Einfach geht immer

Manche Gerichte sind einfach. Die gefallen mir. Gestern Abend gab’s mal wieder so eines….

Möhren-Kartoffeln

1 Portion

Als Gemüsepfanne 25 Min.:

  • 90 g Wasser
  • 160 g Kartoffeln, in Scheiben
  • 170 g Möhren, in Scheiben
  • 10 g Sonnenblumenöl
  • 1 Prise Salz

Mit Salz abschmecken und

  • 70 g gekochte weiße Bohnen

unterrühren und kurz erhitzen.

Dies ist ein Rezept, das sich tausendfach variieren lässt, ohne dass es Mehrarbeit bringt, z.B.:

  • Statt Wasser Nudelkochwasser, Gemüsewasser (aus der Dose) oder Sahne nehmen
  • Statt Möhren jedes andere Gemüse mit ähnlicher Kochzeit und ähnlich geringem Aufwand: Jedes Gemüse, das wie Möhren ungeschält verwendet werden kann, eignet sich.
  • Statt Sonnenblumenöl ein anderes Öl nach Wahl. Da nicht angebraten wird, eignen sich auch feine Öle.
  • Neben Salz nach dem Kochen andere Gewürze oder Kräuter hinzufügen. Andere Ergänzungen sind Sahne süß oder sauer, Zitronensaft
  • Statt gekochter weißer Bohnen andere gekochte oder tiefgekühlte Gemüsesorten: Kidneybohnen, Erbsen, Mais, Kichererbsen, Linsen

Die Kochzeit richtet sich auch ein wenig nach der Kartoffelsorte. Ich mag Gemüse weich.

Rezepte im Internet

Umfrage unter Foodbloggern*

* = Menschen, die regelmäßig Rezepte im Internet veröffentlichen, meist auf einem Blog.

Wer ganz normal kocht, wird sich manchmal wundern, wie Foodblogger es schaffen, ihre Mahlzeiten so aufwändig herzustellen und liebevoll zu dekorieren. Irgendwie drängt sich dann der Eindruck auf, Foodblogger leben nur für das Essen. Die Crystal Myth University in EastSouthWest Wales hat sich nun dieser Frage zugewandt und die 100 wichtigsten Foodblogger in Europa befragt. (Wenn du nicht dabei bist, nimmst du eben keinen hervorragenden Platz ein, sorry). Prof. Dr. Anthony Billions vom Department for Believable Statistics, der mit seinen Mitarbeitern zusammen diese Studie durchgeführt hat, erklärt, dass die Auswahl der Blogger, Bloggerinnen, Bloger*innen und Blogger*d nach streng statistischen Grundsätzen erfolgte.

Die Studiengruppe um Billions verschickte 120 Fragebögen an die ausgewählten 100 Blogger. 20 Fragebögen wurden sowohl per Email als auch per Post verschickt, um mit größtmöglicher Sicherheit sicherzustellen, dass auch alle die Bögen erhalten haben.

98 Blogger haben geantwortet. Das ist eine sehr erfreuliche Rücklaufrate. Von diesen Bloggern haben die Mitarbeiter des DfBS folgende Statistiken errechnen können:

0,3 % aller Blogger kochen jeden Tag selbst

1 % aller Blogger, die sich mit gesundem Essen beschäftigen, wissen, dass Dosenobst nicht so gesund ist wie frisches Obst.

1,1 % der Blogger verwenden niemals Fertiggerichte in ihrer Küche (nicht als Fertiggerichte zählten: Dosentomaten, Tomatenmark, Gemüse aus der Dose, Obst aus der Dose, Schokolade von 50 bis 80% Kakaogehalt, Oreo-Kekse, Butterkekse, Olivencreme, Paprikacreme, Basilikumpesto usw.).

Wie häufig veröffentlichen Foodblogger Rezepte?
0,1 % täglich
0,3 % einmal pro Woche
55 % einmal pro Monat
46,6 % seltener

Wie häufig veröffentlichen Foodblogger Rezepte, die sie woanders gefunden haben?
85,6 % einmal pro 21 Tage
14,3 % einmal pro Monat
0,1 % seltener

11,6 % der Blogger haben über ihren Blog keine Einnahmen (hierzu zählen z.B. Klicks auf Links zu großen Versandhäusern)

20,4 % der Blogger haben mindestens einmal bereits Rotkohl nicht aus dem Glas verwendet

21,3 % der Blogger konnten die Namen von fünf Gemüsesorten den entsprechenden Fotos korrekt zuweisen (es waren: Möhren, Spargel, Kartoffeln, Weißkohl und frischer Spinat)

83,1 % der Blogger konnten fünf Süßigkeitensorten den entsprechenden Fotos korrekt zuweisen (es waren: Butterkekse vom Discounter Aldi, Butterkekse von einer Markenfirma, Butterkekse Bio von denn’s, Butterkekse vom Discounter Lidl, Butterkekse von der Noname-Firma „Ja!“)

95,9 % der Blogger bestellen mindestens alle 13 Tage eine Pizza bei der Pizzeria

97,4 % der Blogger bereiten mindestens einmal pro Woche eine Tiefkühlpizza im eigenen Ofen zu

98,3 % der Blogger schwören auf Selleriesaft, weil sie überzeugt sind, dass es ihre Urteils- und Kreativkraft verstärkt

 

 

 

Das Monats-Video: Bunte Gemüsesuppe

25. März 2015: Suppe im Video

Mit reichlich Rohkost davor, reicht es für zwei Personen. Es ist eines der Gerichte aus meinem Buch „Hartz IV in aller Munde“, dass es noch als PDF bei mir zu kaufen gibt (hier).

Gemüsesuppe Kunterbunt

Zutaten:

  • 1 Zwiebel (55 g netto)
  • 1 dünne Stange Porree (100 g)
  • 1 Möhre (95 g)
  • 1 große Kartoffel (210 g)
  • 90 g Sellerie (netto)
  • 30 g Nackthafer
  • 1 Knoblauchzehe
  • 500 g Wasser
  • 1 TL Salz
  • frisch gemahlener Pfeffer
  • 10 g Butter (oder 1 EL Öl)
  • 20 g Möhre

Idee geklaut…

Gerade sah ich im Blog vom PGS die Liste, wie ich den Obst- und Gemüseanteil in meinem Tagesplan erhöhen kann, Simon hatte glaube ich auch gestern darauf gelinkt. Im Prinzip eine gute Idee, die Frage zu beantworten: Wie kann ich mehr Obst und Gemüse essen?  An einigen Punkten vertrete ich eine andere Ansicht, aber das finde ich unfein, nun darauf rumzuhacken 😉 Ich habe darüber nachgedacht und würde eine kürzere Version bei Anfängern für einfacher halten:

  1. Morgens immer ein Gericht mit frischem Getreide (z.B. Flocken, da können sich die meisten mehr drunter vorstellen) und Obst essen.
  2. Eine Hauptmahlzeit essen, die zu zwei Dritteln aus gemischtem Salat inklusive Blattsalat besteht, danach Brot oder Brötchen.
  3. Vor einer zweiten – warmen – Hauptmahlzeit wenn nicht einen gemischten Salat, so zumindest eine Möhre essen.
  4. Beim warmen Hauptgericht sollte Gemüse von der Beilage zum Hauptbestandteil aufrücken.
  5. Esst wieder mehr Kartoffeln als Nudeln, Reis & Co.

 

Schnell und einmal Basic

8. Mai 2013:Was Flottes und Asiatisch-Basics

Die schnelle Woll-Pfanne

Ich war an diesem Tag nachmittags im Theater gewesen, danach musste es schnell gehen. Da griff ich dann mal wieder zu fertigen Nudeln, was selten vorkommt 🙂

Gemüsepfanne mit Nudeln, schnell & leicht

5409

  • 260 g Wasser (zu viel, da die Pfanne kein Wasser verliert)
  • 75 g Hörnchennudeln
  • 380 g Gemüse (ca. 100 g Champignons, 120 g Tomate, 160 g Aubergine). Als Gemüsepfanne 10 min. garen (d.h. auf 2000 Watt erhitzen, bis ordentlich Dampf aufsteigt, dann auf kleinster Einstellung dünsten, ohne den Deckel anzuheben). Im Magic verquirlen:
  • 1 TL Paprika edelsüß
  • 1 MS Chili gemahlen
  • 1 TL Salz
  • 1 geh. TL Nussmus
  • 1 gestr. TL Dinkelmehl,
  • 50 g Wasser und in das Gemüse einrühren, kurz aufkochen.

Hoisin-Sauce in Vollwert

Geht schnell, gibt Salatsaucen und auch warmen Gerichten einen besonderen „Kick“. Im Kühlschrank aufbewahren, zur Haltbarkeit kann ich noch nichts sagen, da sie erst wenige Tage alt ist.

Kaufen könnte Ihr diese Rezept mit der Nummer 5472 (für 1 Euro): hier

5472

 

Studie für Hobbygärtner

Kommentar vom 24. Juli 2011: Endlich wieder eine Studie!

Die neuste Ausgabe der Apotheken-Umschau (Juli B-Ausgabe) erfreut uns auf Seite 55 wieder, indem sie uns eine Studie vorstellt. Ich bin da wirklich beeindruckt, die Apotheken-Umschau hat ein großes Talent, uns mit hochwichtigen Ergebnissen aus weltbewegenden Studien zu beglücken.

Ihr werdet euren Augen nicht trauen, wenn ich euch verrate, was jetzt Wissenschaftler einer texanischen Universität festgestellt haben: „Wer aktiv Gartenarbeit betreibt, isst überdurchschnittlich viel Gemüse“. Dazu fällt mir nur ein: Potzblitz, darauf wäre ich nie gekommen. Ich dachte immer, wer in seinem Garten werkelt und etwas anbaut, hasst Gemüse und baut es nur an, um es anschließend in einem Freudenfeuer verglühen zu lassen.

Dazu haben die sorgsamen Wissenschaftler „261 Menschen über 50 Jahre nach ihren Ernährungsgewohnheiten“ befragt. Jetzt ist der Satz ein bisschen doppeldeutig: Geht es hier um 261 Überfünfzigjährige oder lief die Studie gar über 50 Jahre? Was wieder einmal zeigt: Nicht nur die Wissenschaftler arbeiten so hervorragend, die Artikelschreiber auch. Hat da keiner Korrektur gelesen und gemerkt, dass der Satz nicht klar ist?

Schön auch, wie so eine Zeitung gestaltet wird. Die Doppelseite, auf der dieser kleine Artikel rechts oben steht, ist in Grünbraun-Tönen gehalten. Das war wohl zu trist? Schon mein Vater pflegte bei Farbfotos zu sagen: „Rot muss ins Bild!“ Dies haben die Layouter der Apotheken-Umschau wohl auch gehört und zum Hobbygärtner-Artikel das Foto einer Strauchtomate gesetzt. Ein herrliches knackiges Rot, dank Strauch noch ein bisschen Grün, also passt es harmonisch auf die Seite. Und damit wir Leser nicht stutzen, kommt jetzt die ganz hochintelligente Bildunterschrift „Schmecken nicht nur Hobbygärtnern: Strauchtomaten“. Noch blöder geht nimmer, oder? 😉

Essen mit den Jahreszeiten

Kommentar vom 2. Juli 2010: „Saisonal“

In den letzten Wochen gab es verschiedene Beiträge und Kommentare, in denen die Bedeutung der regionalen Ernährung herausgearbeit wurde, die ja unter verschiedensten Aspekten wichtig ist – nicht nur von der Gesundheit her.

Ein anderes Schlagwort ist „saisonal“. Diese Grenze verschwindet auch immer mehr. Mir ist es noch vertraut, dass ich im September keinen Spargel oder im Januar keine Erdbeeren kaufen „kann“. Jugendlichen dürfte das heute kaum noch bekannt sein, wenn nicht die Eltern besonderen Wert darauf legen.

Im Internet gibt es verschiedene Quellen zur Saison bestimmter Obst- und Gemüsesorten. Auf eine besonders schöne und hilfreiche Auflistung stieß ich vor wenigen Tagen. Was diese Liste besonders auszeichnet, ist nicht nur ihre Übersichtlichkeit, sondern auch, dass sie Importe berücksichtigt. Das heißt, wenn ich schon Dinge wie Apfelsinen und Bananen essen möchte, kann ich wenigstens darauf achten, dass ich sie nicht gerade außerhalb der jeweiligen Saison kaufe. Wie zum Beispiel Orangen – die sind jetzt nicht mehr Saison. Überrascht hat mich auch eine Liste für Nüsse!

Die Liste ist so gründlich, dass sie bei Obst sogar verschiedene Apfelsorten mit eigenen Reihen bedenkt. Sehr schön!

Was mir an dieser Seite auffiel ist, dass rechts in einem Menü verschiedene Ernährungsformen erklärt werden (natürlich immer sehr „kritisch“). Vollwertkost als Begriff fehlt dort vollständig, nur Schnitzer-Kost wird erwähnt. Eigenartig.

Nun aber zu den Links:

Gemüse: hier
Obst: hier
Nüsse: hier

Wer weiter durch das Impressum scrollt, findet auch heraus, wer denn da hintersteckt: die ProSiebenSat. 1 Media AG. Nun gut. Ab und zu können auch Medien ordentliche Arbeit leisten 🙂

Eine andere Saisonübersicht vom Naturheilkundeforum ist nicht ganz so schön als Liste aufbereitet, dafür kann man auf einige Gemüse klicken und erhält noch zusätzliche ausführliche Informationen: hier