein Sternzeichen
Titel: Viertel

Ein Frischkorngericht

Dieses Frühstück ist heute exakt 5 Jahre alt geworden. 🙂

Ananasstifte

2 Portionen

Abends

  • 6 EL Sechs- oder Achtkornmischung schroten & auf zwei Schüsseln verteilen. Mit insgesamt
  • 160 g Wasser übergießen. Abgedeckt über Nacht (mindestens 4 Stunden) bei Raumtemperatur stehen lassen.

Morgens

  • 10 g Zitronenfleisch
  • 250 g Erdbeeren, geputzt
  • 2 Bananen, geschält (220 g)
  • 1 Scheibe Ananas, geschält (195 g)

Banane in grobe Stücke teilen und mit den Erdbeeren im Hochleistungsmixer pürieren. Auf das Getreide gießen. Ananas längs in Streifen und dann quer schneiden. Die Hälfte der Scheibe möglichst an einem Stück auf eine Schüssel bringen, mit der zweiten Hälfte die andere Schüssel dekorieren. Das lohnt vor allem, wenn die Ananas so richtig lecker ist – wir haben da ein paar Superexemplare erwischt.

Rezept der Woche

23. Okt. 2016: Ein Schlemmerfrühstück

Dieses Frühstück habe ich mir an meinem Geburtstag gegönnt:

Geburtstagsfrühstück

birthday

  • 2 EL Nackthafer
  • 1 EL Chiasamen
  • 4 EL Wasser
  • 2 EL Sahne
  • 2 Bananen (180 g)
  • 1 EL Buchweizen
  • 15 g Walnüsse
  • 10 g Schokosoße (ein Beispielrezept: hier)
  • 1 Stück getr. Banane (Demeterhof Schwab)

Getreide flocken, mit den Chiasamen in ein Schüsselchen geben. Mit Flüssigkeiten verrühren und knapp eine Stunde quellen lassen. Bananen in Scheiben schneiden, über das Getreide geben. Mit Buchweizen bestreuen. Mit Walnüssen, Schokosoße und Bananestück dekorieren.

 

Luxus-Sonntagsfrühstück

1. Juni 2014: Schwelge-FKG

Statt der Erdbeeren kann man später im Jahr sicher auch andere Beeren nehmen, das leckere Prinzip bleibt dasselbe. Trockenfrüchte sollten kein Standardbestandteil eines vollwertigen Frischkorngerichtes sein, das weiß ich auch 🙂 deshalb gönnen wir uns solche Kleinigkeiten auch wirklich nur gelegentlich. Dadurch werden sie etwas Besonderes. Der Tag für das Edelfrühstück (nicht immer mit Trockenfrüchten natürlich) ist im Büro der Freitag.

Bei getrockneten Mangos habe ich größere Qualitätsunterschiede festgestellt. Da lohnt es wirklich zu suchen, bis man eine Sorte gefunden hat, die einem wirklich lecker schmeckt und noch ein bisschen weich ist.

Kaufen könnte Ihr dieses Rezept mit der Nummer 6077 (für 1 Euro): hier

FKG Deluxe für Freitag

6077 (7)

 

Rezept der Woche: Ein Frühstück

10. Oktober 2012: Wochenrezept

Ein Frühstück mit Wassermelonen… zwar ist die Wassermelonenzeit vorbei, aber mit Ananas oder anderen Melonen lässt sich das genauso lecker herstellen.

Gelegentlich höre oder lese ich Klagen, dass Frischkorngericht nach Bruker sei zwar gesund, mache satt und munter (auch wenn es Leute gibt, die es gar nicht mögen, aber meiner Ansicht nach machen die dann etwas falsch 🙂 ), aber es sei auf Dauer so langweilig. Dabei gibt es so viele Möglichkeiten!. Daher finde ich es wichtig, immer wieder Variationen aufzuzeigen, um vor allem auch mal das Sahne-Schema und ähnliches aufzureißen. Die Brukersche Variante ist nämlich nur ein Vorschlag, kein Zwangsgerüst! Wichtig war Bruker einzig und allein der Getreideanteil, alles andere bezeichnete er selbst als „Geschmacksverbesserer“ (Wort von mir, aber sinngemäß sagt er das so).

Die Angaben sind ausnahmsweise einmal für zwei Personen.

Ein Bio-Frühstück

17. September 2012: Ein neues Produkt von Rapunzel

Rapunzel wirbt ja gerne damit, dass sie Bio-Pioniere waren. „Bio-Pionier seit 1974“ heißt es in der Anzeige, die heute meine Aufmerksamkeit auf sich zog. Es wird ein Frühstücksbrei beworben, jetzt in drei neuen Sorten. Und oh welcher tolle Gag, oben heißt es „5 Minuten Ei? 3 Minuten Brei“. Na, mit so einem tollen Produkt muss ich mich doch einmal auseinandersetzen, oder?

Die Rezepte hat Rapunzel natürlich „sorgfältig entwickelt„. Wer wird auch schon für ein Produkt mit den Worten werben „bei der Entwicklung sind wir möglichst schlampig vorgegangen“? „Ob basisch, fruchtig oder nach Hildegard von Bingen.“ Ey, da war aber wieder mal ein Werbetexter am Werk, der weiß worum es geht, „basisch“ ist ja in, und für die ganz verknöcherten Bio-Gestalten vom alten Schlag ziehen wir schnell die gute alte Hildegard aus dem Zylinder. Ansonsten …. keine Infos. Also schaue ich doch mal im Internet nach…. und wurde sofort fündig.

Der ganze breiige Text zu diesem breiigen Produkt ist sowas von… Werbefuzzi-mäßig. Schon das Gelaber zum Frühstück an sich zielt ja eindeutig auf die heutigen Menschen ab, die stets in Eile sind (ich übrigens nicht, ich stehe früh auf):

„Gerade am Morgen vor dem Frühstück, wenn die ‚Maschinerie‘ noch nicht so richtig angelaufen ist, sollte die Zubereitung des Frühstücks einfach und schnell gehen. Der Guten Morgen Frühstücksbrei von Rapunzel ist ruck, zuck zubereitet.“

WIDERSPRUCH! Gerade wenn die Maschine noch nicht so richtig läuft, dürfen wir uns genussvoll der Frühstückszubereitung hingeben, eine der wenigen Zeiten am Tag, wo wir uns noch Ruhe gönnen können. Und ruck, zuck zubereitet, ähm, ja toll für ein Bioprodukt. Dann werden auf widerlich-anbiedernde Art irgendwelche angeblich wissenschaftliche Fakten auf uns eingedroschen.

„Hier werden die hochwertigen Getreideballaststoffe des Hafers eingesetzt und durch den Einsatz ballaststoffreicher Haferkleie verstärkt. Beta-Glucane haben einen wissenschaftlich belegten, positiven Effekt auf den Blutcholesterinwert und helfen erwiesenermaßen über ihre Sättigungswirkung, das Gewicht zu halten. … Die EFSA (European Food Safety Authority) empfiehlt hier 3 g Beta-Glucane pro Tag. Diese werden bereits mit 100 g Frühstücksbrei Basis erreicht. Diese Effekte werden durch den Einsatz von Leinmehl und den Ballaststoffen der ganzen Mandel zusätzlich gefördert. … die durch heiße Milch oder Sojamilch noch weiter optimiert werden kann. Sonnenblumenkerne, Sesam und Mandeln sind reich an ungesättigten und mehrfach ungesättigten Fettsäuren, die sich ihrerseits positiv auf die Blutfettwerte und den Cholesterinspiegel auswirken. Hafergetreide und Ölsaaten sind reich an Vitamin-B, Mineralien und Spurenelementen. Ergänzt durch hochwertige Saaten, wie Sesam und Sonnenblumenkerne sowie gesundem Amaranth schenkt es Ihrem Körper wertvolle Mineralstoffe. Abgerundet wird der Genuss mit echter Bourbon Vanille.“

Schon mal von der EFSA gehört? Nö, ich nicht. Aber der Name klingt gut im Text. Ich kann die erste Vorstellung der Werbeagentur dieser neuen Werbekampagne vor mir sehen, eine PowerPoint-Präsentation, Beta-Glucane in Rot auf der ersten Folie, Fettsäuren auf der nächsten… und dann kommt die letzte Folie: „Und Ihr Umsatz steigt 30 % wenn Sie unserer Agentur den Zuschlag geben“. Naja, ganz so deutlich steht’s nicht da.

Nichts gegen die Werbeagentur, die muss sich so einen Mist zusammenfaseln, der ihrer Meinung nach ins Herz der heutigen Bio-Käufer trifft (gute Bildung – also wissenschaftlich, leicht alternativ – also Ballaststoffe, so charakterisieren sie die Zielgruppe). Aber sich selbst als Bio-Pionier preisen und dann einen solchen Schrott, möglichst noch zusammen mit Sojamilch empfehlen, ist schon dreist.

Die Inhaltsstoffe finde ich auch auf dieser Seite:

Haferflocken* (59,00%), Mandeln* geröstet (14,00%), Amaranthmehl* geröstet (5,00%), Haferkleie* (5,00%), Sonnenblumenkerne* (5,00%), Sesam* geröstet (5,00%), Buchweizen* geröstet (5,00%), Leinmehl* (3,00%), Bourbon Vanille*

So teuer waren Haferflocken sicher noch nie 😉 Die Website findet Ihr hier

Übrigens: In Lahnstein wurde mal eine Weile großen Wert darauf gelegt, dass das VWK-Frühstück „Frühstücksbrei“ heißt, damit es nicht mit irgendwelchen Fertigprodukten verwechselt wird. Ob Rapunzel sich daran orientiert hat?

War vorher alles schlecht?

24. Februar 2012: Aus der Vorvollwertzeit lernen

Anfangs ist Vollwertkost ein wenig schwierig, weil wir umdenken müssen. „Geht das so? Oh je, das habe ich jetzt noch 2 Monate gegessen, und da ist ja doch Dicksaft drin… Da ist ja Zucker reingemogel!!“. Gedanken, die wir (fast) alle kennen. Dann kommt die  aufregende Phase, wo wir einigermaßen geschnallt haben, wo’s lang geht, wir genießen die  große Palette, die uns die Vollwertkost bietet. Dinge kommen plötzlich auf unseren Speiseplan, die wir noch nie vorher gegessen haben. Bei mir waren das Mangold, Pastinaken und mehr. Auch die Freiheit, endlich mal nicht auf jeden Tropfen Öl und jeden Fitzel Butter schielen zu müssen lässt uns großzügig durchatmen – die Welt ist viel größer geworden.

Dann kommt der Weg der Entdeckung. Ist tiereiweißfrei nicht aus vielen Gründen sowieso die bessere Variante? Wie ist das mit dem gekochten Obst? Wie ist das mit Säften, gekochtem Gemüse usw? Jetzt ist es wieder spannend zu sehen, wie sich diese „Vorschriften“ (denn es sind ja gar keine) umsetzen lassen, ohne an Essenslebensqualität zu verlieren.

Dennoch kommt da gleichzeitig wieder eine gewisse Einengung hinzu, zumindest für mich. Das ist mit ein Grund, warum ich nicht damit rechne, dass ich jemals Rohköstlerin werde. Ja, für ein paar Tage, Wochen oder auch Monate tut das gut. Aber dann sind mir da zu viele „Daran darf ich jetzt nicht denken“. Gerade unter Rohkost entwickle ich häufig mir sonst unbekannte Essensgelüste. Mein Süßigkeitenhunger ist größer, ich denke gerne über gebratene Hühnchen nach – mir sonst völlig fremd. Um diese aufkeimenden Wünsche, die gegen mein Wissen und meine Überzeugung sind, dauerhaft bei Rohkost nicht zu haben, müsste ich mein Essen sorgsamer zusammenstellen. Viele Wildkräuter einbauen, mehr auf die Zusammensetzung der Nahrung insgesamt achten, damit ich nicht zu viel Nüsse, zu viel Öl usw. esse. Das kommt dann schon fast an diäthaftes Verhalten heran. Das muss ich bei der Vollwert nicht. Da habe ich ein paar Eckpunkte und das Land dazwischen ist so groß, dass ich auch ohne ständig auf meine Schritte zu achten vorwärts laufen kann.

Für mich ist zur Erreichung eines normalen Essensverhaltens auch wichtig, dass ich essen kann, wann ich will und was ich will – im Rahmen natürlich. Die Vollwertkost lässt alles zu und gibt deshalb Freiheit. Grundsätzlich ist Fleisch kein Teil der Vollwertkost, aber wenn ich dann vielleicht einmal im Jahr Lust auf ein gebratenes Hähnchen hätte – da ist das allenfalls noch eine ethisch-moralische Frage, aber keine Gesundheitsfrage, ob ich das esse oder nicht.

Und trotzdem…. ich bin an einem Punkt angelangt, wo es mich anfängt einzuengen. Den gilt es nun zu überwinden. Und dafür, so merke ich, ist es eben doch einmal gut, mich an die positiven Zeiten meines nichtvollwertigen Lebens zu erinnern. Es war doch nicht alles schlecht. Für mich ist zum Beispiel ganz wichtig, ein lockeres Gerüst zu haben, an dem ich mich mengenmäßig entlanghangeln kann. Der Grund ist mein durch in Jugend zerstörtes Sättigungsgefühl dank Diätenwahn. Das muss nicht grammgenau sein, aber nach wie vor kann ich schlecht für zwei Tage im Voraus etwas vorbereiten, weil ich versucht bin, dann mehr zu essen als die eine Portion. Ich bin nun in der Phase, wo ich mir sage: „Ich habe die Vollwertkost in allen Nuancen erprobt, sie ist etwas, das ich nicht mehr aus meinem Leben streichen werde. Was aber kann ich aus meinem vorherigen Leben jetzt einbringen, damit es durch und durch ein für meine Person befreiendes und gutes Essleben wird?“ Ganz sicher nicht die Rückkehr zu Zucker und Auszugsmehl 😉

Eine Kleinigkeit habe ich fürs Erste geändert, die gar nicht mal unbedingt aus der Vollwertigkeit kommt, sondern von dem, was wir allgemein über richtiges Essen wissen. Wir sollen Mahlzeiten schön zubereiten, uns an einen schön gedeckten Tisch setzen und langsam essen. Jeden Bissen sorgfältig kauen und genießen. Und daher lesen wir beim Essen nicht, wir konzentrieren uns voll auf das Essen.

Ich lese wieder Zeitung beim Essen. Ich löffle mein Frühstück beim Klavierspielen, wie ich das viele Jahre getan habe, oder ich stelle es mir neben den PC. Mir ist das völlig egal, ob das gegen alle Regeln ist. Für mich hat es den Vorteil, dass Essen nicht so furchtbar wichtig ist (das kann nämlich auch zu dominant werden) und ich außerdem wesentlich langsamer esse. Ich bin eine Schnellesserin, immer schon gewesen. Sitze ich sonst morgens über dem FKG, dann geht das zack-zack, damit ich bloß weiter komme in meinem engen Zeitplan. So steht jetzt die Schüssel auf einem Tischchen neben dem Klavier und zwischen den einzelnen Übungsstücken esse ich einen Löffel. Der Rest wird dann genüsslich beim Emailen verzehrt.

Siehe da – JETZT bin ich nach dem Frühstück satt! Durch eine falsche Maßnahme habe ich also etwas Gutes erreicht, etwas für MICH Positives. Und so will ich in der nächsten Zeit mehr Dinge aus meiner Vorvollwertzeit erproben, ob sie mit der Vollwertkost kombiniert Positives, mehr Freiheit für mich bringen. Wobei ich mir bei solchen Maßnahmen ganz klar darüber bin, dass dies keine Empfehlungen für andere sind, denen geht es vielleicht genau anders herum. Mein Appell ist einfach: Vergesst die guten Dinge aus der „Vorzeit“ nicht 🙂

Frühstück zum Zweiten…

Kommentar vom 15. Oktober 2010: Und noch ein Frühstück

Nun hat endlich auch die Tageszeitung (RGA, 13. Oktober 2010) einen Artikel über das richtige Frühstück gebracht. So starten wir gut in den Tag, jawohl. Und natürlich erhalten wir fachmännischen Rat von … einer Diplom-Ökotrophologin, Frau Esther Natschack aus Neuss. Das Foto rechts dazu ist herrlich, vorne eine Wurstplatte, rechts davon eine Tasse Kaffee, dahinter Käse, groß die Milch, etwas Marmelade und ganz hinten, zwischen Blumen und Brötchen, eine schön dekorierte Obstschale. Da traut sich sicher niemand ran 😉 Die Brötchen sind gesund, denn sie entstammen der Sorte „kleb ein paar Körnchen auf mich drauf“. Die Bildunterschrift sagt es dann auch: „Eindeutig: So sieht es am Frühstückstisch des Genießers aus“.

Natürlich hat die gute Dame gleich eine tolle Faustregel zur Hand, die fünf Sterne-Regel: „ein ungesüßtes Getränk, Milch oder ein Milchprodukt, Brot oder Müsli, Obst oder Gemüse sowie Ruhe und nett Atmosphäre“. Am besten fange ich wohl mit einer Tasse Kaffee an, wie auf dem Foto? Die ist ja ungesüßt, dann knall ich mir die Milch hinterher und bin gleich eklig-schleimig voll. Dann entscheide ich mich für Brot statt Müsli – und wie heißt es hier doch so schön: „neben Brot oder Müsli stehen idealerweise dann auch Jogurt, Quark oder etwas Milch auf dem Tisch.“ Wohl bekomm’s, wer noch immer keine Allergie hat, kann hier solide Grundlagen für ihre Entwicklung legen!

Aber es gibt auch Tipps für Leute, die nicht so gerne frühstücken: „Aus Milch, etwas Obst und ein paar Schmelzflocken lässt sich ganz leicht und schnell mit dem Pürierstab ein Getränk mixen“, sagt die Ernährungswissenschaftlerin. Na, das muss doch stimmen, wenn das eine WISSENSCHAFTLERIN sagt. Wissenschaftler werden in ihrer Verehrung ja nur noch von der Ärzteschaft getoppt. Schmelzflocken, was sind das eigentlich? Wiki sagt: „Sofort lösliche Schmelzflocken: Werden aus Hafermehl gewalzt.“ Na super. Erst mahle ich den Hafer zu Tode, und dann walze ich das alles wieder appetitlich zusammen. Mausetot, Frau Wissenschaftlerin, die uns natürlich auch eine Definition von Schmelzflocken liefert: „[sie] sind ein Hafergetreide aus vollem Korn, das zunächst gemahlen und anschließend wieder zu Flocken gepresst wird.“ Dass das Wörtchen „volles Korn“ Gutes verheißt, hat sie wohl am Rande ihrer Ausbildung auch erfahren und baut es daher geschickt ein.

Dass nach mehreren Wochen alle die guten Stoffe raus sind, wird nicht erwähnt. Dass Hafer, damit er nicht ranzig wird, immer hitzebehandelt wird, wurde auch dezent unerwähnt gelassen. Gute Wissenschaftler wissen eben auch, wann sie schweigen müssen 😉

Noch ein Problem für uns löst die geniale Frau Natschack. Wer sich nämlich mit dem Gedanken quält, ob er zweimal frühstücken darf, bekommt gleich die passende Antwort: „Es kommt auf die gesamte Kalorienmenge an, die man am Tag zu sich nimmt.“ Klar, Kalorien sind wichtig, Vitalstoffe sind ja nur so lächerlicher Ballast.

Wie gut, dass ich diese Zeitung nur mitlese und das Abo nicht bezahle. Da tut so ein geistiger Dünnsch… (sorry, aber das ist es doch) nicht so weh.